Sechs Profile, sechs Empfehlungen
Statt eines pauschalen „Testsiegers 2026" zeigen wir Ihnen, welches Konto zu welchem Profil passt. Suchen Sie sich Ihres heraus.
Profil 1: Solo-Selbstständige ohne Mindestumsatz
Ihre Lage: Sie arbeiten freiberuflich oder als Einzelunternehmer, haben weniger als 30 Buchungen pro Monat und wollen nicht durch einen Mindestgeldeingang in Zugzwang geraten.
biallo-Empfehlung: N26 Business Standard oder Finom Solo – beide kostenlos, beide mit Apple Pay und Google Pay. Wer auf Mobile Payment verzichten kann, fährt mit dem ING-Tarif S nach Ablauf der sechsmonatigen Gratisphase ähnlich günstig (rund 4 bis 6 Euro monatlich bei 15 bis 20 Transaktionen).
Profil 2: Freiberufler mit DATEV-Bedarf
Ihre Lage: Sie arbeiten mit einer Steuerberatung, brauchen einen sauberen DATEV-Export und nutzen Lexware oder sevDesk.
biallo-Empfehlung: Qonto Smart (9 Euro netto monatlich) liefert die stärkste DATEV-Integration über RZ-Bankinfo mit Push-Funktion direkt an Ihre Steuerberatung. Alternativ: DKB Business für 15 Euro monatlich – falls Sie zu den zugelassenen Berufsgruppen wie Heilberufe, Steuerberater oder Rechtsanwälte gehören. Die DKB beschränkt das Geschäftskonto auf bestimmte Branchen. Auch die ING bietet eine PSD2-Schnittstelle für DATEV, Lexware und sevDesk – aber ohne die Push-Komfortfunktion.
Profil 3: Einzelunternehmer im Wachstum
Ihre Lage: Sie sind Einzelunternehmer mit 50 bis 100 Buchungen pro Monat, mehreren Lieferanten, vielleicht einem Mitarbeiter.
biallo-Empfehlung: ING-Tarif M (4,90 Euro Grundpreis plus 0,20 Euro pro Transaktion) kommt bei 70 Buchungen auf rund 19 Euro monatlich. Fyrst Complete liegt mit 10 Euro Grundpreis und 0,25 Euro pro Buchung bei vergleichbarem Volumen ähnlich, hat aber den Vorteil der Cash-Group-Filialen. Qonto Smart kostet 9 Euro netto, bietet dafür Mitarbeiterkarten und Mehrnutzer-Zugriff – beides Funktionen, die bei der ING fehlen.
Profil 4: Junge GmbH
Ihre Lage: Sie haben den Eintrag ins Handelsregister, brauchen ein Konto für laufenden Zahlungsverkehr, Compliance ist Ihnen wichtig.
biallo-Empfehlung: Hier scheiden DKB Business (nur Freiberufler), N26 Business (nur Solo-Selbstständige) und Kontist (nur Solo) aus. Übrig bleiben: ING Geschäftskonto, Fyrst Complete, Qonto Essential (9 Euro netto monatlich, GmbH-Tarif), HVB BusinessKonto 4You (ab 25 Euro), Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, Vivid und Finom. Für Compliance-orientierte GmbHs mit 4-Augen-Prinzip ist Qonto die stärkste digitale Option, Fyrst Complete die preislich attraktivste. Wer Wert auf Filialberatung legt, ist bei der HypoVereinsbank oder der Deutschen Bank besser aufgehoben.
Profil 5: UG-Gründung mit Stammkapital
Ihre Lage: UG Geschäftskonto mit Besonderheit: Sie müssen vor dem Handelsregister-Eintrag Stammkapital einzahlen können, also schon als "UG in Gründung" ein Konto eröffnen.
biallo-Empfehlung: Die ING ist hier raus – sie akzeptiert aktuell keine GmbH oder UG in Gründung. Qonto bietet ein spezielles Gründungspaket (rund 169 Euro Pauschale), bei dem die Stammkapital-Einzahlung ohne Handelsregister-Eintrag möglich ist. Auch Fyrst und die HypoVereinsbank akzeptieren UGs in Gründung – allerdings dauert die Eröffnung dort meist länger. Eine schnelle, vollständig digitale Alternative ist Finom mit Gründungskonto.
Profil 6: Gründer ohne laufenden Umsatz
Ihre Lage: Geschäftskonto für Startups und Gründer – Sie starten gerade, der Umsatz ist null oder minimal, jeder Euro Fixkosten zählt.
biallo-Empfehlung: Hier spielt die ING ihre Stärke aus: Zwölf Monate komplett kostenlos für Gründerinnen und Gründer im ersten Geschäftsjahr – das schlägt jeden anderen Anbieter. Danach Tarif S ab 0 Euro Grundgebühr. Alternativen mit dauerhaft kostenloser Variante: N26 Business Standard (nur für Solo-Selbstständige), Finom Solo, Fyrst Base. Wer mit Stammkapital-Einzahlung gründet, schaut wieder bei Qonto.