Max Geißler
Autor
 

 
Auf einen Blick
  • Ein Blick auf die Börsengeschichte anhand des sogenannten Renditedreiecks zeigt: Aktien lohnen sich langfristig. Vor allem, wenn man sie über einen ETF-Sparplan kauft.

  • Mit einem ETF-Sparplan profitieren Sie vom sogenannten Cost-Average-Effekt, der starke Kursschwankungen langfristig ausgleicht. 

  • Wie das ETF-Sparen genau funktioniert und was Sie beim Vermögensaufbau mit ETFs beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.
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Angesichts der zahlreichen Krisen rund um den Globus fragen sich viele ETF-Sparer, ob sie ihren ETF-Sparplan auflösen oder die Sparrate reduzieren sollen. Für all jene, deren Sparziel noch in weiter Ferne liegt, lautet die Antwort: Weder noch! Warum sich gerade jetzt der Einstieg in den Aktienmarkt über einen ETF-Sparplan lohnen kann, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

 

Was sind ETFs?

Exchange Traded Funds (ETFs) sind passiv gemanagte Indexfonds und für Börseneinsteiger wie Fortgeschrittene ein ideales Anlagevehikel. Die Wertentwicklung von ETFs ist leicht nachvollziehbar, weil sie stets einen Index oder einen speziellen Wertpapierkorb eins zu eins abbilden. Als Basiswert kann ein nationaler oder internationaler Aktienindex dienen, zum Beispiel der Deutsche Aktienindex Dax, der US-Index S&P 500 oder der Weltaktienindex MSCI World. Auch Rohstoff-, Immobilien- oder Anleihenindizes sind über ETFs investierbar.

ETFs werden in der Regel von Investmentgesellschaften emittiert und lassen sich wie Aktien an der Börse zu den üblichen Handelszeiten kaufen oder verkaufen. Daher werden ETFs synonym auch als börsengehandelte Indexfonds bezeichnet. Aktuelle Kurse sorgen für stete Handelbarkeit und Liquidität. Die Aufbewahrung der ETF-Anteile erfolgt im privaten Wertpapierdepot.

Weit mehr als 2.000 ETFs sind mittlerweile an heimischen Börsen handelbar. Als Basisinvestment empfiehlt die Verbraucherzentrale globale Indizes, wie etwa den MSCI World Index, der das Risiko auf rund 1.500 Aktien führender Unternehmen aus 23 Industrieländern verteilt. Noch breiter gestreut sind der MSCI All Country World Index (ACWI) oder der FTSE All World Index, die auch Unternehmen aus den Emerging Markets berücksichtigen.

Darüber hinaus gibt es auch spezielle Nischen- und Themen-ETFs, die sich zur Beimischung eignen. Dazu zählen zum Beispiel KI-ETFs sowie nachhaltige ETFs oder neuerdings auch aktive ETFs. Die große Produktvielfalt und die vielen ETF-Kürzel können Börsenneulinge oftmals überfordern, daher haben wir in einem weiteren Artikel die wichtigsten Kennzeichen und Abkürzungen von ETFs genauer erklärt.

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Was ist ein ETF-Sparplan?

ETF-Sparpläne sind prädestiniert für den langfristigen Vermögensaufbau. Anleger können schon mit kleinen Beträgen monatlich sparen. Bei der ING sowie den Neobrokern Trade Republic und Scalable Capital geht das bereits ab einem Euro, meist liegt die Mindestsparrate für einen monatlichen Sparplan bei 25 oder 50 Euro.

Da beim ETF-Sparen üblicherweise stets der gleiche Betrag investiert wird, kauft man bei niedrigen ETF-Kursen mehr Anteile als bei hohen. Unterm Strich entstehen dadurch günstige Durchschnittskosten (Cost-Average-Effekt). Zudem sind die internen Fondskosten bei ETFs deutlich günstiger als bei aktiv gemanagten Fonds, was sich langfristig positiv auf die Rendite auswirkt.

Die monatlichen Sparraten lassen sich über die Laufzeit jederzeit kostenlos und beliebig anpassen oder aussetzen. Allerdings erzielen Anleger mit einer gleichbleibenden und konstanten monatlichen Sparrate das beste Ergebnis, wie verschiedene Studien belegen. Unser ETF-Sparplanrechner zeigt Ihnen anschaulich, wie viel Vermögen Sie mit einem ETF-Sparplan je nach Sparrate über die Jahre aufbauen können. 

 

ETF-Sparpläne federn Krisen ab

Gerade in turbulenten Börsenphasen wie zum Beispiel in der Finanzkrise 2008 oder im Corona-Börsencrash 2020 kann ein monatlicher Sparplan seine Stärken ausspielen. Ablesen lässt sich das am sogenannten Renditedreieck für den MSCI World. Es verdeutlicht, welche Rendite eine Aktienanlage, die man zu Beginn eines bestimmten Jahres tätigt, in den Folgejahren im Durchschnitt abwirft – Dividenden und Kosten der Anlage eingerechnet.

Der Investor und Aktienexperte Christian W. Röhl hat zwei verschiedene Varianten des Dreiecks über die vergangenen 50 Jahre auf Euro-Basis ausgerechnet. Zum einen für den Fall einer Einmalanlage in einen MSCI World ETF. Zum anderen betrachtet Röhl den Fall, dass derselbe ETF monatlich bespart wird.

Wer beispielsweise Anfang 2000 kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase eine einzelne Summe in den MSCI World Index investierte, dessen Depot blieb 13 Jahre lang im Minus. Erst Ende 2013 stand im Schnitt ein leichtes Plus von 0,5 Prozent zu Buche. Das ist deutlich schlechter als beim ETF-Sparplan, der bereits nach sechs Jahren wieder eine Rendite von durchschnittlich 4,2 Prozent pro Jahr erzielte. 

Zwar tauchte das Sparplan-Depot in den Jahren 2008 und 2009 infolge der Finanzkrise wieder zwischenzeitlich ins Minus ab, lag aber Ende 2010 schon wieder mit 1,9 Prozent pro Jahr in der Gewinnzone. Ende 2014, also nach insgesamt 15 Jahren Laufzeit, hätten ETF-Sparer eine durchnittliche Rendite von 6,6 Prozent pro Jahr erzielt, während eine Einmalanlage im gleichen Zeitraum nur 1,7 Prozent pro Jahr gebracht hätte.

Auch die gesamte Bilanz von 1970 bis 2022 fällt aus Renditesicht zugunsten des Sparplans aus, mit durchschnittlich 8,1 Prozent versus 7,0 Prozent bei der Einmalanlage.

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Wie viel Rendite bringt ein ETF-Sparplan?

Natürlich sind solche Beispielrechnungen stets nur eine Momentaufnahme. In den vergangenen zehn Jahren etwa erzielte ein ETF-Sparplan mit 9,0 Prozent im Schnitt zwei Prozentpunkte weniger Rendite als die Einmalanlage mit jährlich 11,0 Prozent. Zudem macht sich der Zinseszinseffekt bei einer Einmalanlage stärker bemerkbar, da das gesamte Investitionskapital von Anfang an mitverzinst wird. Dadurch fällt der Wertzuwachs unterm Strich oft höher aus als bei einem Sparplan.

Biallo-Tipp: Mit unserem Zinseszinsrechner können Sie die Erträge von Einmalanlage und Sparplan über verschiedene Anlagezeiträume miteinander vergleichen. 

Dennoch können Sie mit einem ETF-Sparplan Ihr Verlustrisiko minimieren, vor allem wenn die Aktienmärkte wie jetzt nahe ihren Höchstständen notieren. Um auf das obige Beispiel zurückzukommen: Wer Anfang 2000 konsequent 250 Euro pro Monat in einen MSCI World ETF investiert hätte, hätte nach 15 Jahren aus seinen Einzahlungen von insgesamt 45.000 Euro ein Vermögen von 76.000 Euro vor Steuern erzielt. Wer dagegen die 45.000 Euro auf einen Schlag investiert hätte, wäre im gleichen Zeitraum nur auf ein Endkapital von 58.000 Euro vor Steuern gekommen.

 

ETF-Sparplan und der "Cost Average Effekt"

Die Beispiele zeigen: Wer auf einen ETF-Sparplan setzt, braucht einen langen Atem. Aber es lohnt sich – selbst wenn die Investition in einer dramatischen Krise stattfindet. "Je länger man investiert war, umso geringer das Verlust-Risiko", meint Investor Röhl. Dabei zeigen die Rendite-Dreiecke allgemein: "Ab einem Horizont von 15 Jahren hat man im letzten halben Jahrhundert unabhängig vom Ein- und Ausstiegszeitpunkt mit globalen Aktien kein Geld verloren."

Dass ein ETF-Sparplan von Anfang 2000 bis Ende 2014 Jahren besser abschnitt als die Einmalanlage, liegt an den regelmäßigen Sparraten. Sie sorgen für eine Risikostreuung, weil die Aktien in unterschiedlichen Marktphasen gekauft werden. Läuft es an der Börse schlecht, sind die Kurse zwar tief. Das hat jedoch den Vorteil, dass Anleger über den Sparplan automatisch Aktien zu niedrigen Preisen erwerben. Unterm Strich entsteht so über die Zeit ein Durchschnittspreis für die Anteilsscheine, der langfristig Gewinne sehr wahrscheinlich macht.

Cost-Average-Effekt einfach erklärt:

 

Risiken von ETF-Sparplänen 

Ganz ohne Risiken sind die ETF-Sparpläne dennoch nicht. Auch bei einem langen Anlagehorizont sollten Anleger bedenken, dass es an der Börse immer wieder Marktphasen gibt, in denen es schlecht wäre, Anteile zu verkaufen. Der Investment-Horizont dürfe daher "nicht zu starr bemessen sein", meint Anlageexperte Röhl. "Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt ans Geld muss, sollte mit dem 'Entsparen' nicht bis kurz vor knapp warten und in guten Phasen schon mal ein bisschen Liquidität schaffen", rät er. Das Geld kann man dann in Tagesgeld oder kurz laufendem Festgeld sicher parken.

Hinzu kommt: Gerade bei Sparplänen auf internationale Indizes, wie den weltweiten MSCI World, gibt es ein Währungsrisiko. Die Mehrzahl der Aktien im MSCI World etwa läuft auf Dollarbasis. Kaufen Anleger hierzulande also Aktien zu einem am Euro gemessen hohen Dollarkurs ein und verkaufen sie zu einem niedrigen Dollarkurs wieder, kostet das Rendite.

 

Was kostet ein ETF-Sparplan?

Achten sollten Sie bei ETF-Sparplänen außerdem auf die Kosten, die sich von Broker zu Broker deutlich unterscheiden. Das ist gerade bei kleineren Sparraten wichtig. Gängige Praxis ist die Erhebung einer prozentualen Pauschale, zum Beispiel 1,50 Prozent des monatlichen Sparbetrags. In der Regel kommt das Orderentgelt für Sparpläne etwas günstiger als für eine Einmalanlage.

Viele Direktbanken und Neobroker bieten neben einer kostenlosen Depotführung auch eine große Anzahl an "kostenlosen" ETF-Sparplänen, bei denen das Orderentgelt entfällt. Bei Trade Republic und Scalable Capital etwa können Sie mehr als 2.000 ETFs ohne Ausführungsentgelt besparen. Einen detaillierten Überblick liefert unser Ratgeber "Kostenloser ETF-Sparplan". 

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Wie finde ich den richtigen ETF-Sparplan?

Wie bereits erwähnt, gibt es eine breite Auswahl an ETFs und selbst diejenigen Produkte, die sich auf denselben Index beziehen, unterscheiden sich in puncto Abbildungsart, Kosten und Performance. Ausführliche Informationen, wie Sie den für Sie passenden Indexfonds finden und was Sie bei der ETF-Anlage generell beachten sollten, erhalten Sie in unserem großen ETF-Ratgeber.

Biallo-Tipp: Wer seine Geldanlage nicht komplett selbst gestalten will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Die meisten Anbieter bieten auch ETF-Sparpläne, die individuell auf das Risikoprofil des Anlegers zugeschnitten sind. Die Vermögensverwaltung inklusive Transaktionskosten, Konto- und Depotführung gibt es bereits für weniger als ein Prozent des Anlagevolumens. Welche Rendite mit den Robos möglich ist, zeigt unser Performance-Vergleich

 

Fragen und Antworten zum ETF-Sparplan

Was versteht man unter ETF?

Ein ETF, kurz Exchange Traded Fund, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Sein Ziel ist es, einen festgelegten Börsenindex, etwa den Dax oder den US-amerikanischen Dow Jones, so exakt wie möglich nachzubilden, damit der Fonds die gleiche Wertentwicklung wie der Index erzielt. Da die Zusammensetzung des ETF durch den Referenzindex vorgegeben ist, benötigt man keinen Fondsmanager, der den Fonds überwacht. Diese Arbeit übernehmen Computer, man spricht deshalb von passiv gemanagten Fonds.

Bieten ETFs Kostenvorteile?

Ja, ETFs sind aufgrund ihrer passiven Anlagestruktur preiswerter als aktiv gemanagte Aktienfonds. Der Kostenvorteil kann bis zu zwei Prozent pro Jahr betragen. Gewöhnlich belaufen sich die laufenden Kosten eines ETF auf 0,2 bis 0,3 Prozent pro Jahr. Ausgabeaufschläge wie bei aktiven Fonds gibt es bei ETFs nicht. Allerdings fallen bei ETFs neben den Ordergebühren noch zusätzliche Handelskosten an, die sich entweder aus der Geld-Brief-Spanne (Spread) beim Kauf über die Börse ergeben oder durch die sogenannten Additional Trading Costs (ATC) beim außerbörslichen Kauf über Fondsplattformen oder Direktbanken. Je nach ETF betragen die ATC null bis 3,0 Prozent, im Mittel betragen sie circa 0,25 Prozent.

Wo kaufe ich ETF?

Am Bankschalter werden nur selten ETFs angeboten, da die Kreditinstitute fast nichts daran verdienen. Um ETFs zu kaufen, empfehlen sich Direktbanken und Online-Broker. Sie bieten eine große Auswahl, häufig mehrere Tausend Stück. Wählen Sie in der Ordermaske die Kategorie ETF aus, dann erfolgt der Kauf automatisch über die Börse.
  • Biallo-Tipp: Zahlreiche Banken und Online-Broker haben ETF-Aktionen im Programm, wo die Ordergebühren und ATC bei bestimmten Produkten erstattet werden. Mehr Infos dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber "Kostenloser ETF-Sparplan".

Wie lange muss ich einen ETF halten?

Im Gegensatz zu einem Banksparplan oder einer Rentenversicherung gehen Sie beim Kauf eines Indexfonds keine vertragliche Laufzeit ein. Sie können ETF-Anteile jederzeit verkaufen beziehungsweise einen Sparplan aussetzen, beenden oder die Ratenhöhe verändern. Die Länge der Laufzeit orientiert sich nach Ihrem Sparziel. Vorsorgesparer haben naturgemäß einen langen Sparhorizont, potentielle Immobilienkäufer, die Eigenkapital aufbauen wollen, eher einen kürzeren. Die vergangenen 50 Jahre haben gezeigt: Wer einen ETF auf den MSCI World Index mindestens 15 Jahre konsequent monatlich bespart hat, hat zu jedem Einstiegszeitpunkt eine positive Rendite erzielt. Dass das allerdings auch die nächsten 50 Jahre so sein wird, dafür gibt es keine Garantie. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.

Für welchen Anlegertyp eignen sich ETFs?

ETFs eignen sich für fast alle Anleger. Für offensive Anleger stehen zahllose Aktien-ETFs bereit, zum Beispiel der iShares Core MSCI World UCITS ETF . Risikoscheue, defensive Anleger finden eine Fülle von Renten-ETFs, zum Beispiel den Lyxor ETF Euro Corporate Bond. Positiv: Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds laufen ETFs niemals schlechter als ihr jeweiliger Vergleichsindex, allerdings auch nicht besser. Möchten Sie punktgenau auf einen bestimmten Termin hin eine festgelegte Summe ansparen, sind ETFs aufgrund schwankender Fondskurse jedoch ungeeignet. In diesem Fall empfehlen sich Festgeld oder Sparbriefe.

Welche Risiken beinhalten ETF?

ETFs beinhalten typische Börsenrisiken, etwa das Kursrisiko oder das Zinsänderungsrisiko. Wenn Sie zu ungünstigen Zeitpunkten ein- und aussteigen, können Wertverluste die Folge sein. Bei ETFs, die überwiegend in Aktien außerhalb des Euroraums investieren, besteht zudem ein gewisses Währungsrisiko. Zudem sollten ETFs im Hinblick auf die Liquidität auch nicht zu klein sein. Positiv: ETFs gehören zum Sondervermögen einer Fondsgesellschaft. Das heißt bei einer Pleite der Fondsgesellschaft sind die Fondsanteile davon nicht betroffen, sie gehören weiterhin dem Anleger.

Welche Indizes eigenen sich besonders für Sparpläne?

Langfristsparer sollten vorrangig auf breit gefächerte Aktienindizes setzen, zum Beispiel den MSCI World Index oder den Stoxx 600 Europe. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger schwankungsanfällig als marktenge Indizes oder Branchenindizes.

Kann man VL-Leistungen mit ETF ansparen?

Ja, einige Banken haben dafür ETFs im Programm, etwa die Commerzbank oder ihre Tochter Comdirect. Die Ebase-Tochter Finvesto bietet sogar extra ein VL-Depot mit ETFs an. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber " VL-Sparen mit ETFs".

Besser ausschüttender oder thesaurierender ETF?

Auch ETFs profitieren von Aktiendividenden. Verbleiben die Aktien-Ausschüttungen im Fondsguthaben, puschen sie dank Zinseszinseffekt den Kurs. Thesaurierende, also wiederanlegende Fonds, empfehlen sich, wenn Sie Vermögensaufbau betreiben wollen. Beispiele hierfür sind der iShares DivDax, der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yieldoder der Xtrackers Stoxx Global Select Dividend. Im Gegensatz dazu eigenen sich ausschüttende ETFs, wenn Sie auf regelmäßige Kapitalerträge angewiesen sind.

Was ist ein synthetischer ETF?

Im Gegensatz zu einem physischen ETF, der seinen Referenzindex mit echten Aktien oder Anleihen nachbildet, funktioniert ein synthetischer ETF über sogenannte Swaps (Tauschgeschäfte). Dazu trifft der Fonds mit einer Investmentbank eine Vereinbarung, die ihm genau die Wertentwicklung des gewünschten Index zusichert. Im Gegenzug erhält die Bank die Wertentwicklung eines beliebigen Aktienportfolios, welches der Fonds besitzt. Differenzen bei den Wertentwicklungen werden von Zeit zu Zeit ausgeglichen. Für die Fondsgesellschaft ist diese Konstruktion kostengünstiger. Das Problem: Geht der Swap-Partner (also die Bank) pleite, steht dem Swap-Geschäft kein physisches Wertpapier gegenüber, sondern eine wertlose Inhaberschuldverschreibung. Mit physischen ETFs sind Anleger daher eher auf der sicheren Seite.
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Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
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