Auf einen Blick
  • Sie möchten ein Weihnachtsgeschenk zurückgeben, weil Ihnen diese nicht gefällt. Dann können Sie einigen Fällen den Kaufvertrag widerrufen.

  • Beim Widerruf gelten online und offline jeweils andere Bedingungen. Wir erklären, welche Waren Sie nicht zurückgeben und welche Kaufverträge nicht widerrufen werden können.

  • Außerdem erfahren Sie, ob Sie nach einem Einkauf in einem Fakeshop den Vertrag widerrufen und Ihr Geld zurückbekommen können.

Weihnachten ist vorbei. Die Geschenke treffen entweder ins Schwarze oder sind so gar nichts für die beschenkte Person. Doch hat man als Beschnkte oder Beschenkter eigentlich die Möglichkeit die Ware umzutauschen, die eigentlich nicht hätte unterm Weihnachtsbaum liegen sollen? Und welche Unterschiede gibt es bei online und offline gekauften Produkten?

Online Einkaufen
ist etwas anderes, als einkaufen im Geschäft vor Ort. Auch Ihre Rechte bei der Rückgabe von Waren sind online anders als im stationären Handel. Doch was gibt es genau zu beachten?

 

Widerrufsrecht im Onlineshop

Wurden Ihre Weihnachtsgeschenke im Internet bestellt, steht Ihnen in den meisten Fällen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Innerhalb dieser Frist können Sie den geschlossenen Vertrag widerrufen. Der Onlinehändler muss Sie über die Frist informieren und eindeutig festlegen, wann diese tatsächlich beginnt. Diese Informationen sind in der Widerrufsbelehrung des Händlers zu finden. 

Doch gerade in der Weihnachtszeit sind einige Onlinehändler sehr kulant und verlängern die Widerrufsfrist. Manche Onlineshops bieten eine Rückgabe dann sogar bis Ende Januar an.

Doch Achtung: Auf eBay Kleinanzeigen und anderen Anzeigenmärkten gilt das Widerrufsrecht nur bei gewerblichen Händlern. Beim Privatverkauf gibt es in der Regel kein Widerrufsrecht. Übrigens: Die Art der Zustellung oder Abholung ist ohne Belang und spielt für das Widerrufsrecht keine Rolle.

Zinshammer aus Schweden

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Wann beginnt die Widerrufsfrist?

Bei Fernabsatzverträgen haben Sie nach Paragrafen 312g Absatz 1 und 355 Absatz 1 BGB ein Recht auf Widerruf. In der Regel beginnt die 14-tägige Widerrufsfrist mit dem Tag, an dem Sie die Ware erhalten haben. Dies gilt auch, wenn Sie Ihre Lieferung bei Bekannten oder Nachbarn als Empfänger abgeben lassen. Es zählt nicht der Tag, wann Sie die Ware dort abholen. Alternativ kann beim Abschluss von Verträgen über das Internet die Frist auch mit Vertragsabschluss beginnen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie von dem Händler eine gültige Widerrufsbelehrung erhalten haben.

Kommt der Verkäufer dieser Informationspflicht nicht nach, wird die Frist ausgesetzt. Sie beginnt dann erst, wenn Sie schriftlich belehrt wurden. Erhalten Sie keine Widerrufsbelehrung, verlängert sich die Frist auf einen Zeitraum von einem Jahr und 14 Tagen. Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen haben beispielsweise dazu geführt, dass Baufinanzierungen noch nach Jahren widerrufbar sind.

Sonderfall Dienstleistungen

Haben Sie eine Dienstleistung wie beispielsweise einen Handwerker über das Internet gebucht, erlischt das Widerrufsrecht vor Ablauf der Frist, sobald der Dienstleister seine vollständige Leistung erbracht hat. Allerdings muss auch hier der Ausführende, also der Handwerker, Sie als Kunden über den Sachverhalt ausreichend informieren. In den meisten Fällen müssen Sie die Kenntnisnahme dieser Regelung bestätigen und sich ausdrücklich einverstanden erklären.

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Wie müssen Sie widerrufen?

Wenn Sie vom Vertrag zurücktreten möchten müssen Sie dem Händler mitteilen, dass Sie den Vertrag widerrufen wollen. Der Widerruf sollte schriftlich (per E-Mail, mit der Post via Einschreiben mit Rückschein oder per Fax) erfolgen, damit Sie im Streitfall einen Nachweis haben. Schickt der Händler ein Formular dafür mit, können Sie dieses verwenden. In der Praxis ist es oftmals so, dass Sie in einem Onlineshop Ware bestellen und wenn Sie diese nicht behalten wollen, können Sie die Ware einfach retournieren. Viele große Onlineshops verzichten damit aus Kulanz auf den Versand des Widerrufs durch den Kunden. In einigen Fällen können Sie die Rücksendung der Ware per App oder über den Webshop ankündigen.

Sicherheitshalber sollten Sie bei der Rücksendung von Waren Ihr Widerrufsschreiben immer mit in das Paket legen und zusätzlich per E-Mail an den Händler senden. Sie können dafür diesen Musterbrief der Verbraucherzentrale verwenden.  Ist der Vertrag widerrufen, müssen Sie die Ware binnen 14 Tagen an den Händler zurücksenden. Sie müssen laut Verbraucherzentrale dafür nicht zwingend die Originalverpackung verwenden.

Wichtig: Sollte die Ware auf dem Transportweg beschädigt werden oder verloren gehen, trägt der Händler das Risiko.

 

Dürfen Sie die Ware ausprobieren?

Grundsätzlich dürfen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke bis auf einige Ausnahmen innerhalb der Widerrufsfrist an- und ausprobieren. Das Recht zu widerrufen erlischt nicht, nur weil Sie ein Kleidungsstück anprobieren oder ein Gerät ausprobieren. Es gibt allerdings Einschränkungen. Wenn Sie Ihr Hochzeitskleid benutzt nach der Hochzeit zurücksenden wollen, dann müssen Sie mit Problemen rechnen. Sobald Sie die Ware nicht nur an- und ausprobiert, sondern genutzt haben, hat der Händler einen Anspruch auf Wertersatz. Sie dürfen die Ware lediglich zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise verwenden, so wie Sie dies auch in einem Ladengeschäft tun würden.

Von der Anprobe und dem Ausprobieren ausgeschlossen sind folgende Artikel:

  • Versiegelte Hygiene-Artikel: sobald Sie das Siegel aufgebrochen haben, dürfen Sie die Ware nicht mehr zurücksenden. Zu diesen Hygiene-Produkten zählt auch Erotik-Spielzeug. Dagegen gelten Unterwäsche, Badebekleidung und Matratzen nicht als Hygiene-Artikel.
  • CDs, DVDs, Konsolenspiele, Software: All diese Produkte haben ebenfalls ein Siegel. Sobald dieses Siegel aufgebrochen ist, kann der Artikel nicht mehr zurückgerufen werden.
  • Streaming und Downloads: Bei Verträgen über digitale Inhalte gelten ähnliche Bestimmungen. Musik und Hörbücher werden oft zum Download oder zum Streamen bereitgestellt. Sobald Sie den Download starten, beginnt der Vertrag und das Recht auf Widerruf des Vertrages erlischt.

Weitere Ausnahmen vom Widerrufsrecht

Das Widerrufsrecht kann auch für die nachfolgenden Produkte eingeschränkt werden:

  • Maßangefertigte Ware/personalisierte Produkte: Maßanfertigungen, welche speziell nach Ihren Wünschen gefertigt wurden, können Sie nicht zurückgeben. Das gilt auch für personalisierte Produkte wie Tassen mit Fotos, Fotokalender oder Ähnliches. Lediglich wenn das Produkt defekt ist, können Sie Ihr Geld zurückfordern.
  • Veranstaltungstickets: Laut Stiftung Warentest dürfen Ticketbestellungen für Sportevents oder Kulturveranstaltungen nicht widerrufen werden, wenn es einen festen Termin für diese Veranstaltung gibt.
  • Schnell verderbliche Ware: Wenn Sie frische Lebensmittel online bestellen oder sich eine Pizza liefern lassen, können Sie diesen Vertrag nicht widerrufen.

Sonderfall: beschädigte Ware

Wurde die Ware durch Sie beschädigt oder hat auf andere Weise an Wert verloren, so kann der Händler einen Wertersatz von Ihnen verlangen. Dagegen steht, dass Sie die meisten Produkte ja testen dürfen, ohne dass der Händler einen Anspruch auf Wertersatz hat. Es kann diesbezüglich  zu Streitigkeiten kommen.

Wichtig ist, dass der Händler Sie vor Vertragsabschluss darauf hinweist, dass er bei absichtlich hinzugefügten Schäden oder übermäßigem Testen einen Wertersatz von Ihnen verlangen kann.

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Wer zahlt das Porto für die Rücksendung der Geschenke?

Viele Händler schicken aus Kulanz einen bereits adressierten und bezahlten Retourenschein mit der Lieferung. So brauchen Sie bei Nichtgefallen diesen lediglich auf das Paket kleben und können es bei DHL, Hermes, DPD oder einem anderen Versanddienstleister abgeben, ohne bezahlen zu müssen. Erklärt sich der Händler nicht zur Übernahme der Rücksendekosten bereit, dann müssen Sie diese Versandkosten übernehmen.

Lesen Sie vorher das Kleingedruckte und prüfen Sie, wohin Sie die Ware zurücksenden müssen. Es gibt sehr viele Shops, bei denen die Ware zwar aus einem deutschen Lager kommt, Sie eine Retour aber ins Ausland senden müssen. Und das kann teuer werden. Gerade beim Versand in das nicht europäische Ausland kann das Porto so ganz schnell den Warenwert überschreiten.

Warnung: Diese Sendebenachrichtigungen sind Fake

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Gibt es ein Widerrufsrecht bei Fakeshops

Nachdem Sie versehentlich in einem Fakeshop eingekauft haben, ist in der Regel Ihr Geld weg und die Ware wird nicht geliefert. Dann ist guter Rat teuer. Theoretisch könnten Sie regelkonform einen Widerruf senden. Nur wird dieser nicht viel bringen. Fakeshop-Betreiber halten sich an keine Gesetze und handeln in betrügerischer Absicht. Sie werden also kein Geld zurückbekommen, wenn die Warenlieferung ausbleibt. Da hilft nur, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten und auf Ihre Bank zu hoffen, die Ihre Überweisung möglicherweise noch rückgängig machen kann. Da die Betreiber von Fakeshops immer anonym sind, können Sie Ihre Verbraucherrechte in der Regel nicht geltend machen.

Tipp: So erkennen Sie Fakeshops

 

Gibt es ein Widerrufsrecht im Laden vor Ort?

Beim Einkaufsbummel in der Stadt haben Sie ordentlich zugeschlagen? Doch zu Hause fällt Ihnen auf, dass das ein oder andere Teil doch ein Fehlkauf war oder das Geschenk nicht gut ankommt. Was können Sie tun? Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es im stationären grundsätzlich Handel nicht. Sie können lediglich auf die Kulanz des Händlers/Verkäufers hoffen, dass Sie die Ware umtauschen können, Geld zurückerhalten oder wenigstens den Gegenwert der Ware als Gutschein bekommen. Günstig ist, wenn Sie zumindest den Kassenbon vorzeigen und damit nachweisen können, dass das Geschenk auch in diesem Geschäft gekauft wurde.

In einem weiteren Ratgeber auf Biallo.de erfahren Sie, wie Sie beim Onlineshopping sicher bezahlen, um nicht auf unseriöse Webshops hereinzufallen. Außerdem verraten wir Ihnen, was es beim Gewährleistungsrecht und der Garantie zu beachten gibt. Falls Sie keine Informationen zu den Themen Verbraucherschutz, Geld und Finanzen mehr verpassen wollen, können wir Ihnen unseren kostenlosen Newsletter empfehlen.

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Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

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