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DKB-Depot mit 100 Euro Prämie: Nur 10.000 Plätze – lohnt sich die Aktion?

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 17.07.2026
Die DKB vergibt an die ersten 10.000 Kunden, die bei Neueröffnung eines Depots alle Bedingungen erfüllen, eine Prämie.

100 Euro fürs erste Depot klingen verlockend, doch nur die ersten 10.000 Depots erhalten das Geld, und die Prämie ist an ein eigenes Girokonto geknüpft. Wir rechnen nach, was die DKB-Aktion bis 5. August 2026 wirklich bringt, und zeigen im Vergleich mit ING, comdirect und Consorsbank, warum die laufenden Kosten für Ihren Vermögensaufbau am Ende schwerer wiegen als eine einmalige Prämie.

Zurzeit lockt die DKB Neu- und Bestandskunden mit einer Prämie von 100 Euro, wenn Sie bis zum 5. August 2026 Ihr erstes Depot eröffnen. Klingt nach einem netten Startgeschenk, oder? Bevor Sie zugreifen, lohnt ein zweiter Blick, denn an der Aktion hängen einige Bedingungen, die Sie kennen sollten.

Wir haben die Aktionsbedingungen der DKB durchgesehen und die Kosten mit drei bekannten Konkurrenten verglichen. So sehen Sie schnell, für wen sich die 100 Euro rechnen und wer beim Sparen langfristig womöglich besser fährt. Denn eine Prämie ist gut, wichtig sind aber auch die Konditionen, die danach kommen.

Wie funktioniert die 100-Euro-Aktion der DKB?

Sie erhalten die Prämie, wenn Sie bis zum 5. August 2026 Ihr erstes DKB-Depot eröffnen und danach aktiv investieren. Konkret müssen Sie einmalig ein Wertpapier kaufen oder einen Sparplan einrichten, der bis zum 15. November 2026 mindestens dreimal ausgeführt wird.

Ein wichtiges Detail steckt im Kleingedruckten: Die Zahl der Prämien ist auf 10.000 Nutzer begrenzt. Nur die ersten 10.000 Depots, die alle Aktionsbedingungen erfüllen, erhalten im Dezember die 100 Euro Prämie auf ihr zugehöriges Konto. Schnell sein lohnt sich also. Eine Garantie auf das Geld haben Sie trotz erfüllter Bedingungen nicht. Konkret heißt das: Sie müssen Ihr Depot bis zum 5. August 2026 eröffnen und die drei Sparplan- oder den Wertpapierkauf bis zum 15. November 2026 abschließen. Je früher Sie starten, desto sicherer sind Sie unter den ersten 10.000, die im Dezember 2026 tatsächlich die 100 Euro bekommen.

Hinzu kommt eine weitere Hürde: Ein DKB-Depot bekommen Sie nur zusammen mit einem DKB-Girokonto als Verrechnungskonto. Sind Sie bisher nicht Kunde der DKB, müssen Sie also erst ein Girokonto eröffnen und sich etwa per Video-Ident legitimieren, bevor Sie überhaupt investieren können. Das Girokonto ist nur unter Bedingungen kostenlos: zum Beispiel bei mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang oder für Kunden unter 28 Jahren. Ohne diese Voraussetzungen fallen 4,50 Euro Kontoführungsgebühren pro Monat an.

Was kostet die Aktion wirklich?

Die Prämie sagt wenig darüber aus, ob ein Depot günstig ist. Entscheidend sind die laufenden Kosten. Bei der DKB ist die Depotführung kostenlos, bei den Produkten Xetra Gold und ADRs wird ein Verwahrentgelt erhoben.

Beim Handeln zahlen Sie dann gestaffelt nach Ordervolumen. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis der DKB gilt: eine Order bis 5.000 Euro kostet 10 Euro, eine Order zwischen 5.000 und 20.000 Euro kostet 15 Euro und für eine Order ab 20.000 Euro werden 30 Euro fällig. Für Xetra und Parkettbörsen kommen 2,50 Euro dazu, beim Handel über Tradegate, gettex, Quotrix oder außerbörslich fällt kein zusätzliches Ausführungsentgelt an. Für Sparpläne berechnet die DKB 1,50 Euro pro Ausführung, unabhängig vom Sparbetrag.

Ein echter Vorteil im Rahmen der Aktion: Für über 500 ETFs übernehmen die Aktionspartner im Sparplan die sonst üblichen Ausführungsentgelte, und für über 200 Top-ETFs übernehmen die Partner im außerbörslichen Handel das sonst übliche Orderentgelt für den ETF-Kauf. Sie sollten aber bedenken: Das sind Aktionskonditionen, die sich ändern können. Bei dauerhaft besparten ETFs außerhalb der Aktion bleibt es bei 1,50 Euro pro Ausführung.

Was heißt das für Ihren Geldbeutel? Sparen Sie monatlich 100 Euro in einen ETF ohne Aktionsvorteil, zahlen Sie 18 Euro Gebühren im Jahr. Die Prämie von 100 Euro wäre nach gut fünf Jahren aufgebraucht. Bei kleinen Sparraten überwiegen die laufenden Kosten die einmalige Prämie schon nach wenigen Jahren.

Prämie allein reicht nicht: DKB im Vergleich mit ING, comdirect und Consorsbank

Ein kurzer Marktvergleich zeigt, wo die DKB steht. Alle drei Konkurrenten führen das Depot kostenlos, gehen bei Ordergebühren und Sparplänen aber unterschiedliche Wege.

AnbieterDepotführungOrdergebührETF-Sparplan
DKBkostenlos10 / 15 / 30 € gestaffelt1,50 € pro Ausführung
INGkostenlos4,90 € + 0,25 %0 € (alle ETF-Sparpläne)
comdirectkostenlos (Bedingung)4,90 € + 0,25 %, min. 9,90 €1,5 %, über 550 ETFs gratis
Consorsbankkostenlos4,95 € + 0,25 %, min. 9,95 €0 € (alle ETF-Sparpläne)
Quelle: Angaben der Anbieter; Stand: Juli 2026, kein Gewähr.

Bei ETF-Sparplänen ohne Ausführungsgebühr sind ING und Consorsbank günstiger als die DKB. Die ING bietet sparplanfähige ETFs an, mittlerweile sind alle ohne Ausführungsgebühr. Auch bei der Consorsbank gilt: Alle ETF-Sparpläne sind dauerhaft ohne Sparplangebühr zu haben, die Auswahl umfasst rund 1.500 ETFs und die Sparraten starten ab zehn Euro monatlich. Bei der comdirect sind über 500 ausgewählte ETFs dauerhaft ohne Ausführungsentgelt besparbar, für alle anderen fallen 1,5 Prozent des Ordervolumens pro Ausführung an.

Bei den Einzelorders lohnt der genaue Blick, denn die vermeintlich günstigeren Konkurrenten haben ihre eigenen Mindestgebühren. Die comdirect verlangt 4,90 Euro plus 0,25 Prozent, mindestens aber 9,90 Euro pro Order. Bei der Consorsbank sind es 4,95 Euro plus 0,25 Prozent, mindestens 9,95 Euro. Diese Mindestgebühren liegen praktisch gleichauf mit den 10 Euro der DKB. 

Bei kleinen Käufen tut sich zwischen DKB, comdirect und Consorsbank also kaum ein Unterschied auf. Wirklich günstiger ist bei kleinen Beträgen nur die ING: Sie berechnet 4,90 Euro plus 0,25 Prozent, hat aber keine Mindestgebühr. Eine 1.000-Euro-Order kostet dort rund 7,40 Euro statt 10 Euro. Bei höheren Orderbeträgen kann der DKB-Festpreis dagegen punkten, weil die prozentualen Modelle mit dem Volumen steigen, während die DKB gestaffelt bei 10, 15 und 30 Euro bleibt.

„Eine 100-Euro-Prämie ist ein nettes Startgeschenk. Wer langfristig spart, sollte auf die laufenden Kosten schauen, nicht auf den einmaligen Bonus.“
Franziska Baum, Redakteurin bei biallo.de

Wie sich die Anbieter im großen Feld schlagen, zeigt der Depottest von biallo.de. Dort landet die ING als Testsieger bei den Direktbanken ganz vorn. Sie schneidet vor allem bei Kosten und beim Service gut ab. An der Spitze landet der Anbieter Traders Place mit 4,67 von 5 möglichen Punkten, knapp dahinter folgt Smartbroker+ mit 4,66 Punkten.

Für wen lohnt sich die Aktion der DKB?

Die DKB-Aktion lohnt sich für Sie, wenn Sie ohnehin ein DKB-Girokonto führen oder eröffnen möchten und eine Depot-Lösung aus einer Hand suchen. Dann nehmen Sie die 100 Euro einfach mit. Auch für Sie interessant: Wenn Sie größere Einzelbeträge anlegen, spielt der DKB-Festpreis seine Stärke aus.

Weniger passend ist die Aktion, wenn Sie mit kleinen Sparraten starten und die Kosten über Jahre niedrig halten wollen. Dann sollten Sie prüfen, ob ein Anbieter mit dauerhaft kostenlosen ETF-Sparplänen wie die Consorsbank oder die ING nicht besser zu Ihnen passt. Vergleichen können Sie die Konditionen im Depot-Vergleich von biallo.de.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Werden Sie das DKB-Depot mit der 100-Euro-Prämie nutzen, oder setzen Sie lieber auf einen Anbieter mit dauerhaft günstigen Sparplänen? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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Häufige Fragen zur DKB-Depot-Aktion

Bis wann muss ich das DKB-Depot eröffnen, um die 100 Euro zu bekommen?

Sie müssen Ihr erstes DKB-Depot bis zum 5. August 2026 eröffnen. Anschließend müssen Sie ein Wertpapier kaufen oder einen Sparplan einrichten, der bis zum 15. November 2026 mindestens dreimal ausgeführt wird. Die Prämie wird im Dezember 2026 auf das zugehörige Konto ausgezahlt.

Brauche ich für das DKB-Depot zwingend ein DKB-Girokonto?

Ja. Die Eröffnung eines DKB-Depots ist nur in Verbindung mit einem DKB-Girokonto als Verrechnungskonto möglich. Sind Sie noch nicht Kunde, eröffnen Sie zuerst das Girokonto und legitimieren sich per Video-Ident, danach das Depot.

Bekommt jeder die Prämie der DKB, der die Bedingungen erfüllt?

Nein. Die Prämie ist auf 10.000 Depots begrenzt. Nur die ersten 10.000 Depots, die alle Aktionsbedingungen erfüllen, erhalten die 100 Euro. Erfüllen mehr Kunden und Kundinnen die Bedingungen, gehen die späteren leer aus.

Was kostet ein ETF-Sparplan bei der DKB nach der Aktion?

Außerhalb der Aktions-ETFs kostet ein Sparplan bei der DKB 1,50 Euro pro Ausführung, unabhängig von der Höhe der Sparrate. Für über 500 ETFs übernehmen die Aktionspartner im Sparplan derzeit das Ausführungsentgelt, das sind aber Aktionskonditionen, die sich ändern können.

Hinweis zur Einordnung: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Marktbeobachtung und keine Anlageberatung. Wir vergleichen Depot-Konditionen und Prämienaktionen, ordnen sie ein und benennen Vor- und Nachteile, treffen aber keine Entscheidung für Sie. Ob ein bestimmtes Depot zu Ihrer Anlagestrategie, Ihrem Sparverhalten und Ihren laufenden Kosten passt, prüfen Sie vor jedem Abschluss am besten selbst, gegebenenfalls mit einer unabhängigen Beratung.

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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