
Deutschland- Basiszins: 0,75%
- Aktionszins: 4,00%

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,75%
- Aktionszins: 3,20% - gilt für die ersten 6 Monate
Auf einen Blick
Der Goldpreis kennt in Krisenzeiten meist nur eine Richtung: aufwärts. 2025 brach er sämtliche Rekorde, Anfang 2026 kratzte er an der 5.500-Dollar-Marke. Im März folgte dann ein rapider Kurseinbruch, ausgelöst durch steigende Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs. Aktuell notiert Gold wieder bei rund 4.200 US-Dollar (etwa 3.900 Euro) je Feinunze, bleibt aber deutlich unter seinem Rekordhoch.
Der Rücksetzer im März überraschte viele: Gold als Krisenanlage fällt ausgerechnet während einer Krise? Bernhard Schmitt, Investmentspezialist bei der Liechtensteinischen Landesbank, erklärt den Mechanismus:
Wer Gold langfristig aufbauen möchte, muss nicht sofort große Summen investieren. Goldsparpläne verteilen die Käufe über viele Zeitpunkte.
Besonders in unsicheren Zeiten lohnt sich ein Blick auf Sparpläne. Sie senken das Risiko, zum falschen Kurs einzusteigen. Bereits ab meist 25 oder 50 Euro monatlich erwerben Sie schrittweise Anteile an Barren oder Münzen. „Aufgrund der regelmäßigen Einzahlungen kaufen Goldsparplankunden langfristig zu einem günstigen Durchschnittspreis, nutzen also den sogenannten Cost-Average-Effekt", erklärt ein Sprecher von Degussa Goldhandel gegenüber dem Verbraucherportal biallo.de.
Welche Goldsparpläne überzeugen? Welche Gebühren fallen an? Und worauf sollten Anleger bei Lagerung und Sicherheit achten? Unser ausführlicher Experten-Ratgeber liefert die Antworten.
Neben den Kosten spielt die Sicherheit des Anbieters eine zentrale Rolle. Der Fall TGI zeigt, warum ein genauer Blick wichtig ist.
Doch so sinnvoll das Prinzip ist: Die Wahl des Anbieters ist keine Nebensache. Der Fall „Trust Gold International“ (TGI) hat das zuletzt eindrücklich vor Augen geführt. Das liechtensteinische Unternehmen warb mit undurchsichtigen Rabattmodellen auf physisches Gold, bei denen Kunden zunächst zum Marktpreis kauften, das Gold aber erst Monate später rabattiert erhalten sollten. Mit prominenten Werbegesichtern und aggressivem Marketing gewann TGI nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Kunden. Am Ende untersagten sowohl die deutsche BaFin als auch die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht den Vertrieb. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, hält sich an etablierte und beaufsichtigte Anbieter.
Biallo-Lesetipp: Für den sicheren Teil Ihres Vermögens eignen sich Tagesgeldkonten. Die besten Angebote finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich.
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Am Markt gibt es verschiedene Modelle. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Gebühren, Lagerung und Auslieferung.
Degussa gehört zu den etabliertesten Namen im deutschen Edelmetallhandel und bietet Goldsparpläne seit 2017 an. Das Gold wird im eigenen Wertlager verwahrt und gilt als persönliches Eigentum der Anleger, auch im Fall einer Insolvenz. Die jährliche Verwahrgebühr beträgt 0,50 Prozent, Einrichtungs- und Kontoführungsgebühren fallen nicht an.
Willbe, eine Tochtergesellschaft der Liechtensteinischen Landesbank, setzt beim Goldsparen auf eine digitale App. Gespart werden kann ab einem Gramm Gold, das im LLB-Tresor in Liechtenstein lagert und zum Sondervermögen zählt. Die Lagergebühr liegt ebenfalls bei 0,50 Prozent jährlich, Kauf und Verkauf sind gebührenfrei. Eine technische Besonderheit und ein Zeichen für Transparenz: Über die App lässt sich der Goldtresor per Liveübertragung einsehen. Noch bis Ende Juli 2026 erhalten nach Angaben von willbe Neuanleger, die einen Sparplan ab einem Gramm abschließen, ein Gramm Gold als Startbonus. Das sind beim jetzigen Kurs etwa 120 Euro.
Gold lässt sich auch bequem über das Depot kaufen. Anleger sollten dabei jedoch die rechtliche Konstruktion kennen.
Wer Gold lieber im Wertpapierdepot halten möchte, findet in Xetra-Gold und Euwax Gold II zwei etablierte Optionen. In beiden Fällen handelt es sich um Exchange Traded Commodities (ETCs), also börsengehandelte Wertpapiere auf den Goldpreis. Beide sind zu 100 Prozent physisch hinterlegt, börsentäglich handelbar und nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Bei Xetra-Gold fällt ein Verwahrentgelt von rund 0,36 Prozent pro Jahr an, während Euwax Gold II keine laufenden Produktgebühren erhebt. Dafür liegt bei Euwax Gold II der Spread – also der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis – meist etwas höher.
Wichtig zu wissen: Beide Produkte sind rechtlich Inhaberschuldverschreibungen und damit kein Sondervermögen. Wer auf den direkten Eigentumsanspruch am Gold Wert legt, ist mit einem klassischen Goldsparplan besser beraten.
Biallo-Lesetipp: Der Goldpreis sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wer langfristig in Gold investieren möchte, sollte aber auch die passende Anlageform wählen. Unser Ratgeber "Gold als Geldanlage" erklärt die Vor- und Nachteile von Barren, Münzen, Gold-ETCs und Sparplänen.
Für Verbraucher bleibt Gold vor allem eine Beimischung im Depot. Wer investieren möchte, sollte Risiken, Kosten und Lagerung genau prüfen.
Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, in jedem Fall vor Abschluss genau hinzuschauen: „Interessierte sollten insbesondere darauf achten, wer das Gold wo einlagert und wie es gesichert ist." Gold sollte dabei eine Beimischung bleiben und fünf bis maximal zehn Prozent des Gesamtvermögens nicht übersteigen. Wer diesen Rahmen einhält, die Kosten vergleicht und auf einen seriösen Anbieter setzt, ist langfristig gut aufgestellt.
Unser kostenloser Experten-Ratgeber zeigt ausführlich, welche Goldsparpläne es gibt, worauf Sie bei Kosten, Lagerung und Sicherheit achten sollten und wie sich die wichtigsten Anbieter unterscheiden.

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