Geldanlage

Kostenloser ETF-Sparplan: Aktionen der Online-Broker

Update: 18.06.2020
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Unser Surf-Tipp!
Auf einen Blick
  • ETF-Sparpläne sind eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau.

  • Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.

  • Viele Banken ermöglichen dank langfristiger Aktionen, Ordergeld zu sparen.

  • Anleger sollten ihre Sparpläne jedoch immer wieder überprüfen. Einige Banken  haben zuletzt ETFs aus den Aktionen entfernt.
Viele Online-Broker locken mit attraktiven Aktionen bei ETF-Sparplänen, die sich rechnen.
macgyverhh / shutterstock.com

Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Lesen Sie auch: ETF-Sparplan: Mit monatlichen Sparraten zum Vermögensaufbau

Fondssparpläne sind für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Wer etwa in den letzten knapp 50 Jahren monatlich stets den gleichen Betrag in einen Sparplan auf den weltweiten Aktienindex MSCI World investierte, erzielte damit bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,2 Prozent. Ablesen lässt sich das am sogenannten Renditedreieck für den MSCI World Index auf der Internetseite dividendenadel.de.

Lesen Sie auch: ETFs oder klassische Fonds?

Wo kauft man ETFs günstig ein?

Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETFs erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Diese Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch. Günstige Geldhäuser berechnen pauschal 1,50 Euro pro Sparplan-Ausführung, zum Beispiel DKB und Flatex. Die DKB bietet darüber hinaus rund 120 Aktions-ETFs für eine Gebühr von 0,49 Euro. Die Postbank berechnet sogar nur 0,90 Euro. Andere verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe.

So verlangt zum Beispiel die Consorsbank gewöhnlich 1,50 Prozent vom Kurswert, die ING 1,75 Prozent und S-Broker 2,50 Prozent. Teuer kann es werden, wenn eine Grundgebühr plus Prozente anfallen. Beispiel Volkswagen Bank: Anleger zahlen 3,50 Euro Grundgebühr zuzüglich 0,50 Prozent vom Kurswert. Pro 100-Euro-Order sind dort vier Euro fällig. Allerdings bietet die VW-Bank auch kostenlose ETF-Sparpläne (s. u.).

Immer wieder ermöglichen Online-Broker, ETF-Sparpläne günstig auszuführen. Anleger können dann – meist begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum – kostenlos ETF-Anteile erwerben.

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In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Außerdem haben in jüngster Zeit einige Anbieter die Zahl der ETFs in ihren Aktionen reduziert. Dann sollten Anleger überprüfen, ob ihr ETF betroffen ist – und möglicherweise doch Gebühren anfallen.

Im Folgenden gegen wir einen Überblick, bei welchen Banken ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind.

ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr

Consorsbank: Dort gibt es ausgewählte sparplanfähige ETFs von Xtrackers und Amundi bis Ende 2022 ohne Ausführungsgebühr. Begünstigt sind alle Sparpläne ab einer Sparrate von monatlich 25 Euro. Ebenfalls ohne Kaufgebühr gibt es ETF-Anteile von Lyxor (bis Ende 2020) sowie fünf nachhaltige ETFs von BNP Paribas (bis Ende 2022).

Comdirect: Die Commerzbank-Tochter bietet 135 ausgewählte ETFs der Gesellschaften Amundi, Lyxor, iShares, Vanguard, VanEck und Franklin Templeton kostenfrei im Sparplan-Verfahren zum Kauf. Bedingung ist, dass Anleger mindestens 25 Euro monatlich investieren. Die Aktion gilt bis zum 31. Dezember 2020. Die Direkt-Bank hat zum 1. Januar 2020 einige Fonds aus dem Aktions-Angebot genommen. Für sie wird pro Transaktion eine Gebühr von 1,5 Prozent des Anlagevolumens fällig. Anleger sollten daher prüfen, ob ihr Fonds mit dabei ist.

S-Broker: Der Broker der Sparkassen bietet derzeit alle ETFs von Deka Investments und 16 ETFs von UBS ohne Ordergebühren an. Dies gilt für Sparplanraten bis zu 500 Euro. Bei Überschreiten der Ordergrößen fallen übliche Orderentgelte in Höhe von bis zu 2,50 Prozent vom Kurswert an. Auch bei S-Broker wurde die Zusammensetzung der Aktions-ETFs verändert. Kunden sollten nachfragen, ob ihr ETF noch dabei ist.

Commerzbank: Bei Neueröffnung eines ETF-Sparplans bis zum 3. September 2020 können Anleger bei der Commerzbank drei Jahre lang ohne Kaufgebühren Vermögen aufbauen. Die Aktion gilt derzeit für den Vanguard-ETF FTSE All-World, den Lyxor S&P 500, den Xtrackers ESG MSCI World und den iShares Healthcare Innovation. Die Mindest-Sparrate im Monat liegt auch hier bei 25 Euro.

Volkswagen Bank: Bei der VW-Bank lohnen sich ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren ganz besonders. Das liegt an den ansonsten anfallenden Orderkosten, die mit 3,50 Euro plus 0,50 Prozent vom Kurswert vergleichsweise hoch sind. Wer sich dagegen für einen ETF-Sparplan des Anbieters Lyxor entscheidet, kommt ohne Transaktionsgebühren davon. Auf Jahressicht spart ein Anleger mit einer monatlichen Sparrate von 200 Euro immerhin 54 Euro an Ordergebühren. Positiv: Der Aktionszeitraum ist bis auf Weiteres unbefristet. Die Mindest-Sparrate beträgt 50 Euro pro Ausführung.

ING: Die Direktbank bietet derzeit rund 150 kostenlose ETF-Sparpläne an. Anleger können dabei zwischen Sparplänen von insgesamt sieben Fondsgesellschaften wählen, darunter ETFs von Amundi, Invesco oder Lyxor. Die Bank behält sich ausdrücklich vor, die Aktion zu beenden oder zu verändern. Anleger sollten daher auch hier darauf achten, ob der eigene Fonds weiterhin kostenlos bespart werden kann.

Flatex: Einer der größten deutschen Flatfee-Broker bietet mit rund 1000 ETF-Sparplänen eine vergleichsweise große Auswahl. Mehr als 400 davon erhalten Anleger ohne Ordergebühren – und das zeitlich unbefristet. Dies betrifft Sparpläne der Fondsgesellschaften Amundi, Xtrackers und ausgewählte ETFs von Lyxor. Sparpläne können ab einer Monatsrate von 50 Euro eingerichtet werden. Achtung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden mit einem Negativzins von 0,4 Prozent pro Jahr belastet! Seit März 2020 berechnet Flatex außerdem eine jährliche Depotgebühr von 0,1 Prozent des Vermögensbestandes. Bei einem Depotwert von 10.000 Euro sind das 10 Euro.

Trade Republic: Bei dem Discount-Broker können Anleger 300 ETFs von iShares dauerhaft kostenfrei besparen. Die Mindestsparrate beträgt 25 Euro und ist in unterschiedlichen Intervallen möglich: 14-tägig, monatlich und quartalsweise. Das Angebot ist nicht zeitlich befristet.

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  Max Geißler
  Kerstin Weinzierl
  Andreas Jalsovec


 

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