Kostenloser ETF-Sparplan: Aktionen der Online-Broker

Geldanlage Kostenloser ETF-Sparplan: Aktionen der Online-Broker

Update: 17.01.2020
Max Geißler
von Max Geißler Kerstin WeinzierlAndreas Jalsovec
Update: 17.01.2020
Auf einen Blick
  • ETF-Sparpläne sind eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau.

  • Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.

  • Viele Banken ermöglichen dank langfristiger Aktionen, Ordergeld zu sparen.

  • Anleger sollten ihre Sparpläne jedoch immer wieder überprüfen. Einige Banken  haben zuletzt ETFs aus den Aktionen entfernt.
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Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Lesen Sie auch: ETF-Sparplan: Mit monatlichen Sparraten zum Vermögensaufbau

Fondssparpläne sind für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Laut Fondsverband BVI erzielten Sparpläne mit globalen Aktien in den vergangenen 15 Jahren (Stichtag: 30. Juni 2019) im Schnitt 5,7 Prozent pro Jahr, binnen 35 Jahren sogar 6,6 Prozent. Aus monatlich 100 Euro wurden so rund 28.000 beziehungsweise 157.000 Euro – ohne Ausgabeaufschlag oder Depotgebühren gerechnet.

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Wo kauft man ETFs günstig ein?

Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETFs erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Diese Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch. Günstige Geldhäuser berechnen pauschal 1,50 Euro pro Sparplan-Ausführung, zum Beispiel DKB und Flatex. Die Postbank berechnet sogar nur 0,90 Euro. Andere verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe.

So verlangt zum Beispiel die Consorsbank gewöhnlich 1,50 Prozent vom Kurswert, die ING 1,75 Prozent und S-Broker 2,50 Prozent. Teuer kann es werden, wenn eine Grundgebühr plus Prozente anfallen. Beispiel Volkswagen Bank: Anleger zahlen 3,50 Euro Grundgebühr zuzüglich 0,50 Prozent vom Kurswert. Pro 100-Euro-Order sind dort vier Euro fällig. Allerdings bietet die VW-Bank auch kostenlose ETF-Sparpläne (s. u.).

Immer wieder ermöglichen Online-Broker, ETF-Sparpläne günstig auszuführen. Anleger können dann – meist begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum – kostenlos ETF-Anteile erwerben.

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In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Außerdem haben in jüngster Zeit einige Anbieter die Zahl der ETFs in ihren Aktionen reduziert. Dann sollten Anleger überprüfen, ob ihr ETF betroffen ist – und möglicherweise  doch Gebühren anfallen.

Im Folgenden gegen wir einen Überblick, bei welchen Banken ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind.

ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr

Consorsbank: Dort gibt es ausgewählte sparplanfähige ETFs von Xtrackers und Amundi bis Ende 2022 ohne Ausführungsgebühr. Begünstigt sind alle Sparpläne ab einer Sparrate von monatlich 25 Euro. Ebenfalls ohne Kaufgebühr gibt es ETF-Anteile von Lyxor und iShares (bis Ende 2020) sowie fünf nachhaltige ETFs von BNP Paribas (bis Ende 2022). 

Comdirect: Die Commerzbank-Tochter bietet 135 ausgewählte ETFs der Gesellschaften Amundi, Lyxor, iShares, Vanguard und Franklin Templeton kostenfrei im Sparplan-Verfahren zum Kauf. Bedingung ist, dass Anleger mindestens 25 Euro monatlich investieren. Die Aktion gilt bis zum 31. Dezember 2020. Die Direkt-Bank hat zum 1. Januar 2020 einige Fonds aus dem Aktions-Angebot genommen. Für sie wird pro Transaktion eine Gebühr von 1,5 Prozent des Anlagevolumens fällig. Anleger sollten daher prüfen, ob ihr Fonds mit dabei ist. Eine Liste der betroffenen Fonds findet sich auf der Homepage der Bank.

S-Broker: Der Broker der Sparkassen bietet derzeit alle ETFs von Deka Investments und 16 ETFs von UBS ohne Ordergebühren an. Dies gilt für Sparplanraten bis zu 500 Euro. Bei Überschreiten der Ordergrößen fallen übliche Orderentgelte in Höhe von bis zu 2,50 Prozent vom Kurswert an. Auch bei S-Broker wurde die Zusammensetzung der Aktions-ETFs verändert. Kunden sollten nachfragen, ob ihr ETF noch dabei ist. 

Commerzbank: Bei Neueröffnung eines ETF-Sparplans bis zum 19. Februar 2020 können Anleger bei der Commerzbank drei Jahre lang ohne Kaufgebühren Vermögen aufbauen. Die Aktion gilt derzeit für den Vanguard-ETF FTSE All-World, den Lyxor S&P 500 und den iShares MSCI World. Die Mindest-Sparrate im Monat liegt auch hier bei 25 Euro.

Volkswagen Bank: Bei der VW-Bank lohnen sich ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren ganz besonders. Das liegt an den ansonsten anfallenden Orderkosten, die mit 3,50 Euro plus 0,50 Prozent vom Kurswert vergleichsweise hoch sind. Wer sich dagegen für einen ETF-Sparplan des Anbieters Lyxor entscheidet, kommt ohne Transaktionsgebühren davon. Auf Jahressicht spart ein Anleger mit einer monatlichen Sparrate von 200 Euro immerhin 54 Euro an Ordergebühren. Positiv: Der Aktionszeitraum ist bis auf Weiteres unbefristet. Die Mindest-Sparrate beträgt 50 Euro pro Ausführung.

Flatex: Einer der größten deutschen Flatfee-Broker bietet mit rund 1000 ETF-Sparplänen eine vergleichsweise große Auswahl. Mehr als 400 davon erhalten Anleger ohne Ordergebühren – und das zeitlich unbefristet. Dies betrifft Sparpläne der Fondsgesellschaften Comstage, Lyxor und Xtrackers. Sparpläne können ab einer Monatsrate von 50 Euro eingerichtet werden. Achtung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden mit einem Negativzins von 0,4 Prozent pro Jahr belastet! Ab März 2020 will Flatex außerdem eine jährliche Depotgebühr von 0,1 Prozent des Vermögensbestandes erheben. Bei einem Depotwert von 10.000 Euro sind  das 10 Euro.

Trade Republic: Bei dem Discount-Broker können Anleger 300 ETFs von iShares dauerhaft kostenfrei besparen. Die Mindestsparrate beträgt 25 Euro und ist in unterschiedlichen Intervallen möglich: 14-tägig, monatlich und quartalsweise. Das Angebot ist nicht zeitlich befristet.

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Biallo-Lesetipp

Wer seine Geldanlage nicht komplett selbst gestalten will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Die digitalen Vermögensverwalter bieten auch monatliche Sparpläne. Die Vermögensverwaltung gibt es bereits für unter einem Prozent des Anlagevolumens – inklusive Transaktionskosten, Konto- und Depotführung. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, lesen Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de