Gap Year

Gap Year nach dem Abi: Kindergeld, Krankenversicherung, Steuern & Planung

Annette Jäger
Autorin
Stefanie Engelmann
Redakteurin
Aktualisiert am: 10.07.2026

Auf einen Blick

  • Wann Eltern während eines Gap Years weiterhin Kindergeld erhalten.
  • Welche Regeln für Krankenversicherung und Familienversicherung gelten.
  • Welche Kosten, Fristen und organisatorischen Punkte vor der Auszeit wichtig sind.
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Viele Schulabgänger nutzen nach dem Abitur ein Gap Year. Eltern sollten sich frühzeitig über Kindergeld, Krankenversicherung und finanzielle Folgen informieren.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Wer nach dem Abitur ein Gap Year plant, sollte sich frühzeitig mit Kindergeld, Krankenversicherung und finanziellen Folgen beschäftigen. Je nach Beschäftigung oder Auslandsaufenthalt können sich wichtige Ansprüche ändern. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Eltern und Schulabgänger vor der Auszeit achten sollten.

Was ist ein Gap Year und warum entscheiden sich viele dafür?

Ein Gap Year ist eine freiwillige Auszeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium. Viele junge Menschen nutzen diese Zeit zum Reisen, Arbeiten, für Praktika, Freiwilligendienste oder einen Au-pair-Aufenthalt. Je nach Gestaltung kann das Auswirkungen auf Kindergeld, Krankenversicherung und Steuern haben.

Gap Year: Was sind die Vor- und Nachteile?

Ein Gap Year bietet die Chance, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sollten Familien die finanziellen und organisatorischen Folgen frühzeitig einplanen.

Vorteile

  • Persönliche Weiterentwicklung und mehr Selbstständigkeit
  • Berufliche Orientierung durch Praktika oder Nebenjobs
  • Sprachkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen bei Auslandsaufenthalten

Nachteile

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Welche Möglichkeiten gibt es im Gap Year?

Ein Gap Year lässt sich ganz unterschiedlich gestalten. Manche Schulabgänger reisen ins Ausland, andere sammeln praktische Erfahrungen in einem Freiwilligendienst oder absolvieren ein Praktikum. Welche Möglichkeit am besten passt, hängt von den persönlichen Zielen sowie den Plänen für Studium oder Ausbildung ab.

Freiwilligendienst (FSJ, FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst)

Ein Freiwilligendienst bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich sozial oder ökologisch zu engagieren. Gleichzeitig bleibt Zeit, sich beruflich zu orientieren und erste Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder zu gewinnen. Je nach Art des Freiwilligendienstes gelten besondere Regelungen, etwa beim Kindergeld oder der Krankenversicherung.

Praktikum

Ein Praktikum eignet sich, um Berufe kennenzulernen und die Entscheidung für Studium oder Ausbildung zu erleichtern. Ob freiwillig oder verpflichtend – je nach Art des Praktikums können unterschiedliche Regelungen für Kindergeld und Krankenversicherung gelten. Deshalb lohnt es sich, die Rahmenbedingungen vorab genau zu prüfen.

Au-pair

Ein Au-pair-Aufenthalt verbindet den Aufenthalt im Ausland mit Sprachkenntnissen und wertvollen kulturellen Erfahrungen. Gleichzeitig übernehmen Au-pairs Verantwortung in einer Gastfamilie und erhalten Einblicke in den Alltag eines anderen Landes. Vor der Abreise sollten jedoch Fragen zu Versicherung, Kindergeld und den rechtlichen Voraussetzungen geklärt werden.

Work & Travel

Work & Travel verbindet Reisen und Arbeiten im Ausland und ist besonders nach dem Schulabschluss beliebt. Durch Gelegenheitsjobs finanzieren viele junge Menschen einen Teil ihres Aufenthalts selbst und sammeln gleichzeitig internationale Erfahrungen. Je nach Reiseziel und Beschäftigung sollten jedoch auch die Folgen für Krankenversicherung, Kindergeld und Steuern berücksichtigt werden.

Welche finanziellen und rechtlichen Folgen die jeweilige Form des Gap Years für Kindergeld, Krankenversicherung oder Steuern hat, erläutern die folgenden Kapitel.

Kindergeld im Gap Year: Wann der Anspruch bestehen bleibt

Ob Eltern während eines Gap Years weiterhin Kindergeld erhalten, hängt vor allem davon ab, wie die Zeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium genutzt wird. Entscheidend ist, ob die Tätigkeit aus Sicht der Familienkasse als Ausbildung oder förderfähige Übergangszeit gilt.

Sobald das Kind 18 Jahre alt wird, kommt Post von der Familienkasse. Engmaschig wird bis zum Schulabschluss und darüber hinaus nachgehakt, womit sich das Kind beschäftigt und in welcher Lebenssituation es sich befindet. Kindergeld (aktuell: 259 Euro monatlich) wird nur gezahlt, wenn das Kind in Ausbildung ist, einen Freiwilligendienst leistet oder sich in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten von maximal vier Monaten befindet.

Als Faustregel gilt: Kindergeld wird in der Regel weitergezahlt, wenn das Gap Year einen engen Bezug zu einer Ausbildung oder dem späteren Beruf hat. Das kann beispielsweise für Freiwilligendienste, bestimmte Praktika oder anerkannte Sprachkurse gelten. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, prüft die Familienkasse im Einzelfall.

Wann gibt es während eines Gap Years Kindergeld?

Die wichtigsten Grundregeln zeigt die folgende Übersicht. Sie bietet eine erste Orientierung, ob während eines Gap Years grundsätzlich weiterhin Anspruch auf Kindergeld bestehen kann. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, entscheidet jedoch die Familienkasse.

TätigkeitAnspruch grundsätzlich möglich?
Freiwilligendienst
  • Ja
Übergangszeit bis vier Monate
  • Ja
Bestimmte Praktika
  • Einzelfall
Sprachkurs mit Ausbildungsbezug
  • Einzelfall
Reine Weltreise
  • Nein
Work & Travel
  • Einzelfall
Quelle: biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: Juli 2026

Die Übersicht bietet eine erste Orientierung. Ob im Einzelfall weiterhin Kindergeld gezahlt wird, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und der Prüfung durch die Familienkasse ab.

Krankenversicherung im Gap Year

Während eines Gap Years kann sich der Krankenversicherungsschutz ändern. Ob die beitragsfreie Familienversicherung bestehen bleibt oder eine eigene Krankenversicherung notwendig wird, hängt vor allem vom Alter sowie von der Art und dem Umfang der Beschäftigung ab.

Familienversicherung: Wann Kinder weiterhin beitragsfrei versichert sind

Am günstigsten ist es in vielen Fällen, wenn das Kind während des Gap Years weiterhin über die gesetzliche Familienversicherung abgesichert bleibt. Ob das möglich ist, hängt unter anderem vom Alter sowie von der Art und dem Umfang einer Beschäftigung ab.

Kinder können grundsätzlich bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres beitragsfrei familienversichert bleiben, wenn sie nicht erwerbstätig sind und die weiteren Voraussetzungen erfüllen. Befinden sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung, studieren sie oder leisten sie einen anerkannten Freiwilligendienst, kann die Familienversicherung grundsätzlich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen.

Das regelmäßige monatliche Gesamteinkommen darf 2026 grundsätzlich nicht höher als 565 Euro sein. Bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung gilt die Minijobgrenze von durchschnittlich 603 Euro im Monat. Für andere Einkünfte, etwa aus einer selbstständigen Tätigkeit, gilt diese höhere Grenze jedoch nicht.

Auch bei Praktika können je nach Art, Dauer und Vergütung unterschiedliche Regelungen für die Krankenversicherung gelten. Deshalb empfiehlt es sich, den Versicherungsstatus bereits vor Beginn des Praktikums mit der Krankenkasse zu klären.

Eigene Krankenversicherung: Was gilt außerhalb der Familienversicherung?

Wer die Voraussetzungen der Familienversicherung nicht mehr erfüllt und nicht anderweitig pflichtversichert ist, muss sich unter Umständen freiwillig gesetzlich krankenversichern. Die Beitragshöhe hängt von der gesetzlichen Mindestbemessungsgrundlage, dem Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse und dem Beitrag zur Pflegeversicherung ab. Betroffene sollten sich deshalb vorab einen individuellen Beitrag von ihrer Krankenkasse berechnen lassen.

Nimmt das Kind während des Gap Years eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, besteht in der Regel eine eigene Krankenversicherung über den Arbeitgeber. Endet die Beschäftigung später und sind die Voraussetzungen erfüllt, kann eine Rückkehr in die Familienversicherung möglich sein. Dafür muss in der Regel erneut ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden.

Auslandskrankenversicherung für längere Reisen

Wer mehrere Monate im Ausland unterwegs ist, sollte den Krankenversicherungsschutz frühzeitig prüfen. Klassische Auslandsreisekrankenversicherungen gelten häufig nur für eine begrenzte Dauer je Reise. Wie viele Tage versichert sind, hängt vom jeweiligen Tarif ab. Bei einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt ist deshalb in der Regel eine spezielle Langzeit-Auslandskrankenversicherung erforderlich.

Die Beiträge für Langzeit-Auslandskrankenversicherungen unterscheiden sich deutlich. Maßgeblich sind unter anderem Reiseziel, Reisedauer, Alter und Leistungsumfang. Vor dem Abschluss sollten deshalb mehrere Angebote verglichen werden.

Welche Krankenversicherung kommt im Gap Year infrage?

Welche Form der Krankenversicherung infrage kommt, hängt davon ab, wie das Gap Year gestaltet wird. Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten Konstellationen.

SituationKrankenversicherung
Familienversicherung weiterhin möglichbeitragsfreie Familienversicherung
Sozialversicherungspflichtige BeschäftigungVersicherung über den Arbeitgeber
Keine Familienversicherung und keine Versicherungspflichtfreiwillige gesetzliche oder private Krankenversicherung
Längerer Auslandsaufenthaltzusätzliche Auslandskrankenversicherung sinnvoll
Quelle: biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: Juli 2026

Die Übersicht dient als erste Orientierung. Welche Krankenversicherung im Einzelfall die richtige ist, hängt von den persönlichen Voraussetzungen und den gesetzlichen Regelungen ab.

Steuern und Sozialabgaben im Gap Year

Wer während des Gap Years arbeitet, sollte zwischen Steuern und Sozialabgaben unterscheiden. Ob tatsächlich Abzüge anfallen, hängt unter anderem von der Höhe des Einkommens und der Art der Beschäftigung ab. Eine Steuererklärung kann sich trotz geringer Einkünfte lohnen.

Wie viel dürfen Sie während eines Gap Years steuerfrei verdienen?

Nicht jedes Einkommen während eines Gap Years ist automatisch steuerpflichtig. Entscheidend ist unter anderem, wie viel im Kalenderjahr verdient wird und ob Lohnsteuer einbehalten wurde.

Im Jahr 2026 beträgt der steuerliche Grundfreibetrag 12.348 Euro. Bis zu diesem zu versteuernden Einkommen fällt grundsätzlich keine Einkommensteuer an. Dabei ist das zu versteuernde Einkommen nicht mit dem Bruttoverdienst gleichzusetzen: Werbungskosten, Vorsorgeaufwendungen und weitere steuerlich abzugsfähige Beträge können es mindern.

In der Praxis werden häufig die Sozialabgaben unterschätzt. Darauf weist auch Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine e. V. (BVL), hin „Das Problem sind oft nicht die Steuern, die relativ gering ausfallen bei einem Einstiegssteuersatz von 14 Prozent, der sich natürlich mit steigendem Einkommen erhöht. Viel höher sind die Abzüge für Sozialabgaben, die man im Gegensatz zu Steuern auch nicht mehr erstattet bekommen kann.“ Das veranschaulicht folgendes Rechenbeispiel: 

Rechenbeispiel: Sozialabgaben bei einem Bruttoeinkommen von 16.000 Euro

Die folgende vereinfachte Beispielrechnung zeigt die Arbeitnehmeranteile bei einem Jahresbrutto von 16.000 Euro. Zugrunde gelegt werden die Beitragssätze 2026 und der offiziell festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung von 2,9 Prozent. Der tatsächliche Krankenversicherungsbeitrag kann je nach Krankenkasse abweichen.

SozialversicherungGesamter Beitragssatz 2026ArbeitnehmeranteilBetrag pro Jahr
Rentenversicherung18,6 %9,3 %1.488 €
Arbeitslosenversicherung2,6 %1,3 %208 €
Krankenversicherung einschließlich durchschnittlichem Zusatzbeitrag17,5 %8,75 %1.400 €
Pflegeversicherung3,6 %1,8 %288 €
Gesamt 21,15 %3.384 €
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Deutsche Rentenversicherung; eigene Berechnung; Stand: Juli 2026

Hinweis: Für kinderlose Beschäftigte ab Vollendung des 23. Lebensjahres erhöht sich der Arbeitnehmeranteil zur Pflegeversicherung um 0,6 Prozentpunkte. Bei 16.000 Euro Jahresbrutto ergeben sich dadurch Arbeitnehmeranteile von rund 3.480 Euro jährlich. Für Beschäftigte in Sachsen gelten bei der Pflegeversicherung abweichende Regelungen.

Bei einer beschäftigten Person unter 23 Jahren entfallen in dieser vereinfachten Beispielrechnung rund 3.384 Euro auf die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung. Daraus lässt sich jedoch nicht unmittelbar das zu versteuernde Einkommen ableiten. Für die Einkommensteuer werden unter anderem Werbungskosten und abziehbare Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt. Wurde während einzelner Monate Lohnsteuer einbehalten, kann sich deshalb eine Steuererklärung lohnen.

Wie hoch Steuern und Sozialabgaben tatsächlich ausfallen, hängt immer von der persönlichen Situation ab. Im Zweifel helfen ein Lohnsteuerhilfeverein oder ein Steuerberater dabei, die individuelle Situation richtig einzuordnen.

Steuern und Sozialabgaben: Wo liegt der Unterschied?

Nicht jede Abgabe wird nach den gleichen Regeln berechnet. Die folgende Übersicht zeigt, wodurch sich Steuern und Sozialabgaben unterscheiden und wann sie grundsätzlich anfallen können.

ThemaWann fällt es an?
Einkommensteuerabhängig vom steuerpflichtigen Einkommen
Rentenversicherungbei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
Krankenversicherungabhängig von Versicherungsstatus und Beschäftigung
Arbeitslosenversicherungbei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
Pflegeversicherungzusammen mit der Krankenversicherung
Quelle: biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: Juli 2026

Die Übersicht bietet eine erste Orientierung. Welche Steuern und Sozialabgaben tatsächlich anfallen, hängt immer von der persönlichen Situation ab.

Checkliste: So planen Sie Ihr Gap Year richtig

Ein Gap Year will gut vorbereitet sein. Wer wichtige organisatorische, finanzielle und rechtliche Fragen frühzeitig klärt, vermeidet später unnötige Kosten und Überraschungen. Die folgende Checkliste hilft bei der Planung.

  • Welche Form des Gap Years passt zu mir (FSJ, Praktikum, Au-pair oder Work & Travel)?
  • Bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen?
  • Besteht weiterhin Familienversicherung oder wird eine eigene Krankenversicherung benötigt?
  • Ist für längere Auslandsaufenthalte eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen?
  • Sind Visa, Reisepass, Impfungen und weitere Reiseunterlagen organisiert?
  • Sind Steuern und Sozialabgaben bei einem Job berücksichtigt?
  • Ist der Studien- oder Ausbildungsbeginn rechtzeitig geplant?
  • Sind Girokonto, Kreditkarte und ausreichende finanzielle Reserven vorhanden?
  • Ist ein Sprachkurs oder eine andere Vorbereitung sinnvoll?
  • Besteht nach dem Gap Year Anspruch auf BAföG oder andere Förderungen?

Häufige Fragen zum Gap Year

Viele Eltern und Jugendliche haben ähnliche Fragen, wenn es um Kindergeld, Versicherung oder Verdienstgrenzen im Gap Year geht. Hier sind die wichtigsten Antworten.

Was ist ein Gap Year?

Ein Gap Year ist eine freiwillige Auszeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium. Viele junge Menschen nutzen diese Zeit zum Reisen, Arbeiten, für Praktika, einen Freiwilligendienst oder einen Au-pair-Aufenthalt. Je nach Gestaltung kann ein Gap Year Auswirkungen auf Kindergeld, Krankenversicherung und Steuern haben.

Wie lange darf ein Gap Year dauern?

Für ein Gap Year gibt es keine gesetzlich festgelegte Dauer. Wie lange die Auszeit dauert, hängt von der gewählten Tätigkeit sowie vom geplanten Beginn der Ausbildung oder des Studiums ab. Bei Kindergeld und Krankenversicherung können jedoch bestimmte Fristen und Altersgrenzen gelten.

Bleibt während eines Gap Years Kindergeld bestehen?

Das hängt von der jeweiligen Tätigkeit ab. Kindergeld kann unter anderem während einer anerkannten Übergangszeit, eines Freiwilligendienstes oder bei bestimmten Praktika und Sprachkursen weitergezahlt werden. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, prüft die Familienkasse im Einzelfall.

Wie bin ich während eines Gap Years krankenversichert?

Ob die Familienversicherung bestehen bleibt oder eine eigene Krankenversicherung erforderlich wird, hängt unter anderem vom Alter sowie von der Art und dem Umfang der Beschäftigung ab. Für längere Auslandsaufenthalte ist häufig zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung sinnvoll.

Welche Steuern und Sozialabgaben können während eines Gap Years anfallen?

Wer während eines Gap Years arbeitet, sollte zwischen Steuern und Sozialabgaben unterscheiden. Ob und in welcher Höhe Abzüge anfallen, hängt unter anderem vom Einkommen und der Art der Beschäftigung ab. Eine Steuererklärung kann sich auch bei geringen Einkünften lohnen.

Kann ich während eines Gap Years arbeiten?

Ja. Viele Schulabgänger finanzieren ihr Gap Year durch einen Minijob, ein Praktikum oder Work & Travel. Je nach Beschäftigung können sich jedoch Auswirkungen auf Kindergeld, Krankenversicherung oder Sozialabgaben ergeben. Deshalb sollten die jeweiligen Voraussetzungen vorab geprüft werden.

Quellen

  • Bundesagentur für Arbeit (Familienkasse): Kindergeld 2026 sowie Informationen zum Kindergeld nach dem Schulabschluss
  • Bundesministerium der Finanzen (BMF): Grundfreibetrag und steuerliche Regelungen 2026
  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Familienversicherung und gesetzliche Krankenversicherung
  • GKV-Spitzenverband: Rechengrößen und Beitragsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung 2026
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Sozialversicherung und Beitragssätze 2026
  • Deutsche Rentenversicherung: Beitragssätze und Rechengrößen der Sozialversicherung 2026
  • Minijob-Zentrale: Geringfügigkeitsgrenze und Minijobregelungen 2026
  • Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Expertenauskünfte von Peter Grieble

Über die Autorin Annette Jäger

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Stefanie Engelmann
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