Nie wieder IBAN diktieren, wenn Freunde Ihnen das Kinoticket zurückzahlen wollen? Mit Wero überweisen Bankkunden Geld in unter zehn Sekunden, kostenlos und direkt vom Girokonto. Wir führen Sie bei der Aktivierung von Wero bei der ING durch jeden Schritt bis zur ersten Zahlung.

Wero ist das gemeinsame Bezahlsystem europäischer Banken, das Geld in Echtzeit direkt von Girokonto zu Girokonto überträgt, ohne zwischengeschaltete Wallet und ohne internationalen Zahlungsdienstleister wie PayPal. Ihre Handynummer ersetzt dabei die IBAN.

Kennen Sie das? Der Kollege hat die Kinokarten ausgelegt, und nun beginnt das lästige Abtippen einer 22-stelligen IBAN für 9,99 Euro. Mit Wero ist damit Schluss: Sie wählen einfach einen Kontakt aus dem Telefonbuch, und das Geld ist in unter zehn Sekunden auf dem Konto der anderen Person. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Wero als ING-Kundin oder ING-Kunde aktivieren, Geld senden und anfordern.

Bei der ING ist Wero seit August 2025 fest in die Banking-App integriert und laut ING-Produktseite komplett kostenlos. Seit dem 3. Juni 2026 können Sie damit auch bei ersten Onlinehändlern bezahlen. Gut 600.000 ING-Kunden nutzen Wero bereits, wie die Bank in ihrer Pressemitteilung zum E-Commerce-Start meldet. Die ING hat nach eigenen Angaben rund vier Millionen Girokonto-Kunden in Deutschland.

Wero in der ING-App aktivieren: So richten Sie den Dienst als Bestandskunde ein

ING-Neukunden brauchen Wero gar nicht mehr zuzustimmen. Über die Girokonto-AGB wird die Zustimmung bereits erteilt. Aktivieren müssen Sie den Dienst dennoch, wenn Sie ihn nutzen wollen. Sie aktivieren Wero als ING-Kunde in wenigen Minuten direkt in der ING-App, ohne zusätzliche Anwendung und ohne separate Registrierung. So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Einstieg finden: Tippen Sie in der App unten auf "Service", dann auf "Konto verwalten" und wählen Sie "Girokonto". Scrollen Sie nach unten. Im Bereich "Service" finden Sie den Punkt "Wero: Geld senden und empfangen mit Wero".
  2. Bedingungen lesen und bestätigen: Es öffnet sich eine Infoseite, welche unter anderem die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung enthält. Tippen Sie auf "Weiter".
  3. Zustimmung erteilen: Unter "Geben Sie uns Ihr Okay?" stimmen Sie der Weiterleitung Ihrer Daten an Wero zu, damit andere Sie in ihren Wero-Kontakten finden können. Einfach den Haken setzen, dann "Wero aktivieren" tippen. Diese Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen.
  4. Referenzkonto prüfen: Die App zeigt Ihr Girokonto als Referenzkonto an. Über dieses Konto laufen alle Wero-Zahlungen. Das Referenzkonto lässt sich nachträglich nicht ändern, und pro Person ist zunächst nur ein Girokonto registrierbar. Klicken Sie auf "Weiter" und geben Sie zur Bestätigung Ihre MobilePIN ein.
  5. Mobilnummer verknüpfen: Geben Sie Ihre Handynummer ein. Sie ersetzt künftig die IBAN und muss deshalb eindeutig Ihrem Konto zugeordnet sein. Haben Sie die Nummer eingegeben, klicken Sie auf "Weiter".
  6. SMS-Code eingeben: Zum Abschluss bestätigen Sie die Nummer mit einem sechsstelligen Einmalpasswort, das per SMS kommt. Danach begrüßt Sie die App mit "Willkommen bei Wero!". Klicken Sie auch hier auf "Weiter".
  7. Push-Mitteilungen aktivieren: Damit Sie keine Wero-Meldungen als ING-Kunde verpassen, können Sie die Push-Mitteilungen über "Jetzt aktivieren" auf aktiv stellen.

Praktisch: Legen Sie sich Wero anschließend als Schnellzugriff in die Kontenübersicht. Das geht laut ING-Hilfeseite über "Service" und "App-Einstellungen". So starten Sie künftig jede Zahlung mit einem Fingertipp.

So senden Sie Geld mit Wero

Geld senden Sie mit Wero bei dem ING-Girokonto in unter zehn Sekunden. Sie brauchen dafür nur drei Dinge: den Kontakt, den Betrag und Ihre Freigabe. Öffnen Sie Wero (in der Übersicht beim Girokonto) und tippen Sie auf "Senden". Beim ersten Mal fragt die App nach dem Zugriff auf Ihre Telefonbuchkontakte. Es werden in der App beim "Geld senden" nur Personen angezeigt, die Wero ebenfalls aktiviert haben. Der Abgleich läuft verschlüsselt: Übertragen wird nur ein aus der Telefonnummer errechneter Wert, keine Namen und keine weiteren Daten.

Danach wählen Sie den Kontakt aus, tippen den Betrag ein und ergänzen auf Wunsch eine Nachricht mit bis zu 250 Zeichen, gern auch mit Emojis. Anschließend erhalten Sie eine Zusammenfassung. Dann geben Sie die Zahlung mit Ihrer fünfstelligen MobilePIN oder per Gesichtserkennung frei. In der Regel ist das Geld in unter zehn Sekunden beim Empfänger. Das funktioniert derzeit mit allen Wero-Nutzern in Deutschland, Frankreich und Belgien, unabhängig davon, bei welcher teilnehmenden Bank sie ihr Konto führen.

„Wero macht die Handynummer zur IBAN. Und wer der ING Banking-App keinen vollen Adressbuch-Zugriff geben mag, muss dies auch nicht tun.“
Franziska Baum, Redakteurin bei biallo.de

Geld anfordern und empfangen: auch von Kunden anderer Banken

Geld empfangen Sie mit Wero bei der ING über eine Anforderung an einen Wero-Kontakt, und auch das funktioniert mit Kunden anderer Banken. Für eine Anforderung tippen Sie auf "Anfordern", wählen den Kontakt, geben Betrag und Nachricht ein und senden die Anfrage ab. Die andere Person bekommt sofort eine Push-Nachricht und sieht Ihre Anforderung in ihrer Banking-App. Dort kann sie mit einem Tipp auf "Geld senden" bezahlen oder ablehnen.

Einen eigenen QR-Code zum Senden oder Empfangen unter Freunden können Sie in der ING-App aktuell nicht erzeugen. Der QR-Code-Scanner in der ING-App ist zurzeit ausschließlich für Wero-Zahlungen im Onlinehandel gedacht. Die ING plant, QR-Code-Zahlungen zwischen Privatpersonen noch in diesem Jahr einzuführen.

Was Wero bei der ING kann und wo die Grenzen liegen

Wero bei der ING ist wie bei anderen Banken auch kostenlos und schnell, hat aber drei feste Grenzen. Im Alltag punktet der Dienst mit Tempo, Komfort und einem fairen Preis: keine Gebühren, keine IBAN, keine Extra-App. 

Die Limits sind großzügig bemessen: Bis zu 100.000 Euro pro Transaktion und 100 Transaktionen pro Woche sind laut ING beim Bezahlen mit Wero möglich. Zusätzlich gelten die Limits Ihres ING-Girokontos. Auch beim Onlineshopping wächst der Dienst: Bei Eventim können Sie bereits mit Wero zahlen, IKEA Deutschland und der Lidl-Onlineshop sollen zeitnah folgen. Als nächster Schritt ist das Bezahlen an der Ladenkasse geplant.

Drei Punkte sollten Sie beachten: 

  1. Eine ausgeführte Wero-Zahlung ist eine Echtzeitüberweisung und kann nicht zurückgeholt werden. Prüfen Sie Betrag und Empfänger deshalb vor jeder Freigabe.
  2. Die Zustimmung zur Wero-Nutzung steckt bei der ING inzwischen in den Konto-AGB. Was das genau bedeutet, lesen Sie in unserer News zum Wero-Start im Onlineshopping
  3. Sie können in der ING-App bislang keinen eigenen QR-Code für Zahlungen unter Privatpersonen erzeugen. Der QR-Code-Scanner ist derzeit nur für Wero-Zahlungen im Onlinehandel gedacht. Die ING will P2P-QR-Codes aber noch in diesem Jahr (2026) einführen. 

Wenn Sie den Dienst nicht nutzen möchten, deaktivieren Sie ihn mit wenigen Tipps wieder – mehr dazu in den häufigen Fragen weiter unten. Falls Sie ohnehin über ein neues Konto nachdenken: In unserem Girokonto-Vergleich sehen Sie, wie das ING-Girokonto im Markt abschneidet.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Haben Sie Wero in der ING-App schon ausprobiert? Ersetzt der Dienst bei Ihnen bereits PayPal und Co., oder bleiben Sie beim klassischen Überweisen? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Fragen gern per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Damit Sie bei neuen Wero-Händlern, Banking-Funktionen und Kontoangeboten auf dem Laufenden bleiben, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Biallo-Newsletter. Registrieren Sie sich zusätzlich kostenlos im persönlichen Bereich auf biallo.de. Dort speichern Sie Artikel, nutzen unsere Vergleichsrechner und finden das Girokonto, das zu Ihnen passt.

Häufige Fragen zu Wero bei der ING

Was kostet Wero bei der ING?

Nichts. Wero ist laut ING ein kostenloser Zahlungsservice in der Banking-App. Es fallen weder Gebühren für die Aktivierung noch für einzelne Zahlungen an.

Welche Limits gelten bei Wero-Zahlungen?

Die ING erlaubt bis zu 100.000 Euro pro Transaktion und maximal 100 Transaktionen pro Woche. Zusätzlich greifen die Limits, die Sie für Ihr Girokonto eingestellt haben.

Muss ich der ING-App Zugriff auf alle meine Kontakte geben?

Nein. Sie können einzelne Kontakte freigeben. Der Abgleich erfolgt zudem nur über verschlüsselte Telefonnummern, Namen oder andere Daten werden nicht übertragen.

Kann ich eine Wero-Zahlung zurückholen?

Nein. Eine bereits ausgeführte Zahlung mit Wero kann nicht zurückgeholt werden. Der Grund: Wero nutzt unwiderrufliche Echtzeitüberweisungen.

Kann ich mit Wero bei der ING online bezahlen?

Ja. Seit dem 3. Juni 2026 können Sie Wero bei ersten Onlinehändlern als Bezahlmethode nutzen, etwa bei Eventim. Laut ING sollen IKEA Deutschland und der Lidl-Onlineshop zeitnah folgen. Sie wählen Wero im Shop aus, wechseln in die ING-App und geben die Zahlung dort frei.

Wie deaktiviere ich Wero wieder?

Öffnen Sie Wero in der ING-App und tippen Sie oben rechts auf das Zahnrad-Symbol. Dort finden Sie den Punkt "Wero deaktivieren". Eine spätere Neuaktivierung ist jederzeit möglich, auch Ihre Mobilnummer lässt sich dort ändern.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 08.07.2026

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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