Auf einen Blick
  • Den größten Anteil an den Nebenkosten machen in der Regel die Heiz- und Wasserkosten aus.

  • Anhand des Betriebskostenspiegels des Deutschen Mieterbundes (DMB) können Mieter einschätzen, ob ihre Nebenkosten im normalen Rahmen liegen.
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Im Monat 2,17 Euro pro Quadratmeter – so viel Nebenkosten mussten Mieter 2018 durchschnittlich zahlen. Das geht aus dem zuletzt vom Deutschen Mieterbund (DMB) veröffentlichten Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2018 hervor. Neuere Zahlen stehen aktuell noch nicht zur Verfügung. Für das Jahr 2019 wird es nach Aussage des DMB keinen bundesweiten Betriebskostenspiegel geben. Da die Datenlage zu gering ist, wird der DMB nur für einzelne Bundesländer Betriebskostenspiegel zur Verfügung stellen können. 

Berücksichtigt man alle denkbaren Betriebskostenarten - also beispielsweise auch für einen Aufzug oder Kabelfernsehen -, können durchschnittlich sogar bis zu 2,88 Euro pro Monat und Quadratmeter zusammenkommen, so der Betriebskostenspiegel 2018. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung macht das übers Jahr betrachtet 2.764,80 Euro als Durchschnittswert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 70 Euro mehr. Angesichts steigender Energiepreise ist davon auszugehen, dass sich der Aufwärtstrend zukünftig fortsetzt. Es handelt sich hierbei um Durchschnittswerte für ganz Deutschland. Regional und je nach individuellen Voraussetzungen kann es natürlich erhebliche Abweichungen geben. 

Den größten Anteil an den Nebenkosten machen in der Regel die Heizkosten einschließlich der Warmwasserkosten sowie die Wasser- und Abwasserkosten aus. 

Durchschnittliche Nebenkosten laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes

 

Durchschnittliche Nebenkosten: Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes

Die Kostenpositionen können je nach Objektart und Umfang der Tätigkeiten anfallen. In folgender Tabelle finden sich die Nebenkosten aufgeschlüsselt nach Art und Höhe:

Betriebskostenart Kosten pro Quadratmeter
und Monat
 Grundsteuer 0,19 Euro 
 Wasser inkl. Abwasser 0,34 Euro
 Heizung inkl. Warmwasser 1,03 Euro 
 Aufzug  0,19 Euro
 Straßenreinigung 0,03 Euro
 Müllbeseitigung 0,18 Euro 
 Gebäudereinigung 0,19 Euro 
 Gartenpflege  0,11 Euro
 Allgemeiner Stromverbrauch  0,05 Euro
 Schornsteinreinigung  0,03 Euro
 Versicherung  0,21 Euro
 Hauswart  0,30 Euro
 Hauswart1  0,16 Euro
 Antenne / Kabel  0,13 Euro
 Sonstiges  0,04 Euro

1 Kosten für Gebäudereinigung bzw. Gartenpflege oder Winterdienst werden separat abgerechnet.
Quelle: Deutscher Mieterbund, Betriebskostenspiegel für Deutschland 2018 

Auf viele Posten haben Mieter keinen oder kaum Einfluss. Heizung und Warmwasser können sie über ihren Verbrauch aber zumindest in einem gewissen Rahmen beeinflussen. 

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Eigene Nebenkosten mit dem Durchschnitt vergleichen

Die Vergleichswerte aus dem Betriebskostenspiegel des DMB sind eine gute Orientierung, ob sich die Nebenkosten in Ihrem Haushalt im normalen Rahmen bewegen. Nehmen Sie dazu Ihre letzte Nebenkostenabrechnung zur Hand und teilen Sie den Jahresbetrag durch die Quadratmeterzahl Ihrer Wohnung und das Ergebnis nochmal durch zwölf: Liegen Sie weit über dem normalen Durchschnitt von 2,17 Euro monatlich pro Quadratmeter, sollten Sie genauer nachrechnen, woran das liegen könnte.

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Mehr Heizkosten als normal?

Die Heiz- und Warmwasserkosten lagen laut DMB 2018 monatlich bei 1,03 Euro pro Quadratmeter - und damit gleich hoch wie im Vorjahr. Liegen die Kosten bei Ihnen (Jahreskosten geteilt durch Quadratmeter, geteilt durch zwölf) deutlich darüber, sollten Sie über Energiesparmaßnahmen nachdenken. Eine etwas niedrigere Raumtemperatur, elektronische Heizkörperthermostate, richtiges Stoßlüften und nachts herunter gelassene Rollläden können hier schon eine erhebliche Kostenersparnis bringen.

Sind Sie schon sparsam und die Heizkosten sind trotzdem überdurchschnittlich, sollten Sie auch als Mieter einen Blick in den aktuellen Heizspiegel werfen und Ihren Vermieter auf Probleme aufmerksam machen. Hier ist genau aufgeschlüsselt, welche Heizkosten normal sind, getrennt nach Größe und ob mit Öl, Gas, Holzpellets, mit einer Wärmepumpe oder per Fernwärme.

Der Heizspiegel liegt bereits für das Abrechnungsjahr 2020 vor. Erstellt wird er von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online in Zusammenarbeit mit dem DMB und dem Verband kommunaler Unternehmen.

Je nach Heizungstyp immense Kostenunterschiede

2020 sind die Heizkosten im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Bei einer Gasheizung fielen 2020 durchschnittlich 685 Euro an Heizkosten für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung an, so heizspiegel.de. Wurde mit Holzpellets geheizt, so waren es 555 Euro, bei Fernwärme 870 Euro, einer Wärmepumpe 730 Euro und einer Ölheizung 625 Euro. Je nach energetischem Zustand des Gebäudes können die Kosten natürlich deutlich vom Durchschnitt abweichen.

Starker Anstieg der Heizkosten 2021

Für das Jahr 2021 ist mit deutlich höheren Preisen zu rechnen. Das liegt unter anderem an den CO2-Kosten. Durch die CO2-Bepreisung soll der Anreiz erhöht werden, von fossilen auf erneuerbare Energien umzusteigen und somit den klimaschädlichen CO2-Ausstoß zu reduzieren.

„Seit diesem Jahr fällt fürs Heizen ein CO2-Preis an. Der steigt von Jahr zu Jahr. Dadurch werden vor allem Heizöl und Erdgas immer teurer“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online, in einer Pressemitteilung: „Dazu kommen starke Preisschwankungen. Langfristiges Planen mit Heizöl und Erdgas wird so immer schwieriger – neben dem Klimaschutz ein Grund mehr, jetzt auch bei der Heizung den Umstieg auf erneuerbare Energien zu prüfen.“ Laut co2online ist mit einem Kostenanstieg von bis zu 44 Prozent zu rechnen. Dieser Wert bezieht sich auf Ölheizungen. Bei Heizungen mit Erdgas gehen die Experten von einem Plus von 13 Prozent aus. Am geringsten fällt er bei Holzpellets mit drei Prozent aus.

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So können Mieter ihre Heizkosten senken

Tipp: Unter www.heizspiegel.de gibt es einen Rechner, mit dem man die eigene Heizkostenabrechnung prüfen kann. Zudem finden Mieter hier Tipps, wie sie Heizkosten sparen können.

Beispiel: Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit zwei Bewohnern in einem Mehrfamilienhaus mit Gas-Zentralheizung könne laut co2online richtiges Stoßlüften eine jährliche Ersparnis von etwa 80 Euro bringen. Die Raumtemperatur um ein Grad zu senken, könne jährlich circa 35 Euro mehr in die Haushaltskasse spülen. Mit elektronischen Heizkörperthermostaten ließen sich 60 Euro pro Jahr sparen. Und wer auf einen Sparduschkopf umsteigt, könne etwa 250 Euro einsparen.

Biallo-Tipp

Einige Mietnebenkosten sind immerhin steuerlich absetzbar. Näheres hierzu erfahren Sie in unserem Artikel Wie Mieter Steuern sparen.
 

Mehr Wasserkosten als normal?

Neben den Heizkosten ist Wasser in der Abrechnung der Nebenkosten normalerweise der andere Hauptkostentreiber. An den durchschnittlichen Betriebskosten pro Quadratmeter fallen Wasser und Abwasser mit 34 Cent pro Quadratmeter ins Gewicht, so der Betriebskostenspiegel 2018.

Den Wasserverbrauch haben Mieter weitgehend selbst unter Kontrolle. Möglichst duschen statt baden, Waschmaschine nur voll beladen laufen lassen und Sparvorrichtungen für Toilettenspülung, Duschkopf und Wasserhähne anbringen: Konsequentes Sparen kann den Wasserverbrauch oft sogar halbieren. Und so können die Wasserkosten gar niedriger werden als normal.

Weitere Mietnebenkosten

Zu den Betriebskosten zählen außerdem unter anderem die Grundsteuer, Kosten für Hausmeister, Müllabfuhr, Gebäudereinigung, Versicherung, Gartenpflege und Straßenreinigung. Auf dessen Höhe haben Mieter allerdings in der Regel keinen Einfluss.

Mieten oder kaufen?

Mehr Spielraum, um Nebenkosten zu senken, haben Eigentümer. Sie können die Heizung gegen ein sparsames Modell austauschen, die Wände dämmen und moderne Fenster einbauen. Lesen Sie hier Näheres zu den Fördermöglichkeiten energetischer Sanierungsmaßnahmen.
Ob für Mieter der Erwerb von Wohneigentum eine Alternative sein kann, erfahren Sie in unserem Ratgeber Ist Mieten oder Kaufen besser?.
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Über die Autorin Sabina Hoerder
Studiert habe ich Germanistik und Soziologie in Osnabrück. Nach Praktika bei ZDF, taz, NDR und Co. sowie freier Mitarbeit bei der Neuen Osnabrücker Zeitung folgte mein Volontariat bei biallo.de. Seit 2009 bin ich Redakteurin.   Berufsbegleitend habe ich Umweltwissenschaften studiert und mich auf den Bereich Energie spezialisiert. Für biallo.de bearbeite ich unter anderem Themen wie den Stromanbieterwechsel oder Energiesparmöglichkeiten im Haus.   Vorwiegend kümmere ich mich im Moment um unsere Print-Aktivitäten. Ich betreue unser „Thema der Woche“ sowie Serien, die wir an Tageszeitungen deutschlandweit liefern.
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