JPMorgan Chase – mit einer Bilanzsumme von 4,9 Billionen US-Dollar die größte Bank der USA und nach Marktkapitalisierung die weltweit größte Bank – ist am 20. Mai 2026 offiziell in Deutschland gestartet. Zunächst mit einem Tagesgeldkonto, das mit 4,00 Prozent p.a. sofort den besten Aktionszins im deutschen Markt bot. Doch das ist nur der erste Schritt. Chase will langfristig zu einer der fünf führenden Digitalbanken in Deutschland werden – inklusive vollwertigem Girokonto bis Ende 2028. Was das für Verbraucher bedeutet.
Das Tagesgeldkonto – der erste Schritt
Chase startet in Deutschland mit einem gebührenfreien Tagesgeldkonto: 4,00 Prozent p.a. für die ersten vier Monate, danach ein variabler Basiszins von 2,00 Prozent p.a. – auf Einlagen bis zu einer Million Euro. Der Basiszins liegt dabei leicht unter dem aktuellen EZB-Einlagensatz (2,25 Prozent, Stand: Juni 2026) – ein solider Puffer gegenüber vielen Wettbewerbern, die nach der Aktionsphase auf unter ein Prozent fallen. Die Kontoeröffnung läuft vollständig digital über die Chase-App, per eID oder Video-Ident in wenigen Minuten. Eine deutsche IBAN wird sofort vergeben.
Betrieben wird das Angebot von der J.P. Morgan SE, die eine eigenständige Vollbanklizenz in Deutschland besitzt und gemeinsam von BaFin, EZB und Bundesbank beaufsichtigt wird. Einlagen sind gesetzlich bis 100.000 Euro abgesichert, über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds bis zu 3 Millionen Euro.
Wichtig zu wissen: Chase ist aktuell rein App-basiert – kein Web-Banking, keine Echtzeitüberweisungen, keine Filiale. Das Tagesgeldkonto ist bewusst als Einstiegsprodukt gewählt. Chase will zunächst Kunden gewinnen, bevor das vollständige Produktportfolio folgt.

