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Auf einen Blick
  • Besonders energiesparende Gebäude werden als Effizienzhäuser bezeichnet. In den fünf Kennzahlen 100, 85, 70, 55 und 40 spiegelt sich der Energiebedarf des Gebäudes wider.

  • Je nach Kennzahl und damit Energiebedarf richtet sich die staatliche Förderung.

  • In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie sich die Energieeffizienz bemisst, warum sich der Bau eines Effizienzhauses lohnt und wie Sie auch ein älteres Gebäude in ein Effizienzhaus verwandeln können.

  • Achtung: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude ist mit Wirkung zum 24.1.2022 gestoppt.
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Wichtiger Hinweis

Am 24.1.2022 wurde die KfW-Förderung für energieeffiziente Gebäude vorläufig gestoppt. Das betrifft sowohl den Neubau als auch die energieeffiziente Sanierung. Die genauen Hintergründe und was dies für Bauherren bedeutet, erfahren Sie in unserem Ratgeber  „ Bundesregierung stoppt Förderung für Effizienzhäuser".

Effizienzhaus – so bezeichnet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Gebäude, die einen bestimmten von ihr vorgegebenen energetischen Standard erfüllen. Dabei gibt die Förderbank zwei Kriterien vor: Zum einen die Wärmedämmung der Gebäudehülle – also Fenster, Außenwände und Dach – bei der es auf den sogenannten Transmissionswärmeverlust ankommt. Und zum anderen ist der Gesamtenergiebedarf des Hauses entscheidend, wofür der Primärenergiebedarf als Kennzahl verwendet wird. Der Energiebedarf spiegelt sich auch in den fünf Kennzahlen 100, 85, 70, 55 und 40 wider, die die KfW für Effizienzhäuser verwendet. Dabei gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto geringer ist der Energiebedarf des Hauses und desto weniger müssen die Eigentümer für Heizkosten aufwenden. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 etwa beträgt der Energiebedarf lediglich 40 Prozent der Primärenergie, die für ein sogenanntes Referenzgebäude benötigt wird. So bezeichnet die KfW Häuser, die den aktuellen Mindestvorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen.

Diese Einteilung in KfW-Effizienzhausstufen erleichtert es Hauskäufern und Bauherren, den energetischen Standard eines Bauvorhabens einzuschätzen. Zudem bildet sie die Grundlage für die Förderprogramme der KfW. Seit Einführung des GEG unterscheidet die KfW außerdem zwischen Effizienzhäusern und solchen der Erneuerbare-Energien-Klasse. Bei solchen Häusern stammen mindestens 55 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien.

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KfW-Förderung für Effizienzhäuser

Bei der KfW-Förderung gilt: Je niedriger die Kennziffer und je mehr erneuerbare Energien berücksichtigt werden, desto großzügiger greift die Förderbank Bauherren und Modernisierern unter die Arme. So erhalten Bauherren für ein KfW-Effizienzhaus 40 etwa stolze 45 Prozent der Darlehenssumme von maximal 120.000 Euro als Tilgungszuschuss, wahlweise kommt der Investitionszuschuss in gleicher Höhe infrage. Bei einem Effizienzhaus 85 sind es hingegen 30 Prozent, also 36.000 Euro. Noch mehr spendiert die KfW bei einem KfW-Effizienzhaus der Erneuerbare-Energien-Klasse. Beim eben genannten Beispiel erhöht sich dann die Fördersumme auf 50 Prozent oder 75.000 Euro.

Biallo-Tipp:

Sie wollen energiesparend bauen? Dann erfahren Sie in unserem Beitrag „ Die neuen Fördermittel zum energiesparenden Bauen“ alles Wichtige zum Thema. Sie planen eine energetische Sanierung? Dann finden Sie in unserem Beitrag „ Energieeffizient Sanieren – Steuerbonus und neue Programme der KfW ab 1. Juli 2021“ umfangreiche Informationen zu den Fördermitteln.
 

Warum lohnt sich der Bau eines Effizienzhauses?

Beim Hausbau oder Hauskauf sollten Sie vorausschauend planen. Dazu gehört auch, sich mit dem Thema energetische Standards zu beschäftigen. Das dürfte sich langfristig aus drei Gründen auszahlen: erstens achten Immobilienkäufer mittlerweile auch auf Faktoren wie etwa den energetischen Standard eines Hauses. Daher dürften Immobilien mit niedrigen Verbrauchswerten künftig bessere Aussichten auf eine ordentliche Wertsteigerung bieten als Häuser, die lediglich einen Mindeststandard erfüllen. Zweitens leisten Bauherren auf diesem Weg einen Beitrag zum Klimaschutz, da ihr Haus weniger Energie verbraucht als gesetzlich zulässig wäre. Das macht sich drittens auch jeden Monat in deutlich niedrigeren Abschlagszahlungen für Heizenergie bemerkbar. So dürften sich Eigentümer von Häusern mit hohem KfW-Effizienzhaus-Standard in ihrer Entscheidung bestätigt fühlen: Sie müssen nur moderate monatliche Beträge zahlen, während für schlecht isolierte Häuser schnell monatliche Heizkosten von 150 Euro und mehr zusammenkommen.

Wichtig zu wissen: Fördermitteln für Neubauten mit KfW-Effizienzhaus 55-Standard können nur noch bis zum 31. Januar 2022 beantragt werden.

 

Wie wird aus einer normalen Immobilie ein Effizienzhaus?

Die schlechte Nachricht: Insbesondere Immobilienkäufer, die in den Metropolregionen auf der Suche nach einem Haus sind, können in puncto energetische Bauweise oftmals nicht wählerisch sein, da die Nachfrage groß und das Angebot gering ist. Vielmehr gilt es, überhaupt fündig zu werden. Die gute Nachricht: Auch ältere Häuser lassen sich in der Regel mithilfe eines Energieberaters und ausreichendem finanziellem Spielraum zu einem KfW-Effizienzhaus aufrüsten. Dabei erstellt ein von der KfW anerkannter Energieeffizienz-Experte oder eine -Expertin zunächst einen Sanierungsfahrplan. Dieser kann beispielsweise die Dämmung des Daches, den Austausch der Fenster sowie den Einbau eines Gas-Brennwertheizung und einer Solarthermieanlage beinhalten. Auch einzelne Maßnahmen fördert die KfW, allerdings zeigt sie sich hier weniger spendabel. Wird das Haus dementsprechend saniert, steht der Förderung mit KfW-Mitteln nichts mehr im Wege. Zudem spendiert die Förderbank auch einen Zuschuss für die Baubegleitung durch Energieeffizienzexperten und -expertinnen.

Biallo-Tipp:

Sie planen den Hauskauf oder wollen Ihr Haus energetisch auf Vordermann bringen? Dann lohnt sich ein Blick auf die Förderkonditionen der KfW. Ausführliche Informationen zu den KfW-Förderprogrammen finden Sie in unserem Beitrag „ Neue KfW-Förderung: Die Förderprogramme 2021 im Überblick
Über die Autorin Claudia Lindenberg

Sie hat Volkswirtschaftslehre in Kiel und Hamburg studiert und 1998 bis 1999 ein Volontariat bei einem Wirtschaftsmagazin absolviert. Es folgten rund 15 Jahre als fest angestellte Redakteurin. Mittlerweile ist sie als freie Finanzjournalistin für verschiedene Auftraggeber tätig. Wie funktionieren Investmentfonds? Nachhaltigkeit und Geldanlage – was ist dabei zu beachten? Was zeichnet eine gut durchdachte Baufinanzierung aus? Solche Fragestellungen sowie weitere Verbraucherthemen wie zum Beispiel „Erben und Immobilien“ bearbeitet sie seit mehr als 20 Jahren anschaulich und auch für Laien gut verständlich auf – nachzulesen unter anderem beim Magazin „Verbraucherblick“ und seit Anfang 2019 auch bei Biallo.

  Claudia Lindenberg