Auf einen Blick
  • Im Mai schüttet rund die Hälfte der Dax-40-Unternehmen ihre Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr aus.

  • Die Ausschüttungen der deutschen Aktiengesellschaften markieren 2023 einen neuen Rekord.

  • Zwei von drei Dax-Unternehmen heben dieses Jahr ihre Dividenden an, im MDax und SDax agieren die Unternehmen zurückhaltender. 

  • Wir zeigen Ihnen die höchsten Dividendenrenditen und die beständigsten Dividendenzahler im Dax, MDax und SDax.

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Die Dividendensaison erreicht im Mai ihren Höhepunkt: Jedes zweite der Dax-40-Unternehmen hält in diesem Monat seine Hauptversammlung ab und schlägt seinen Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr vor.

Die "Dividendenstudie 2023" des Portals Dividendenadel.de und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) in Zusammenarbeit mit der FOM Hochschule Essen zeigt: Die Dividendenzahlungen im Dax, MDax, SDax sowie im Nebenwerte-Segment summieren sich 2023 auf insgesamt rund 75 Milliarden Euro – die VW-Sonderdividende aus dem Porsche-Börsengang (9,5 Milliarden Euro) noch gar nicht berücksichtigt. Damit steigt die Gesamtausschüttung der deutschen Aktiengesellschaften (Prime Standard, General Standard und Freiverkehr) um knapp neun Prozent beziehungsweise rund sechs Milliarden Euro gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2022 (69,2 Milliarden Euro).

 

Dividendenzahlungen 2023 auf Rekordniveau

Während im Dax die Dividendensumme um 3,5 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro klettert, werden im MDax (minus 1,0 Prozent) und SDax (minus 10,6 Prozent) weniger als im Vorjahr ausgeschüttet. Bei den Nebenwerten sind die Dividendenzahlungen dagegen um gut 54 Prozent auf knapp 13,5 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfallen allerdings 11,1 Milliarden Euro auf den Reederei-Konzern Hapag-Lloyd, der aufgrund des niedrigen Aktien-Streubesitzes in keinem der Auswahlindizes, sondern nur im sogenannten Prime Standard vertreten ist.

Dividenden ohne Kursrisiko

Eine sichere und interessante Alternative zu Wertpapierdividenden sind  Genossenschaftsanteile von  Genossenschaftsbanken. Diese bieten Jahr für Jahr attraktive Dividenden, besonders die   Genossenschaftsanteile der Volksbanken werfen hohe Renditen ab. Die  Raiffeisenbank im Hochtaunus ("Meine Bank") geht sogar bundesweit auf Mitgliederfang. Maximal können Sie bei den Hochtaunus'lern 25.000 Euro pro Person zeichnen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2023 wird bei 3,5 Prozent erwartet. Somit kann eine vierköpfige Familie bis zu 3.500 Euro Dividendenertrag abstauben.

Studienautor Christian W. Röhl, Herausgeber und Gründer des Portals Dividendenadel.de, führt im Youtube-Interview mit biallo.de an, dass "die Zahlungsmoral bei den großen Unternehmen immer schon etwas besser ist als bei den kleineren und mittleren Unternehmen". So seien im deutschen Leitindex Dax deutlich mehr institutionelle Investoren aus dem Ausland engagiert, deren Erwartungshaltung im Hinblick auf die Dividendenausschüttungen entsprechend groß sei. 

"Zum anderen haben wir die speziellen Ereignisse des Jahres 2022, also hier in Europa die Energiekrise und die Lieferketten-Disruption, auch als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine. Und da kann man sehen, dass Großkonzerne, die im Dax enthalten sind, in der Breite mit diesen Herausforderungen aufgrund ihrer globalen Aufstellung und ihres breiteren Geschäftsmodells besser klargekommen sind als viele kleine und mittlere Unternehmen." Auch die zinsintensiven Unternehmen wie etwa die Immobiliengesellschaften Vonovia, LEG, TAG – um nur einige zu nennen – mussten ihre Dividenden deutlich kürzen oder sogar streichen.

Dass auch Dax-Konzerne nicht unbeschadet durch das Krisenjahr 2022 gingen, zeigt das Negativbeispiel Covestro. Der Kunststoffkonzern verzeichnete im April 2022 noch die höchste Dividendenrendite im Dax (8,5 Prozent), muss seine Ausschüttung allerdings in diesem Jahr pausieren. Grund: Die zwischenzeitlich stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise drückten Covestro im Gesamtjahr 2022 tief in die roten Zahlen, unter dem Strich stand ein Verlust von 272 Millionen Euro zu Buche.

 

Dividendenrenditen 2023 auf Vorjahresniveau

Auch wenn 27 der 40 Dax-Unternehmen in diesem Jahr ihre Dividenden anheben, bewegen sich die Dividendenrenditen insgesamt auf Vorjahresniveau. Das hat auch damit zu tun, dass der Dax seit Herbst vergangenen Jahres gut ein Drittel an Wert zugelegt hat. Im Vorjahr sorgte der Ukraine-Krieg für höhere Renditen, da die Kurse nach dem Kriegsausbruch am 24. Feburar stark einbrachen. Schließlich berechnet sich die Dividendenrendite aus der Dividende je Aktie dividiert durch den Aktienkurs. Zudem ist die Ausschüttungsquote in den Auswahlindizes Dax, MDax und SDax im Jahresvergleich von insgesamt 41 auf nur noch 38 Prozent gesunken, was dem Niveau vom ersten Coronajahr 2020 entspricht.

Dass die Automobilhersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen die Rekordausschüttung vom vergangenen Jahr noch einmal toppen werden, damit hatten vor einem Jahr wohl die wenigsten Experten gerechnet. Nach insgesamt knapp 13 Milliarden Euro im Jahr 2022 kehren die drei Autobauer diesmal sogar 15,5 Milliarden Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre aus. Dabei ist die VW-Sonderdividende von 19,06 Euro je dividendenberechtigter Stamm- und Vorzugsaktie, die aus dem Börsengang der Premium-Tochter Porsche im Herbst 2022 resultierte und zum Jahresanfang gezahlt wurde, noch gar nicht berücksichtigt.

Während Mercedes-Benz seine Dividende in Höhe von 5,20 Euro je Aktie bereits ausgeschüttet hat, stehen die Dividendenzahlungen bei Volkswagen und BMW noch vor der Tür. Die entsprechenden Hauptversammlungen finden am 10. (VW) und 11. Mai (BMW) statt. Gemessen an den Xetra-Schlusskursen vom 9. Mai belaufen sich die Dividendenrenditen von Volkswagen und BMW auf 6,93 respektive 7,82 Prozent.

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Die höchsten Dividendenrenditen im Dax (Top Ten)

Unternehmen Erwartete Dividende 2023 (Vorjahr) Dividendenrendite1 Hauptversammlung (HV)
BMW 8,50 € (5,80 €) 7,82 % 11.05.2023
Mercedes-Benz 5,20 €2 (5,00 €) 7,40 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 03.05.2023
BASF 3,40 €2 (3,40 €) 7,08 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 27.04.2023
VW Vz. 8,76 €3 (7,56 €) 6,93 % 10.05.2023
Allianz 11,402 € (10,80 €) 5,16 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 04.05.2023
Porsche SE Vz. 2,56 € (2,56 €) 5,00 % 30.06.2023
Vonovia 0,85 € (1,66 €) 4,71 % 17.05.2023
Daimler Trucks  1,30 € (–) 4,52 % 21.06.2023 
Deutsche Post 1,85 €2 (1,80 €)  4,29 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 04.05.2023
Bayer 2,40 €2 (2,00 €) 4,02 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 28.04.2023

Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr.
1bezogen auf den Xetra-Schlusskurs vom 9. Mai 2023
2Dividende für das Geschäftsjahr 2022 bereits ausgeschüttet oder auf der Hauptversammlung 2023 beschlossen
3ohne Sonderdividende (19,06 € je Aktie)

 

Die höchsten Dividendenrenditen im MDax (Top Ten)

Wer kurzfristig hohe Renditen abstauben will, sollte seinen Blick immer auch auf die zweite Reihe richten. Beim MDax oder SDax winken traditionell höhere Renditen als beim großen Bruder Dax. Allerdings zeigen sich die Small- und Mid Caps auch schwankungsanfälliger als die Blue Chips – vor allem in unruhigen Börsenzeiten. Zudem ist 2023 ein rabenschwarzes Jahr für Aktionärinnen und Aktionäre von Immobiliengesellschaften, was die Dividenden angeht. 

Gab es 2022 von neun Immobilienunternehmen in den Auswahlindizes laut Dividendenstudie noch eine Gesamtausschüttung von 2,3 Milliarden Euro, sind es dieses Jahr nur noch 800 Millionen Euro – nicht zuletzt weil Immobilienkonzerne wie TAG oder LEG Immobilien die Dividendenzahlung pausiert oder wie Vonovia deutlich gesenkt haben.

Unternehmen Erwartete Dividende 2023 (Vorjahr) Dividendenrendite1 Hauptversammlung (HV)
Wacker Chemie 12,00 € (8,00 €) 8,50 % 17.05.2023
RTL Group 4,00 €2 (5,00 €) 8,29 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 26.04.2023
Freenet 1,68 € (1,57 €) 6,38 %  17.05.2023 
Evonik 1,17 € (1,17 €) 6,01 % 31.05.2023 
Telefonica Deutschland 0,18 € (0,18 €) 5,77 %  17.05.2023 
K+S 1,00 € (0,20 €)  5,70 % 10.05.2023
Sixt SE St. 6,11 €3 (3,70 €) 5,41 % 23.05.2023 
Ströer 2,25 €4 (2,25 €) 4,67 % 05.07.2023
Siltronic  3,00 €2 (3,00 €) 4,66 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 05.05.2023 
Talanx 2,00 €2 (1,60 €) 4,48 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 04.05.2023

Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr.
1bezogen auf den Xetra-Schlusskurs vom 9. Mai 2023
2Dividende für Geschäftsjahr 2022 bereits ausgeschüttet oder auf Hauptversammlung beschlossen
3inklusive Sonderdividende von 2,00 Euro je Aktie
4noch kein Dividendenvorschlag bekannt; Schätzung von Hauck Aufhäuser Investment Banking

 

Die höchsten Dividendenrenditen im SDax (Top Ten)

Unternehmen Erwartete Dividende 2023 (Vorjahr) Dividendenrendite* Hauptversammlung
Deutsche Pfandbriefbank 0,95 € (1,18 €) 11,30 % 25.05.2023
Zeal Network 3,60 €2 (2,10 €)  10.17 % 09.05.2023
DIC Asset 0,75 €2 (0,75 €) 8,97 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 30.03.2023
DWS Group 2,05 € (2,00 €) 6,82 % 15.06.2023
Hamborner REIT 0,47 €2 (0,47 € 6,38 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 27.04.2023
Schaeffler Vz. 0,45 €2 (0,50 €) 6,35 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 20.04.2023
Kontron 1,00 € (0,35 €) 5,34 % 22.05.2023
New Work  6,72 €3 (6,36 €) 5,25 % 24.05.2023
Hochtief4 4,00 €2 (1,91 €) 4,96 % (zum Xetra-Schlusskurs am HV-Tag) 26.04.2023 

Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr.
1bezogen auf den Xetra-Schlusskurs vom 9. Mai 2023
2Dividende für Geschäftsjahr 2022 bereits ausgeschüttet oder auf Hauptversammlung 2023 beschlossen
3inklusive Sonderdividende von 3,56 Euro (Vorjahr 3,56 Euro)
4am 10. Mai 2023 vom SDax in den MDax aufgestiegen 

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Hohe Dividendenrenditen lohnen sich nicht immer

Anleger sollten nicht nur auf die Dividendenhöhe beziehungsweise Rendite achten. Denn Letztere ergibt sich, wie eingangs erwähnt, immer aus der Dividende dividiert durch den aktuellen Aktienkurs. Das bedeutet: Sinkt der Kurs, steigt die Rendite – und umgekehrt. So kann es durchaus sein, dass ein Titel nur deshalb eine hohe Dividendenrendite erzielt, weil der Aktienkurs zuvor deutlich gesunken ist.

Dass Anlegerinnen und Anleger nicht allein auf hohe Dividendenrenditen achten sollten, belegt das Beispiel RWE: Die Aktie des Stromversorgers hat 2018 durch eine hohe Sonderausschüttung eine stattliche Dividendenrendite von 8,5 Prozent erzielt (Rendite am HV-Tag 4. Mai 2023: 2,13 Prozent). Wer allerdings Anfang 2008 bei Kursen um die 100 Euro eingestiegen ist, liegt trotz aller seither erzielten Dividendenzahlungen immer noch knapp ein Drittel im Minus. Zwar summieren sich die Dividendenzahlungen mit der diesjährigen Ausschüttung auf insgesamt gut 25 Euro je Aktie. Allerdings beträgt der Kursverlust seit Anfang 2008 – trotz der deutlichen Erholung in den vergangenen Jahren – immer noch knapp 60 Prozent beziehungsweise fast 60 Euro.

Natürlich ist das Ganze nur eine Momentaufnahme und hängt immer auch vom durchschnittlichen Kaufkurs ab. Wer beispielsweise die Tiefpunkte von RWE nach der Fukushima-Katastrophe 2011 oder im Herbst 2015 beim Konzernumbau oder auch im Corona-Crash 2020 zum Nachkaufen genutzt hätte, um seinen Einstiegskurs zu verbilligen, hätte durch die höheren Dividendenrenditen und deutlichen Kurssteigerungen mittlerweile seine Bilanz wieder aufpoliert.

Lesen Sie auch: Mit diesen Kennzahlen entschlüsseln Sie die Börse

Biallo-Tipp

Wenn Sie die Dividende eines börsennotierten Unternehmens für das vergangene Geschäftsjahr noch einstreichen wollen, müssen Sie die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung (HV) im Depot eingebucht haben. Am ersten Handelstag nach der HV wird die Aktie dann "ex-Dividende" gehandelt. Das bedeutet, die Ausschüttung ist bereits im ersten Kurs berücksichtigt. Es kann aber durchaus sein, dass das Papier trotz Dividendenabschlag im Plus notiert oder im ungünstigsten Fall noch deutlicher im Minus steht. Die eigentliche Dividendenzahlung erfolgt in der Regel am dritten Geschäftstag nach der HV. Die Ausschüttung bleibt auch dann in vollem Umfang erhalten, falls Sie die Aktie direkt im Anschluss wieder verkaufen.
 

Welche Dividenden-Kennzahlen noch wichtig sind

Mindestens genauso wichtig wie die Dividendenrendite sind Kontinuität und Wachstum bei den Ausschüttungen. Die sogenannten Dividendenaristokraten schaffen es über Jahrzehnte, ihre Dividende kontinuierlich anzuheben. Als Maßstab gilt in den USA ein Zeitfenster von mindestens 25 Jahren an kontinuierlichen Dividendenerhöhungen, um geadelt zu werden. Bislang gelang das nur zwei Unternehmen in den deutschen Auswahlindizes: dem Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius sowie seiner Tochter Fresenius Medical Care (FMC).

Nach der 29. Dividendenerhöhung in Folge will Fresenius dieses Jahr die Dividenden nur stabil auf dem Vorajhresniveau halten. Der Dax-Konzern schlägt seinen Aktionärinnen und Aktionären auf der Hauptversammlung am 17. Mai eine Dividende von 92 Cent vor, was gemessen am Xetra-Schlusskurs vom 9. Mai eine Rendite von 3,33 Prozent macht. Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC), der im MDax vertreten ist, will die Dividende sogar um 17 Prozent senken. Der Dividendenvorschlag auf der Hauptversammlung am 16. Mai soll bei 1,12 Euro je Aktie liegen, macht eine Dividendenrendite von aktuell 2,66 Prozent. Im vergangenen Jahr schüttete FMC noch 1,35 Euro je Aktie aus.

Auch wenn es keine "echten" Dividendenaristokraten mehr im Dax gibt, hat Christian W. Röhl von Dividendenadel.de in seiner Studie potenzielle Dividendenaristokraten ausfindig gemacht. So haben zum Beispiel Stratec und Fuchs Petrolub ihre Dividenden 20 respektive 21 Mal in Folge erhöht. Insgesamt gibt es allerdings nur noch zehn deutsche Aktiengesellschaften mit mindestens zehn Dividendenerhöhungen in Folge. Dazu zählen:

Quelle: Dividendenstudie 2023 von Dividendenadel.de.

Zinswende: Hier gibt es jetzt noch attraktive Zinsen

Die EZB hat Fakten geschaffen und die Leitzinsen gesenkt. Das klassische Zinssparen wird dadurch wieder unattraktiver. Biallo.de hat mit Sebastian Hasenack, dem Leiter der Online-Vermögensverwaltung Solidvest, darüber gesprochen, wie man angesichts sinkender Zinsen eine Zins-Anlage noch sinnvoll gestalten kann. Jetzt mehr erfahren!

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Dividendenfonds als Alternative

Natürlich sollten Anleger immer auch die langfristigen Wachstumsperspektiven eines börsennotierten Unternehmens im Blick haben. Zudem ist die Einzelanlage in Aktien risikoreicher als ein Investment in einen Aktienkorb. Deshalb ist eine breite Streuung beim langfristigen Vermögensaufbau unverzichtbar. Setzen Sie also nicht alles auf eine Karte, sondern legen Sie mehrere Titel in einen Korb.

Wenn Ihnen das Stock-Picking zu kompliziert oder zeitaufwendig ist, können Sie auch auf einen dividendenorientierten Aktienfonds setzen. Flaggschiffe sind zum Beispiel der JPMorgan Global Dividend (ISIN: LU0329201957), der Fidelity Global Dividend (LU0772969993) oder der DJE Dividende & Substanz (LU0159550150). Alle drei Fonds sind thesaurierend. Das bedeutet, die Dividendenzahlungen werden nicht ausgeschüttet, sondern erneut angelegt. Dadurch kommt es zum Zinseszinseffekt.

Auch unter den börsengehandelten Indexfonds gibt es kostengünstige ETFs, die ausschließlich in globale Dividendentitel investieren. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber "Dividenden-ETFs". Mit einem ETF auf den Dax partizipieren Sie ebenfalls an den Dividendenzahlungen seiner Mitglieder. Denn der deutsche Leitindex wird als sogenannter Performanceindex berechnet. Das heißt, in die Berechnung fließen auch die Dividenden und deren Wiederanlage mit ein.

Im Unterschied dazu berücksichtigt der weniger bekannte Dax-Kursindex die Reinvestition der Dividenden nicht und notiert deshalb auch niedriger. Den sogenannten DivDax gibt es ebenfalls als Kurs- und Performanceindex. Er beinhaltet die 15 Dax-Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen. Der iShares DivDax ETF (DE0002635273) bildet den DivDax-Kursindex nahezu eins zu eins ab und schüttet die Dividenden aus.

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Biallo-Lesetipp

Seit 2018 werden Fonds anders besteuert. Seither müssen Anleger neue Spielregeln beachten und ihre Geldanlagen neu aufstellen. Mehr dazu lesen Sie hier: Steuerregeln für Fonds.
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Über den Autor Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach. Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. 2014 baute er in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus als Chefredakteur und Moderator den österreichischen TV-Sender DAF-Austria mit auf. 2016 wechselte er zur Biallo & Team GmbH und übernahm Mitte 2017 die Redaktionsleitung. 

Co-Autoren:
  Kevin Schwarzinger
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