
Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 4,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,75%
- Aktionszins: 3,75% - gilt für die ersten 4 Monate
Deutschlands Sparerinnen und Sparer verlieren durch die Inflation Milliarden an Kaufkraft. Genauer gesagt machen sie 53 Milliarden Euro Verlust. Ein erheblicher Anteil davon ist hausgemacht: Lassen auch Sie Ihr Geld auf schlecht verzinsten Konten liegen? Dann verschenken Sie bares Geld, obwohl der Zinsmarkt heute wieder deutlich mehr hergibt als der Durchschnitt.
Haben Sie in letzter Zeit auf Ihren Kontoauszug geschaut und sich gewundert, warum Ihr Erspartes gefühlt immer weniger wert ist? Realer Wertverlust ist die Lücke zwischen dem Zins, den Ihr Geld einbringt, und der Inflation, die es gleichzeitig entwertet. Genau diese Lücke summiert sich in Deutschland auf Milliardenbeträge.
Die gute Nachricht: Sie sind dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert. Ein großer Teil des Verlusts entsteht nicht durch die Inflation allein, sondern dadurch, dass viele Menschen ihr Geld auf Girokonten und alten Sparbüchern parken, die kaum Zinsen zahlen. Wir zeigen Ihnen, was Sie mit Ihrem Geld konkret machen können.
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Der reale Wertverlust entsteht, wenn die Inflation höher ist als der Zins auf Ihr Erspartes. Ein Beispiel: Liegt Ihr Geld auf einem Konto mit 1,0 Prozent Zinsen, während die Inflationsrate bei 2,8 Prozent liegt, dann verliert Ihr Guthaben unterm Strich rund 1,8 Prozent an Kaufkraft pro Jahr. Das Geld auf dem Konto wird nominal nicht weniger, aber Sie können sich davon immer weniger kaufen.
Und die Inflation ist zuletzt wieder gestiegen. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2026 bei +2,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt meldet. Damit hat sich die Teuerung verstärkt, nachdem sie im Juni 2026 bei +2,3 Prozent und im Mai 2026 bei +2,6 Prozent gelegen hatte. Zentraler Preistreiber blieben die Energiepreise, vor allem die Kraftstoffe, weil zeitgleich zum Ölpreisanstieg der staatliche Tankrabatt am 30. Juni endete.
Der wichtigste Grund für den vermeidbaren Verlust ist eine Mischung aus Bequemlichkeit und Zinsträgheit. Ein großer Teil des Geldvermögens liegt auf jederzeit verfügbaren Konten mit Mini-Zinsen. Mehr als ein Drittel ihres Geldvermögens halten private Haushalte in Bargeld und Sichteinlagen, so die Auswertung von Bundesbank-Daten., so die Auswertung von Bundesbank-Daten. Genau dort, wo das Geld am wenigsten arbeitet.
Dazu kommt: Viele Hausbanken geben gestiegene Marktzinsen nur zögerlich weiter. Ihr Tagesgeld bei der Filialbank dümpelt vielleicht bei 0,5 oder 1,0 Prozent, während andere Anbieter längst mehr bieten. Diese Trägheit kostet Sie Monat für Monat Geld, ohne dass Sie es sofort merken.
Der Abstand zwischen dem, was viele bekommen, und dem, was möglich ist, ist deutlich. Der biallo-Index für Tagesgeld liegt bei einer Anlage von 10.000 Euro aktuell bei 1,72 Prozent pro Jahr (Stand: 24. August 2026) und ist seit Jahresbeginn um 0,35 Prozentpunkte gestiegen. Bei 25.000 Euro liegt er bei 1,71 Prozent, bei 50.000 Euro bei 1,70 Prozent. Der biallo-Index ist der Durchschnittszins der von biallo ausgewählten Banken, nicht der Gesamtmarkt.
Doch schon dieser Durchschnitt liegt spürbar über dem, was schlafende Konten zahlen. Und die Top-Angebote reichen noch deutlich höher. Den höchsten Zinssatz bietet aktuell Revolut mit 4,25 Prozent pro Jahr, gefolgt von Chase mit 4,00 Prozent. Interessant für Sie: Der höchste Prozentsatz bringt nicht automatisch den größten Ertrag. Weil die Aktion bei Revolut und Chase nur vier Monate läuft, liegen BBVA und die Suresse Direkt Bank mit je 3,50 Prozent über sechs Monate beim Ertrag sogar vorn. Legen Sie 10.000 Euro an, liegt zwischen einem "1-Prozent-Konto" und einem dieser Top-Angebote schnell ein dreistelliger Ertragsunterschied über wenige Monate. Bei 25.000 oder 50.000 Euro fällt dieser Abstand entsprechend größer aus.
Ein hoher Zins ist oft ein befristeter Aktionszins. Danach fällt der Satz auf den niedrigeren Basiszins. Der Sitz der Bank entscheidet zusätzlich über die zuständige Einlagensicherung. Ein Blick auf beide Punkte gehört zu jeder Entscheidung dazu.
| Anbieter | Aktionszins pro Jahr | Basiszins danach | Aktionsdauer | Einlagensicherung |
|---|---|---|---|---|
| Revolut | 4,25 % | 1,25 % | 4 Monate | Deutschland |
| Chase | 4,00 % | 2,00 % | 4 Monate | Deutschland |
| BBVA | 3,50 % | 2,25 % | 6 Monate | Spanien |
| Suresse Direkt Bank | 3,50 % | 2,05 % | 6 Monate | Spanien |
| DHB Bank | 3,40 % | 1,95 % | 6 Monate | Niederlande |
Tagesgeld ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Ihr Geld gegen die Inflation zu verteidigen. Welche zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie lange Sie auf das Geld verzichten können und wie viel Schwankung Sie aushalten. Ein kurzer Überblick, was die einzelnen Klassen aktuell hergeben.
Tagesgeld ist täglich verfügbar und damit ideal für Ihren Notgroschen. Der biallo-Index liegt bei 1,715 Prozent pro Jahr (10.000 Euro, Stand 24. August 2026). Damit schlagen nur die befristeten Aktionsangebote bis 4,25 Prozent die aktuelle Inflation von 2,80 Prozent. Für Ihre jederzeit verfügbare Reserve ist Tagesgeld trotzdem meist die richtige Wahl, auch wenn der Zins die Teuerung nicht immer ausgleicht.
Legen Sie einen Teil länger fest, steigt der Zins. Der biallo-Index für Festgeld über zwölf Monate liegt aktuell bei 25.000 Euro bei 2,05 Prozent pro Jahr (Stand: 24. August 2026) und damit über dem Tagesgeld. Der Haken ist die Bindung: Sie kommen während der Laufzeit in der Regel nicht an Ihr Geld. Diese Bindung lohnt sich nur, wenn Sie die Summe wirklich entbehren können.
Damit Sie trotzdem flexibel bleiben, hilft die Zinstreppe. Statt die ganze Summe auf einmal für eine Laufzeit anzulegen, teilen Sie Ihr Geld auf mehrere Laufzeiten auf, etwa je ein Drittel auf ein, zwei und drei Jahre. So wird regelmäßig ein Teil frei, den Sie neu und zu den dann gültigen Konditionen anlegen können. Wie Sie diese Treppenstrategie Schritt für Schritt aufbauen, zeigen wir Ihnen im ausführlichen Ratgeber.
Über mehrere Jahre bringt ein Sparbrief noch etwas mehr. Der biallo-Index für Sparbriefe mit drei Jahren Laufzeit liegt aktuell bei 2,28 Prozent pro Jahr (Stand: 24. August 2026). Damit kommen Sie näher an einen echten, realen Werterhalt heran, binden Ihr Geld aber über einen längeren Zeitraum.
Möchten Sie die Inflation langfristig deutlich schlagen, führt für Sie kaum ein Weg an breit gestreuten Aktien-ETFs vorbei. Nach Auswertung des Deutschen Aktieninstituts brachte ein monatliches Sparen im Weltaktienindex MSCI World über 20 Jahre im Schnitt 8,60 Prozent pro Jahr. Diese Rendite ist kein garantierter Zins. Aktienkurse schwanken stark, in schlechten Jahren geht es kräftig nach unten. Ein ETF eignet sich deshalb nur für Geld, das Sie zehn Jahre und länger nicht brauchen, nicht für Ihren Notgroschen.
Der Weg aus dem realen Wertverlust ist unkomplizierter, als viele denken. Schon ein Wechsel des Kontos für Ihre Reserve kann den Abstand zur Inflation spürbar verkleinern. Diese Schritte helfen Ihnen:
Ob sich ein Wechsel für Sie lohnt, hängt von Ihrer Summe und Ihrem Zeithorizont ab. Damit Sie bei den ständigen Zinsbewegungen nicht den Anschluss verlieren, lohnt sich unser kostenloser Newsletter zu allen wichtigen Finanz- und Geldthemen.
Wie gehen Sie mit dem realen Wertverlust um? Lassen Sie Ihr Geld auf dem Girokonto liegen, oder haben Sie längst zu einem besser verzinsten Tagesgeld gewechselt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
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DeutschlandDie Inflationsrate lag im Juli 2026 bei 2,8 Prozent, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat. Damit hat sich die Teuerung gegenüber den Vormonaten wieder verstärkt, vor allem wegen gestiegener Energiepreise.
Realer Wertverlust ist die Differenz zwischen dem Zins auf Ihr Erspartes und der Inflation. Wenn die Preise stärker steigen als Ihr Zins einbringt, sinkt die Kaufkraft Ihres Guthabens, obwohl der Kontostand gleich bleibt.
Der biallo-Index für Tagesgeld liegt bei 10.000 Euro Anlage aktuell bei 1,715 Prozent pro Jahr (Stand 24. August 2026). Die besten Aktionsangebote am Markt reichen bis 4,25 Prozent pro Jahr, allerdings meist zeitlich befristet.
Das hängt von Ihrer Anlagesumme und Ihrem bisherigen Zins ab. Zahlt Ihre Bank deutlich unter dem Marktdurchschnitt, kann ein Wechsel bei größeren Beträgen schon über wenige Monate einen dreistelligen Ertragsunterschied ausmachen.