
Deutschland
Deutschland
DeutschlandAuf einen Blick
Die Suche nach der richtigen Ferienimmobilie ist die Basis für ein erfolgreiches Investment. Denn ob sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus als Kapitalanlage lohnt, hängt vor allem von Kaufpreis, Standort, Auslastung, erzielbaren Mieten und laufenden Kosten ab. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten und wie Sie die mögliche Rendite einer Ferienimmobilie realistisch einschätzen.
Mehr Geld, weniger Finanzstress: Mit unserem Newsletter holen Sie sich die besten Infos, Tipps und Vergleiche von Biallo kostenlos ins Postfach. Jetzt zum Newsletter anmelden – und künftig besser entscheiden!
Eine Ferienimmobilie kann sich als Kapitalanlage lohnen, wenn Kaufpreis, erzielbare Miete, Auslastung und laufende Kosten in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie beliebt eine Urlaubsregion ist. Gerade in touristischen Toplagen können hohe Kaufpreise die mögliche Mietrendite deutlich schmälern.
Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus als Kapitalanlage kaufen möchte, sollte daher vor allem Standort und Nachfrage, die voraussichtliche Auslastung, Kauf- und Kaufnebenkosten sowie die laufenden Kosten prüfen. Außerdem muss geklärt sein, ob die Immobilie überhaupt dauerhaft an Feriengäste vermietet werden darf.
Ob sich ein konkretes Objekt rechnet, lässt sich am besten anhand der Nettomietrendite beurteilen. Sie stellt den Jahresreinertrag den gesamten Investitionskosten gegenüber. Wie Sie diese Rendite berechnen, zeigen wir Ihnen weiter unten anhand eines konkreten Beispiels.
Was Sie generell zu Immobilien als Kapitalanlage wissen müssen, verrät Ihnen unser ausführlicher Ratgeber zu diesem Thema. Außerdem erfahren Sie in unserem Ratgeber "Ferienimmobilie kaufen", welche Kosten beim Kauf einer Ferienimmobilie entstehen, welche Steuern dafür anfallen und was man bei der Finanzierung beachten muss.
Bevor Sie eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage kaufen, sollten Sie vor allem drei Punkte prüfen: Ist die Vermietung rechtlich erlaubt, eignet sich der Standort für Feriengäste und passt die Größe der Immobilie zur geplanten Vermietung?
Bevor Sie ein Angebot für eine Ferienimmobilie näher in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt klären, ob die Immobilie überhaupt als Ferienunterkunft vermietet werden darf. Ein Blick in den Bebauungsplan und eine Nachfrage bei der zuständigen Bau- oder Gemeindebehörde können Aufschluss geben. Ferienwohnungen werden bauplanungsrechtlich je nach Gebiet und Ausgestaltung unterschiedlich eingeordnet. In reinen Wohngebieten ist eine Ferienvermietung daher nicht ohne Weiteres zulässig.
Auch wenn ein Zweckentfremdungsverbot vorliegt, kann das das Aus für eine Vermietung an Feriengäste bedeuten. Kommunale Zweckentfremdungsregelungen können die kurzzeitige Vermietung von Wohnraum einschränken oder von einer Genehmigung beziehungsweise Registrierung abhängig machen. Die konkreten Vorgaben unterscheiden sich je nach Kommune und betreffen häufig auch die Vermietung über Sharing-Portale wie Airbnb.
Prüfen Sie die Zulässigkeit der Ferienvermietung unbedingt vor dem Kauf. Im Zweifel sollten Sie sich die zulässige Nutzung von der zuständigen Behörde bestätigen lassen oder einen Fachanwalt für Bau- und Verwaltungsrecht hinzuziehen.
Eine Ferienimmobilie, die nicht nur allein von Ihnen selbst bewohnt wird, sondern auch Mieteinnahmen einbringen soll, braucht einen oder mehrere Besuchermagnete. Achten Sie daher darauf, dass sich in der Nähe Highlights wie Strand, Meer oder Berge, die eine oder andere Sehenswürdigkeit sowie ausreichend Freizeit- und Kulturangebote befinden. Auch die Immobilie selbst kann das Highlight sein, wenn ihre Ausstattung weit überdurchschnittlich ist, etwa wenn sie eine besondere Wellnessausstattung mit Fitnessraum und einer besonderen Sauna vorzuweisen hat.
Entscheidend ist nicht allein die Bekanntheit eines Urlaubsortes. Für Anleger zählt das Verhältnis zwischen Kaufpreis und erzielbaren Mieteinnahmen. Auch Erreichbarkeit, touristische Infrastruktur, Saisonabhängigkeit und die langfristige Nachfrage nach Ferienunterkünften sollten in die Standortwahl einfließen.
Biallo-Lesetipp: Sie suchen nicht nur in Deutschland? Beim Kauf einer Immobilie im Ausland gelten teilweise andere rechtliche und steuerliche Regeln. Unser Ratgeber erklärt, worauf Sie bei einer Auslandsimmobilie achten sollten.
Auch die Größe der Ferienimmobilie sollte zur Zielgruppe am Standort passen. Entscheidend ist nicht, eine möglichst große Immobilie zu kaufen, sondern Kaufpreis, mögliche Belegung und erzielbare Miete in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen. Eine größere Ferienwohnung oder ein größeres Ferienhaus führt nicht automatisch zu einer höheren Rendite, da mit der Fläche auch Kaufpreis und laufende Kosten steigen.
Biallo-Lesetipp: Sie möchten zunächst wissen, wie Kauf, Finanzierung und Steuern funktionieren? Unser Ratgeber zum Kauf einer Ferienimmobilie erklärt die wichtigsten Grundlagen.
Die Auslastung gehört zu den wichtigsten Faktoren für die Rentabilität einer Ferienimmobilie. Eine bekannte Ferienregion kann eine hohe Nachfrage bieten, allerdings sind dort häufig auch die Kaufpreise entsprechend hoch. Entscheidend ist deshalb das Verhältnis zwischen Anschaffungskosten und realistisch erzielbaren Mieteinnahmen.
Prüfen Sie außerdem, ob die Nachfrage stark saisonabhängig ist oder sich über einen großen Teil des Jahres verteilt. Eine Immobilie mit moderatem Kaufpreis und guter ganzjähriger Auslastung kann wirtschaftlich attraktiver sein als ein sehr teures Objekt in einer absoluten Spitzenlage.
Eine feste Mindestzahl an Vermietungstagen, ab der sich jede Ferienimmobilie rechnet, gibt es nicht. Ob ein Objekt wirtschaftlich attraktiv ist, hängt von den individuellen Investitionskosten, den erzielbaren Übernachtungspreisen, der Auslastung und den laufenden Kosten ab. Aussagekräftiger ist deshalb die Nettomietrendite.
Steuerlich kann die Auslastung ebenfalls eine Rolle spielen. Bei ausschließlich an Feriengäste vermieteten Ferienwohnungen kann insbesondere eine deutliche Unterschreitung der ortsüblichen Vermietungszeit dazu führen, dass das Finanzamt die Einkünfteerzielungsabsicht näher prüft. Mehr zu den steuerlichen Regeln erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Kauf einer Ferienimmobilie.
Bevor Sie eine Ferienimmobilie kaufen, sollten Sie prüfen, wie stark die Ferienregion tatsächlich nachgefragt wird und ob die Nachfrage nur saisonal oder möglichst über das gesamte Jahr besteht.
Um einen Eindruck von der Gästenachfrage in einer Region zu bekommen, können Sie beim örtlichen Tourismusbüro nach aktuellen Daten zu Gästeankünften und Übernachtungen fragen. Hilfreich sind außerdem amtliche Tourismusstatistiken des Statistischen Bundesamts und der Statistischen Landesämter. Prüfen Sie insbesondere, wie sich die Übernachtungszahlen über das Jahr verteilen und ob die Region stark von einzelnen Saisonzeiten abhängig ist.
Ob sich eine Ferienwohnung als Kapitalanlage lohnt, lässt sich am besten anhand der Nettomietrendite einschätzen. Sie berücksichtigt neben den Mieteinnahmen auch wesentliche Kosten des Investments und ist deshalb aussagekräftiger als eine reine Bruttorendite.
Die Nettomietrendite setzt den jährlichen Reinertrag der Ferienimmobilie ins Verhältnis zu den gesamten Investitionskosten. Die Formel lautet:
Nettomietrendite = Jahresreinertrag ÷ Gesamtinvestitionskosten × 100
Anhand der folgenden Beispielrechnung sehen Sie, wie sich die Nettomietrendite einer Ferienwohnung berechnen lässt.
Gesamtinvestitionskosten:
| Position | Betrag (in Euro) |
|---|---|
| Kaufpreis | 260.000 |
| Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 6,5 %, Notar- und Grundbuchkosten 1,5 %, Maklerprovision für Käufer 3,57 %) | + 30.082 |
| Gesamtinvestitionskosten | 290.082 |
Voraussichtlicher Jahresertrag:
| Position | Betrag (in Euro) |
|---|---|
| Erwartete Mieteinnahmen (pro Nacht 70 Euro; Auslastung 200 Tage) | 14.000 |
| Vermietung und Betreuung | - 2.800 |
| Bewirtschaftung und Hausgeld | - 2.500 |
| Instandhaltung/Renovierung | - 600 |
| Sonstige Kosten (Strom, Internet, Steuerberatung, Rundfunkgebühr) | - 500 |
| Jahresreinertrag | 7.600 |
Ergebnis (Nettomietrendite):
7.600 ÷ 290.082 × 100 = 2,62 Prozent Nettomietrendite
Sie möchten wissen, zu welchen Konditionen sich der Immobilienkauf finanzieren lässt? Mit unserem Baufinanzierung-Vergleich können Sie aktuelle Angebote vergleichen und sich einen ersten Überblick über mögliche Finanzierungskonditionen verschaffen.
Für die tatsächliche Rendite sind nicht nur Kaufpreis und Kaufnebenkosten entscheidend. Eigentümer sollten auch die laufenden Ausgaben für Bewirtschaftung, Instandhaltung, Versicherungen und Vermietung realistisch kalkulieren.
Wichtig ist, dass Sie die laufenden Kosten nicht unterschätzen. Zusätzlich zu den Verwaltungskosten fallen zum Beispiel auch Kosten für diese Posten an:
Außerdem muss eine Ferienimmobilie mit wechselnden Mietern üblicherweise öfter renoviert werden. Gehen Sie davon aus, dass alle zwei Jahre ein neuer Anstrich fällig wird. Auch das Mobiliar ist in einer Ferienwohnung einem wesentlich höheren Verschleiß ausgesetzt als bei einer normalen Nutzung.
Eine allgemeingültige Quadratmeterpauschale für die laufenden Kosten einer Ferienimmobilie ist wenig aussagekräftig. Kalkulieren Sie deshalb möglichst mit den tatsächlichen Kosten des konkreten Objekts und planen Sie zusätzlich eine ausreichende Reserve für Reparaturen und unerwartete Ausgaben ein.
Biallo-Lesetipp: Ausstattung, Haustiere, Internetauftritt - Tipps für die Vermietung Ihrer Ferienimmobilie. Was muss ich beachten, damit ich mit Feriengästen rechnen kann?
Ob sich eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage eignet, hängt von mehreren Faktoren ab. Prüfen Sie vor dem Kauf vor allem Standort, Vermietbarkeit, Kosten und realistisch erzielbare Einnahmen.
Sie möchten noch tiefer einsteigen? Unser kostenloser PDF-Ratgeber zeigt ausführlich, worauf Sie beim Kauf einer Ferienimmobilie in Deutschland und im Ausland achten sollten – von Finanzierung und Nebenkosten bis zu Steuern, Rendite und Vermietung.
Wann rechnet sich eine Ferienwohnung und welche Rendite ist realistisch? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten rund um Ferienimmobilien als Kapitalanlage kompakt zusammengefasst.
Eine Ferienimmobilie kann sich als Kapitalanlage lohnen, wenn Kaufpreis, erzielbare Miete, Auslastung und laufende Kosten in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Entscheidend ist daher die Kalkulation des konkreten Objekts. Eine hohe touristische Nachfrage allein garantiert noch keine attraktive Rendite.
Eine pauschal realistische Rendite lässt sich nicht nennen, da sie stark von Kaufpreis, Standort, Auslastung, Übernachtungspreisen und laufenden Kosten abhängt. Aussagekräftiger als allgemeine Renditeversprechen ist deshalb die Nettomietrendite des konkreten Objekts.
Das gefällt mir hier besser als erneut die alten „zwei bis fünf Prozent“ zu nennen. Gerade für einen langfristigen Evergreen würde ich im FAQ keine pauschale Renditespanne versprechen.
Für die Beurteilung einer Ferienimmobilie als Kapitalanlage eignet sich die Nettomietrendite. Dafür wird der jährliche Reinertrag ins Verhältnis zu den gesamten Investitionskosten gesetzt:
Nettomietrendite = Jahresreinertrag ÷ Gesamtinvestitionskosten × 100
Zu den Investitionskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten. Vom jährlichen Mietertrag müssen die für die Berechnung berücksichtigten laufenden Kosten abgezogen werden.
Eine allgemeingültige Mindestzahl an Vermietungstagen gibt es nicht. Wie hoch die notwendige Auslastung ist, hängt unter anderem von Kaufpreis, Übernachtungspreisen, laufenden Kosten und Finanzierung ab. Entscheidend ist, ob nach Abzug der Kosten eine für den Käufer ausreichende Rendite verbleibt.
Damit vermeiden wir bewusst die alte Aussage „17 Wochen beziehungsweise rund 120 Tage“ als allgemeingültige Schwelle.
Neben dem Kaufpreis fallen Kaufnebenkosten und laufende Kosten an. Dazu können unter anderem Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Hausgeld beziehungsweise Bewirtschaftungskosten, Versicherungen, Energie, Verwaltung, Vermarktung, Reinigung sowie Instandhaltungs- und Renovierungskosten gehören.
Eine Ferienimmobilie kann eine interessante Kapitalanlage sein, wenn Kaufpreis, Standort, Auslastung und erzielbare Miete in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst günstig oder in der bekanntesten Ferienregion zu kaufen. Rechnen Sie vor dem Kauf die Nettomietrendite für das konkrete Objekt durch und berücksichtigen Sie dabei auch Kaufnebenkosten, laufende Ausgaben, Instandhaltung und mögliche Leerstandszeiten.

Deutschland
Deutschland
Deutschland