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Beim Festgeld kommt es nicht nur auf den Zins an. Bei gleichem Zins kann die Art der Auszahlung leicht einen Unterschied von etlichen Tausend Euro machen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sehr sich der Ertrag aufs Festgeld bei gleichem Zins unterscheiden kann, welche Arten der Zinszahlung es gibt und wie es damit bei den derzeit bestverzinsten Angeboten aussieht. Alle Details zur Zinszahlung und das vollständige Rechenbeispiel finden Sie im Ratgeber Festgeld mit Zinseszins.
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Ausgangspunkt ist eine einfache Rechnung: 50.000 Euro, 3,50 Prozent Zinsen, zehn Jahre Laufzeit, alle Zinsen um die Abgeltungsteuer bereinigt. Der Ertrag liegt nach unserer Rechnung zwischen rund 13.148 Euro und 17.451 Euro. Der Unterschied zwischen bester und schlechtester Variante liegt also bei rund 4.300 Euro.
Im besten Fall fließen die Zinsen jährlich aufs Festgeldkonto und werden bei jeder folgenden Ausschüttung mit verzinst. Im schlechtesten Fall gibt es den Ertrag erst zum Laufzeitende und ohne Zinseszins. In diesem Fall können Sie den jährlichen Steuerfreibetrag nur einmal nutzen – statt zehnmal wie bei der jährlichen Ausschüttung.
Im Grunde gibt es vier Arten der Zinszahlung – abhängig davon wann und auf welchem Konto die Zinsen gutgeschrieben werden. Die folgende Übersicht zeigt den Ertrag bei 50.000 Euro Anlage und 3,50 Prozent Zinsen. Annahme ist, dass der jährliche Steuerfreibetrag von 1.000 Euro voll zur Verfügung steht und genutzt wird.
| Auszahlungsart | Zinseszins | Ertrag brutto | Ertrag netto |
|---|---|---|---|
| Jährliche Ausschüttung aufs Festgeld | ja | 20.121 € | 17.451 € |
| Jährliche Ausschüttung aufs Referenzkonto | bei Wiederanlage | 17.500 €* | 15.522 €* |
| Endfällig mit Zinseszins | ja | 20.530 € | 15.379 € |
| Endfällig ohne Zinseszins | nein | 17.500 € | 13.148 € |
Das Angebot mit jährlicher Ausschüttung aufs Festgeldkonto wirft im Beispiel den höchsten Nettoertrag ab. Vor Steuern schneidet dagegen das endfällige Festgeld mit Zinseszins am besten ab. Weil der jährliche Freibetrag aber hier nur einmal genutzt wird, bleibt netto weniger übrig. Wer den Freibetrag ohnehin nicht fürs Festgeld nutzt oder andere steuerliche Voraussetzungen hat, könnte mit dieser Variante daher am besten abschneiden. Die Variante mit jährlicher Auszahlung aufs Referenzkonto bietet wiederum die meiste Flexibilität und wird noch einträglicher, falls die Zinsen wieder angelegt werden.
Welche Variante sich für Sie am ehesten lohnt, hängt also von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Nur die schlechteste Variante, endfällig ohne Zinseszins, kombiniert ausschließlich Nachteile: Keine Flexibilität, niedriger Bruttoertrag und eine vermeintlich ungünstige Versteuerung.
Welche Auszahlung die derzeit bestverzinsten Festgelder über zehn Jahre tatsächlich bieten, sehen Sie in der folgenden Tabelle.
| Anbieter | Zins pro Jahr | Zinszahlung | Einlagensicherung |
|---|---|---|---|
| Nexent Bank | 3,65 % | jährlich/monatlich aufs Tagesgeld | Niederlande |
| willbe | 3,52 % | jährlich aufs Tagesgeld | Liechtenstein |
| J&T Direktbank | 3,50 % | jährlich aufs Tagesgeld | Tschechien |
| Ascory Bank | 3,30 % | jährlich aufs Tagesgeld | Deutschland |
| Alte Leipziger | 3,20 % | jährlich aufs Tages- oder Festgeld | Deutschland |
| Bigbank | 3,20/3,15 % | endfällig oder jährlich aufs Referenzkonto | Estland |
Der Vergleich zeigt: Die höchsten Zinsen mit über 3,40 Prozent gibt es derzeit nur bei Banken mit ausländischer Einlagensicherung. Die höchsten Zinsen aus Deutschland stammen von Ascory (früher Varengold) und der Alten Leipziger. Letztere ist auch der einzige Anbieter auf der Liste, der Zinseszinsen zahlt. Vom Vorsteuer-Ertrag her wäre es sogar das beste Angebot. Für die anderen Angebote spricht hingegen, dass die Zinsen meist aufs Tagesgeld fließen. Dort werden sie im besten Fall erneut attraktiv verzinst.
In jedem Fall lohnt es sich, bei der langfristigen Geldanlage genauer hinzuschauen und den persönlichen Ertrag durchzurechnen, gerade in Hinblick auf die Steuer.

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Tschechische RepublikHinweis: Die Informationen zu steuerlichen Themen in diesem Beitrag ersetzen keine Steuerberatung, die tatsächlich auf individuelle Rahmenbedingungen eingehen kann. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung und Allgemeininformation.