Dividendentitel

Diese sechs Dividendenaristokraten trotzen der Corona-Krise

Update: 07.05.2020
Anzeige
Den Business-Alltag vereinfachen?
Lassen Sie doch Ihr Geschäftskonto
für sich arbeiten!

Unser Surf-Tipp!
Auf einen Blick
  • Selbst in Phasen der Rezession gibt es Unternehmen, die ihre Ausschüttungen steigern können. 

  • Wir stellen Ihnen sechs Dividendenperlen vor, die sich in der Corona-Krise gut behaupten dürften.
Aristokraten unter den Aktien: Der sogenannte Dividendenadel ist bei konservativen Anlegern äußerst beliebt.
Master1305 / Shutterstock.com

Zwar hat Christine Lagarde mittlerweile Mario Draghi an der EZB-Spitze abgelöst, für Sparer ändert sich im Hinblick auf die expansive Geldpolitik jedoch wenig. Das zeigen die milliardenschweren Rettungspakete der internationalen Notenbanken in der Corona-Krise.

Man muss wohl damit rechnen, dass die Zinsen noch auf lange Zeit im Keller bleiben beziehungsweise von den Notenbanken immer unter der Inflationsrate gehalten werden. Alles andere wäre im Hinblick auf die zuletzt stark gestiegenen Staatsverschuldungen viel zu riskant.

Lesen Sie auch: Diese Aktien sind krisenresistent

Investieren in Trends – INVEST2WIN

Ab sofort wollen wir nicht mehr nur über Trends schreiben, sondern auch konkrete Lösungen für Ihr Geld bieten. Aus diesem Gedanken ist für Sie das digitale Anlagekonzept INVEST2WIN entstanden. Mit Finanz-Experten entwickelt, bietet Ihnen INVEST2WIN die Möglichkeit, gezielt in Zukunftstrends zu investieren.

Für das Ersparte gibt es derzeit nur noch wenige sichere Häfen, die langfristig Wachstum versprechen. Ganz sicher gehören klassische Wertpapieranlagen dazu. Dabei gewinnen die sogenannten Dividendenaristokraten, die ihre Ausschüttungen trotz etlicher Rezessionen über Jahrzehnte hinweg gesteigert haben, zunehmend an Bedeutung.

Allerdings könnte das in der Corona-Krise diesmal anders sein. Denn Ökonomen sehen die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten auf uns zurollen, welche die Gewinn- und Dividendenschätzungen der Analysten in den nächsten Monaten pulverisieren könnte.

Defensive Branchen sind das Gebot der Stunde

Dennoch gibt es Branchen, die sich im Moment noch einigermaßen robust zeigen, zum Beispiel der Gesundheitssektor, die Konsumgüter- oder die Nahrungsmittelbranche. Gerade in diesen Sektoren finden sich auch zahlreiche Dividendenperlen.

Allerdings sollten Anleger nicht allein auf die Dividendenrendite schauen, sondern auch die operativen Kennzahlen für ihre Investmentauswahl heranziehen, wie etwa den Free Cash Flow, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder auch die Eigenkapitalrendite, die in den nächsten Monaten noch wichtiger werden könnte.

Lesen Sie auch: Mit diesen Kennzahlen entschlüsseln Sie die Börse 

Da auch die Dividendenaristokraten nicht vor Gewinneinbrüchen infolge der Corona-Krise gefeit sind, könnten die Dividenden für das Geschäftsjahr 2020 auch deutlich gesenkt oder sogar gestrichen werden. Daher sollten Anleger die Fundamentalkennzahlen regelmäßig auf Aktualität prüfen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen sechs Unternehmen mit exzellenter Dividendenhistorie vor, die ihren Nimbus als Dividendenaristokraten in der Corona-Krise nicht so schnell verlieren dürften.

Diese Dividendenaristokraten trotzen der Corona-Krise

Johnson & Johnson

Eigentlich ist Johnson & Johnson kein reiner Pharmahersteller, sondern produziert auch Konsumgüter. Das US-Unternehmen schüttet seit 1944 regelmäßig Dividenden und dürfte auch in diesem Jahr seine Dividenden steigern, das 58. Jahr in Folge.

Für Anleger besonders wichtig: Die Dividende ist aktuell durch den Gewinn gedeckt, das Unternehmen zehrt also für die Ausschüttung nicht an seiner eigenen Substanz.

Johnson & Johnson gilt insbesondere aufgrund des zuvor genannten diversifizierten Geschäftsmodells aus Pharma- und Konsumgüterprodukten als sichere Anlage und zeigt sich in der Forschung innovativ, was gerade auch in Krisenzeiten als großer Pluspunkt gewertet werden kann. Die Pharma-Tochter Janssen gehört darüber hinaus zu den Unternehmen, die an einem Corona-Impfstoff forschen.

Lesen Sie auch: Diese Unternehmen forschen an einem Corona-Impfstoff

Abbott Laboratories

Bei Abbott handelt es sich um ein US-Pharmaunternehmen mit langer Dividendenhistorie und solider Kursentwicklung. Der Diagnostikspezialist hat neben einem Coronavirus-Schnelltest auch einen Antikörper-Test entwickelt, der bis Juni eine monatliche Kapazität von 20 Millionen Stück erreichen soll. Zwar rechnen Analysten für das Gesamtjahr 2020 mit einem leichten Gewinnrückgang, allerdings bestehen gute Chancen, dass die annualisierte Dividende das 49. Jahr in Folge steigt.

Das Geschäftsmodell mit einer Mischung aus Labordiagnostik, Pharma und klinischer Ernährung gilt als wachstumsorientiert. Kürzlich erhielt Abbott außerdem von der US-Arzneimittelbehörde FDA die "Breakthrough Device Designation" für ein voll implatierbares Herzunterstützungssystem (FILVAS). Vor dem Hintergrund mangelnder Spenderorgane und einer weltweit immer weiter steigenden Zahl von Patienten mit Herzschwäche ist hier prognostisch mit dauerhaften Umsatzwachstum zu rechnen.

Novo Nordisk

Die Diabetes-Forschung steht weltweit vor großen Herausforderungen, da sich diese Volkskrankheit aufgrund des Lebensstils vor allem in westlichen Industrienationen zu einer regelrechten Epidemie entwickelt. Allerdings wird Diabetes mittlerweile auch in asiatischen Ländern zu einem ersten Problem, da sich auch hier die Ernährungsgewohnheiten geändert haben.

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk ist ein weltweiter Marktführer in der Diabetes-Forschung. Auch hier stieg die Dividende bei gleichzeitig positiver Kursentwicklung bereits das 22. Jahr in Folge. Und die Chancen stehen gut, dass die Serie hält. Denn die Dänen haben exzellente Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Der Nettogewinn ist um 14 Prozent auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro gestiegen.

Das Geschäftsmodell mit einem klaren Fokus auf Stoffwechselerkrankungen gilt in Phasen der Rezession als krisensicher, zudem verfügt Novo Nordisk in diesem Bereich gegenüber seinen Mitbewerbern über ein hohes Innovationspotenzial. Im Kampf gegen das Coronavirus stellt Novo Nordisk unter anderem Laborkapazitäten für Tests zur Verfügung.

Lesen Sie auch: Anlegen in der Corona-Krise – Was Kapitalmarktstrategen jetzt empfehlen

Fresenius

Der hessische Medizintechnik-Produzent Fresenius gehört zu den Wachstumstreibern auf dem deutschen Pharma-Markt. Mit seinen 86 Helios-Krankenhäusern ist der Gesundheitskonzern zudem größter Klinikbetreiber Europas. Über die Tochter Quirónsalud ist Fresenius auch in Lateinamerika und Spanien vertreten.

Besonders interessant ist auch die mehrheitliche Beteiligung am Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC). Die Tochter hat im Februar von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für Novalung erhalten, ein System zur Behandlung von akutem Lungen- oder Herz-Lungen-Versagen. Die Markteinführung in den USA wird für Mitte des Jahres erwartet. Das Gerät soll den Bedarf an invasiver Beatmung auf Intensivstationen verringern.

Am 20. Mai will Fresenius seinen Aktionären auf der Hauptversammlung in Frankfurt eine Dividende von 84 Cent vorschlagen, damit steigt die Dividende das 27. Jahr in Folge. Zwar erwarten Analysten für das laufende Geschäftsjahr einen leichten Rückgang auf 82 Cent. Hier scheint das letzte Wort nach den jüngsten Quartalszahlen allerdings noch nicht gesprochen zu sein. Denn Fresenius konnte im ersten Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr.

Lesen Sie auch: Die besten Dividenden im Dax und MDax

Hormel Foods

In den USA zählt Hormel Foods zu den bekanntesten Nahrungsmittelherstellern. Eines der beliebtesten Produkte ist unter anderem das Frühstücksfleisch der Marke Spam. Es versteht sich eigentlich fast von selbst, dass die Lebensmittelproduktion – insbesondere haltbare Produkte wie Konserven und Dosenfleisch – während der Corona-Pandemie besonders gefragt ist, weshalb Hormel definitiv auf der Liste von Anlegern stehen sollte.

Auch wenn Analysten für das laufende Geschäftsjahr mit einem leichten Gewinnrückgang rechnen, dürfte die annualisierte Dividende weiter steigen. Während der vergangenen 54 Jahre hat Hormel Foods die Dividendenzahlung jedes Jahr erhöht.

Lesen Sie auch: Wie Anleger vom Megatrend demografischer Wandel profitieren können

AT&T

Vor allem im Bereich Streaming wird der größte US-Telekommunikationskonzern AT&T kräftig wachsen, was insbesondere der Übernahme von Time Warner zu verdanken ist. Das Filetstück des Unternehmens ist die Premium-Serienschmiede HBO. Der Streaming-Dienst HBO Max soll Ende Mai in den USA an den Start gehen, weitere Länder könnten im Jahresverlauf folgen.

Die Zahlen für das erste Quartal haben zwar leicht enttäuscht, mit dem neuen Streaming-Dienst ist die Wachstumsfantasie aber gestiegen. Analysten erwarten für das Gesamtjahr ein zweistelliges Gewinnwachstum. Damit sollte die Dividende auch das 36. Jahr in Folge steigen.

Lesen Sie auch: Rendite mit Megatrends – Zukunft im Depot

Kennzahlen der Dividenden-Aristokraten

Unternehmen KGV 2020* Dividende 2020* Dividenden-Rendite**
Fünf-Jahres-Performance***

Abbott Laboratories

55

1,30 €

1,5 %

110 %

AT&T

13


1,90 €

7,1 %

-9 %

Fresenius

12


0,82 €

2,1 %

-25 %

Hormel Foods

27


0,84 €

2,0 %

79 %

Johnson & Johnson

21


3,60 €

2,6 %

58 %


Novo Nordisk


24

1,19 €

2,1 %

18 %

Quellen: Onvista.de; eigene Recherche.
*Schätzung von Factset Research
**bezogen auf den Xetra-Schlusskurs vom 6. Mai 2020
***in Euro gerechnet
Angaben ohne Gewähr

Biallo-Tipp: Anleger sollten ihr Vermögen breit über verschiedene Branchen und Regionen streuen. Wem die Aktienanalyse zu aufwendig ist, kann als Alternative auch Dividendenfonds wählen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber: Die besten Dividenden-ETFs.

Rechner festgeld
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
211,10
1,05%
2.
  190,90
0,95%
3.
151,08
0,75%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre



  Björn König


 

Biallo Video Stream

 
 
 
Powered by Telsso Clouds