
Frankreich- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 3,50% - gilt für die ersten 3 Monate

Luxemburg- Basiszins: 1,50%
- Aktionszins: 3,45% - gilt für die ersten 3 Monate

Frankreich- Basiszins: 0,80%
- Aktionszins: 3,40% - gilt für die ersten 5 Monate
Fünf Prozent Zinsen klingen nach dem besten Tagesgeld weit und breit. Doch wer als Privatanleger zugreifen will, schaut in die Röhre: Finom richtet sich ausschließlich an Selbstständige und Firmen. Wir sagen Ihnen, warum die Zahl für Sie tabu ist und wo Sie als Privatkunde echte Topzinsen mit Einlagensicherung bekommen.
Sind Ihnen die 5,00 Prozent von Finom auch schon in der Werbung begegnet? Ein Zinsangebot in dieser Höhe sticht sofort ins Auge, denn beim klassischen Tagesgeld liegt der Marktdurchschnitt derzeit deutlich darunter. Bevor Sie nun nach dem Antrag suchen, haben wir einen Hinweis für Sie: Als Privatperson kommen Sie an diese Zinsen nicht heran. Das Angebot ist ein reines Geschäftskonto-Produkt. Wir erklären, was dahintersteckt, und zeigen Ihnen, wo Sie als privater Sparer aktuell ehrlich gute Zinsen bekommen.
Tagesgeld ist eine täglich verfügbare Geldanlage mit variablem Zins, die Banken üblicherweise sowohl Privat- als auch Firmenkunden anbieten. Beim Angebot von Finom ist das anders. Das niederländische Fintech zahlt seinen Aktionszins von 5,00 Prozent pro Jahr ausschließlich über ein Geschäftskonto. Laut Finom richtet sich das sogenannte Zinskonto an Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen. Ein privates Konto sehen die Bedingungen nicht vor. Sie als Privatperson können das Produkt also gar nicht erst eröffnen.
Damit scheidet das Angebot für Sie als Privatkunde von vornherein aus. Ohne Gewerbe oder selbstständige Tätigkeit haben Sie keinen Zugang zu diesem Lockzins.
Auch für Selbstständige lohnt sich ein zweiter Blick. Die 5,00 Prozent gelten nur für die ersten fünf Monate und sind an ein Finom-Geschäftskonto gebunden. Das gibt es in mehreren Abo-Stufen. In der kostenlosen Variante gilt der Aktionszins laut Biallo-Analyse nur auf maximal 10.000 Euro, in der teuersten Stufe auf bis zu 200.000 Euro. Nach Ablauf der fünf Monate sinkt der Zins je nach Tarif auf nur noch 0,10 bis 1,75 Prozent pro Jahr.
Ein zweiter Punkt ist für sicherheitsbewusste Sparer entscheidend. Das Geld landet bei Finom nicht auf einem klassischen Bankkonto, sondern fließt in Geldmarktfonds. Solche Fonds gelten als risikoarm, sie unterliegen aber nicht der gesetzlichen Einlagensicherung. Stattdessen greift der Schutz als Sondervermögen. Das bedeutet: Ihr Kapital bleibt rechtlich Ihr Eigentum und ist auch bei einer Insolvenz des Anbieters getrennt verwahrt. Es ist ein solides Konzept, unterscheidet sich aber spürbar von der staatlich garantierten Sicherung bis 100.000 Euro, die Sie von einem Tagesgeldkonto kennen.
Die gute Nachricht: Sie müssen sich von der Werbezahl nicht ärgern lassen, denn auch im privaten Tagesgeld bewegt sich der Markt. Zum 1. Juni 2026 stieg der durchschnittliche Tagesgeldzins den neunten Monat in Folge, auf 1,85 Prozent pro Jahr. Die fünf besten Banken zahlten im Schnitt sogar 3,36 Prozent und lagen damit auf einem 16-Monats-Hoch.
Spitzenangebote für Neukunden reichen aktuell bis zu 4,00 Prozent pro Jahr, allerdings als zeitlich begrenzter Aktionszins. Wer dauerhaft gut anlegen will, achtet besser auf den Basiszins nach der Aktion. Im Biallo-Vergleich zahlt etwa die Ferratum Bank aktuell 2,60 Prozent ohne Lockzins-Trick. Der entscheidende Unterschied zu Finom: Dieses Konto ist echtes Tagesgeld mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde.
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Für Selbstständige mit kurzfristig freier Liquidität kann das Finom-Zinskonto durchaus interessant sein, etwa für Steuerrücklagen oder einen saisonalen Puffer. Wichtig für Sie zu wissen: Rechnen Sie die monatlichen Kontokosten gegen den Zinsertrag. Bei einem kostenpflichtigen Tarif und einer kleinen Einlage kann die Gebühr den Zinsvorteil schnell auffressen. Und planen Sie den Wechseltermin nach fünf Monaten gleich mit ein, sonst rutschen Sie in den blassen Bestandszins.
Als Privatperson machen Sie diese Rechnung gar nicht erst auf. Für Ihren Notgroschen oder kurzfristige Rücklagen ist ein klassisches Tagesgeldkonto mit Einlagensicherung bei Banken wie Renault Bank direkt, Consorsbank, Bank of Scotland oder Hamburg Direct Bank die passendere Wahl.

Frankreich
Luxemburg
FrankreichHaben Sie sich von einem hohen Werbezins schon einmal locken lassen und dann das Kleingedruckte entdeckt? Oder vergleichen Sie konsequent den Basiszins, bevor Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
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Nein. Das Finom-Zinskonto setzt ein Finom-Geschäftskonto voraus und richtet sich an Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen. Privatpersonen können das Konto nicht eröffnen und erhalten den Aktionszins von 5,00 Prozent pro Jahr nicht.
Der Aktionszins von 5,00 Prozent pro Jahr gilt nur für die ersten fünf Monate. Danach sinkt der Zins je nach gewähltem Tarif auf 0,10 bis 1,75 Prozent pro Jahr.
Nein, nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung. Das Kapital fließt in Geldmarktfonds und ist als Sondervermögen geschützt. Es bleibt damit auch bei einer Insolvenz des Anbieters Ihr Eigentum, unterscheidet sich aber von der staatlich garantierten Sicherung bis 100.000 Euro bei klassischem Tagesgeld.
Zum 1. Juni 2026 lag der Marktdurchschnitt bei 1,85 Prozent pro Jahr. Die fünf besten Banken zahlten im Schnitt 3,36 Prozent, einzelne Aktionsangebote für Neukunden liegen bei bis zu 4,00 Prozent pro Jahr.