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Der Dax schafft kaum fünf Prozent – Robo-Advisor dagegen bis zu 30 Prozent. Digitale Vermögensverwaltungen haben in den vergangenen zwölf Monaten den Deutschen Aktienindex (Dax) und den MSCI World klar übertroffen. Ein Grund ist der Schwellenländer-Anteil in den Portfolios: Der MSCI Emerging Markets Index etwa legte im selben Zeitraum rund 51 Prozent zu. Experten empfehlen daher, dem eigenen Depot zehn bis 20 Prozent Schwellenländer beizumischen.
Robo-Advisor haben in den vergangenen zwölf Monaten deutlich besser abgeschnitten als der Deutsche Aktienindex (Dax). Auch den Welt-Aktienindex MSCI World ließen viele digitale Vermögensverwaltungen zum Teil deutlich hinter sich. Das zeigt der Robo-Advisor-Performance-Vergleich von biallo.de. Wir sagen Ihnen, wie gut die „Robos“ auf Jahressicht abschneiden, was die Gründe für die gute Performance sind – und was Anlegerinnen und Anleger daraus für ihre Geldanlage lernen können.
Der Robo-Advisor-Vergleich von biallo.de zeigt die Performance vor Kosten von 14 Anbietern. Je nach Aktienanteil werden dabei defensive, ausgewogene und offensive Strategien miteinander verglichen. In der offensiven Strategie beträgt der Aktienanteil bis zu 100 Prozent. Zum Stichtag 31. Mai erzielten dabei zehn Anbieter eine offensive 12-Monats-Performance von mehr als 24 Prozent. Die besten fünf Robo-Advisors zeigt die Grafik:
Die Performance des MSCI World wird dabei in Euro angegeben inklusive der Dividenden nach Quellensteuer. Sie liegt bei 24 Prozent. Der Dax schaffte in den vergangenen zwölf Monaten nur knapp fünf Prozent. Das ist deutlich weniger, als die Robo-Advisor im selben Zeitraum erzielt haben Im vergangenen Jahr sah das noch anders aus: Ende Oktober 2025 lagen die Robos deutlich hinter dem Dax zurück.
Dass die Robo-Advisor nicht nur den Dax, sondern auch den MSCI World zum Teil deutlich schlagen, dürfte vor allem mit der Zusammensetzung ihrer Portfolios zu tun haben. So enthalten die offensiven Strategien der Robos nicht nur ETFs mit Aktien aus Industrieländern. Auch Schwellenländer-ETFs („Emerging Markets“) machen einen nennenswerten Anteil aus.
Wer sich etwa beim Spitzenreiter Quirion einen Anlagevorschlag für ein offensives Portfolio erstellen lässt, hat am Ende 77 Prozent Industrieländer-ETFs und 13 Prozent Schwellenländer-ETFs im Portfolio (der Rest verteilt sich auf 9,6 Prozent Anleihen und 0,4 Prozent Cash). Beim Zweitplatzierten Growney beträgt der Schwellenländer-Anteil rund 25 Prozent.
Dabei schnitten Aktien aus den Emerging Markets in den vergangenen zwölf Monaten deutlich besser ab als etwa der MSCI World. So erreichte der MSCI Emerging Markets-Index in diesem Zeitraum ein Plus von fast 51 Prozent. Unterm Strich sorgen die Schwellenländer damit für eine bessere Gesamt-Performance der Robo-Advisor.
Anlegerinnen und Anleger sollten dabei aber bedenken: Der Performance-Vergleich der Robo-Advisor ist stets eine Moment-Aufnahme. Das heißt: Sollten Schwellenländer-Aktien in den kommenden Monaten schwächeln, kann die Bilanz der digitalen Vermögensverwaltungen wieder anders aussehen.
Dennoch macht die Biallo-Auswertung deutlich: Die Ergänzung eines MSCI World-ETFs, der nur Industrieländer enthält, mit einem Schwellenländer-ETF ist meist sinnvoll. So zeigen Untersuchungen: Schwellenländer bieten langfristig oft eine höhere Rendite als Industrieländer. Aktien aus den Emerging Markets schwanken allerdings auch stärker.
Experten empfehlen Anlegerinnen und Anlegern daher, ihrem Portfolio einen Schwellenländer-Anteil von zehn bis 20 Prozent beizumischen. Das kann zum einen für die Geldanlage mit einem Robo-Advisor gelten. Es ist aber auch bei einem sehr einfachen ETF-Portfolio sinnvoll. Ein MSCI World-ETF lässt sich etwa mit einem Emerging-Markets-ETF kombinieren. Oder Anleger setzen auf einen Welt-ETF mit einem größeren Anteil an Schwellenländern – etwa auf den MSCI All Country World (ACWI) Index, den FTSE All World-Index oder den MSCI ACWI Investable Market Index.


