Bei zwölf Monaten fehlen 0,75 Prozentpunkte zur Spitze
Auch bei 24 Monaten unterhalb der Top-Angebote
Wiederanlage und Einlagensicherung
Fazit: Bequemlichkeit unter einem Dach gegen geringeren Zins
Häufige Fragen zum Scalable-Festgeld
Zum Anfang
Seit dem 1. September 2026 bietet Scalable Capital erstmals Festgeld an, mit 2,75 Prozent für zwölf und 3,00 Prozent für 24 Monate. Der Zins ist zwar überdurchschnittlich, liegt bei beiden Laufzeiten aber deutlich unter den ertragsstärksten Angeboten am Markt. Ob es sich trotzdem lohnt, hängt an einem Detail.
Scalable Capital hat seine Produktpalette erweitert. Seit 1. September bietet der Münchner Neobroker erstmals Festgeld an. Sparerinnen und Sparer bekommen damit neben dem bereits bestehenden Tagesgeld nun auch ein planbares Produkt für kurz- und mittelfristige Ziele, alles innerhalb einer App.
Die Zinsen wirken auf den ersten Blick ansehnlich, vor allem die 3,00 Prozent für zwei Jahre. Anlegerinnen und Anleger sollten aber genau hinsehen, denn weder bei zwölf noch bei 24 Monaten hält das Festgeld von Scalable mit den ertragsstärksten Festgeld-Angeboten mit. Und bei der Wiederanlage lauert ein Haken.
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Das bietet Scalable beim Festgeld
Scalable Capital bietet sein Festgeld in zwei Laufzeiten an: 2,75 Prozent pro Jahr für zwölf Monate und 3,00 Prozent pro Jahr für 24 Monate. Die Zinsen sind für die jeweils vereinbarte Laufzeit festgeschrieben. Die Mindesteinlage liegt bei einem Euro, einen Höchstbetrag gibt es nicht. Bis zu fünf Festgeldkonten lassen sich gleichzeitig führen. Auch Festgeldkonten für Kinder sind möglich.
Voraussetzung ist ein bestehendes Scalable-Kundenkonto mit einem aktiven Broker-Verrechnungskonto oder einem Tagesgeldkonto. Anders als beim Tagesgeld steht das Geld während der Laufzeit nicht frei zur Verfügung. Nachzahlungen, Teilabhebungen und eine reguläre vorzeitige Kündigung sind nicht vorgesehen. Am Laufzeitende fließen Anlagebetrag und aufgelaufene Zinsen zurück auf das Tagesgeld-, Verrechnungs- oder Referenzkonto. Die Zinsen werden auch bei einer Anlage für zwei Jahre am Ende der Laufzeit ausbezahlt.
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Bei zwölf Monaten fehlen 0,75 Prozentpunkte zur Spitze
Bei zwölf Monaten liegt Scalable mit 2,75 Prozent zwar über dem biallo-Index für Festgeld über 25.000 Euro und ein Jahr, der aktuell bei 2,07 Prozent pro Jahr liegt. Zur Marktspitze gibt es aber eine deutliche Lücke, wie die folgende Tabelle zeigt:
Die ertragsstärksten Festgeld-Angebote für 25.000 Euro über zwölf Monate mit höchster Bonität:
Quellen: Angaben der Anbieter, biallo-Festgeld-Vergleich, eigene Berechnung; 1Anlagesumme 25.000 Euro, höchste Sicherheitsstufe, sortiert nach Zinsertrag; 2Aktionszins für neu angelegtes Geld; 3Mindestanlagesumme 20.000 Euro; 4nur für Ärzte, Apotheker und Heilberufler; Stand: 2. September 2026
Wer 25.000 Euro für ein Jahr bei der Oyak Anker Bank statt bei Scalable anlegt, kommt damit auf 875 statt 687,50 Euro Zinsertrag, also 187,50 Euro mehr. Beide Angebote fallen unter die deutsche Einlagensicherung. Alle aktuellen Top-Angebote sehen Sie in unserem Festgeld-Vergleich.
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Bei einer Anlagedauer von 24 Monaten bleibt Scalable ebenfalls hinter den besten Anbietern zurück, ist aber näher dran. Mit 3,00 Prozent pro Jahr liegt der Neobroker noch 0,40 Prozentpunkte unter dem Spitzenreiter.
Die ertragsstärksten Zwei-Jahres-Angebote für 25.000 Euro mit höchster Bonität:
Quellen: Angaben der Anbieter, biallo-Festgeld-Vergleich, eigene Berechnung; 1Anlagesumme 25.000 Euro, höchste Sicherheitsstufe, sortiert nach Zinsertrag; Stand: 2. September 2026
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Beachtenswert ist beim Festgeld von Scalable die Wiederanlage: Bei der Zwölf-Monats-Variante ist nämlich standardmäßig eine automatische Verlängerung voreingestellt. Läuft das Festgeld aus, wird das Guthaben ohne aktives Zutun zum dann gültigen Zinssatz erneut angelegt. Wer das nicht will, muss diese Voreinstellung in der App ändern. Bei der 24-Monats-Laufzeit gibt es eine solche Voreinstellung zur automatischen Verlängerung nicht.
Daneben sollten Sparer auf die Einlagensicherung achten. Scalable wirbt mit Festgeld für unbegrenztes Guthaben, das auf eine oder mehrere Banken mit jeweils 100.000 Euro gesetzlicher Einlagensicherung verteilt wird. Allerdings: Eine unbegrenzte mögliche Anlagesumme bedeutet aber keine unbegrenzte gesetzliche Absicherung. Der Schutz greift pro Kunde und Bank bis 100.000 Euro. Erst durch die Verteilung auf mehrere Banken steigt die abgesicherte Gesamtsumme. Für eine Anlage von 25.000 Euro spielt das keine Rolle, für größere Beträge aber eine wichtige.
Fazit: Bequemlichkeit unter einem Dach gegen geringeren Zins
Scalable Capital baut sein Angebot konsequent zum Rundum-Anbieter aus, vom Wertpapierhandel über Tagesgeld bis zum neuen Festgeld. Für alle, die ihre Finanzen bereits bei Scalable bündeln, ist das Festgeld eine praktische Ergänzung: ein Konto, eine App, kein neuer Anbieter, keine zusätzliche Legitimation.
Diese Bequemlichkeit wird allerdings mit einem geringeren Ertrag erkauft. Für zwölf Monate fehlen bis zu 0,75 Prozentpunkte zur Spitze, für 24 Monate 0,40 Prozentpunkte. Bei einer Anlagesumme von 25.000 Euro sind das je nach Laufzeit 187,50 beziehungsweise 200 Euro weniger Zins, bei Wettbewerbern mit ebenfalls deutscher Einlagensicherung und AAA-Bonität.
Wie hoch ist der Festgeldzins bei Scalable Capital?
Scalable Capital zahlt seit dem 1. September 2026 einen festen Zins von 2,75 Prozent pro Jahr für zwölf Monate und 3,00 Prozent pro Jahr für 24 Monate. Die Zinsen sind für die gewählte Laufzeit garantiert.
Wie viel muss ich beim Scalable-Festgeld mindestens anlegen?
Die Mindesteinlage liegt bei einem Euro, einen festen Höchstbetrag gibt es nicht. Voraussetzung ist ein bestehendes Scalable-Kundenkonto mit aktivem Broker-Verrechnungskonto oder Tagesgeldkonto. Bis zu fünf Festgeldkonten lassen sich gleichzeitig führen.
Ist das Scalable-Festgeld das beste Angebot am Markt?
Nein. Zum Stand 2. September 2026 zahlen mehrere Anbieter mit ebenfalls höchster Bonität und deutscher Einlagensicherung mehr, bei zwölf Monaten bis zu 3,50 Prozent, bei 24 Monaten bis zu 3,40 Prozent. Scalable liegt damit über dem biallo-Index, aber unter den ertragsstärksten Angeboten.
Hinweis zur Einordnung: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Marktbeobachtung und keine Anlageberatung. Wir vergleichen Festgeld-Konditionen, ordnen sie ein und benennen Vor- und Nachteile, treffen aber keine Entscheidung für Sie. Ob das Scalable-Festgeld oder ein ertragsstärkerer Wettbewerber zu Ihrer Anlagedauer, Ihrem Sicherheitsbedürfnis und Ihrer Liquidität passt, prüfen Sie vor jedem Abschluss am besten selbst, gegebenenfalls mit einer unabhängigen Beratung.
Nach Abschluss der Deutschen Journalistenschule und Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Zwischenstation beim Fernsehen, seitdem im Bereich Finanz- und Wirtschaftsjournalismus tätig. Dabei reichte das Spektrum von Ratgebertexten für unterschiedliche Publikumsmedien über Artikel für Fachzeitschriften bis zu Börsenberichten. Zudem unterstützte er diverse Unternehmen bei ihrer internen und externen Kommunikation. Seit 2026 ist er in der Redaktion von biallo.de, wo sein Fokus vor allem auf dem Nutzwert für die Leserinnen und Leser liegt.