
- 60% Aktienquote
- Sparplan ab 20€
- Einmalanlage ab 20€
- 7 Risikoklassen

- 50% Aktienquote
- Sparplan ab 25€
- Einmalanlage ab 500€
- 5 Risikoklassen

- 50% Aktienquote
- Sparplan ab 25€
- Einmalanlage ab 1€
- 10 Risikoklassen
Auf einen Blick
Zehn Euro im Monat vom Staat – die Frühstartrente kommt. Doch welches Kinderdepot ist das beste? Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital sind oft die günstigste Option. Robo-Advisor bieten Komfort, kosten aber mehr. Die staatliche Frühstartrente soll ab 2027 zehn Euro monatlich als Förderung beisteuern.
Zehn Euro im Monat vom Staat, ab dem sechsten Geburtstag: In die Frühstartrente kommt Bewegung. Das Bundesfinanzministerium hat jetzt (22. Juli 2026) einen Referentenentwurf für das entsprechende Gesetz vorgelegt, bereits am 12. August soll sich das Kabinett damit befassen. Die staatliche Förderung für die Kinderdepots soll noch in diesem Jahr durch den Bundestag und möglichst zum 1. Januar 2027 starten. Rückwirkend soll der Staat dann für den ersten geförderten Jahrgang auch das Jahr 2026 nachzahlen.
Bis das Gesetz endgültig steht, können Familien noch kein gefördertes Depot eröffnen, doch Banken, Neobroker und Robo-Advisor werben kräftig mit ihren Kinder- und Junior-Depots.
Tatsächlich ist ein solches Depot sinnvoll, wenn Eltern oder Erziehungsberechtigte finanziell für den Nachwuchs vorsorgen wollen. Je länger sie dabei Zeit haben, etwas anzusparen, desto eher lohnt es sich, den Betrag in kostengünstige, börsengehandelte Indexfonds (ETFs) mit Aktien zu stecken. Denn diese bieten langfristig gute Renditen. Wir sagen Ihnen, wie Sie das richtige Depot finden – und worauf Sie dabei achten sollten.
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Das Wichtigste bei der Depot-Suche: gut vergleichen. Viele Banken und Broker bieten spezielle Kinder- oder Juniordepots für Minderjährige an. Oft ist die Depotführung kostenlos. Die Unterschiede liegen bei den Gebühren für einen Sparplan oder eine Einzelorder, bei der Zahl der angebotenen Produkte und bei Extras wie verzinsten Verrechnungskonten.
Wenn Sie ein passendes Depot für Ihr Kind suchen, können Sie zuerst einmal bei Ihrer eigenen Bank nachfragen. Vergleichen Sie danach auch die Angebote von Neobrokern, Direktbanken und digitaler Vermögensverwaltung, also sogenannter Robo-Advisors.
Für Kinder und Jugendliche vom 6. bis zum 18. Geburtstag zahlt der Staat monatlich 10 Euro in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot ein – macht 120 Euro im Jahr. Start soll der 1. Januar 2027 sein, das Kabinett berät den Gesetzentwurf zur Frühstartrente am 12. August 2026. Für den Jahrgang 2020 zahlt der Staat rückwirkend auch das Jahr 2026 nach. Eltern und Großeltern dürfen freiwillig mehr einzahlen.
Wer ein Depot bei einer Direktbank oder einem (Neo-)Broker wählt, entscheidet selbst, in welche Aktien und ETFs das Geld fließt. In der Regel fallen für das Depot keine Kosten an. Auch die Ausführung von Sparplänen ist oft kostenlos. Einige Direktbanken verlangen allerdings eine (geringe) Gebühr. Bei Neobrokern sind die Sparpläne fast immer gratis.
Unterschiede gibt es vor allem beim Einmalkauf von Aktien oder ETFs. Die günstigsten Anbieter bieten ihn für einen Euro an. Dazu gehören Finanzen.net Zero, S-Broker, Scalable Capital, Trade Republic und Traders Place. Unsere Tabelle gibt einen Überblick über die Konditionen für Kinderdepots bei Direktbanken und (Neo-)Brokern.
| Depot-Anbieter | Depotkosten | Reguläre Kosten pro Sparplanausführung | Mindestsparrate | Kosten für Einmalanlage |
| 1822direkt | kostenlos¹ | 1,5 Prozent vom Anlagebetrag (mind. 1,50 Euro, max. 14,90 Euro) | 25 Euro | 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 9,90 Euro, max. 54,90 Euro) |
| Comdirect | kostenlos | 1,50 Prozent des Ordervolumens² | 1 Euro | 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 9,90 Euro, max. 59,90 Euro) |
| Consorsbank | kostenlos | ETF-Sparpläne kostenlos (sonst 1,50 Prozent) | 10 Euro | Neukunden 5 Jahre lang 0,95 Euro, danach 4,95 Euro plus 0,25 Prozent (mind. 9,95 Euro, max. 69 Euro) |
| DKB | kostenlos | 1,50 Euro | 25 Euro | 10 Euro bis zu einer Orderhöhe von 5.000 Euro, 15 Euro für Orders zwischen 5.000 und 20.000 Euro und 30 Euro ab 20.000 Euro Ordervolumen |
| Finanzen.net Zero | kostenlos | kostenlos | 1 Euro | 1 Euro bei Orders unter 500 Euro, sonst kostenlos |
| Flatex | kostenlos | kostenlos | 25 Euro | 5,90 Euro, Premium-ETFs kostenlos |
| ING | kostenlos | kostenlos | 1 Euro | 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert, maximal 69,90 Euro |
| Maxblue (Deutsche Bank) | kostenlos | kostenlos bis 250 Euro Ordervolumen³, sonst 1,25 Prozent vom Kurswert | 25 Euro | 0,25 Prozent vom Ordervolumen (mind. 8,90 Euro, max. 58,90 Euro) |
| S Broker | kostenlos | kostenlos | 5 Euro | 0,95 Euro4 |
| Scalable (free) | kostenlos | kostenlos | 1 Euro | Free Modell: 0,99 Euro pro Trade; |
| Trade Republic | kostenlos | kostenlos | 1 Euro | 1 Euro |
| Traders Place | kostenlos | kostenlos | 1 Euro | 0,95 Euro bei Orders unter 500 Euro, sonst kostenlos |
Eine Besonderheit gibt es bei Scalable und Trade Republic: Die Anbieter erstatten für bestimmte ETFs die Fondskosten und legen sie automatisch wieder an. Allerdings haben diese – wie auch einige andere – Kinderdepots einen Haken: Um sie zu eröffnen, müssen alle Sorgeberechtigten ein eigenes Depot besitzen.
Wer sich nicht selbst um die ETF-Auswahl kümmern will, kann das Ersparte bei einem Robo-Advisor automatisch anlegen und regelmäßig umschichten lassen. Anbieter wie quirion, Oskar, Bevestor oder VisualVest übernehmen das gegen eine jährliche Verwaltungsgebühr. Sie liegt je nach Anbieter zwischen knapp 0,5 und über 1 Prozent des Depotwerts. Hinzu kommen die Kosten für die ETFs.
Robo-Advisors sind daher zwar bequem. Die Kosten für die automatische Geldanlage können sich allerdings über eine Laufzeit von 18 Jahren ganz schön summieren. Eine Ausnahme bildet Scalable Capital: Im Kinderkonto „Wealth" erlässt der Anbieter die Verwaltungsgebühr komplett. Auch hier gilt: Ob das Modell von Dauer sein wird, ist offen. Die Tabelle stellt Kinder- und Juniorkonten verschiedener Robo-Advisor gegenüber.
| Anbieter | Kosten Vermögensverwaltung | Kosten ETFs | Mindestsparrate |
| Bevestor | 0,60 Prozent (ohne) / 0,8 Prozent (mit Anlageschutz) vom Depotwert¹ | 0,14 bis 0,24 Prozent | 25 Euro |
| Estably | 1,19 Prozent Verwaltung¹ + 0,30 Prozent Bankspesen | –– | 20.000 Euro Mindestanlage + Sparplan ab 50 Euro |
| Fidelity Wealth Expert | 0,55 Prozent | 0,88% | 50 Euro |
| Fintego | < 10.000 Euro = 0,90%; > 10.000= 0,70%; > 50.000 = 0,60% ; > 1 Mio.: 0,50 % | 0,25% | 50 Euro |
| Minveo | 0,60 Prozent | 0,10% | 1 Euro |
| Oskar | < 10.000 Euro: 1,0; > 10.000: 0,8; > 50.000: 0,7 Prozent pro Jahr | 0,14 bis 0,42 % | 25 Euro |
| quirion | 0,48 Prozent pro Jahr | 0,20% | 25 Euro |
| Scalable Capital | 0 Prozent ("Taschengeld")² | 0,11% | 20 Euro |
| VisualVest | 0,60 Prozent | 0,16% | 25 Euro |
Gerade weil eine Geldanlage für Kinder oft viele Jahre Zeit hat, sollten Sie die Investition möglichst breit streuen. Am besten setzen Sie dabei auf den gesamten, weltweiten Aktienmarkt. Das geht am einfachsten mit einem sogenannten Welt-ETF, also einem Index, der die Aktien tausender Unternehmen weltweit enthält – auch aus Schwellenländern. Dazu gehören etwa der MSCI All Country World Index, der FTSE All World Index oder der MSCI ACWI Investable Market Index.
Wer zusätzlich Wert auf Nachhaltigkeit legt, findet auch sogenannte ESG-Varianten dieser breiten Indizes, etwa
In einem weiteren Ratgeber finden Sie die außerdem die fünf besten nachhaltigen ETFs auf den MSCI World.
Ein Depot auf den Namen des Kindes können nur die Eltern beziehungsweise gesetzliche Vertreter eröffnen – Großeltern, Paten, Tanten oder Onkel dürfen das nicht. Nach der Eröffnung verwalten die Eltern das Depot zwar, das Vermögen gehört aber dem Kind. Sie dürfen es daher nicht für eigene Zwecke nutzen. Mit 18 Jahren erhält der Nachwuchs die alleinige Verfügungsgewalt über das gesamte Guthaben. Sie sollten sich also vorab Gedanken darüber machen, wie viel Geld Sie Ihrem Kind zukommen lassen wollen – etwa im Vorgriff auf ein späteres Erbe.
Wer Großeltern, Pate oder Verwandter ist, kann kein Depot im Namen des Kindes eröffnen. Stattdessen müssen Sie das Geld im eigenen Depot anlegen und die Wertpapiere später als Schenkung übertragen. Das hat einen Vorteil: Sie behalten bis zur Schenkung die volle Kontrolle über das Vermögen. Der Nachteil: Sie müssen die Erträge selbst versteuern, sobald Sie über Ihrem eigenen Sparerpauschbetrag liegen.
Damit Sie Wertpapiere aus Ihrem Depot verschenken können, braucht auch der Empfänger ein Depot. Das ist am einfachsten, wenn das Kind erwachsen ist und selbst schon ein Depot hat. Dann übertragen Sie die Wertpapiere, die Sie verschenken wollen, einfach aufs Depot des Kindes. Viele Banken bieten dafür einen Wechselservice an. Ist das Kind dagegen noch minderjährig, dann müssen die Eltern auch hier vor dem Verschenken ein Juniordepot für das Kind einrichten.
Je länger Sie für Ihr Kind sparen möchten, desto stärker fallen die Kosten ins Gewicht. Gerade bei einem Kinder- oder Junior-Depot können kleine Prozentpunkte über 18 Jahre hinweg spürbar Rendite kosten. Wer daher die Eigeninitiative nicht scheut, fährt mit einem selbst gewählten, breit gestreuten Welt-ETF sehr gut. Die günstigsten Depots dafür liefern Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital, Traders Place oder Finanzen.net Zero. Wenn es nur um den Sparplan geht, sind aber auch Anbieter wie die ING, der S-Broker der Sparkassen oder die Consorsbank eine gute Wahl.
Wenn Sie sich dagegen bei der Geldanlage lieber um nichts kümmern wollen, sind Sie vielleicht bei einem Robo-Advisor besser aufgehoben. Günstig sind quirion, Bevestor, Minveo und VisualVest.
In jedem Fall sollten Sie bei der Wahl eines Kinder- oder Junior-Depots die Kosten gut vergleichen – und darauf achten, ob beim jeweiligen Anbieter Besonderheiten gelten. Nicht für jeden ist es sinnvoll, neben dem Kinderdepot auch noch ein eigenes Depot eröffnen zu müssen. Und die Frühstartrente? Sie kommt als staatlicher Bonus auf den Sparbetrag obendrauf. Sie ersetzt aber nicht das eigene Sparen.
Nachfolgend beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Kinderdepot und die Sicherheit der Geldanlage:
Nur Eltern beziehungsweise gesetzliche Vertreter dürfen ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnen, meist per Online-Formular. Nötig sind unter anderem die Geburtsurkunde des Kindes, Ausweiskopien aller Sorgeberechtigten, die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes sowie bei Alleinerziehenden ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht.
Auch Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr, den sie über einen Freistellungsauftrag bei der Bank nutzen können. Sind höhere Erträge absehbar, lohnt sich zusätzlich eine Nichtveranlagungsbescheinigung vom Finanzamt, mit der auch der Grundfreibetrag des Kindes von derzeit gut 12.300 Euro greift.
Die Bank wertet einen Depotübertrag normalerweise als Verkauf und würde automatisch Abgeltungsteuer abziehen. Teilen Sie ihr deshalb schriftlich mit, dass es sich um eine Schenkung handelt. Dann fällt keine Steuer an, und die ursprünglichen Anschaffungskosten bleiben für spätere Verkäufe des Kindes maßgeblich.
Ja, das schreibt das Erbschaftsteuergesetz vor, selbst wenn der Betrag unter dem persönlichen Freibetrag liegt. Schenker und Beschenkter müssen die Schenkung formlos binnen drei Monaten beim zuständigen Finanzamt anzeigen, außer ein Notar oder Gericht hat die Schenkung bereits beurkundet und meldet sie selbst.
Aufgelöst werden kann ein Kinderdepot von denselben Personen, die das Konto auch eröffnet haben: von den Erziehungsberechtigten. Bei gemeinsamem Sorgerecht wären das beide Elternteile, bei alleinigem Sorgerecht der Elternteil, dem das Sorgerecht obliegt. Bei einer Kündigung des Depots werden die Wertpapiere verkauft. Das Geld gehört aber nach wie vor dem Kind. Die Eltern dürfen den Erlös aus dem Verkauf also nicht nutzen.


