
Spanien- Basiszins: 2,25%
- Aktionszins: 3,50% - gilt für die ersten 6 Monate

Spanien- Basiszins: 2,05%
- Aktionszins: 3,50% - gilt für die ersten 6 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Die Sparda-Bank Nürnberg lockt Neukunden mit 4,00 Prozent, die BBVA verspricht 3,50 Prozent auf das Girokonto. Klingt nach einer klaren Sache. Doch nach einigen Monaten dreht sich das Bild komplett, und wer nur auf die größere Zahl schaut, verschenkt bares Geld.
Zins-Jäger aufgepasst: Zwei Banken werben gerade um Ihr Girokonto, und beide winken mit Zinsen, von denen Kontoinhaber lange nur träumen konnten. Ein Girokonto ist eigentlich ein Zahlungskonto für den täglichen Geldverkehr, kein Sparprodukt. Genau deshalb sind Guthabenzinsen bei der Sparda-Bank Nürnberg und der BBVA die absolute Ausnahme, und genau deshalb lohnt der zweite Blick.
Die spannende Frage ist dabei nicht, wer die höhere Prozentzahl auf das Werbeplakat schreibt. Sondern, wie viel Sie nach sechs Monaten, nach einem und nach zwei Jahren tatsächlich für Ihr Geld bekommen. Wir haben beide Angebote nebeneinandergelegt und für Sie durchgerechnet.
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Beide Spitzenzinssätze sind befristete Neukunden-Aktionen, nicht die Dauerkondition. Bei der Sparda-Bank Nürnberg gibt es die 4,00 Prozent pro Jahr für sechs Monate auf ein Guthaben bis 50.000 Euro. Bei der BBVA sind es 3,50 Prozent pro Jahr für sechs Monate, allerdings auf bis zu 200.000 Euro.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht im halben Prozentpunkt, sondern in dem, was danach passiert. Bei der Sparda-Bank Nürnberg fällt der Zins nach der Aktion auf 0,00 Prozent. Bei der BBVA läuft danach automatisch eine variable Anschlussverzinsung weiter, aktuell 2,25 Prozent pro Jahr.
Zur Einordnung: Der biallo-Index für Tagesgeld liegt derzeit bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro bei 1,69 Prozent pro Jahr. Beide Aktionszinsen liegen also deutlich darüber, und selbst die BBVA-Anschlussverzinsung schlägt diesen Durchschnitt noch.
Die Sparda-Bank Nürnberg staffelt ihre Neukundenprämie über drei Kontomodelle. Das kostenlose SpardaGiroOnline verlangt aktive Nutzung, das SpardaGiroKlassik kostet 4,90 Euro im Monat, das SpardaGiroWertvoll 9,90 Euro. Auf alle gibt es dieselben 4,00 Prozent pro Jahr für sechs Monate auf bis zu 50.000 Euro. Beim SpardaGiroOnline legt die Bank obendrauf noch eine Prämie von 100 Euro.
Wichtig: Diese 4,00 Prozent der Sparda-Bank Nürnberg gelten nur für Neukunden und nur für das erste Girokonto bei der Bank. Nach den sechs Monaten sinkt der Zins auf 0,00 Prozent. Eine dauerhafte Guthabenverzinsung gibt es nur beim teureren SpardaGiroWertvoll, nämlich 1,00 Prozent pro Jahr ab 10.000 Euro. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich zum Quartalsende. Wer im Aktionszeitraum vom 31. Juli bis 30. September 2026 eröffnet, nimmt zusätzlich an einer Verlosung verschiedener Sachprämien teil.
Das BBVA-Girokonto ist dauerhaft kostenlos und verlangt keine Bedingungen wie Gehaltseingang oder Mindestguthaben. In den ersten sechs Monaten bekommen Sie 3,50 Prozent pro Jahr auf Guthaben bis 200.000 Euro, monatlich ausgezahlt. Danach greift automatisch die variable Anschlussverzinsung, aktuell 2,25 Prozent pro Jahr.
Ein weiterer Vorteil: Zusätzlich gibt es in den ersten sechs Monaten 3,50 Prozent Cashback auf Einkäufe mit der Debitkarte, auf bis zu 350 Euro Umsatz pro Monat. Die BBVA wirbt damit, ihre Anschlussverzinsung sei etwa 4,69-mal höher als der Durchschnitt in Deutschland. Solche Werbeaussagen prüfen wir kritisch. Belastbar bleibt der Vergleich mit dem biallo-Index: Auch die 2,25 Prozent liegen spürbar über den durchschnittlichen 1,69 Prozent.
Damit der Vergleich fair ist, rechnen wir für beide Konten mit 50.000 Euro, also der Obergrenze der Sparda-Aktion, auch wenn die BBVA in der Aktionsphase bis 200.000 Euro verzinsen würde. In jeder Spalte sehen Sie, wie sich der Ertrag zusammensetzt: bei der Sparda aus Zinsen und Prämie, bei der BBVA aus den 3,50 Prozent der ersten sechs Monate und den 2,25 Prozent danach. Alle Werte verstehen sich vor Steuern und ohne Zinseszins.
| Zeitraum | Sparda: Zinsen + Prämie¹ | BBVA: Zinsen² |
|---|---|---|
| nach 6 Monaten | 1.000 € + 100 € = 1.100 € | 875 € |
| nach 1 Jahr | 1.000 € + 100 € = 1.100 € | 875 € + 562,50 € = 1.437,50 € |
| nach 2 Jahren | 1.000 € + 100 € = 1.100 € | 875 € + 1.687,50 € = 2.562,50 € |
Das Ergebnis ist deutlich: Im ersten Halbjahr liegt die Sparda mit ihrer Kombination aus 4,00 Prozent und Prämie vorn – Sie hätten dann 1.100 Euro statt 875 Euro mehr auf dem Konto. Doch bei zwölf Monaten dreht sich das Blatt. Die BBVA zieht vorbei, weil die Zinsen dort nach einem halben Jahr mit 2,25 Prozent weiterlaufen, während bei der Sparda die Verzinsung wegfällt. Nach zwei Jahren liegt die BBVA mit einem Vorsprung von rund 1.460 Euro deutlich vorn. Der höhere Startzins und die Prämie der Sparda gewinnen also nur im ersten Halbjahr. Danach arbeitet die Beständigkeit für die BBVA.
Die reine Kontoführung bei der Sparda funktioniert ohne Mitgliedschaft. Pflicht wird die Genossenschaftsmitgliedschaft aber, sobald Sie eine Kreditkarte, einen Dispo oder einen Kredit wollen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 52 Euro. Das ist keine laufende Gebühr, sondern eine einmalige Kapitaleinlage, die bei Kündigung zurückerstattet wird und eine jährliche, erfolgsabhängige Dividende bringt. Die Rückzahlung erfolgt erst nach der Vertreterversammlung im Folgejahr, mit drei Monaten Kündigungsfrist zum Jahresende. Ihr Geld ist also nicht sofort wieder frei.
Beim SpardaGiroOnline sollten Sie zudem die aktive Nutzung berücksichtigen, damit das Konto kostenlos bleibt. Das BBVA-Konto verlangt solche Bedingungen nicht, dafür fehlen Filiale und persönliche Beratung vor Ort. Wenn Sie den Überblick über die ständig wechselnden Zinsaktionen behalten möchten, hilft Ihnen unser kostenloser Newsletter mit den wichtigsten Finanzthemen.
Die Sparda-Bank Nürnberg ist stark, wenn Sie eine Genossenschaftsbank mit Filiale suchen, die 100-Euro-Prämie und die Verlosung mitnehmen wollen und ohnehin nur kurz auf den hohen Zins setzen. Für einen sechsmonatigen Zwischenparkplatz ist das Angebot solide.
Legen Sie Ihr Geld dagegen über die sechs Monate hinaus an, ist die BBVA trotz des niedrigeren Aktionszinses klar im Vorteil. Die dauerhafte Anschlussverzinsung macht den halben Prozentpunkt Rückstand schnell wett und zieht danach immer weiter davon. Ein Vergleich lohnt sich also nicht nach der größten Zahl, sondern nach Ihrem Anlagehorizont.
Welches der beiden Konten passt besser zu Ihnen? Setzen Sie lieber auf den kurzen Spitzenzins der Sparda oder auf die dauerhafte Verzinsung der BBVA? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Fragen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Registrieren Sie sich außerdem kostenlos im persönlichen Bereich auf biallo.de. Dort speichern Sie Artikel und nutzen unsere Vergleichsrechner rund um Girokonto, Tagesgeld und Festgeld.

Spanien
Spanien
DeutschlandDer Aktionszins von 4,00 Prozent pro Jahr gilt sechs Monate lang, auf ein Guthaben bis 50.000 Euro und nur für Neukunden. Danach fällt der Zins auf dem Girokonto auf 0,00 Prozent. Eine dauerhafte Verzinsung von 1,00 Prozent gibt es nur beim SpardaGiroWertvoll ab 10.000 Euro.
Nach den ersten sechs Monaten mit 3,50 Prozent läuft beim BBVA-Girokonto automatisch eine variable Anschlussverzinsung weiter, aktuell 2,25 Prozent pro Jahr. Dieser Zins ist variabel und kann sich ändern, gilt aber ohne erneute Aktion dauerhaft weiter.
In den ersten sechs Monaten bringt die Sparda-Bank Nürnberg mit rund 1.000 Euro Zinsen mehr als die BBVA mit 875 Euro. Danach dreht sich das Bild: Nach einem Jahr liegt die BBVA vorn, nach zwei Jahren beträgt ihr Vorsprung rund 1.460 Euro, weil die 2,25 Prozent weiterlaufen.
Für die reine Kontoführung nicht. Pflicht wird sie erst, wenn Sie eine Kreditkarte, einen Dispo oder einen Kredit möchten. Ein Anteil kostet 52 Euro als einmalige Einlage, die bei Kündigung zurückgezahlt wird.