Auf einen Blick
  • In diesem Artikel erklären wir ausführlich, welche Bedeutungen die Abkürzungen im ETF-Namen haben.
  • Alphabetisch geordnet finden Sie Im ABC der Abkürzungen mehr als 50 Begriffe und Kürzel, mit denen ETFs bezeichnet werden.
  • Die Auflistung hilft Ihnen dabei, den richtigen ETF für Ihre Geldanlage zu finden.

ETF-Namen können Anleger ganz schön verwirren. Wer weiß schon so ohne weiteres, was sich genau hinter dem „iShares MSCI EM SRI UCITS ETF - USD ACC“ verbirgt? Einen ETF-Namen zu entschlüsseln, ist aber gar nicht so schwer. Denn dahinter steht eine relativ einfache Logik der Namensbildung. Diese erklären wir Ihnen in einem weiteren Artikel.

In unserem „ABC der ETF-Abkürzungen“ hier unten finden Sie darüber hinaus die wichtigsten Begriffe und Kürzel, die ETF-Namen enthalten. Davon gibt es so viele, dass es unmöglich ist, sie alle aufzulisten. Die Liste wird aber von uns immer wieder ergänzt.

Zinshammer aus Schweden

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1-3, 3-5, 1-3yr, 3-5 (year) – Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Laufzeit der Papiere in einem Anleihen-ETF. Im Fall „1-3“ etwa liegt die Fälligkeit der Papiere mindestens ein, höchstens jedoch drei Jahre in der Zukunft.

Acc – Accumulating. Steht für einen thesaurierenden ETF. Dabei werden die regelmäßig anfallenden Erträge des ETF, wie Zinsen oder Dividenden, direkt wieder im Fonds reinvestiert.

ACWI – All Country World. Das Kürzel findet sich in dem Index MSCI All Country World (ACWI). Der Index ist eine Erweiterung des MSCI World. Er bildet mehr als 3000 Unternehmen weltweit ab. Darunter sind auch Firmen aus Entwicklungsländern, die der MSCI World nicht enthält.

Aggregate Bond – Bezeichnung für einen Anleihen-ETF, der sowohl in Unternehmens- als auch in Staatsanleihen investiert. „Bond“ ist der englische Begriff für Anleihe.

C – Capitalisation. Steht für einen thesaurierenden Fonds. Dabei werden die Erträge des Fonds direkt wieder in den Fonds investiert (thesauriert).

CA – Länderkürzel für Kanada.

Capped – Der Begriff bezeichnet eine Kappungsgrenze. Er wird stets begleitet von einer Zahl, etwa: „5 % capped“. Das bedeutet beispielsweise, dass der Anteil einer bestimmten Art von Unternehmen in einem ETF bei höchstens fünf Prozent liegen darf. Bei einem nachhaltigen Fonds kann das etwa die Anzahl der Unternehmen sein, die Umsätze mit fossilen Brennstoffen wie etwa Kohle machen. Der Begriff kann sich aber auch auf Regionen beziehen. Dann darf der ETF nur eine bestimmten Anzahl von Unternehmen aus einer bestimmten Region enthalten.

CH – Länderkürzel für die Schweiz.

CHF – Währungskürzel für einen ETF, der in Schweizer Franken notiert.

Core – englisch für „Kern“. Der Begriff bezieht sich auf einen Ausschnitt aus der Angebotspalette eines Anbieters. Insbesondere benutzt der Anbieter iShares den Begriff. Gemeint sind damit wichtige ETFs aus der gesamten Angebotspalette. Sie sollen die Kernbausteine für ein Depot darstellen. Die Core-ETFs sind populär und oft kostengünstig.

Corp Bond – Corporate Bonds. Der ETF enthält Unternehmensanleihen. Bond ist das englische Wort für Anleihe.

Cov Bond – Covered Bonds: Das ist das englische Wort für Pfandbriefe. Die festverzinslichen Wertpapiere werden von Hypotheken- und Pfandbriefbanken herausgegeben. Entsprechende ETFs bündeln solche Anleihen in einem Fonds.

CTB – steht für „Climate Transition Benchmark“. Dabei handelt es sich um einen Klimafonds, der sich auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes konzentriert.

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D, Dis, Dist – Distributing. Der Begriff steht für ausschüttende ETFs. Die Dividende wird dabei an die Anleger ausgezahlt und auf ihrem Konto gutgeschrieben.

DE – Länderkürzel für Deutschland.

DR – Direct Replication. Ein ETF mit diesem Kürzel ist ein physisch oder direkt replizierender ETF. Er enthält die Wertpapiere aus dem Index tatsächlich physisch.

EM – Regionenkürzel. Es steht für „Emerging Markets“. Zu solchen aufstrebenden Märkten oder Schwellenländern zählen etwa Brasilien, China oder Indien.

Enhanced – englisch für erweitert. Der betreffende Indexfonds ist ein sogenannter erweiterter Indexfonds, das heißt eine Mischung aus Indexfonds und aktiv gemanagtem Aktienfonds. Im Gegensatz zu ETFs, die einen Index eins zu eins abbilden, versuchen erweiterte Indexfonds den Vergleichsindex zu schlagen. Bei nachhaltigen ETFs bedeutet der Begriff unter anderem, dass die Gewichtung der Unternehmen im ETF nach dem Grad ihrer Nachhaltigkeit vorgenommen wird und nicht nach der Marktkapitalisierung.

ESG – steht für Environment, Social, Government. Das sind die englischen Begriffe für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ETFs mit diesem Kürzel setzen auf nachhaltige Unternehmen. Allerdings ist die Auswahl der Firmen nicht so streng wie etwa bei ETFs mit dem Kürzel SRI.

ETC – Exchange Traded Commodities. Das sind börsengehandelte Wertpapiere, die den Wert unterschiedlicher Rohstoffe an der Börse nachverfolgen. Sie erlauben Anlegern den Handel mit Edelmetallen (etwa Gold), Agrargütern und anderen Rohstoffen. Der Begriff findet sich vor allem bei Gold ETCs oft im Namen des ETF.

ETF – Exchange Traded Fund, ein börsengehandelter Fonds, der einen Börsenindex abbildet. Das Kürzel wird oft am Ende eines ETF-Namens verwendet, um ihn von anderen Produkten abzugrenzen, etwa einem ETC.

EUR – Währungskürzel für einen ETF, der in Euro notiert.

ex – Das Kürzel steht vor Regionen oder Branchen und bedeutet, dass diese vom betreffenden Index ausgeschlossen sind. Der Namensbestandteil „MSCI Pacific ex Japan“ bedeutet dann, dass der ETF keine japanischen Aktien enthält.

FTSE – Der Indexanbieter Financial Times Stock Exchance ist ein britisches Unternehmen, das Indizes veröffentlicht.

GB – Länderkürzel für Großbritannien.

GBP – Währungskürzel für einen ETF, der in britischen Pfund notiert.

Gov Bond, Govt Bond – Government Bonds. Ein ETF mit dieser Bezeichnung enthält Staatsanleihen. Bond ist das englische Wort für Anleihe.

GR – Gross Return. Das heißt Bruttoertrag. Bei dem Index handelt es sich um einen sogenannten Performance-Index. Dividenden und Sonderausschüttungen sind hier im Kurs berücksichtigt. Die Kapitalertragsteuer wurde noch nicht abgezogen.

Hedged – Bei ETFs mit dieser Bezeichnung wird das Währungsrisiko von Euro-Anlegern gegenüber anderen Währungen abgesichert- Häufig geht es dabei um ETFs, die in US-Dollar notieren.

High Yield – Der ETF enthält Anleihen mit einer hohen Verzinsung. Die Papiere sind mit einem höheren Risiko verbunden.

IE – Länderkürzel für Irland.

IMI – Investable Market Index. ETFs mit diesem Kürzel decken alle Größenkategorien von Unternehmen ab – also kleine, mittlere und große Unternehmen. Das heißt: Der Index ist breit gestreut. Er enthält also mehr Firmen als der herkömmliche Index.

Inflation linked – inflationsgeschützt. Der Begriff bezieht sich auf Anleihen. Der ETF enthält Anleihen, deren Verzinsung sich an den Verbraucherpreisindex anpasst. Sie sollen so einen Schutz gegen Inflation bieten.

Leveraged – ein ETF mit diesem Zusatz bildet die Entwicklung des zugrunde liegenden Börsenindex mit einem Faktor größer als eins ab. Das Kürzel „2x“ bedeutet dann, dass sich Gewinne oder Verluste des Index im Kurs des ETF verdoppeln. Für Anleger kann das ein sehr riskantes Spiel sein.

LI – Länderkürzel für Liechtenstein.

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Liquid – englisch für „flüssig“. Der Zusatz kennzeichnet Anleihen, die häufig gehandelt werden und Anlegern damit auch eine größere Flexibilität beim Kauf und Verkauf sichern.

LU – Länderkürzel für Luxemburg.

Momentum – Der Begriff kommt in sogenannten Faktor-ETFs vor. Sie bilden einen Index ab, der sich nicht (nur) nach der Marktgröße der Unternehmen, sondern nach bestimmten Eigenschaften der Unternehmen richtet. Der Faktor „Momentum“ bezieht sich auf Unternehmen, deren Aktienkurs in den vergangenen Monaten besonders stark gestiegen sind, deren Kurs also ein positives Momentum hat.

MSCI – Steht für den Indexanbieter Morgan Stanley Capital International, einen US-amerikanischen Finanzdienstleister, der Indizes veröffentlicht.

NR – Net Return. Das steht für Netto-Ertrag: Bei diesem ETF wurde die Quellensteuer bereits abgezogen. Die Anleger erhalten Nettodividenden nach Steuern.

OGAW – Organismus für gemeinsame Anlage in Wertpapiere. Entspricht dem Kürzel UCITS. Das Kürzel bezeichnet eine Anlagerichtlinie der Europäischen Union, die den Anlegerschutz regelt (siehe auch UCITS).

Physical – englisch für physisch. Bei ETCs (Exchange Traded Commodities), etwa bei einem Gold ETC, steht das Kürzel dafür, dass der Anbieter den Rohstoff tatsächlich physisch kauft und einlagert.

Prime Value – Der Begriff bezieht sich auf die Firmen, die im ETF enthalten sind. Sie sollen hohen Qualitätsmerkmalen genügen. Welche Merkmale das sind, ist aber nicht einheitlich festgelegt. Das können regelmäßige Dividendenzahlungen sein oder eine solide Gewinnentwicklung über die Jahre.

Quality – deutsch für Qualität. Der Begriff kommt in sogenannten Faktor-ETFs vor. Sie bilden einen Index ab, der sich nicht (nur) nach der Marktgröße der Unternehmen, sondern nach bestimmten Eigenschaften der Unternehmen richtet. Der Faktor „Quality“ bezieht sich dabei auf Unternehmen, die bestimmte Qualitätskriterien bei den Unternehmenskennzahlen erfüllen. Das sind vor allem vor allem ein geringer Verschuldungsgrad und konstante Gewinne.

Short – ein ETF mit diesem Kürzel bildet die Entwicklung des zugrundeliegenden Börsenindex umgekehrt nach: Fällt der Index, steigt der Wert des ETF und umgekehrt. Mit einem Short-ETF setzen Anleger darauf, dass der entsprechende Markt fällt. Oft gibt es dabei noch einen Hebel: Das Kürzel „2x“ oder „3x“ bedeutet dann, dass sich die Veränderung des Index im ETF verdoppelt oder gar verdreifacht. Für Anleger bedeutet das ein deutlich höheres Risiko (siehe auch „leveraged“)

SRI – Socially Responsible Investment. Der ETF bildet einen Index mit Unternehmen nach, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, also etwa keine Waffen oder umweltschädliche Produkte herstellen. Die Auswahl der Unternehmen ist dabei strenger als bei ETFs mit dem Kürzel ESG.

Stoxx – Der Name eines Indexanbieters mit Sitz in der Schweiz. Stoxx Ltd. Ist eine Tochter der Deutsche Börse AG.

SWAP – von englisch to swap – tauschen. Das Kürzel steht für einen synthetischen ETF. Dabei garantiert der Anbieter nur die Wertentwicklung des ETF und kauft die Papiere, die im Index enthalten sind, nicht physisch ein.

TR – Total Return. Das bedeutet Gesamtertrag. Bei dem Index handelt es sich um einen sogenannten Performance-Index. Dividenden und Sonderausschüttungen sind hier im Kurs berücksichtigt. Die Kapitalertragsteuer wurde noch nicht abgezogen.

TRN – Total Return Net. Das heißt Netto-Gesamtertrag. Bei diesem ETF wurde die Kapitalertragsteuer bereits abgezogen. Die Anleger erhalten Nettodividenden nach Steuern.

UCITS – Undertakings for Collective Investments in Transferabel Securities (Organismus für Gemeinsame Anlage in Wertpapiere). Anlagerichtlinie der Europäischen Union. Sie regelt den Anlegerschutz. Unter anderem legt sie fest, in welche Vermögensgegenstände investiert werden darf oder welches die Höchstgrenze für den Anteil ist, die ein einzelnes Unternehmen am Fonds haben darf. Das Kürzel garantiert damit Rechtssicherheit nach europäischen Standards.

US – Länderkürzel für USA.

USD – Währungskürzel. Der ETF notiert in US-Dollar

Value – englisch für „Wert“. Der Begriff kommt in sogenannten Faktor-ETFs vor. Sie bilden einen Index ab, der sich nicht (nur) nach der Marktgröße der Unternehmen, sondern nach bestimmten Eigenschaften der Unternehmen richtet. Der Faktor Value bezieht sich auf meist große Unternehmen, die am Aktienmarkt unterbewertet sind und gleichzeitig ein seit langem bewährtes Geschäftsmodell haben.

Volatility – deutsch für Schwankungsanfälligkeit (Volatilität). Der Begriff kommt in sogenannten Faktor-ETFs vor. Sie bilden einen Index ab, der sich nicht (nur) nach der Marktgröße der Unternehmen, sondern nach bestimmten Eigenschaften der Unternehmen richtet. Der Faktor „Volatility“ bezieht sich dabei auf Unternehmen, deren Aktien sich durch eine bestimmte Schwankungsanfälligkeit auszeichnen. Häufig geht es dabei darum, möglichst wenig schwankungsanfällige Aktien zu finden. Gekennzeichnet wird das durch die Begriffe „Low Volatility“ oder „Minimum Volatility“.

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