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Auf einen Blick
  • Small Caps – also Aktien mit geringer Marktkapitalisierung – haben sich in den vergangenen zehn Jahren häufig besser entwickelt als die Papiere großer Aktiengesellschaften. Das zeigt der Vergleich der entsprechenden Aktienindizes.

  • Das sogenannte Stock Picking, also das gezielte Investment in Einzeltiteln, ist allerdings nur etwas für Profis. Mit einem Small-Cap-Fonds können Anleger ihr Risiko streuen.

  • In der Corona-Krise schnitten aktiv gemanagte Small-Cap-Fonds besser ab als ETFs. Die Fonds können eine gute Beimischung fürs Depot sein. Sie bergen aber auch Risiken.
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Vor allem Einsteiger und konservativ orientierte Anleger greifen bei der Geldanlage gerne zu bewährten Finanzprodukten. Etwa zu Fonds und ETFs, deren Schwerpunkt auf Aktiengesellschaften der führenden Indizes liegt. Das ist auch empfehlenswert. Wer allerdings schon Erfahrungen mit Aktienfonds hat und über den Tellerrand hinausschauen möchte, für den sind die sogenannten Small-Cap-Fonds einen Blick wert. Sie umfassen Nebenwerte, also Aktien von kleineren börsennotierten Unternehmen.

6.000 Prozent Aktiengewinn in sieben Jahren – Familienunternehmen sind Top-Performer an der Börse

Die Investition in solche "Small-Caps" kann sich lohnen. Betrachtet man die vergangenen zehn Jahre, zeigt der deutsche SDax, der auch als Small-Cap-Dax bezeichnet wird, eine bessere Performance als der wesentlich bekanntere Leitindex Dax. Während der Deutsche Aktienindex sich seit Ende November 2011 fast verdreifachte, hat sich der SDax sogar vervielfacht.

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Ursachen für die Outperformance

Die Gründe für das bessere Abschneiden der Small Caps sind unterschiedlich. Zum einen sind kleinere Aktiengesellschaften flexibler als große Konzerne und können Marktnischen besetzen, in denen sie oft große Marktanteile durch ihre starke Spezialisierung erobern. Zum anderen sind kleinere börsennotierte Unternehmen vielfach noch familiengeführt. Das macht die Entscheidungswege einfacher und kürzer als bei großen Wirtschaftskonglomeraten.

Auf den europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten stellt sich die Situation unter diesen Aspekten ganz ähnlich dar. Daher erscheint es ratsam, hier ebenfalls das Augenmerk auf die entsprechenden Sektoren zu richten. Die Tabelle zeigt aktiv gemanagte Small-Cap-Fonds aus den USA, aus Europa und aus Deutschland.

Ausgewählte aktive Small-Cap-Fonds

ISIN/WKN Anlageschwerpunkt Entwicklung
1 Jahr
Entwicklung
3 Jahre
Entwicklung
5 Jahre

JPM US Small Cap Growth A (acc) – EUR

LU0401357743

langfristiges Kapitalwachstum durch überwiegende Anlage in ein wachstums-orientiertes Portfolio aus US-Unternehmen mit geringer Markt-kapitalisierung


8,62 %

83,27 %

132,30 %

JPM Europe Small Cap A (dist) – EUR

LU0053687074

langfristiges Kapitalwachstum durch die vorwiegende Anlage in europäische Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung
36,64 %

59,89 %

72,68 %

Lupus alpha Smaller German Champions A – EUR

LU0129233093

investiert in kleine und mittlere deutsche Gesellschaften, insbesondere in Werte des MDax- und SDax-Performance-Index / Stockpicking-Ansatz


29,32 %

75,58 %

105,77 %

Quelle: Mountainview Data GmbH / Biallo.de, Stichtag 24.11.2021

 

Small-Cap-ETFs – Alternative zu aktiv gemanagten Fonds

ETFs, die auf Small und Mid Caps – also Aktien mit mittlerer Marktkapitalisierung – setzen, sind eine weitere Möglichkeit, in den renditestarken Sektor zu investieren. Vor allem bei US-Aktien fahren Anleger manchmal mit indexbasierten Finanzprodukten besser. Auf den weltweit größten Aktienmärkten in den USA haben es Fondsmanager in der Regel nicht einfach, kontinuierlich besser als der Markt zu performen. Studien belegen, dass deutlich weniger als die Hälfte der Aktienfondsmanager ihre Vergleichsindizes schlagen. So schafften es laut aktuellen Spiva-Report des US-Indexanbieters S&P Dow Jones Indices nur sechs Prozent der aktiv gemanagten Fonds, ihren Vergleichsindex, den S&P Small Cap 600, zu schlagen. Allerdings: In der Corona-Krise waren ETFs gegenüber den aktiv gemanagten Fonds häufig im Nachteil. Die folgende Tabelle zeigt drei ETFs für kleine Unternehmen aus den USA, Europa und Deutschland.

Ausgewählte passive Small-Cap-Fonds

ETFs ISIN/WKN Anlageschwerpunkt Entwicklung
1 Jahr
Entwicklung
3 Jahre
Entwicklung
5 Jahre

iShares S&P SmallCap 600 UCITS ETF – USD1

IE00B2QWCY14

orientiert sich bei der Erzielung der Gesamtrendite am S&P SmallCap 600 Index


34,73 % 

56,73 %

81,73 %

iShares MSCI EMU Small Cap UCITS ETF – EUR

IE00B3VWMM18

bildet den Referenzindex MSCI EMU Small Cap ab


28,42 %

55,98 %

79,94 %

ComStage SDAX (R) TR UCITS ETF – EUR

LU0603942888

orientiert sich an der Wertentwicklung des SDAX (R) TR Index


21,73 %

55,86 %

75,63 %

Quelle: Mountainview Data GmbH / Biallo.de, Stichtag 24.11.2021, Performance in US-Dollar

 

Small Cap Fonds – bessere Renditechancen bei höherem Risiko

Weil die Kurse kleinerer Gesellschaften meist stärker schwanken als Titel großer Konzerne, können diese auf lange Sicht höhere Renditen bringen. Allerdings ist das Verlustrisiko auch entsprechend höher. Small-Cap-Fonds können daher durchaus als Beimischung für ein Depot interessant sein – allerdings am ehesten für erfahrene und etwas risikobereitere Anleger.


Über den Autor Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach. Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. 2014 baute er in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus als Chefredakteur und Moderator den österreichischen TV-Sender DAF-Austria mit auf. 2016 wechselte er zur Biallo & Team GmbH und übernahm Mitte 2017 die Redaktionsleitung. 

  Sebastian Schick
  Peter Hermann