Bling und Revolut <18 sind keine gewöhnlichen Kinderkonten – sie wollen Kindern beibringen, mit Geld umzugehen. Mit Sparzielen, Challenges und Eltern-Dashboard bieten beide mehr als jede klassische Direktbank. Aber nur einer der beiden ist wirklich kostenlos.

Sparschwein war gestern. Bling und Revolut <18 gehen beim Kinderkonto einen anderen Weg: Statt nüchternem Onlinebanking bieten beide Anbieter spielerisch gestaltete Apps, die Kinder aktiv einbinden, mit Sparzielen, Challenges, Belohnungen und Ausgabenübersichten, die auch für Zehnjährige verständlich sind. Das hat aber Grenzen, und die lohnt es sich genau anzuschauen.

Beide Anbieter verfolgen denselben Grundgedanken: Ihr Kind soll den Umgang mit Geld nicht aus einem nüchternen Kontoauszug lernen, sondern beim Sparen, Ausgeben und Erledigen kleiner Aufgaben direkt in der App. Wir haben Bling und Revolut <18 nach denselben Kriterien angeschaut, von der Finanzbildung über die Eltern-Kontrolle bis zu Kosten und Absicherung. Stark sind beide bei den kindgerechten Lernfunktionen und der App, ihre Grenze liegt klar beim Bargeld und der fehlenden Filiale. Wo genau die Unterschiede stecken, zeigen die folgenden Abschnitte.

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Was beide Anbieter gemeinsam haben

Bevor wir die Unterschiede beleuchten, lohnt ein Blick auf das, was Bling und Revolut <18 verbindet – denn die Gemeinsamkeiten sind zahlreich.

Beide Anbieter funktionieren vollständig digital: Kontoeröffnung, Kartenverwaltung, Taschengeld-Überweisung und Ausgabenkontrolle laufen ausschließlich über die App. Eine Filiale gibt es nicht, Bargeld einzahlen ist bei keinem der beiden möglich. Das ist ein bewusstes Konzept – und gleichzeitig die größte Einschränkung für Familien, die den Übergang von Bargeld zu Digital aktiv begleiten möchten.

Was beide dafür bieten: ein vollständiges Eltern-Dashboard mit Ausgabelimits, Kartensperrung und Benachrichtigungen, eine kindgerechte Oberfläche sowie integrierte Sparfunktionen. Und beide setzen konsequent auf Finanzbildung als Kernfeature.

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Finanzbildung & Nützlichkeit für Kinder: Hier glänzen beide

Beide Anbieter stellen die Finanzbildung in den Mittelpunkt, gehen dabei aber unterschiedliche Wege.

Revolut bindet Kinder über die Pocket-Funktion ein, die am Elternkonto hängt. Pockets sind eigenständige Spartöpfe für konkrete Wünsche wie ein neues Fahrrad oder Konzertkarten. Dazu kommen Aufgaben und Belohnungen, über die Sie Ihrem Kind zusätzliches Taschengeld für erledigte Hausarbeiten geben können. Wichtig für Sie zu wissen: Sparziele und Herausforderungen sind bei Revolut nur in den kostenpflichtigen Abos (Plus, Premium, Metal) enthalten. Die Pockets bringen zudem keine Zinsen.

Bling ist als eigenständiges Taschengeldkonto aufgebaut und legt den Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kind. Die App bietet Spartöpfe mit eigener IBAN, in die auch Verwandte per Link einzahlen können, dazu Quizzes, Challenges und einen Aufgabenplaner. Über diesen können Sie Aufgaben mit Geldbeträgen verknüpfen, sodass ein direkter Zusammenhang zwischen Leistung und Belohnung entsteht. Eine vollwertige Taschengeldfunktion automatisiert regelmäßige Zahlungen. Weiterhin stellt Bling auf seiner Webseite umfangreiches Informationsmaterial rund um Finanzbildung bereit.

Was beiden fehlt: Eine Guthabenverzinsung gibt es auf dem laufenden Konto bei keinem der beiden Anbieter. Wenn Sie möchten, dass das Ersparte Ihres Kindes auch Zinsen bringt, müssen Sie auf ein separates Sparangebot ausweichen.

Eltern-Kontrolle und Sicherheit

Beim Thema Kontrolle liegen beide Anbieter eng beieinander. Beide geben Ihnen als Eltern viel Steuerung in die Hand.

Revolut <18 bietet Ihnen ein vollständiges Eltern-Dashboard: Sie legen individuelle Ausgabelimits fest, sperren die Karte per App und erhalten eine Push-Benachrichtigung bei jeder Transaktion. So sehen Sie in Echtzeit, wofür Ihr Kind Geld ausgibt.

Bling bietet dieselben Bausteine über seinen "Elternmodus" mit Echtzeit-Benachrichtigungen. Ein Unterschied im Detail: Bei Revolut laufen die Benachrichtigungen standardmäßig mit, bei Bling müssen Sie sie zunächst selbst aktivieren. Wenn Sie jeden Kauf sofort mitbekommen möchten, denken Sie also daran, die Funktion in den Einstellungen einzuschalten.

Kosten: Hier trennen sich die Wege

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen beiden Anbietern – und ein Punkt, den Sie vor der Entscheidung genau abwägen sollten.

Revolut <18 ist für ein Kind kostenlos. Die Kontoführung, die Debitkarte (Visa oder Mastercard) und die Grundfunktionen der App sind ohne monatliche Gebühr nutzbar. Für mehrere Kinder fällt eine Upgrade-Gebühr an, und wer eine personalisierte Karte möchte, zahlt einen einmaligen Betrag.

Bling hingegen arbeitet mit einem Abomodell: Bling Lite kostet 2,99 Euro pro Monat, Bling Plus 4,99 Euro und Bling Max 8,25 Euro. Das klingt zunächst überschaubar – summiert sich aber auf bis zu 99 Euro im Jahr für das günstigste Paket. Im Vergleich zu kostenlos erhältlichen Konten bei ING, Berliner Sparkasse oder Revolut <18 ist das ein Punkt, den Sie vor der Entscheidung abwägen sollten. Bling bietet zudem einen Sozialrabatt für Familien, die ihn benötigen, und ermöglicht, das Kinderkonto zehn Tage kostenlos zu testen.

Einlagensicherung: Was Sie wissen sollten

Bei Bling ist zu beachten, dass der technische Dienstleister Treezor kein vollwertiges Bankinstitut ist, sondern als E-Geld-Institut arbeitet. Bling tritt dabei nur als Vermittler auf und reicht die Dienstleistung an Sie weiter. Die klassische gesetzliche Einlagensicherung, die Bankguthaben normalerweise bis 100.000 Euro schützt, greift hier nicht. Stattdessen schützt die gesetzliche Trennungspflicht (Safeguarding) das Guthaben vor einer Insolvenz des Anbieters – ein formell andersartiger, aber solider Schutz.

Bei Revolut <18 gilt trotz deutscher Zweigniederlassung und deutscher IBAN nicht die deutsche Einlagensicherung, sondern der litauische Einlagensicherungsfonds.

App & digitale Features

Bei den digitalen Funktionen bieten beide Anbieter eine kindgerechte, gut gestaltete App, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Detail.

Revolut <18 bringt ein Feature mit, das im Vergleich selten ist: echte virtuelle Karten. Das sind eigenständige digitale Kartennummern, die unabhängig von der physischen Karte für Online-Einkäufe genutzt werden können. Apple Pay und Google Pay sind integriert. Die Revolut-App ist aktuell mit 4,9 Sternen bei Apple (über 237.000 Bewertungen) und 4,8 Sternen (4,12 Millionen Bewertungen) bei Google Play bewertet (Stand: 11. September 2026).

Bling bietet ebenfalls eine ausgereifte App mit einer starken Bewertung von 4,7 Sternen bei Google Play bei 13.472 Rezensionen sowie 4,8 Sternen im Apple Store bei knapp 33.000 Bewertungen (Stand: 11. September 2026). Virtuelle Karten gibt es bei Bling jedoch nicht: Das Produkt ist eine physische Prepaid-Mastercard, keine vollwertige Debitkarte mit virtueller Kartennummer.

Service: Beide mit Einschränkungen

Reine Digitalanbieter haben naturgemäß einen schmaleren Service als Filialbanken, das gilt für Bling und Revolut <18 gleichermaßen. Beide bieten keinen telefonischen Kundenservice im klassischen Sinne an, der Support läuft über In-App-Chats. Für Familien, die bei Problemen lieber persönlich oder telefonisch Hilfe suchen, kann das ein Nachteil sein.

Im Detail fällt der App-Support bei Bling etwas breiter aus als bei Revolut <18. Bargeld einzahlen ist bei beiden Anbietern nicht möglich, eine Filiale gibt es ebenfalls nicht.

Der direkte Vergleich

KriteriumRevolut <18Bling
ProduktcharakterPocket-/Sparfunktion am ElternkontoEigenständiges Taschengeldkonto
KontoführungKostenlos (1 Kind)Ab 2,99 €/Monat
GuthabenverzinsungNeinNein
Sparfunktion (Zinsen)

Bis zu 2,25 % p. a. (variabel)

innerhalb der Revolut-Kinderwelt (Tagesgeldkonto)

Sparbäume (über Evergreen)
FinanzbildungChallenges & BelohnungenMit Pädagogen entwickelt
Eltern-DashboardVollständigVollständig
Apple/Google PayJaJa
Virtuelle KarteJaNein
BargeldeinzahlungNicht möglichNicht möglich
Junior-DepotJaNein
Quelle: Anbieterangaben; Stand: 11. September 2026

Pädagogischer Mehrwert, aber mit Bedingungen

Bling und Revolut <18 sind die konsequentesten Lernkonten im Test – und damit eine echte Alternative zu klassischen Bank- oder Direktbankkonten, wenn Finanzbildung für Sie ein zentrales Thema ist. Revolut <18 überzeugt durch die stärkere App-Bewertung, die virtuelle Karte und die mögliche Kostenfreiheit beim Basis-Konto. Bling punktet durch seinen besonders kindgerechten, pädagogisch durchdachten Ansatz – verlangt dafür aber eine monatliche Gebühr.

Für welchen Anbieter Sie sich entscheiden, hängt letztlich von Ihren Prioritäten ab: Wenn Sie ein kostenloses, digital starkes Konto suchen, liegt Revolut <18 vorne. Wenn Ihnen ein strukturierter, begleiteter Einstieg in die Finanzwelt wichtiger ist und Sie bereit sind, dafür einen monatlichen Betrag zu investieren, ist Bling die interessantere Wahl.

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„Kein Kinderkonto ersetzt das Gespräch am Küchentisch. Die App liefert nur das Werkzeug, den Umgang mit Geld lernt Ihr Kind an Ihrer Seite.“
— Franziska Baum, Redakteurin bei biallo.de

Was beide nicht ersetzen können: den Gang zur Filialbank, das Einzahlen von Münzen am Automaten und die haptische Erfahrung mit echtem Geld, welche gerade für jüngere Kinder ein wichtiger Baustein der Finanzerziehung ist.

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Häufige Fragen zu Bling und Revolut <18

Ist Bling / Revolut <18 für Kinder kostenlos?

Revolut <18 ist für ein Kind ohne monatliche Grundgebühr nutzbar. Für mehrere Kinder oder eine personalisierte Karte fallen Zusatzkosten an. Bling arbeitet mit einem Abomodell ab 2,99 Euro pro Monat, bietet aber einen Sozialrabatt und eine zehntägige kostenlose Testphase.

Gibt es auf dem Guthaben Zinsen?

Revolut bietet ein separates Kids-&-Teens-Sparkonto (Tagesgeldkonto) mit bis zu 2,25 Prozent pro Jahr (variabel), das ist aber getrennt von der Pocket-Funktion. Bei Bling gibt es die Sparbäume über den Partner Evergreen.

Wie ist das Guthaben abgesichert?

Bei Bling läuft die Abwicklung über das E-Geld-Institut Treezor. Hier greift statt der gesetzlichen Einlagensicherung die Trennungspflicht (Safeguarding). Bei Revolut <18 gilt trotz deutscher IBAN nicht die deutsche Einlagensicherung, sondern der litauische Einlagensicherungsfonds.

Kann mein Kind Bargeld einzahlen?

Nein. Beide Anbieter arbeiten rein digital, eine Filiale gibt es nicht und Bargeld lässt sich bei keinem der beiden einzahlen.

Hinweis zur Datengrundlage

Die Grundlage unserer Bewertung bilden die offiziellen Webseiten der jeweiligen Anbieter. Wir haben die Daten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und auf Vollständigkeit geprüft – eine abschließende Gewähr für die Richtigkeit aller Angaben können wir gleichwohl nicht übernehmen, da sich Konditionen jederzeit ändern können. Bitte prüfen Sie die aktuellen Angaben vor einer Entscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter.
 
Der Artikel basiert auf einer redaktionellen Auswahl an Kinderkonten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der vorliegende Vergleich bildet somit nicht den gesamten Markt ab, da noch diverse weitere Kontomodelle für Minderjährige angeboten werden.

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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