Immobilienkauf

Immobilienkauf: Vier Tipps, um Notarkosten zu sparen

Update: 18.12.2019
Max Geißler
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Auf einen Blick
  • Makler, Grunderwerbsteuer und noch der Notar: Immobilienkäufer werden ordentlich geschröpft. Mit diesen vier Tipps lassen sich die Notarkosten eindämmen. 
Beim Notarbesuch lässt sich allerhand Geld sparen.
Proxima Studio / Shutterstock.com

Vor allem in Großstädten wie München, Hamburg oder Stuttgart werden Höchstpreise für Immobilien verlangt. 10.000 Euro und mehr pro Quadratmeter sind in München keine Seltenheit mehr. 100 Quadratmeter können also durchaus mit einer Millionen Euro zu Buche schlagen. Zum Kaufpreis kommen bis zu zwölf Prozent an Nebenkosten hinzu, etwa für die Grundsteuer, das Grundbuchamt, den Notar und die Maklergebühr.

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Biallo-Tipp

Für die Baufinanzierung lohnt es sich, auch einen Blick auf die regionalen PSD- sowie Sparda-Banken zu werfen. So gehört etwa die  PSD Bank München, deren Geschäftsgebiet sich von Passau bis zum Bodensee erstreckt, zu den günstigsten Baugeld-Anbietern im Lande.

Sparen bei Kaufvertrag und Geldübertrag

@open

Eine Sparmöglichkeit beim Immobilienkauf ergibt sich bei der Vertragsgestaltung. "Die Notargebühren werden nicht erst mit der Unterschrift unter die Urkunde fällig, sondern schon bei der Erstellung des Vertragsentwurfs", erklärt Udo Schindler, Chef der KSW Vermögensverwaltung aus Nürnberg.

Dies könnten Immobilienkäufer nutzen, indem sie "den Vertrag nicht von ihrem Steuerberater oder einem Anwalt entwerfen lassen, sondern gleich vom Notar". Dieser werde die erforderliche Beratung nicht extra abrechnen.

Auch bei der Übermittlung der Kaufpreissumme kann man sparen. Häufig schlagen Bauträger oder Verkäufer vor, den Immobilienkauf über ein sogenanntes Notaranderkonto abzuwickeln. Dabei wird der Kaufpreis auf ein Konto des Notars eingezahlt, der das Geld treuhänderisch verwaltet und nach der Eintragung ins Grundbuch an den neuen Eigentümer überweist. "Für diese Dienstleistung verlangen die Notare eine Hebegebühr, die sich am Kaufpreis orientiert und schnell ein paar Hundert Euro betragen kann", sagt Schindler.

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Preiswerter sei es, so der Finanzexperte, die Zahlungsvoraussetzungen im Kaufvertrag verbindlich zu regeln. Dann gäbe es keinen Grund für einen solch teuren Umweg. Der Notar prüft ohne zusätzliche Kosten, ob die Voraussetzungen eingehalten werden.

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Betrag 300.000 €, Laufzeit 10 Jahre, Beleihung 60 %

Grundschuld vom Notar beurkunden lassen?

Normalerweise wird beim Notar auch die Grundschuld zugunsten der finanzierenden Bank beurkundet. Die Bank sichert sich damit das Pfandrecht, falls der Käufer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

"Dieses Geschäft ist jedoch nicht beurkundungspflichtig", betont Schindler. Manche Banken würden sich mit einer Beglaubigung des Grundschuldentwurfs zufrieden geben. Dies würde im Unterschied zur Beurkundung, die mehrere Hundert Euro kosten kann, maximal 130 Euro ausmachen. Sparpotenzial ergibt sich in diesem Fall vor allem bei teuren Immobilien, bei denen die Grundschuld weit unterhalb des Verkehrswertes liegt.

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Notar muss über Sparmöglichkeiten informieren

Die sogenannte Auflassungsvormerkung sichert dem Käufer den schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums an der Immobilie, bis er als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen ist. Werden Immobilien zwischen Freunden, Bekannten oder innerhalb der Familie ge- beziehungsweise verkauft, etwa beim Übertrag des Eigenheims auf die Kinder, kann auf die Auflassungsvormerkung verzichtet werden. Schindlers Rat: "Fragen Sie den Notar beim Erstgespräch, welche kostensparenden Möglichkeiten er empfiehlt. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist der Notar verpflichtet, alle kostengünstigeren Alternativen aufzuzählen."

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