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In den vergangenen zwei Monaten sind die Zinsen für kurzlaufendes Festgeld spürbar gestiegen. Ein Grund liegt am Anleihemarkt, wo die Renditen zweijähriger Bundespapiere den höchsten Stand seit gut zwei Jahren erreicht haben. biallo zeigt, welche Angebote sich jetzt lohnen und wie sich Tagesgeld dagegen schlägt.

Bei kurzen Laufzeiten haben sich die Festgeld-Konditionen zuletzt deutlich verbessert. Für einjähriges Festgeld zahlen die besten Anbieter derzeit bis zu 3,40 Prozent pro Jahr. Sparerinnen und Sparer, die ihr Geld nicht über Jahre binden wollen, bekommen damit wieder Angebote, die klar über dem Durchschnitt der vergangenen Monate liegen.

So hoch sind die Zinsen für einjähriges Festgeld aktuell

So zahlt die Isbank für Festgeld mit zwölf Monaten Laufzeit derzeit 3,40 Prozent pro Jahr und allein fünf Anbieter im Festgeld-Vergleich von biallo.de 3,10 Prozent. Vor rund zwei Monaten waren diese 3,10 Prozent noch der Spitzenzinssatz, der von gerade einmal zwei Anbietern gezahlt wurde.

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Zur generellen Einordnung: Der biallo-Index für Festgeld mit einer Anlagesumme von 25.000 Euro und einem Jahr Laufzeit liegt aktuell bei 2,05 Prozent, nach 1,95 Prozent Ende Juni. Zu Jahresbeginn waren es noch 1,52 Prozent. Der biallo-Index ist der Durchschnittszins der von biallo erfassten Banken, nicht des gesamten Markts. Die Spitzenangebote liegen also deutlich über diesem Wert.

Die folgende Tabelle zeigt fünf der ertragreichsten Angebote für einjähriges Festgeld. Sortiert ist sie nach dem Zinsertrag über zwölf Monate für eine Anlage von 25.000 Euro.

Anbieter (Produkt)Zins p. a.ZinsertragEinlagensicherungS&P-Länderrating
Isbank (IsWEB Festgeld)3,40%850€DeutschlandAAA
Ferratum Bank (Festgeld)3,20%800€MaltaA-
HoistSpar (Festgeld)3,10%775€SchwedenAAA
BBVA (Felxibles Festgeld)3,10%775€SpanienA+
State Bank of India (Festgeld)13,10%775€DeutschlandAAA
Quelle: Angaben der Anbieter; 1Mindestanlage von 20.000 Euro; Anlagesumme 25.000 Euro, Laufzeit 12 Monate, mindestens gute Sicherheit, nur überregionale Anbieter ohne Zinsportale; Stand 25.08.2026.

Warum die Kurzläufer-Zinsen gestiegen sind

Hintergrund des Anstiegs sind vor allem die höheren Kapitalmarktzinsen am kurzen Ende. Die Rendite zweijähriger Bundesanleihen liegt aktuell bei über 2,80 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit gut zwei Jahren. Banken orientieren sich bei ihren Konditionen für kurz laufendes Festgeld an diesem Marktsegment.

Hinzu kommt der Blick auf die Notenbank. Am 10. September entscheidet die Europäische Zentralbank erneut über die Leitzinsen, und am Markt wird mit einer weiteren Anhebung gerechnet. Viele der aktuell hohen Festgeldangebote nehmen diesen erwarteten Schritt bereits vorweg.

Tagesgeld als flexible Alternative

Wer sich nicht für zwölf Monate festlegen will, findet beim Tagesgeld eine flexible Alternative. Die besten Angebote bringen hier bei einer Anlagedauer von einem Jahr zwar weniger als die beiden besten Festgeldangebote, können sich aber im Vergleich dennoch sehen lassen. Und das Geld bleibt täglich verfügbar. Allerdings ist der Zins hier variabel und kann sich jederzeit ändern.

Die folgende Tabelle zeigt fünf der besten Tagesgeldangebote, sortiert nach dem Zinsertrag für eine Anlagesumme von 25.000 Euro über zwölf Monate.

Anbieter (Produkt)Zins p. a. (Aktion)Basiszins p. a.Zinsertrag 12 Mon.EinlagensicherungS&P-Länderrating
Ferratum Bank (Tagesgeld)3,00 %3,00 %760,40 €MaltaA-
Bunq (Sparkonto)3,01 % (für Neukunden)1,51 % (für Bestandskunden)752,50 €NiederlandeAAA
Bank of Scotland (Tagesgeld)3,00 % (für Neukunden für 12 Monate)1,25 %750,00 €DeutschlandAAA
BBVA (Girokonto)3,50 % (für Neukunden für 6 Monate)2,25 %721,95 €SpanienA+
Suresse Direkt Bank (Tagesgeld)3,50 % (für Neukunden für 6 Monate)2,05 %696,95 €SpanienA+
Quelle: Angaben der Anbieter; Anlagesumme 25.000 Euro, Ertrag nach 12 Monate, mindestens gute Sicherheit; Stand 25.08.2026.

Auffällig dabei: Das Angebot mit dem höchsten Aktionszins bringt nicht den höchsten Ertrag. Die BBVA zahlt anfangs 3,50 Prozent, allerdings nur für sechs Monate und über ein Girokonto. Nach der Aktion fällt der Satz auf 2,25 Prozent, sodass über zwölf Monate ein geringerer Ertrag als bei den 3,00 % der Ferratum Bank bleibt. Diese zahlt den Zins nämlich durchgängig. Sparer müssen hier allerdings die geringere Länderbonität Maltas und damit eine geringere Sicherheit ihrer Einlagen in Kauf nehmen.

Festgeld oder Tagesgeld: Was passt zu wem?

Beide Anlageformen haben derzeit ihre Berechtigung. Festgeld sichert Ihnen den Zinssatz über die gesamte Laufzeit, unabhängig davon, wie sich der Markt entwickelt. Der Nachteil: Ihr Geld ist für zwölf Monate gebunden.

Tagesgeld bleibt dagegen täglich verfügbar. Dafür kann der variable Zins nach Ablauf eines Aktionszeitraums aber jederzeit sinken.

Fazit: Festgeld für Planungssichere, Tagesgeld für Flexible

Die kurzfristigen Festgeldzinsen sind so hoch wie seit über einem Jahr nicht, und die Spitzenangebote liegen deutlich über dem biallo-Index. Wer sich diesen Zins für zwölf Monate sichern und den erwarteten EZB-Schritt vorwegnehmen will, findet beim einjährigen Festgeld attraktive Konditionen von bis zu 3,40 Prozent. Wer dagegen flexibel bleiben will oder das Geld kurzfristig braucht, fährt mit einem Tagesgeldkonto besser, sollte dort aber nicht nur auf den Aktionszins, sondern auch auf den Basiszins achten – außer, das Tagesgeldkonto wird öfter gewechselt.

Häufige Fragen zu kurzlaufendem Festgeld

Wie hoch ist der Zins für einjähriges Festgeld aktuell?

Für Festgeld mit zwölf Monaten Laufzeit zahlen die besten Anbieter derzeit bis zu 3,40 Prozent pro Jahr (Stand: 25.08.2026). Der biallo-Index für diese Laufzeit liegt bei 2,05 Prozent, die Spitzenangebote liegen also deutlich darüber.

Warum sind die Festgeldzinsen zuletzt gestiegen?

Ein Treiber ist der Anstieg der Kapitalmarktzinsen am kurzen Ende. Die Rendite zweijähriger Bundesanleihen liegt im Handel bei über 2,80 Prozent und damit so hoch wie seit rund zwei Jahren nicht.

Sollte ich vor der EZB-Sitzung am 10. September abschließen?

Viele der aktuell hohen Festgeldangebote nehmen den erwarteten Zinsschritt der EZB bereits vorweg. Ein Abwarten bis nach der Sitzung bringt daher nicht automatisch bessere Konditionen. Wer sich den festen Zins über zwölf Monate sichern will, kann das schon jetzt tun.

Ist Festgeld oder Tagesgeld die bessere Wahl?

Das hängt von Ihrem Ziel ab. Festgeld garantiert den Zins über die gesamte Laufzeit, bindet das Geld aber zwölf Monate. Tagesgeld bleibt täglich verfügbar, der Zins kann sich jedoch jederzeit ändern.

Hinweis zur Einordnung: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Marktbeobachtung und keine Anlageberatung. Wir vergleichen Festgeld- und Tagesgeld-Konditionen, ordnen sie ein und benennen Vor- und Nachteile, treffen aber keine Entscheidung für Sie. Ob ein bestimmtes Angebot zu Ihrer Anlagedauer, Ihrem Liquiditätsbedarf und Ihrem Sicherheitsbedürfnis passt, etwa mit Blick auf die Einlagensicherung außerhalb Deutschlands, prüfen Sie vor jedem Abschluss am besten selbst, gegebenenfalls mit einer unabhängigen Beratung.

Biallo Festgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 25.000 €, Anlagedauer: 12 Monate, Sicherheit: mind. gute Sicherheit. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,40% /
850
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,20% /
800
Bewertung
3,8/5
S&P Länderrating
A-
Malta
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,10% /
775
Bewertung
4,4/5
S&P Länderrating
AAA
Schweden
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 25.08.2026

Über den Redakteur Matthias Autenrieth

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Nach Abschluss der Deutschen Journalistenschule und Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Zwischenstation beim Fernsehen, seitdem im Bereich Finanz- und Wirtschaftsjournalismus tätig. Dabei reichte das Spektrum von Ratgebertexten für unterschiedliche Publikumsmedien über Artikel für Fachzeitschriften bis zu Börsenberichten. Zudem unterstützte er diverse Unternehmen bei ihrer internen und externen Kommunikation. Seit 2026 ist er in der Redaktion von biallo.de, wo sein Fokus vor allem auf dem Nutzwert für die Leserinnen und Leser liegt.

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