Wie Mieter bis zu 5.710 Euro Steuern sparen

Mietnebenkosten Wie Mieter bis zu 5.710 Euro Steuern sparen

Update: 24.05.2019
Max Geißler
von Max Geißler
Update: 24.05.2019
Auf einen Blick
  • In ihrer Nebenkostenabrechnung finden Mieter viele Posten, mit denen sie Steuern sparen können.

  • Wichtig ist, dass die Kosten auf der Nebenkostenabrechnung richtig ausgewiesen sind.

  • Bei haushaltsnahen Dienstleistungen, Handwerkerrechnungen und Haushaltshilfen auf Minijob-Basis winken Steuernachlässe von insgesamt bis zu 5.710 Euro.  
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Jährlich erhalten die rund 30 Millionen deutschen Mieter ihre Nebenkostenabrechnung. Häufig ist das kein Grund zur Freude, da Nachzahlungen fällig sind. Nebenkosten wie Hausmeisterausgaben, Treppenhausreinigung und Müllgebühren machen heute bis zu einem Drittel der Miete aus. Doch es gibt einen Spartrick: Teilen Sie die Mietnebenkosten mit dem Finanzamt. Voraussetzung dafür ist, dass die Ausgaben dem Wert- oder Substanzerhalt der Immobilie dienen. Verbrauchsabhängige Kosten wie Strom- oder Wasserrechnungen und Müllgebühren erkennen die Finanzämter daher nicht an.

Lesen Sie auch: Wie viel Nebenkosten sind normal?

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Das können Sie von der Steuer absetzen

"In fast jeder Nebenkostenabrechnung sind Posten enthalten oder versteckt, die das Finanzamt anerkennt", erklärt Hans Daumoser, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. Dazu gehören zum Beispiel Schornsteinfeger, Hausmeister, Reinigungsfirmen oder Wachdienste.

Zu den üblichen Arbeiten zählen:

  • die Reinigung des Treppenhauses und der Gemeinschaftsräume
  • Rasen mähen und Hecke stutzen
  • Räumen und Streuen im Winter
  • Ablesen des Heizungs‐, Wasser- und Stromverbrauchs
  • Wartung des Aufzugs, von Feuerlöschern und Rauchmeldern oder anderen technischen Geräten sowie
  • die Wartung der Elektro‐, Gas‐ oder Wasserinstallationen.

Der steuerliche Nachweis der einzelnen Aufwendungen erfolgt über die Jahresabrechung der Nebenkosten. Achten Sie darauf, dass die Ausgaben gesondert aufgeführt sind. Der Fiskus akzeptiert auch eine Bescheinigung des Vermieters über die Höhe der Kosten (BMF-Schreiben vom 26.10.2007, BStBl. 2007 I S. 783, Tz. 19).

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Monatliche Rate
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Jahreszins
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975,00
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Betrag 300.000 €, Laufzeit 10 Jahre, Beleihung 60 %

Steuerbonus für Hilfen im Haushalt

Beauftragen Sie einen Maler, Fensterreiniger oder Fußbodenleger, sind die Kosten im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen absetzbar (Paragraf 35a EStG). Steuervergünstigungen gewährt der Staat auch für Haushaltshilfen, die beim Waschen, Kochen oder Bügeln zur Hand gehen, sowie für die Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen und Kleinkindern.

Lassen Sie ihre Waschmaschine, den Kühlschrank oder den PC zu Hause reparieren, können Sie die Rechnung ebenfalls mit dem Finanzamt teilen. Tätigkeiten im Privathaushalt können sowohl von Firmen, von Minijobbern als auch in selbstständiger Arbeit durch Nachbarn oder Angehörige durchgeführt werden. Je nach Tätigkeit und Vertragsverhältnis gewährt der Fiskus unterschiedliche Steuerboni.

Lesen Sie auch: Steuerabzug durch außergewöhnliche Belastungen

Wie hoch ist der Steuerbonus?

Haushaltsnahe Dienstleistungen ermöglichen Steuernachlässe von bis zu 4.000 Euro. Abzugsfähig sind 20 Prozent der Kosten bis maximal 20.000 Euro Rechnungsbetrag.

Handwerkerkosten erkennt der Fiskus zu 20 Prozent an – bis zu einer Rechnungssumme von 6.000 Euro. Beträge darüber sind nicht steuerlich begünstigt. Den Steuerbonus von 1.200 Euro gibt es jedoch nur für Arbeits- und Fahrtkosten, nicht für benötigtes Material. Wichtig: Überweisen Sie die Rechnung– Barzahlungen erkennt der Fiskus nicht an.

Minijobber als Haushalts- oder Pflegehilfe ermöglichen einen Steuerrabatt von 20 Prozent der Kosten. Maximal räumt der Fiskus 510 Euro Steuerbonus ein. Ausgaben bis 2.550 Euro im Jahr sind also steuerbegünstigt.

Lesen Sie auch: Steuererklärung für Rentner – Anleitung und Steuertipps für Anlage R

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de