Auf einen Blick
  • ETF-Sparpläne sind eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau.

  • Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.

  • Viele Banken ermöglichen dank langfristiger Aktionen, Ordergeld zu sparen.

  • Anleger sollten ihre Sparpläne jedoch immer wieder überprüfen. Einige Banken  haben zuletzt ETFs aus den Aktionen entfernt.
Viele Online-Broker locken mit attraktiven Aktionen bei ETF-Sparplänen, die sich rechnen.
macgyverhh / shutterstock.com

Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Ein ETF-Sparplan ist für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Wer etwa in den vergangenen 50 Jahren monatlich stets den gleichen Betrag in einen Sparplan auf einen weltweiten MSCI-World-ETF investierte, erzielte damit bis Ende 2020 in Euro gerechnet und inklusive Dividenden eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,1 Prozent. Ablesen lässt sich das am sogenannten Renditedreieck für den MSCI World Index auf der Internetseite dividendenadel.de.

ETFs: Die richtige Anlagestrategie zählt!

Wie bei Einzelaktien gibt es bei ETFs verschiedene Länder, Branchen oder Themenschwerpunkte, die sich mit Indexfonds abbilden lassen. Doch welchen ETF brauche ich überhaupt und wie sieht die perfekte Vermögensallokation aus? Lassen Sie sich von den besten Vermögensverwaltern Deutschlands Ihr ETF-Portfolio zusammenstellen – damit Ihr Geld entspannt für Sie arbeiten kann. 

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Wo kauft man ETFs günstig ein?

Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETFs erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Diese Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch, allerdings meist deutlich günstiger als bei einer ETF-Einmalanlage, wo oft eine pauschale Gebühr von beispielsweise 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Ordervolumen fällig wird.

Manche Geldhäuser berechnen pro Sparplan-Ausführung pauschal 1,50 Euro, zum Beispiel DKB und Flatex. Andere Broker verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe. So berechnet zum Beispiel die Consorsbank für eine Sparplan-Ausführung gewöhnlich 1,50 Prozent vom Kurswert, die ING 1,75 Prozent und S-Broker 2,50 Prozent.

Allerdings ermöglichen Onlinebroker und Direktbanken immer wieder, ETF-Sparpläne ohne Orderentgelt auszuführen. Anleger können dann – meist begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum – kostenlos ETF-Anteile erwerben. In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Außerdem haben in jüngster Zeit einige Anbieter die Zahl der ETFs in ihren Aktionen reduziert. Dann sollten Anleger überprüfen, ob ihr ETF betroffen ist – und möglicherweise doch Gebühren anfallen.

Bis zu zehn Prozent Dividende 

Eine interessante Alternative zu Wertpapierdividenden sind  Genossenschaftsanteile von  Genossenschaftsbanken. Diese bieten Jahr für Jahr attraktive Dividenden. Besonders die  Genossenschaftsanteile der Volksbanken werfen hohe Renditen ab. 

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Ein besonders attraktives Angebot steht derzeit bei Deutschlands größter Direktbank ING in den Startlöchern: Ab 1. April dieses Jahres gibt es alle rund 800 ETF-Sparpläne zum Nulltarif. "Zusammen mit dem kostenlosen Depot und der Möglichkeit, bereits ab einem Euro Sparrate in Wertpapiersparpläne zu investieren, schafft die Bank ein im deutschen Markt einmaliges Angebot", heißt es laut Pressemitteilung.

Im Folgenden geben wir einen Überblick, bei welchen Banken ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind.

Ausgewählte Broker und Direktbanken mit kostenlosen ETF-Sparplänen

  • 1822direkt: Bei Depoteröffnung bis 30. April 2021 können Kunden 22 Aktions-ETFs von VanEck zwölf Monate lang ohne Orderentgelt besparen. Die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro pro Monat.

  • Consorsbank: Dort gibt es 270 sparplanfähige ETFs von Amundi, BNP Paribas, Lyxor und Xtrackers ohne Ausführungsentgelt (bis 31. Dezember 2022). Monatliche Sparpläne können ab 25 Euro eingerichtet werden.

  • Comdirect: Bei der Commerzbank-Tochter sind 140 ETF-Sparpläne von Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers gebührenfrei erhältlich (bis 31. Dezember 2021). Die Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.

  • ING: Derzeit 150 ETF-Sparpläne von Amundi, Franklin Templeton, Invesco und Lyxor ohne Ausführungsgebühr; ab 1. April 2021 dauerhaft alle rund 800 ETF-Sparpläne zum Nulltarif. Die Mindestsparrate beträgt nur 1,00 Euro.

  • S-Broker: Beim Broker der Sparkassen können fast alle ETF-Sparpläne von Deka sowie 50 ETFs von Xtrackers und 16 UBS-ETFs kostenlos bespart werden. Dies gilt für Sparplanraten von 50 bis 500 Euro. Das Angebot ist zwar nicht befristet, allerdings behalten sich S-Broker und die jeweiligen Emittenten das Recht vor, die Aktion jederzeit zu modifizieren oder zu beenden.

  • Commerzbank: Bei Neueröffnung eines ETF-Sparplans bis zum 3. März 2021 können Anleger bei der Commerzbank drei Jahre lang sechs ausgewählte Indexfonds von Vanguard, Lyxor, iShares und VanEck kostenlos besparen. Die Mindest-Sparrate im Monat liegt auch hier bei 25 Euro.

  • Finvesto: Bis 31. März 2021 entfällt das Transaktionsentgelt für alle ETFs, egal ob Sparplan oder Einmalanlage. Die Mindestsparrate beträgt 10,00 Euro.

  • Flatex: Mehr als 250 ETFs von Amundi, VanEck, Vanguard und Xtrackers können ohne Ordergebühr bespart werden. Die Aktion läuft bis auf Weiteres und kann von Flatex oder vom jeweiligen Partner jederzeit geändert oder beendet werden. Sparpläne sind ab einer Monatsrate von 50 Euro möglich. Achtung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden mit einem Negativzins von 0,5 Prozent pro Jahr belastet! Seit März 2020 berechnet Flatex außerdem eine jährliche Depotgebühr von 0,1 Prozent des Vermögensbestandes.

  • Maxblue: 96 ETFs von Amundi, Vanguard und Xtrackers sind bis zu einer Sparrate von 250 Euro ohne Ordergebühr besparbar (bis 30. September 2021). Die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro.

  • Trade Republic: Bei dem Discountbroker können Anleger ab sofort rund 1.500 ETFs von Amundi, iShares, Lyxor, WisdomTree und Xtrackers dauerhaft provisionsfrei handeln und kostenlos besparen. Die Mindestsparrate beträgt 10,00 Euro.

  • Smartbroker: Der Onlinebroker der Wallstreet Online Capital AG bietet derzeit mehr als 280 ETF-Sparpläne von Amundi, Lyxor und Xtrackers zum Nulltarif an. Die Aktion läuft bis 31. Dezember 2022. Die Mindessparrate liegt bei 25 Euro.

  • Scalable: Auch der sogenannte "Neobroker" von Scalable bietet kostenlose ETF-Sparpläne an. In der komplett kostenlosen Variante, dem sogenannten "Free Broker", können 600 ETFs von iShares, Invesco und Xtrackers gebührenfrei gekauft und bespart werden. Beim Modell "Prime Broker" (2,99 Euro pro Monat) kann man sämtliche 1300 ETFs kostenlos handeln und besparen. Die Mindestsparrate beträgt auch hier 25 Euro.

  • Postbank: ETF-Sparer erhalten 21 ausgewählte Indexfonds von Xtrackers zum Nulltarif (bis 31. 08 .2021). Sparpläne sind ab 25 Euro pro Monat möglich.

Quelle: biallo.de / Konditionen laut Anbieter / Stand 19. Februar 2020 / Angaben ohne Gewähr

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  Max Geißler
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