Auf einen Blick
  • Einen Fonds zu kaufen ist nicht schwerer, als ein Sparkonto zu eröffnen. Wir zeigen Ihnen in drei Schritten wie es geht.

  • Für Anfängerinnen und Anfänger sind vor allem Fondssparpläne geeignet, um an der Börse einzusteigen.

  • Um den passenden Fonds zu finden, können Sie sich an Kriterien wie der Rendite oder der Nachhaltigkeit orientieren. Wir nennen fünf Fonds, die beides vereinen.
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Eingefleischte Zinsanleger schrecken vor dem Kauf eines Fonds oft zurück: Aktienfonds etwa erscheinen ihnen zu risikoreich. Tatsächlich investiert man mit einem Fonds an der Börse – und das ist stets mit einem Verlustrisiko verbunden. Allerdings bieten Aktienfonds auch deutlich bessere Renditechancen als etwa ein Konto für Festgeld oder Tagesgeld bei der Hausbank.  

Außerdem verteilen Fonds das Risiko der Geldanlage auf viele verschiedene Firmen. Deshalb eignen Sie sich auch für Anfänger, die an der Börse einsteigen möchten. Welche Fondsarten es gibt, beschreiben wir ausführlich in unserem Ratgeber zu Investmentfonds. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie einen Investmenfonds kaufen, speziell: einen Aktienfonds. Das ist nicht schwerer als die Eröffnung eines Sparkontos. Einige Dinge sollten Sie aber beachten.

 

Wie kaufe ich einen Fonds?

Fonds werden zwar an der Börse gehandelt. Sie können Sie aber nicht direkt dort erwerben. Stattdessen läuft der Kauf entweder über eine Bank, also etwa Ihre Hausbank oder eine Direktbank wie INGConsorsbank oder DKB. Oder sie kaufen den Fonds über einen Broker. Das ist ein Finanzunternehmen, das Wertpapiere an der Börse handelt. Der Fondskauf ist dort meist sehr günstig. Das gilt vor allem für sogenannte Neobroker wie Traders PlaceTrade Republic oder Scalable Capital. Egal jedoch ob Sie eine Bank oder einen Broker wählen: Um einen Fonds zu kaufen, brauchen Sie zuerst ein Depot.

Schritt 1: Das Depot eröffnen

Ein Depot können Sie sich wie ein Konto vorstellen: Anstatt jedoch Geld darauf einzuzahlen, legen Sie Wertpapiere hinein. Wertpapierdepots bietet jede Hausbank an. Dort sind die Kosten dafür aber meist hoch. Außerdem bekommen Sie von Ihrem Bankberater häufig hauseigene Fonds angeboten. So empfiehlt die Sparkasse am liebsten die Produkte der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka. Die Deutsche Bank preist die Fonds der Fondsgesellschaft DWS an und bei den Volksbanken stehen vor allem Fonds von Union Investment auf der Verkaufsliste. Diese Fonds müssen nicht schlecht sein. Es gibt jedoch keinen Grund, den Fondskauf auf einen bestimmten Anbieter zu beschränken.  

Um eine größere Auswahl zu haben und gleichzeitig Kosten zu sparen, sollten Sie daher die Depots verschiedener Anbieter vergleichen. Dazu können Sie den Depotvergleich auf biallo.de nutzen. Ganz vorne finden Sie dort Neobroker und Direktbanken: Bei Ihnen gibt es das Depot günstig oder sogar kostenlos. Zum Depot gehört dabei meist auch ein kostenloses Verrechnungskonto. Darauf zahlen Sie das Geld ein, mit dem Sie Ihren Fonds kaufen. Beim Kauf wird der fällige Betrag dann vom Verrechnungskonto abgebucht.

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Schritt 2: Den richtigen Fonds finden

Wenn Sie Ihr Depot eröffnet haben, können Sie einen passenden Fonds suchen. Die Auswahl ist groß: So finden sich etwa in der Fondssuche der Stiftung Warentest knapp 23.600 Fonds – vom Aktien- über den Anleihen- bis zum Mischfonds.

Welcher Fonds am besten zu Ihnen passt, hängt auch davon ab, wie viel Risiko Sie bei der Geldanlage eingehen wollen. Anleihefonds (auch Rentenfonds genannt) etwa sind deutlich weniger riskant als Aktienfonds. Wenn Sie ihr Geld jedoch vorwiegend in Festgeld und Tagesgeld anlegen, können Sie überlegen, einen (kleineren) Teil des Kapitals in einen Aktienfonds zu stecken.  

Für Anfängerinnen und Anfänger am besten geeignet sind dabei Aktienfonds, die das Geld in Firmen weltweit investieren. Besonders günstig sind weltweite börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF).  Aber auch aktiv gemanagte Aktienfonds können für den Einstieg in den Aktienmarkt sinnvoll sein. Dabei sucht ein Fondsmanagement die Aktien aus, in die der Fonds investiert. Um den Kauf solcher Fonds geht es in diesem Artikel. Einige gut bewertete Fonds, die auch die Nachhaltigkeit der Firmen im Blick haben, nennen wir unten.

Schritt 3: Den Fonds kaufen

Haben Sie Ihren Fonds gefunden, können Sie ihn im Online-Banking ihres Brokers oder Ihrer Bank kaufen. Wie das bei einem ETF-Fonds geht, beschreiben wir ausführlich in unserem Ratgeber zum ETF-Kauf. Beim Kauf eines aktiv gemanagten Fonds gehen Sie ähnlich vor. Die einzelnen Schritte in Kürze:  

  • ISIN eingeben: Jedes Wertpapier, also auch jeder Fonds, hat eine Identifikationsnummer. Mit dieser sogenannten ISIN können Sie den Fonds im Online-Banking Ihres Brokers oder Ihrer Bank suchen. Dazu geben Sie die ISIN in ihrem Online-Depot in die Suchmaske ein. Die Grafik unten zeigt das Ergebnis bei der Consorsbank für den weltweit anlegenden Fonds „terrAssisi Aktien“ des Vermögensverwalters Ampega (ISIN DE0009847343) – ein Fonds, den etwa die Stiftung Warentest gut bewertet.

Ergebnis einer Fondssuche

 So suchen Sie einen Fonds über die Consorsbank

Quelle: Consorsbank

  • Art des Kaufs wählen: Wenn Ihr Anbieter den Fonds führt, werden Ihnen in der Regel zwei Arten angeboten, den Fonds zu kaufen (siehe Grafik): der Einmalkauf („Kaufen“) oder der Kauf per Sparplan („Sparplan“). Beim Einmalkauf investieren Sie einmalig eine größere Summe in das Wertpapier. Beim Sparplan legen Sie Ihr Geld in monatlichen Raten im Fonds an. Das empfiehlt sich, wenn Sie als Anfänger oder Einsteiger einen Fonds kaufen. Denn damit tasten Sie sich Monat für Monat an die Geldanlage an der Börse heran.
  • Anlagebetrag festlegen: Bevor Sie auf „Kaufen“ oder „Sparplan“ klicken, müssen Sie noch festlegen, wie viel Geld Sie in einen Fonds investieren wollen. Beim Sparplan legen Sie die monatliche Rate fest – also etwa 25, 50 oder 100 Euro. Wenn Sie eine größere Summe anlegen, müssen sie ausrechnen, wie viel Fondsanteile Sie mit dem Betrag kaufen können. Beim aktuellen Kurs des Beispielfonds in der Grafik von 53,20 Euro und einer Anlagesumme von 5000 Euro können Sie 93 Fondsanteile kaufen. Das geben Sie in die Ordermaske ein. Beim Einmalkauf können Sie nur ganze Anteile erwerben.
  • Handelsplatz aussuchen: Zum Schluss müssen Sie noch den Handelsplatz wählen, an dem Sie den Fonds kaufen. Je nach Bank oder Broker werden Ihnen mehrere Börsen und Handelsplattformen angeboten. Für Privatanleger eignen sich Computerbörsen wie Gettex, Tradegate Exchange oder LS Exchange. Dort können Sie meist kostenlos ordern. Haben Sie den Handelsplatz ausgesucht, können Sie ihren ersten Fonds 2024 kaufen.

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Wie lege ich einen Fonds-Sparplan an?

Sparpläne sind gerade für Anfänger gut geeignet, um in die Börse einzusteigen. Denn je nach Höhe der Sparrate ist das Risiko überschaubar, das Sie mit dem Fondskauf eingehen. Außerdem bekommen Sie im Laufe der Zeit ein gutes Gefühl dafür, wie sich die Börsenkurse und der Kurs des eigenen Fonds entwickeln.

Beim Anlegen des Sparplans gehen Sie so vor wie oben beschrieben. Bei der Art des Kaufs wählen Sie den „Sparplan“. Danach geben Sie den Betrag ein, den Sie monatlich sparen möchten. Wenn zu Ihrem Depot ein Verrechnungskonto gehört, müssen Sie dafür sorgen, dass dort immer genügend Geld vorhanden ist, um die monatliche Sparrate zu zahlen. Am besten richten Sie einen Dauerauftrag ein, mit dem Sie die entsprechende Summe monatlich aufs Verrechnungskonto überweisen. Es gibt allerdings auch Anbieter, die das Geld direkt von Ihrem Girokonto abbuchen. Dann brauchen Sie keinen Dauerauftrag.

Sparpläne gibt es bei einigen Anbietern schon ab einem Euro. Sinnvoll sind Beträge von 25, 50 oder 100 Euro monatlich. So können Sie mit einem Fonds über mehrere Jahre Vermögensaufbau betreiben – und das Geld später etwa für eine zusätzliche Altersvorsorge nutzen. Die Sparrate können Sie in der Regel jederzeit ändern oder den Sparplan pausieren.

Voraussetzung für das monatliche Fonds-Sparen ist, dass Ihre Bank oder Ihr Broker auch einen Sparplan auf den Fonds anbietet, den Sie sich ausgesucht haben. Das sollten Sie vorab prüfen, indem Sie die ISIN des Fonds in die Suchmaske eingeben. Im obigen Beispiel des „terrAssisi Aktien“ können Sie den Fonds etwa bei den Direktbanken Comdirect und Consors über einen Sparplan kaufen, bei der ING ist es nicht möglich.

 

Welche Fonds schneiden aktuell gut ab?  

Welche Fonds sind derzeit am besten? Diese Frage stellt sich jeder Anleger, der auf Fondssuche geht. Bei der Unmenge von Fonds am Markt ist die Antwort nicht leicht. Bei einem weltweit anlegenden Aktienfonds ist die langfristige Rendite ein wichtiges Auswahlkriterium. Sie können also etwa auf Fonds setzen, die über drei, fünf oder zehn Jahre besser abschneiden als ihr sogenannter Vergleichsindex. Bei weltweiten Fonds ist das etwa der weltweite Aktienindex MSCI World. Einige solcher Top-Performer unter den globalen Aktienfonds behandeln wir in einem eigenen Artikel.

Eine andere Möglichkeit ist es, nach nachhaltigen Fonds Ausschau zu halten. Das sind Fonds, deren Management gezielt nach Unternehmen sucht, die bei Nachhaltigkeitskriterien wie Umwelt oder Soziales gut abschneiden. In einem weiteren Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie solche nachhaltigen Fonds finden.

Sie können aber auch Rendite und Nachhaltigkeit kombinieren. So zeigt die Tabelle Aktienfonds, die laut der Fondssuche der Stiftung Warentest beim Anlageerfolg mindestens gut abschneiden – und gleichzeitig Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.  

Gute Fonds mit Nachhaltigkeitsfaktor

Fonds / ISIN Rendite 3 / 5 / 10 Jahre
Laufende Kosten Nachhaltigkeit²
Ampega terrAssisi Aktien¹ / DE0009847343
36,69 / 81,70 / 191,33 %
1,41 %
sehr hoch
Swisscanto Equity Fund Sustainable / LU0136171559
33,53 / 93,62 / 191,85 %
1,99 %
mittel
Kathrein Sustainable Global Equity / AT0000A0V6J7
30,04 / 70,48 / 170,56 %
1,55 %
mittel
Union Nachhaltig Aktien Global¹ / DE000A0M80G4
29,01 / 72,18 / 174,74 %
2,50 %
mittel
DWS ESG Akkumula /  DE0008474024
34,76 / 79,82 / 192,81 %
1,57 %
niedrig
Zum Vergleich:
iShares MSCI World SRI ETF / IE00BYX2JD69

33,56 / 84,00 /  - %

0,21 %

mittel

¹ausschüttender Fonds, alle anderen thesaurierend; ²laut Stiftung Warentest, beste Bewertung "sehr hoch", schlechteste "sehr niedrig"; aktive Fonds mit mindestens gutem Anlageerfolg; NAV-Kurse vom 23.05.2024, Kathrein 21.05., Swisscanto 22.05.; Rangfolge nach Nachhaltigkeitsbewertung; Quelle: Stiftung Warentest, Fondsweb

Nicht alle Fonds schlagen dabei auf Sicht von drei und fünf Jahren einen nachhaltigen ETF auf den Index MSCI World, den wir als Vergleichsmaßstab gewählt haben. Am ehesten schaffen das noch die Fonds von Ampega und Swisscanto. Allerdings: Aus den Werten, die ein Fonds in der Vergangenheit erzielt hat, lässt sich nicht auf die Zukunft schließen. Und: Die Fonds in der Tabelle dienen nur der Information, es sind keine Kaufempfehlungen.

Welche Kriterien für Sie bei einem Fonds wichtig sind, müssen Sie selbst entscheiden. In der Fondssuche der Stiftung Warentest etwa können Sie Fonds und ETFs nach zahlreichen Kriterien filtern und vergleichen. Auch die Fondssuche der Fondsrating-Agentur Morningstar bietet zahlreiche Kriterien, mit deren Hilfe Sie Fonds mit gutem Rating und hoher Nachhaltigkeit finden können.

Zinswende: Hier gibt es jetzt noch attraktive Zinsen

Die EZB hat Fakten geschaffen und die Leitzinsen gesenkt. Das klassische Zinssparen wird dadurch wieder unattraktiver. Biallo.de hat mit Sebastian Hasenack, dem Leiter der Online-Vermögensverwaltung Solidvest, darüber gesprochen, wie man angesichts sinkender Zinsen eine Zins-Anlage noch sinnvoll gestalten kann. Jetzt mehr erfahren!

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Fünf Tipps für den Kauf Ihres ersten Fonds

Abschließend noch einige Tipps, die Sie beim Fondskauf beherzigen sollten:

Kosten beachten

Die Kosten beim Fondskauf können sich deutlich unterscheiden. Das gilt vor allem für den Ausgabeaufschlag – also die einmalige Gebühr, die beim Erwerb aktiver Fonds anfällt. Sie beträgt häufig bis zu fünf Prozent der Anlagesumme. Bei 10.000 Euro sind das 500 Euro. Auch bei Sparplänen fällt dieser Ausgabeaufschlag oft an: Wenn Sie 50 Euro im Monat investieren, gehen dann jedes Mal 2,50 Euro weg. Das muss der Fonds bei der Rendite erst einmal wieder aufholen.

Direktbanken oder Broker geben allerdings häufig Rabatte auf die Einmalgebühr. So beträgt zum Beispiel beim Swisscanto-Fonds der maximale Ausgabeaufschlag 5,00 Prozent. Die Comdirect Bank verlangt 3,75 Prozent, bei der ING sind es 2,50 Prozent, bei der Consorsbank 1,50 Prozent. Am günstigsten kommen Sie mit dem Ausgabeaufschlag meist bei Neobrokern weg. Allerdings bietet nicht jeder Neobroker auch aktiv gemanagte Fonds an.  

Daher sollten Sie schon bei der Auswahl Ihrer Bank oder Ihres Brokers darauf achten, wie viele Fonds Sie bei dem Anbieter günstig oder sogar kostenlos bekommen. Das gilt auch für Order- oder Depotgebühren: Suchen Sie sich einen Anbieter mit geringen Kosten.

Einfach einsteigen

Viele Anleger warten vor dem Fondskauf darauf, dass die Börsenkurse nach unten gehen und sie einen möglichst günstigen Preis für den Fonds erzielen. Das lohnt sich jedoch in der Regel nicht. So zeigen Untersuchungen der Stiftung Warentest: Selbst wenn Anleger auf einem Börsenhoch gekauft haben, waren Sie nach drei Jahren in 80 Prozent der Fälle im Plus. Sie können Ihren Fonds also guten Gewissens jederzeit kaufen. Beim Sparplan ist der Einstiegszeitpunkt ohnehin unerheblich: Denn da kaufen Sie regelmäßig in kleinen Beträgen – und zu unterschiedlichen Kursen.

„Spielgeld“ investieren

Fondskurse können heftig schwanken. Starke Verluste sind immer möglich. Daher sollten Sie für den Kauf eines Fonds nur Kapital verwenden, dass Sie längerfristig nicht benötigen. Börsianer sprechen von „Spielgeld“. Kapital, das Sie für einen geplanten Urlaub oder mögliche Reparaturen brauchen, legen Sie lieber auf ein sicheres Tagesgeld- oder Festgeldkonto.  

Langfristig denken

An der Börse müssen Sie vor allem Geduld mitbringen. Das gilt auch für den Fondskauf. Lassen Sie daher das Geld, das Sie in einem Fonds anlegen, mindestens zehn Jahre investiert. Je länger der Zeithorizont ist, desto eher vermeiden Sie das Risiko, zu niedrigen Kursen verkaufen zu müssen. So zeigen verschiedene Untersuchungen: Wer in den vergangenen fünfzig Jahren sein Geld an der Börse mindestens 15 Jahre liegen ließ, hat nie Verlust gemacht. Kaufen und liegen lassen ist bei Fonds eine gute Strategie.

Geduldig verkaufen

Irgendwann werden Sie Ihren Fonds auch wieder verkaufen. Dabei hilft Ihnen unser Ratgeber Fonds verkaufen. Auf jeden Fall sollten Sie dafür einen guten Zeitpunkt wählen. Das bedeutet: Fangen Sie frühzeitig an, den Kurs Ihres Fonds zu beobachten. Gleichzeitig sollten Sie beim Verkaufszeitpunkt flexibel bleiben: Setzen Sie sich keinen fixen Termin dafür. Warten Sie stattdessen lieber ab, bis die Kurse das Niveau haben, mit dem Sie zufrieden sind. Im Zweifel kann das eine Weile dauern. Aber wie gesagt: An der Börse sollten Sie Geduld haben.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie Ihr Geld an der Börse anlegen wollen, das aber nicht selbst in die Hand nehmen wollen, können Sie einen Robo-Advisor nutzen. Die digitalen Vermögensverwaltungen legen ihr Geld automatisiert und kostengünstig in Aktien, Fonds oder ETFs an. Der Einstieg ist dabei oft mit relativ kleinen Beträgen möglich. Wie Robo-Advisor bei der Rendite abschneiden, sehen Sie in unserem Robo-Advisor Performance-Vergleich.
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Über den Autor Andreas Jalsovec

hat als Redakteur für mehrere (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem für das Anlegermagazin Börse Online, die Münchner Abendzeitung, die Schwäbische Zeitung und die Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Neben seiner Tätigkeit für Biallo.de arbeitet er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

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