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Auf einen Blick
  • Bye-bye Bargeld: Heutzutage zücken Verbraucher und Verbraucherinnen beim Bezahlen immer öfter ihre Geldkarte oder das Smartphone. Trendsetter halten einfach ihre Smart-Watch an das Kassenterminal.


  • Da alle neu ausgegebenen Bankkarten heute über die NFC-Bezahlfunktion verfügen, dauert das kontaktlose Bezahlen nur noch Sekunden. Ähnlich schnell wie per Karte oder App geht das Bezahlen durch Scannen des QR-Codes auf der Rechnung.


  • Neben Banken und Onlinediensten halten immer mehr Supermärkte und andere Dienstleister digitale Apps zum kontaktlosen Bezahlen bereit. Hier gilt es aber die zahlreichen Vor- und Nachteile hinreichend zu bedenken.

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Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie tragen die Menschen weniger Bargeld bei sich als im Vorjahr, das zeigt eine von der schwedischen Klarna-Bank in Auftrag gegebene Studie. Während es 2020 durchschnittlich noch 89,22 Euro waren, ist der Betrag dieses Jahr um knapp 15 Euro auf 74,80 Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang von gut 16 Prozent. Die Vermutung liegt nahe, dass der allgemeine Trend zur kontaktlosen Zahlung durch die Corona-Pandemie nochmals beschleunigt wurde. Vor allem junge Menschen führen nur noch wenig Bargeld mit sich, sie zahlen lieber mit Smartphone via Apple Pay oder Google Pay und mit Karte. Aber auch bei Älteren ist der Bargeldanteil rückläufig. So sank der durchschnittlich mitgeführte Betrag bei 55-Jährigen von 98 Euro auf 81 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Das kontaktlose Bezahlen mit Geldkarte, Handy oder Smartwatch erlebt nicht nur durch die Corona-Pandemie einen wahren Boom. Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren von Zeitersparnis. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dauert der Bezahlvorgang an der Kasse durchschnittlich nur elf Sekunden. Erst ab einer Summe von 50 Euro oder wenn Geld abgehoben wird, ist die Eingabe der PIN-Nummer teilweise erforderlich.

Das sagt die Statistik zu kontaktloser Zahlung im Handel

Auch wenn viele auf Bargeld nicht verzichten wollen, so erfreuen sich alternative Bezahlmethoden, wie die Bezahlung mit Girocard oder Kreditkarte, Smartphone und Smartwatch steigender Beliebtheit. 15 Prozent der von Klarna Befragten gaben an, gänzlich auf Bargeld beim Einkauf im Einzelhandel zu verzichten. Bei der Gruppe der 18-24-Jährigen beträgt der Anteil inzwischen 20 Prozent, bei den über 55 Jahren sind es erst 14 Prozent.

In der Studie wurde auch untersucht, ab welchem Betrag Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland die Bezahlung mit bargeldlosen Methoden bevorzugen. Dabei zeigt sich, dass selbst kleine Beträge inzwischen kontaktlos bezahlt werden. Die Mehrheit der Deutschen greift ab elf Euro zur Geldkarte oder zum Handy. Selbst bei Kleinstbeträgen von null bis fünf Euro hat im Jahresvergleich das bargeldlose Bezahlen zugenommen, das gilt vor allem für junge Menschen. Haben vergangenes Jahr nur 13 Prozent der 18-24-Jährigen bei Beträgen von null bis fünf Euro zu Karte oder Smartphone gegriffen, sind es dieses Jahr 21 Prozent. Bei Beträgen bis 20 Euro lässt sich in dieser Altersgruppe ein Anstieg von Cashless Payment-Lösungen um zwei Prozent feststellen.

NFC-Technik: So funktioniert das kontaktlose Bezahlen

Einfach an der Kasse die Geldkarte an das Bezahlterminal halten, schon ist der Einkauf bezahlt – für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist das heute Realität. Die notwendige Technik dafür liefern Giro- oder Kreditkarten mit Funkchip. Die modernen Plastikkarten nutzen die sogenannte NFC-Funktion, die kontaktlose Datenübertragung ermöglicht. Die Abkürzung NFC steht hierbei für Near Field Communication, was bedeutet, dass eine solche Datenübertragung per Funk nur auf eine Entfernung von wenigen Zentimetern stattfinden kann. Mit dem NFC-Funkstandard können nicht nur Daten von Geldkarten oder Handys auf das Kassenterminal übertragen werden, die Datenübertragung funktioniert auch zwischen NFC-Smartphones oder anderen NFC-fähigen Geräten wie Tablets oder Notebooks.
 

So bezahlen Sie mit dem Smartphone kontaktlos

Obwohl viele Banken und Sparkassen zuletzt ihre traditionellen Girokarten gegen NFC-fähige Debit-Karten mit Mastercard oder Visa-Karten-Funktion ausgetauscht haben, sagen Experten den Plastikkarten keine rosige Zukunft voraus. Zwar ermöglichen immer mehr Debit-Karten mit Wellen-Logo das kontaktlose Bezahlen an der Supermarktkasse, die Zukunft gehört aber eindeutig dem Smartphone mit den Bezahlmöglichkeiten Apple Pay und Google-Pay.

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone funktioniert ähnlich wie das kontaktlose Bezahlen mit einer NFC-fähigen Bankkarte. Sie benötigen dafür eine App auf Ihrem Smartphone, die den Bezahlprozess an der Kasse ausführt. Diese App müssen Sie vorher entweder mit Geld aufladen oder mit einem anderen Zahlungsmittel verbinden. Drei Optionen stehen zur Wahl:

  • Guthabenkarte: Sie erwerben eine Guthabenkarte – beispielsweise für die Bezahl-App Google Pay – und geben dann einen Code in die App ein. Anschließend können Sie das Guthaben zum Einkaufen nutzen.
  • Geldkarte: Sie können Ihre Giro- oder Kreditkartendaten in der Bezahl-App hinterlegen. Anschließend funktioniert die App genauso wie eine kontaktlose Geldkarte.
  • Lastschrift: In den meisten Bezahl-Apps ist es möglich, das eigene Girokonto zu hinterlegen. Danach können Sie anfallende Beträge einfach von Ihrem Konto abbuchen lassen.

Positiv: Bei Zahlungen mit dem Smartphone werden keine sensiblen Kreditkartendaten übermittelt, wodurch die Zahlungsweise als sehr sicher gilt. Ein Kartenmissbrauch wird durch die Nutzung des Smartphones zum Bezahlen faktisch ausgeschlossen

Apple Pay für iPhone und Apple Watch

Seit Ende 2018 fungiert das iPhone nicht mehr nur als persönliche Kommunikationszentrale, sondern auch als Geldbörse. Mit Apple Pay bezahlen Sie ohne Berührung eines Zahlungsterminals beziehungsweise ohne Einstecken Ihrer Kreditkarte in ein Lesegerät kontaktlos. Die Datenübertragung vom iPhone zum Kassenterminal funktioniert via Funk-Chip. Zum Bezahlen halten Sie Ihr Smartphone nahe an das Kassenterminal und berühren mit Ihrem Finger den Fingerabdrucksensor. Die Eingabe einer PIN ist nicht erforderlich. Alternativ zum Fingerabdruck können Sie bei neueren iPhones die Zahlung auch per Face-ID autorisieren, indem Sie kurz auf das Display schauen. Darüber hinaus zahlen Sie mit Apple Pay in Onlineshops oder in Apps.

Trendsetter sind schon einen Schritt weiter. Sie zahlen nicht mehr mit dem iPhone, sondern ganz cool mit ihrer Apple Watch. In Verbindung mit der Apple Wallet und der hinterlegten Geldkarte ermöglicht die Uhr am Handgelenk das kontaktlose Bezahlen an allen Kartenterminals. Hält man die Apple Watch in die Nähe des Kartenlesegerätes und tippt zweimal auf die Ein/Aus-Taste, wird die Zahlung ausgelöst. Ein kurzes vibrieren am Handgelenk zeigt, dass die Transaktion erfolgreich war. Die Zahlung wird auf der Uhr angezeigt. Da Sie sich beim Anlegen der Apple Watch mit Ihrem Code verifizieren, ist sichergestellt, dass Sie selbst die Uhr tragen und nicht eine fremde Person. Eine Sicherheitsabfrage wie auf dem iPhone ist daher nicht nötig.

Google Pay für Android Nutzer

Auch wenn Sie kein iPhone und keine Apple Watch haben, können Sie mit Ihrem Handy oder Ihrer Smartwatch kontaktlos bezahlen. Google hat für moderne Android-Geräte wie zum Beispiel Samsung-, Blackberry- oder Sony-Smartphones den Dienst Google Pay entwickelt. Dazu müssen Sie Ihre Zahlungsdaten auf dem jeweiligen Handy, Tablet oder der Smart Watch hinterlegen. Das funktioniert mit fast allen Debit- und Kreditkarten sowie mit PayPal.

Um eine Zahlung vorzunehmen, halten Sie das Gerät in die Nähe des Kartenlesegerätes. Bei Beträgen über 50 Euro müssen Sie die Zahlung autorisieren. War die Transaktion erfolgreich, erscheint im Display ein Häkchen. Das Zahlungssystem von Google steht nicht nur offline im Einzelhandel zur Verfügung. Auch im Internet können Sie schnell mit Google Pay bezahlen. Sie müssen lediglich an der virtuellen Kasse auf das Google Pay-Logo achten.

Samsung Pay für Nutzer mit Samsung-Handy

Neben Apple und Google hat der Elektronikhersteller Samsung mit Samsung Pay einen eigenen mobilen Bezahldienst entwickelt. Während Apple Pay und Google Pay nur mit NFC arbeiten, können Nutzer von Samsung Pay zusätzlich über die MST-Technologie als Pendant zu NFC kontaktlose Zahlungen tätigen. Das bedeutet, dass Sie auch an Terminals bezahlen können, die nur Karten mit Magnetstreifen und keine NFC-Zahlung akzeptieren. Die Zahlung selbst läuft über die Samsung Pay-App, die Sie kostenfrei im Google Play Store herunterladen können. Ein Nachteil ist, dass der Bezahldienst eine neue Bankverbindung bei der Solarisbank erfordert, die sich nur für Samsung Pay nutzen lässt.

 

Banken-Apps für mobiles Bezahlen per Smartphone

Viele Banken bieten inzwischen eigene Apps für das mobile Bezahlen an. Kundinnen und Kunden von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Postbank und Deutscher Bank können damit direkt von ihrem Konto via Smartphone oder Smartwatch Zahlungen tätigen. Die Verwendung von Google Pay oder Apple Pay erübrigt sich, was bei den Kunden allerdings oft nicht so gut ankommt. Positiv ist, dass Sie mit einer Banken-App Ihren Kontozugang immer und überall dabei haben und Ihr gesamtes Konto mobil verwalten können. Allerdings ist die Bedienung im Vergleich zum nativen Google Pay und Apple Pay oft umständlicher. Die Verbraucherzentralen kritisieren, dass je mehr Geldgeschäfte in der App einer Bank zusammenfasst werden, desto umfassender wird die Datensammlung. Die sensiblen Informationen könnten nicht nur Banken für sich nutzen, sondern auch Ganoven bei Diebstahl des Handys.

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Kontaktloses Bezahlen bei der Postbank: Neuerungen in Sicht

Die Postbank befindet sich, was die IT-Infrastruktur angeht, im Umbruch. Bislang heißt die Banking-App der Postbank „Finanzassistent“, mit der man von unterwegs seine Konten verwalten, Überweisungen tätigen und Bankgeschäfte erledigen kann. Allerdings hat die App eine entscheidende Schwachstelle: Das mobile Bezahlen ist derzeit nur für Endgeräte mit Android-Betriebssystem möglich, und auch nur für Smartphones und Tablets mit der Version Android 9. Die Nutzung von Apple-Pay und Google-Pay ist bei der Postbank bislang nicht vorgesehen, was ein großes Ärgernis für viele Postbank-Kunden ist.

Kontaktloses Bezahlen bei den Sparkassen: Auf die richtige App achten

Die Sparkasse unterstützt Apple Pay für die Bezahlung Ihrer Einkäufe. Den Bezahldienst können Sie direkt über die mehrfach ausgezeichnete Banking-App der Sparkasse einrichten. Besitzen Sie ein Android-Handy, benötigen Sie die Sparkassen-App „Mobiles Bezahlen“. Sie ermöglicht kontaktloses Bezahlen an allen angeschlossenen Kassenterminals. Dazu entsperren Sie zuerst Ihr Smartphone und halten es dann nah an die Kasse. Ein kurzes akustisches oder optisches Signal zeigt, dass die Zahlung erfolgreich war. Eine PIN-Eingabe ist nicht erforderlich. Das Mindestalter für die Benutzung der App beträgt 13 Jahre.

Kontaktloses Bezahlen bei den Volksbanken

Sie haben ein iPhone oder eine Apple Watch? Dann können Sie als Volksbank-Kunde mit Apple Pay bezahlen. Der Zahlungsdienst lässt sich bequem über die Banking-App der Volksbank einrichten, die wir auf biallo.de ausführlich getestet haben. Leider können Sie als Android-Nutzer die im Betriebssystem des Suchmaschinenriesen verankerte Google Pay-Zahlung nicht verwenden. Mit einem Android-Gerät zahlen Sie anstelle mit Google Pay mit der Pay-App der Volksbank kontaktlos. Die dafür benötigte digitale Girocard können Sie in der Pay-App bestellen. Zum Bezahlen halten Sie Ihr entsperrtes Android-Handy an das Kassenterminal. Zur Bestätigung der Zahlung nutzen Sie die Entsperrfunktion Ihres Smartphones per Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Gerätecode oder Muster.

Eigene Bezahl-Apps der Banken sind umstritten

Viele Banken gehen einfachere Wege, um ihren Kundinnen und Kunden mobiles Bezahlen zu ermöglichen. Statt eine eigene Bezahl-App zu entwickeln, nutzen sie einfach die Bezahlsysteme von Apple oder Google. Beispiele hierfür sind Comdirect, Commerzbank, Hypovereinsbank, ING und N26. Wenn Sie ein iPhone, iPad oder ein Samsung-Handy besitzen, können Sie je nach Betriebssystem Apple Pay oder Google-Pay kostenfrei installieren und die Apps mit Ihrem Konto sowie der dazugehörigen Visa- oder Mastercard verknüpfen. Immer mehr Bankkunden wünschen sich von den Geldhäusern die Unterstützung von Apple Pay oder Google Pay, da diese mobilen Zahlungssysteme tief im Betriebssystem integriert sind und sich durch eine einfache Bedienung auszeichnen.

Kontaktloses Bezahlen mit PayPal

Immer mehr alternative Zahlungsanbieter eröffnen die Möglichkeit, mobil zu bezahlen. Zu den Marktführern im Internet gehört der amerikanische Zahlungsdienst PayPal. Dessen App lässt sich mittlerweile mit Google Pay verknüpfen. Außerdem können Sie direkt mit der PayPal-App bei teilnehmenden Cafés, Restaurants oder Geschäften über einen QR-Code Ihre Einkäufe bezahlen. Der Clou: Man kann bei PayPal jedes Girokonto einer beliebigen Bank hinterlegen und ist damit nicht mehr auf die Zahlungs-App des eigenen Instituts angewiesen. Leider können Sie Apple Pay aktuell noch nicht mit PayPal verbinden.

 

Alternative Smartphone-Apps für mobiles Bezahlen im Handel

Nicht nur Banken und Onlinedienste offerieren Apps zum mobilen Bezahlen. Auch Supermärkte und Telefongesellschaften halten für Ihre Kundinnen und Kunden digitale Lösungen zum berührungslosen Bezahlen bereit. Wer eine solche App auf seinem Handy installiert, profitiert zwar von aktuellen Angeboten, umfangreichen Service-Tipps und einer besseren Übersicht über seine Einkäufe. Allerdings lassen sich solche Apps in der Regel nur bei teilnehmenden Filialen nutzen. Außerdem versuchen die Unternehmen mit ihren Apps, Nutzerprofile ihrer Kunden zu erstellen, um gezielt Werbung zu versenden. Wer das nicht möchte, sollte die Datenschutzeinstellungen in der App entsprechend anpassen. Einige Beispiele:

  • Edeka-App: Sie erhalten wöchentliche Angebote, eine Einkaufsliste, Ernährungstipps sowie digitale Coupons, die Sie beim mobilen Bezahlen einlösen können. Alle Kassenzettel werden auf dem Smartphone gespeichert. Das kontaktlose Bezahlen mit der Edeka-App funktioniert aber nur bei teilnehmenden Edeka-Filialen.

  • Marktkauf-App: Neben dem mobilen Bezahlen in allen teilnehmenden Marktkauf-Filialen erhält man Angebote der Woche sowie eine digitale Einkaufsliste. Des Weiteren können Sie Punkte für die DeutschlandCard sammeln und Rabatt-Coupons innerhalb der Marktkauf-App aktivieren.

  • Netto-App: Die App stellt eine Einkaufsliste, Gutscheine sowie Angebote und Coupons bereit. Das mobile Bezahlen in der Filiale funktioniert über die App Postpay der Deutschen Post.

  • Telekom-App: Die App „myWallet“ der Deutschen Telekom können ausschließlich Vertragskunden nutzen. Die digitale Geldbörse ermöglicht mobiles Bezahlen, das Integrieren von Kunden- und Bonuskarten und das Bereitstellen von Rabatt-Coupons. Die Telekom-App arbeitet in Kooperation mit der Targobank.

  • Vodafone-App: Die Wallet-App ermöglicht Vodafone-Kunden in Verbindung mit dem Dienst Vodafone SmartPass eine digitale Geldbörse auf ihrem Handy einzurichten. Positiv: Die App speichert zusätzlich Kundenkarten anderer Geschäfte und Anbieter. Das mobile Bezahlen erfolgt über ein Prepaid-Visa-Kartenkonto.
 

Kontaktlos bezahlen mit Girocard, Debit- und Kreditkarten

Der Startschuss für das kontaktlose Bezahlen in Deutschland erfolgte 2017 mit der Ausgabe neuer Giro- und Kreditkarten. Bis zum Jahr 2022 soll der Umstieg flächendeckend abgeschlossen sein. Die von Banken, Sparkassen und Finanzdienstleistern ausgegebenen Geldkarten sind mit der "Near Field Communications"-Technologie (NFC) ausgestattet. Das heißt, sie besitzen einen Funk-Chip, der die Datenübertragung auf sehr kurze Distanz (bis maximal vier Zentimeter) ermöglicht. Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen solche Karten am Wellen-Symbol auf der Vorderseite der Karte.

Girocard

Seit über 30 Jahren kann man in Deutschland mit Girocard (ehemals EC-Karte) direkt vom Girokonto bezahlen. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete die Girocard einen Anstieg bei den Transaktionen um 4,7 Prozent auf 2,59 Milliarden, wie Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen, jüngst mitteilte. Mit den meisten Girocards können Sie heute auch kontaktlos bezahlen. Dafür holen Sie die Geldkarte aus Ihrer Geldbörse und halten diese sehr nah an das Zahlungsterminal. Das Einstecken der Girocard in den Schlitz des Terminals ist immer seltener nötig.

Kreditkarten Visa, Mastercard, American Express & Co.

Mit den meisten Kreditkarten können Sie heute im Einzelhandel kontaktlos bezahlen. Die Vorgehensweise unterscheidet sich nicht zu dem Einsatz einer Girocard im Handel. Zudem ist eine kompatible Kreditkarte oft die Voraussetzung für die Einrichtung von Apple Pay und Google Pay. Da es heute sehr viele Kreditkarten mit Co-Branding gibt, sollten Sie sich bei dem jeweiligen Anbieter informieren, ob die kontaktlose Zahlung unterstützt wird. Grundsätzlich können Sie mit Mastercard, Visa Card und American Express kontaktlos bezahlen.

3
Kreditkarten
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
1plus Visa-Card
0,00 €
13,16%
2.
noris Kreditkarte
0,00 €
10,85%
mit Girokontenbindung


Per Girogo mit Prepaid kontaktlos bezahlen

Girogo ist eine kontaktlose Prepaid-Bezahlmöglichkeit, die auf vielen Girokarten, aber auch unabhängigen Karten, zu finden ist. Um mit Girogo bezahlen zu können, muss die Girocard einen goldenen, aufladbaren Geldchip haben. Auf diesen können Sie maximal 200 Euro am Geldautomaten oder im Online-Banking aufladen. Anschließend bezahlen Sie Beträge bis zu 25 Euro direkt aus dem aufgeladenen Guthaben, zum Beispiel im Parkhaus oder am Fahrkartenautomaten. Halten Sie dazu die aufgeladene Karte kurz ans Terminal, fertig. Eine PIN-Eingabe oder eine Unterschrift sind nicht nötig. Girogo-Akzeptanzstellen erkennen Sie am Girogo-Logo.

 

Verrückt: Kontaktloses Bezahlen kann Geld kosten

Banken und Sparkassen lassen keine Möglichkeit aus, um an der Gebührenschraube zu drehen. Viele Preiserhöhungen der letzten jahre sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes zwar ungültig, dennoch wird es für Bankkundinnen und Bankkunden wohl nicht günstiger werden. Biallo.de überwacht die Preise von mehr als 1.300 Banken und hat in einer Studie festgestellt, dass mehr als 460 Banken Gebühren für die bargeldlose Zahlung berechnen. Viele Kunden merken das möglicherweise nicht. Achten Sie bei der Wahl des richtigen Girokontos deshalb auch auf solche versteckte Kosten. Wenn Sie viel bargeldlos bezahlen möchten, sind Sie möglicherweise bei Direktbanken wie ING oder DKB gut aufgehoben.

Top 3 Onlinekonto
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis Girocard
 
€ 0,00
2.66 %
€ 0,00
Werbebonusbis 185 €
€ 0,00
4.99 %
Sofortdispo
€ 0,00
WerbebonusPrämie im Wert von 30 €
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€ 0,00
6.58 %
Sofortdispo
€ 0,00
Betrag € 0,00, Laufzeit 0 Monate

In einem weiteren Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Kreditkarte oder Girokarte sperren können, falls diese gestohlen wird oder verloren geht.

Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
  Max Geißler
  Kerstin Weinzierl