Das erwartet Sie in diesem Artikel

Kriminelle möchten Kreditkartendaten wegen angeblicher Beitragserstattung. DRV besorgt wegen neuer Welle an Phishing-Mails.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat vor einer „regelrechten Welle an Phishing-Mails“ gewarnt, die vermeintlich von der DRV selbst stammen. Experten zufolge könnten Hunderttausende Versicherte betroffen sein. Das Perfide dabei: „Sowohl die E-Mail als auch die Landingpage sehen täuschend echt aus. So nutzen die Betrüger nicht nur Logo und Design der DRV, sondern imitieren mithilfe von KI auch den Sprachstil und gebrauchen ähnliche Formulierungen“, teilte die DRV mit.

So funktioniert die Betrugsmasche

In der Mail werden die Empfängerinnen und Empfänger über eine angebliche Fehlbuchung informiert, die zu einer Beitragserstattung in Höhe von 374,20 Euro führen soll. Die Adressaten werden aufgefordert, einen Link anzuklicken, um dort ihre Kreditkartendaten sowie weitere persönliche Daten zu hinterlegen und die Erstattung des Beitrags zu beauftragen. Laut Rentenversicherung handelt es sich dabei „um einen Betrugsversuch“.

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Das empfiehlt die DRV zu tun

"Sollte Ihnen eine E-Mail verdächtig vorkommen, verschieben Sie diese bitte sofort in den Spam-Ordner. Klicken Sie keine Links an und führen Sie keine in der E-Mail aufgeführten Aktionen oder Aufforderungen aus, um weder Ihre persönlichen Daten noch Ihre IT-Systeme zu gefährden." Nach Angaben der Rentenversicherung wurden zwar bereits "eine Vielzahl der Betrugsseiten" gesperrt. Trotzdem sei es unmöglich zu verhindern, dass Betrüger neue Fake-Seiten erstellen und Phishing-Mails verschicken.

So erkennt man die gefährlichen Phishing-Mails

Die Rentenversicherung rät, immer die Mail-Adresse des Absenders und nicht nur den Namen zu überprüfen. Mail-Adressen wie zum Beispiel "noreply@drv.de", "admin@lenterasafety.co.id" oder „badtechnology631@agentmail.to“ seien eindeutig als Spam zu erkennen. "Misstrauisch werden sollten Sie außerdem, wenn Ihnen in einer E-Mail ein bestimmter Geldbetrag versprochen wird – unter der Voraussetzung, dass Sie Ihre Bankdaten eingeben. Oft wird auch zeitlicher Druck aufgebaut, etwa durch die Vorgabe einer kurzen Frist oder eines bald ablaufenden Links", heißt es bei DRV.

Was zu tun ist, wenn man auf eine Phishing-Mail hereingefallen ist: 

Die Rentenversicherung rät: "Sollten Sie auf einen Phishing-Link geklickt haben, sollten Sie Ruhe bewahren und schnell handeln: Trennen Sie das Gerät vom Internet, um das Senden von Daten zu verhindern. Wenn Sie Ihre Bankdaten eingegeben haben, sperren Sie umgehend Ihre Karten oder informieren Sie Ihre Bank. Falls Sie Zugangsdaten eingegeben haben, ändern Sie Ihre Passwörter von einem anderen Gerät aus. Machen Sie Screenshots der Phishing-Seite und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei."

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Biallo-Tipp: Mehr Informationen zum Schutz vor Trickbetrug

Unter dem Vorwand, Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung zu sein, erschleichen sich immer wieder Diebe und Trickbetrüger das Vertrauen von Versicherten und Rentnern. Ihr Ziel: das Geld oder die persönlichen Daten ihrer Opfer. Wie Sie sich davor schützen können? In der Broschüre „Vorsicht Trickbetrug“ erklärt die DRV, wie die Betrüger vorgehen, und zeigt, was Sie selbst tun können, um vor einem Betrug sicher zu sein. Außerdem erfahren Sie, wo Sie Hilfe bekommen – bevor oder wenn doch etwas passiert ist. Sie können die Broschüre auf der Homepage der DRV hier kostenlos bestellen oder herunterladen.

Sie wollen noch mehr über aktuelle Betrugsmaschen wissen? Auf biallo.de informieren wir regelmäßig darüber. Unseren Ratgeber „Phishing-Mails und Spam-Mails erkennen: So schützen Sie sich“ finden Sie in unserem Ratgeber.

Thomas Öchsner, Jahrgang 1961, ist seit 1991 Wirtschaftsjournalist. Bei der Münchner Abendzeitung hat er als stellvertretender Ressortleiter für das Ressort „Geld“ gearbeitet. 1999 wechselte er zur Süddeutschen Zeitung. Dort war er zunächst Redakteur für Finanzen in der Wirtschaftsredaktion in München, später neun Jahre Korrespondent für Sozialpolitik in der Parlamentsredaktion in Berlin. Wieder zurück in der Münchner Zentrale leitete er das Finanzteam in der Wirtschaftsredaktion. Für die SZ hat er den wöchentlichen Newsletter „SZ Geld“ und das Magazin "GELD" entwickelt. Seit Juni 2021 arbeitet Öchsner als selbstständiger Autor für die SZ, biallo.de und andere Medien. Aktuelle Bücher: Dein Geld kann mehr!, Rowohlt 2026; Ihr Geld für eine bessere Welt: Der Leitfaden für nachhaltige Anlagen, Wolters Kluwer Steuertipps 2026.

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