Französische Banken: Festgeld und Tagesgeld aus Frankreich

Nach langen elf Jahren hat nun die Zeit der Niedrig- und Negativzinsen ein Ende genommen. Am 21. Jui 2022 verkündete die Europäische Zentralbank (EZB), den Leitzins um 50 Basispunkte auf 0,50 Prozent pro Jahr anzuheben. Gleiches gilt für den Einlagenzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie kurzfristig überschüssiges Geld bei der EZB parken müssen. Daher dürften in den kommenden Wochen und Monaten die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld weiter steigen.

Französische Banken im Festgeldvergleich

Französische Banken, wie etwa die Renault Bank direkt oder die Genossenschaftsbank Crédit Agricole, sind bereits seit geraumer Zeit fester Bestandteil des Festgeld-Vergleichs von biallo.de. Durch die jüngsten Zinserhöhungen haben die Angebote dabei stark an Attraktivität gewonnen.

ANBIETER
ZINSSATZ
BEWERTUNG
S&P-LÄNDERRATING
PRODUKTDETAILS
1
Renault Bank direkt

1,30 %

65,00

4 / 5

★★★★★
★★★★★
AA Frankreich

hohe Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Anlage ohne Limit
  • Onlineangebot
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand: 27.09.2022
Berechnungsgrundlage: Anlagebetrag: 5.000,00€, Laufzeit: 12 Monate, Bonitätsbewertung: mind. gute Sicherheit, Staat: Frankreich

Tagesgeldzinsen bei französischen Banken

Auch beim Tagesgeld bieten französische Geldhäuser attraktiven Zinsen:

ANBIETER
ZINSSATZ
BEWERTUNG
S&P-LÄNDERRATING
PRODUKTDETAILS
1
Consorsbank

0,60 %

30,02

5 / 5

★★★★★
★★★★★
AA Frankreich

hohe Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Angebotszins gilt für die ersten 6 Monate
  • nur für Neukunden
  • tel. Kontoführung
  • Onlineangebot
2
Renault Bank direkt

0,55 %

55,01

4,7 / 5

★★★★★
★★★★★
AA Frankreich

hohe Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Angebotszins gilt für die ersten 3 Monate
  • Anlage ohne Limit
  • nur für Neukunden
  • Onlineangebot
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand: 27.09.2022
Berechnungsgrundlage: Anlagebetrag: 10.000,00€, Laufzeit: 12 Monate, Bonitätsbewertung: alle Anbieter, Staat: Frankreich, Kundenkreis: alle Angebote

Wie sicher ist Festgeld in Frankreich?

Die Bestnote, also das begehrte "Triple-A", erhält Frankreich zwar aktuell von keiner der drei führenden Ratingagenturen, dafür gibt es aber die Note AA beziehungsweise Aa2 – immerhin die dritthöchste Bonitätsstufe, was einer sicheren Anlage mit einem zu vernachlässigenden Ausfallrisiko entspricht.

So bewerten die Ratingagenturen die Bonität

Zu den weltweit einflussreichsten Agenturen zählen neben Moody's auch Fitch und Standard and Poor's (S&P). Die US-Ratingagenturen bewerten nicht nur Staaten. Auch einzelne Kreditinstitute werden einem Bonitätscheck unterzogen. Doch in erster Linie ist die Kreditwürdigkeit des Staates für die Qualität der Einlagensicherung verantwortlich.

Um die Bonität eines Staates, Unternehmens oder einer Bank zu bewerten, nutzen die Agenturen folgende Buchstabencodes:

Agentur Beste Bonität Sichere Anlage Durchschnittlich spekulativ Höchst spekulativ Risikohaft Zahlungsausfall
S&P AAA A- BBB B- CCC D
Moody's Aaa A3 Baa1 B3 Caa1 C
Fitch AAA A- BBB B- CCC D

Biallo-Tipp: Comeback fürs Festgeld!

Welche überregionalen und regionalen Festgeldanbieter locken aktuell mit attraktiven Festgeldzinsen für ein und zwei Jahre Laufzeit? Laden Sie sich hierzu unseren ausführlichen  Ratgeber zum Thema "Geldanlage: Festgeld für sicherheitsorientierte Sparer" als kostenlose und hochwertig aufbereitete PDF herunter. Darin erfahren Sie außerdem, welche Punkte Sie bei Festgeldanlagen beachten sollten und welche Alternativen es für sicherheitsorientierte Geldanleger zu Festgeld gibt.

Wie steht es um die französische Einlagensicherung?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Diese Regelung gilt auch für deutsche Anleger, die ihr Konto bei einem französischen Geldinstitut führen beziehungsweise dort Kapital angelegt haben.

Bislang gibt es allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist nach wie vor national organisiert und der sogenannte "Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution" (FGDR), gebildet per Gesetz vom 25. Juni 1999, schützt Kunden bei Insolvenz des kontoführenden Geldinstituts mit Hauptsitz in Frankreich. Einlagen bis 100.000 Euro werden im Entschädigungsfall in der Regel innerhalb von sieben Werktagen ausbezahlt. Eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung wie etwa in Deutschland gibt es in Frankreich nicht.

Handelt es sich um Einlagen bei Zweigniederlassungen von deutschen Banken in Frankreich, kommt es gemäß Paragraf 56 Einlagensicherungsgesetz zur Zusammenarbeit mit der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). "Im Entschädigungsfall würde dann die örtliche Einlagensicherung im Namen und auf Rechnung der EdB die Entschädigung durchführen", sagt Dominik Müller-Feyen, Direktor Finanzmarktstabilität des Bundesverbands deutscher Banken.

Welche Steuer fällt in Frankreich an?

Anfang 2018 hat Frankreich die Quellensteuer auf Dividenden von 30,00 auf 12,80 Prozent gesenkt. Auf Zinsen beim Tagesgeld und Festgeld wird keine Quellensteuer erhoben. Um die Abgeltungsteuer hierzulande kommen Anleger allerdings nicht herum. Mehr Informationen zur Besteuerung ausländischer Geldanlagen erhalten Sie in unserem Ratgeber "Festgeld im Ausland anlegen".

Biallo-Empfehlung

Kurz- und langfristige Sparanlagen sind in Frankreich gut geschützt. Gravierende Bankenkrisen sind zumindest derzeit nicht vorstellbar, da große Institute wie BNP Paribas und SocGen als vergleichsweise stabil gelten und im Falle einer Konsolidierung des europäischen Bankensektors sogar andere Institute übernehmen könnten. Eine Festgeldanlage ist unserer Ansicht nach daher auch mit Blick auf das allgemeine Staatenrating als empfehlenswert anzusehen.