Auch Dampfer zahlen drauf
E-Zigaretten kommen bei den Erhöhungen nicht ungeschoren davon. Die Steuer auf Liquids liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 0,32 Euro pro Milliliter, und weil die Mehrwertsteuer auf den Preis inklusive Tabaksteuer aufschlägt, landen Sie effektiv bei rund 38 Cent Steuer je Milliliter. Ein Fläschchen mit zehn Milliliter ist damit allein steuerlich spürbar teurer geworden.
Entscheidend ist dabei ein Punkt, der viele überrascht: Es spielt keine Rolle, ob Nikotin im Liquid ist oder nicht. Sobald die Flüssigkeit zum Dampfen gedacht ist, fällt die Steuer an. Wer also auf nikotinfreie Liquids ausgewichen ist, um Geld zu sparen, hat von der Steuer her keinen Vorteil.
Hinter den Erhöhungen steht auch ein gesundheitspolitisches Ziel. Höhere Preise sollen vor allem junge Menschen vom Einstieg abhalten. Dass das nötig ist, zeigen Zahlen zum Konsumverhalten: Laut einer von Statista aufbereiteten Schulstudie griff rund ein Viertel der befragten 15-jährigen Mädchen zuletzt zu E-Zigaretten oder Vapes, bei den gleichaltrigen Jungen war es etwa ein Fünftel. Vapes sind in dieser Altersgruppe inzwischen verbreiteter als klassische Zigaretten.
Lohnt sich jetzt ein Vorratskauf, und für wen?
Vor einer Steuererhöhung lautet die ehrliche Antwort meistens: Ja, innerhalb vernünftiger Grenzen kann ein Vorrat sich rechnen. Der Grund liegt im System der Steuerbanderole. Was Sie vor dem Stichtag mit der alten Banderole kaufen, ist bereits zum alten Satz versteuert und wird nicht nachträglich teurer. Tabakprodukte sind zudem lange haltbar, wenn Sie sie kühl, dunkel und trocken in der Originalverpackung lagern. Und auch Liquids halten sich verschlossen oft ein bis zwei Jahre.
Doch hier lohnt der zweite Blick. Ein Vorrat spart Ihnen die Differenz von gut einem Euro pro Schachtel, einmalig, für die Packungen, die Sie ohnehin gekauft hätten. Das ist nett. Die viel größere Summe steckt allerdings nicht in der Steuererhöhung, sondern im Konsum selbst. Genau da setzt der Gedanke an, den die wenigsten durchrechnen.