Auf einen Blick
  • Das KfW-Programm 297 „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ richtet sich an Selbstnutzer, die Variante 298 kann auch von Kapitalanlegern genutzt werden.

  • Gefördert wird der Bau und Kauf von Wohnimmobilien mit der Effizienzhaus-Stufe 40, die zudem die Anforderungen für das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude Plus“ (QNG Plus) oder „Premium“ (QNG Premium) erfüllen.

  • Außerdem darf die Immobilie weder mit Öl noch mit Gas oder Biomasse geheizt werden.
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Wer eine besonders klimafreundliche Immobilie neu bauen oder gleich nach Fertigstellung erwerben möchte, kann an den Bauzinsen merklich sparen. Über das Programm "Klimafreundlicher Neubau" bietet die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Kredite zu vergleichsweise günstigen Konditionen an. Allerdings sind die Voraussetzungen durchaus streng. Biallo.de zeigt Ihnen, worauf Sie bei diesem Förderkredit der KfW achten müssen und wie viel Sie mit diesem Förderprogramm sparen können.

  • Biallo-Tipp: Platzt jetzt der Traum vom Eigenheim? Familien sollten zunächst gründlich ihre Finanzlage überprüfen, bevor sie mit der Immobiliensuche starten. Was Familien beim Immobilienkauf beachten müssen, erfahren Sie in einem weiteren Ratgeber von uns.

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KfW-Förderung Neubau: Was ist das KfW-Programm 297 und 298?

Mit dem KfW-Programm 297/298 „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ können Selbstnutzer (Kredit 297) und andere Investoren (Kredit 298) bis zu 150.000 Euro je nach Zinsbindung und Laufzeit mit einem Effektivzins ab 1,15 Prozent finanzieren (Quelle: KfW, Stand 22. Februar 2024). Gefördert werden Neubau und Erstkauf einer Immobilie – also der Kauf bis zu einem Jahr nach der Bauabnahme. 

 

KfW Klimafreundlicher Neubau: Wer wird gefördert?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) richtet sich mit dem Programm „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ nicht nur an Selbstnutzer (Kredit 297), sondern auch an Kapitalanleger. Das können etwa Wohnungseigentumsgemeinschaften (WEG), Einzelunternehmer, Freiberufler, Unternehmen und kommunale Unternehmen sein. Aber auch Wohnungsbaugenossenschaften beziehungsweise alle juristischen Personen des Privatrechts, soziale Organisationen und Vereine sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts wie etwa Kammern oder Verbände können die Förderung bekommen (Kredit 298).

Dividende von 4,00 Prozent: Genossenschaftsanteile als Geldanlage

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Strenge Anforderungen KfW-Neubau-Förderung: Was bedeutet klimafreundlicher Neubau?

Den zinsgünstigen KfW-Förderkredit „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ erhalten Sie nur, wenn das von Ihnen gekaufte oder geplante Haus oder die neugebaute Wohnung den strengen KfW-Effizienzhaus-Standard 40 erfüllt und in seinem Lebenszyklus so wenig CO2 ausstößt, dass die Anforderung an Treibhausgasemissionen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus“ erfüllt sind. Zudem darf das Gebäude nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, gilt das Haus als „Klimafreundliches Wohngebäude“.

Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude

Noch strenger sind die Anforderungen an ein „Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG“. Hier muss ein Nachhaltigkeitszertifikat vorliegen, dass die Erfüllung der Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude Plus“ oder „Premium“ bescheinigt. Initiiert wurde dieses  Gütesiegel vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Auch diese Gebäude dürfen nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden.

 

KfW 297: Welche Kosten können Sie mit dem Förderkredit finanzieren?

Den Förderkredit können Sie für den Bau und Erstkauf einer Wohnimmobilie einsetzen, aber auch für die Finanzierung der Nebenkosten wie zum Beispiel der Kosten für Architektenleistungen, Gutachten oder Baugerüste. Auch für die Planung und Baubegleitung durch einen Experten oder eine Expertin für Energieeffizienz und Berater für Nachhaltigkeit sowie für die Nachhaltigkeitszertifizierung können Sie die Fördermittel nutzen. Nicht förderfähig ist hingegen der Grundstückskauf, die Nachfinanzierung von bereits begonnenen Vorhaben sowie die Umschuldung eines bestehenden Kredits.

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KfW-Neubau-Förderung 2024: Konditionen beim Programm KfW 297

Wieviel Kredit Ihnen die KfW gewährt, hängt vom Gütesiegel für das Wohngebäude ab: Beim Standard „Klimafreundliches Wohngebäude“ erhalten Sie bis zu 100.000 Euro, bei einem Haus mit QNG-Siegel erhalten Sie bis zu 150.000 Euro. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem endfälligen Darlehen (Tilgung am ende der Laufzeit) und einem klassischen Annuitätendarlehen (Tilgung während der Laufzeit).

Zinsen, Laufzeit, Zinsbindung

Beim endfälligen Darlehen bietet die KfW lediglich eine Laufzeit und Zinsbindung von vier bis zehn Jahren bei einem Effektivzins von 2,20 Prozent an. Beim Annuitätendarlehen hingegen haben Sie die Wahl zwischen vier bis zehn, elf bis 25 und 26 bis 35 Jahren Laufzeit bei jeweils zehn Jahren Zinsbindung. Am niedrigsten ist der Effektivzins bei vier bis zehn Jahren Laufzeit, wobei Sie eine tilgungsfreie Anlaufzeit von ein bis zwei Jahren wählen können. Der Effektivzins beläuft sich bei dieser Variante auf 1,15 Prozent, bei elf bis 25 Jahren Laufzeit und bis zu drei tilgungsfreien Jahren zahlen Sie effektiv 2,00 Prozent, bei der Langfristvariante mit bis zu fünf tilgungsfreien Anlaufjahren sind es 2,13 Prozent effektiv (alle Zinsangaben: Quelle: KfW, Stand 22. Februar 2024).

Auszahlung, Bereitstellungszinsen, Vorfälligkeitsentschädigung

Die Auszahlung erfolgt wahlweise zu 100 Prozent, Sie können die Summe jedoch auch in Teilbeträgen innerhalb von zwölf Monaten nach Kreditzusage nach und nach abrufen. Den Zeitraum können Sie auf maximal 24 Monate verlängern. Ab dem 13. Monat berechnet die KfW allerdings – wie andere Banken auch – Bereitstellungszinsen von 0,15 Prozent pro Monat auf den noch nicht verwendeten Kreditbetrag. Sollten Sie den Kredit vorzeitig tilgen wollen, müssen Sie ebenfalls mit Kosten rechnen, denn dann berechnet die Förderbank eine Vorfälligkeitsentschädigung

Achtung! Sie können diesen KfW-Kredit nicht mit dem KfW-Programm 300 „Wohneigentum für Familien“ kombinieren, wohl aber mit dem KfW-Wohneigentumsprogramm 124.

 

KfW-Förderung Neubau beantragen: Wie ist der Ablauf beim KfW-Kredit 297/298?

Um den zinsgünstigen Förderkredit der KfW zu erhalten, müssen Sie zunächst für die Fachplanung und Baubegleitung einen Experten für Energieeffizienz oder einen Berater für Nachhaltigkeit (beim Klimafreundlichen Neubau – QNG) hinzuziehen. Diese Fachleute erstellen die sogenannte „Bestätigung zum Antrag“ (BzA), die Sie zusammen mit den anderen Unterlagen für Ihr Vorhaben einreichen.

Im nächsten Schritt kümmern Sie sich um die Finanzierung Ihres Bau- oder Kaufvorhabens und suchen sich eine Bank. Sobald das Finanzierungsgespräch stattgefunden hat, können Sie mit der Auftragsvergabe starten. Allerdings handeln Sie dann auf eigenes Risiko, was die Einbindung des Förderkredits angeht. Auf der sicheren Seite sind Sie erst, wenn die KfW die Zusage erteilt. Dann hat die Förderbank die Mittel verbindlich für Sie reserviert und Sie können die Finanzierung festzurren. Ist der Bau abgeschlossen, reichen Sie die „Bestätigung nach Durchführung“ bei der KfW ein. Diese erhalten Sie beim Neubau von Ihrem Energie-Effizienz-Experten, beim Kauf händigt Ihnen der Bauträger oder Fertighaushersteller das Dokument aus. 

Achtung! Sichern Sie sich beim Bau- oder Kaufvertrag mit einer Schutzklausel bezüglich der Einhaltung des Standards „Klimafreundlicher Neubau“ (mit QNG) ab. Damit haftet der Verkäufer dafür, dass das Wohngebäude diese Vorgaben erfüllt. Die KfW bietet hierfür eine Musterklausel an, mit der Sie auf der sicheren Seite sind. 

 

KfW 297/298: Welche Ersparnis ist mit dem KfW-Programm möglich?

Wenn Sie ohnehin vorhaben, ein Haus mit einem überdurchschnittlich hohen energetischen Standard zu bauen oder zu kaufen, kann das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau“ dazu beitragen, die Kosten für Ihre Baufinanzierung zu reduzieren.

Beispielrechnung: So viel sparen Sie bei einer Einbindung des KfW-Kredits 297

Um eine mögliche Ersparnis durch den KfW-Kredit zu ermitteln, gehen wir davon aus, dass Sie genau 1.200 Euro monatlich für die Rate ausgeben möchten und sich die Zinsen Ihrer Finanzierung für zehn Jahre festschreiben lassen. 

Im ersten Fall finanzieren Sie 250.000 Euro über die Bank zu einem aktuell üblichen Sollzins von 3,50 Prozent jährlich (siehe: Biallo-Index). Im zweiten Fall finanzieren Sie 150.000 Euro zum gleichen Zins über die Bank, 100.000 Euro finanzieren Sie über den KfW-Kredit. Für diesen nehmen wir eine Laufzeit von 20 Jahren an und den dafür aktuell gültigen Sollzins von 1,98 Prozent pro Jahr.

Da bei der KfW-Finanzierung mindestens ein Jahr verpflichtend tilgungsfrei ist, ist die Gesamtrate im ersten Jahr niedriger als bei der Finanzierung komplett über die Bank. Bei den Bankkrediten gehen wir immer davon aus, dass die Tilgung bereits im ersten Jahr beginnt.

 

Bankkredit

Bank- und KfW-Kredit

Kreditbetrag

250.000 €

150.000 € / 100.000 €

Zinsbindung

10 Jahre

10 Jahre

Sollzins p. a.

3,50 %

3,50 % / 1,98 %

Monatl. Rate

1.200 €

673,39 € / 526,61 € (165,00 €*)

entspricht einer Anfangstilgung von ca.

2,26 %

1,89 % / 4,34 %

Restschuld nach 10 Jahren

182.467,19 €

116.165,71 € / 57.288,10 €
Gesamt: 173.453,81 €

*Rate für den KfW-Kredit im tilgungsfreien ersten Jahr

Ergebnis: Der finanzielle Vorteil des KfW-Programms lässt sich an der Höhe der Restschuld erkennen. Mit der Kombination aus KfW- und Bankkredit stehen Sie nach zehn Jahren insgesamt noch mit rund 173.454 Euro in der Kreide. Das sind über 9.000 Euro weniger als bei der kompletten Finanzierung über die Bank. 

Weiterer Vorteil der Kombination von Bank- und KfW-Darlehen: Im tilgungsfreien Jahr war die Rate deutlich niedriger. Hätten Sie den hier eingesparten Betrag zur Sondertilgung genutzt, würde sich das Ergebnis sogar noch deutlicher unterscheiden.

  • Biallo-Tipp: Unser  Baufinanzierungs-Vergleich hilft Ihnen dabei, Konditionen zu vergleichen und ein günstiges Angebot zu finden. Mit unserem  Baufinanzierungsrechner können Sie ermitteln, wie sich einzelne Stellschrauben auf Ihre Baufinanzierung auswirken – etwa eine veränderte Anfangstilgung, eine höhere oder niedrigere Monatsrate und auch die Einbindung von KfW-Mitteln wie dem KfW-Wohneigentumsprogramm.

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Über die Autorin Claudia Lindenberg

Sie hat Volkswirtschaftslehre in Kiel und Hamburg studiert und 1998 bis 1999 ein Volontariat bei einem Wirtschaftsmagazin absolviert. Es folgten rund 15 Jahre als fest angestellte Redakteurin. Mittlerweile ist sie als freie Finanzjournalistin für verschiedene Auftraggeber tätig. Wie funktionieren Investmentfonds? Nachhaltigkeit und Geldanlage – was ist dabei zu beachten? Was zeichnet eine gut durchdachte Baufinanzierung aus? Solche Fragestellungen sowie weitere Verbraucherthemen wie zum Beispiel „Erben und Immobilien“ bearbeitet sie seit mehr als 20 Jahren anschaulich und auch für Laien gut verständlich auf – nachzulesen unter anderem beim Magazin „Verbraucherblick“ und seit Anfang 2019 auch bei Biallo.

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