Auf einen Blick
  • Erstmals stieg der Zusatzbeitrag bei einigen Kassen auf über zwei Prozent – andere bleiben deutlich darunter.

  • Was Sie zum Krankenkassenbeitrag wisen müssen.
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Alles wird gerade teurer, da verwundert es wenig, dass auch die Ausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steigen. Die Beitragserhöhung funktioniert in der GKV über den Zusatzbeitrag, der zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz erhoben wird. Je nach Haushaltslage der Krankenkassen kann er angehoben werden. Erstmals haben manche Kassen den Zusatzbeitrag in diesem Jahr auf über zwei Prozent erhöht, er wird zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinzuaddiert. „Da freiwillig versicherte Selbstständige die Beiträge alleine zahlen, können die Unterschiede der Kassen bei ihnen noch mehr ins Gewicht fallen als bei Angestellten“, sagt Daniela Hubloher, Gesundheitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hessen.

Autobank: Mit Vollgas zum Top-Festgeld!

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Krankenkassenbeitrag: Krankenkassen-Zusatzbeitrag bestimmt Beitragshöhe 2024

Tatsächlich wissen viele Versicherte immer noch nicht, dass der Zusatzbeitrag die Stellschraube ist, die sie drehen können, um ihren Krankenkassenbeitrag zum Teil deutlich zu senken. Die Erhöhung 2024, die viele Krankenkassen zum Jahreswechsel vorgenommen haben und die seit diesem Jahr wieder schriftlich per Post angekündigt werden muss, haben viele Arbeitnehmer womöglich noch gar nicht wahrgenommen. Wenn Sie jedoch Ihre Gehaltsabrechnung anschauen und den Kassenbeitrag mit dem des Vorjahres vergleichen, können Sie sehen, ob und wie viel Sie mehr bezahlen. Es steht Ihnen frei, zu einer Krankenkasse zu wechseln, die günstiger für Sie ist.

Krankenkassenbeitrag berechnen: Wie setzt er sich zusammen?

Gesetzlich Krankenversicherte bezahlen alle einen einheitlichen Krankenkassenbeitrag von 14,6 Prozent auf ihr Bruttoeinkommen. Diesen Betrag teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu je 7,3 Prozent. Zusätzlich kann jede Krankenkasse seit 2015 einen individuellen, einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben, auch diesen teilen sich Arbeitgeber oder der Rentenversicherungsträger je zur Hälfte. Freiwillig versicherte Selbstständige zahlen den Beitrag komplett alleine. Familienversicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung müssen keinen Zusatzbeitrag bezahlen. Für den Verbraucher ist dieser flexible Anteil am Beitragssatz auch eine Chance, denn es gibt Kassen, die einen höheren und solche, die einen niedrigeren Beitragssatz verlangen. Ein Krankenkassenwechsel kann damit eine echte Kostenersparnis bringen.

Dividende von 4,00 Prozent: Genossenschaftsanteile als Geldanlage

Die Münchener Hypothekenbank ist Experte für die Finanzierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien mit über 125-jähriger Erfahrung. Als Genossenschaftsbank ist sie in besonderem Maße ihren Mitgliedern verpflichtet und an den Kapitalmärkten bei nationalen sowie internationalen Investoren eine geschätzte Adresse. Vom wirtschaftlichen Erfolg der Münchener Hypothekenbank können auch Sie profitieren! Als Mitglied sind Sie nicht nur Kapitalgeber und Miteigentümer, sondern erhalten auch jährlich eine attraktive Dividende. Bis zu 1.000 Genossenschaftsanteile im Wert von 70.000 Euro können Sie zeichnen. Für das Geschäftsjahr 2023 lag die Dividende bei 4,00 Prozent.  Erfahren Sie mehr!
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Zusatzbeitrag Krankenkasse: Wie hoch ist er?

Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt, bestimmt jede Kasse selbst. Im Jahr 2024 liegt er durchschnittlich bei 1,7 Prozent, unter dem Strich macht das einen Beitragssatz von 16,3 Prozent vom Bruttoeinkommen (14,6 Prozent + 1,7 Prozent). Im Jahr 2023 lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,6 Prozent. Eine Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte mag nicht viel klingen, doch das ist ja nur ein Durchschnittswert. Einige Kassen liegen jedes Jahr deutlich unter dem Durchschnittswert, andere aber auch deutlich darüber. Auch die Erhöhung fällt bei den einzelnen Kassen höchst unterschiedlich aus. So mussten einige Kassen deutlich erhöhen und landen jetzt zum Teil bei über zwei Prozent Zusatzbeitrag. Das ist neu, die Zwei-Prozent-Hürde haben die Kassen bisher nicht gerissen.

allgemeiner Beitragssatz

14,6 %

Zusatzbeitrag 2024 im Durchschnitt

1,7 %

Gesamtbeitrag 2024 im Durchschnitt

16,3 %

Quelle: biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: Januar 2024.

Hinweis: Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. In der Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie im Jahr 2024 in den alten und den neuen Bundesländern bei 5.175 Euro im Monat (62.100 Euro jährlich). Das heißt, nur bis zu diesem Bruttoentgelt werden Beiträge fällig –  von dem Teil des Monatsgehalts, der darüber hinausgeht, nicht.

Krankenkassen Zusatzbeitrag 2024

Wenn Sie Krankenkassenbeiträge sparen wollen, sollten Sie zuerst die Höhe des Zusatzbeitrags Ihrer Krankenkasse ermitteln. Der GKV-Spitzenverband hat dazu eine Übersicht angefertigt, den Link finden Sie am Ende des Textes. Um Ihnen die ganze Bandbreite der Zusatzbeiträge aufzuzeigen, haben wir in der folgenden Tabelle Beitragssätze der großen Krankenkassen (Auswahl) zusammengetragen sowie Beitragssätze von Kassen, die weniger als den Durchschnittsbeitragssatz verlangen (Auswahl) als auch von Kassen, die zu den teuersten gehören und schließlich von solchen, die Beitragssätze unter einem Prozent Zusatzbeitrag verlangen (Auswahl).

Zusatzbeiträge einzelner Krankenkassen 2024 im Vergleich:

Krankenkasse

Zusatzbeitrag in %

AOK Baden-Württemberg

1,60

AOK Bayern

1,58

AOK Nordost

2,70

AOK Sachsen-Anhalt

1,30

AOK Rheinland/Hamburg

2,20

Audi BKK*

1,00

Bahn BKK*

2,20

Barmer*

2,19

BIG direkt gesund*

1,65

BKK firmus*

0,90

BKK Linde*

1,50

BKK pro Vita*

1,49

BKK Verbund plus*

1,35

DAK*

1,70

HKK*

0,98

KKH*

1,98

Knappschaft*

2,20

Securvita

2,20

Techniker*

1,20

*bundesweit geöffnet
Quelle:GKV-Spitzenverband. Stand Januar 2024.

Deutlich wird bei dem Vergleich, dass der Zusatzbeitrag erheblich variiert von Kasse zu Kasse. Die BKK firmus ist die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse in diesem Jahr mit einem Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent. Diesen Spitzenplatz hat jahrelang die Handelskrankenkasse HKK eingenommen, die aber weiterhin mit 0,98 zu den günstigsten Krankenkassen zählt. Bei den AOKs und den BKKs zeigt sich die ganze Bandbreite an Beiträgen – von sehr hoch bis ganz niedrig. Absoluter Spitzenreiter ist die regional geöffnete AOK Nordost mit einem Zusatzbeitrag von 2,7 Prozent. Viele Betriebskrankenkassen können noch mit niedrigen Beitragssätzen punkten, vor allem bei den Krankenkassen, die nur regional geöffnet sind – also nur für Versicherte Zugang bieten, die im jeweiligen Bundesland wohnen oder arbeiten – können Versicherte noch echte Schnäppchen machen.

Hinweis: Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. In der Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie im Jahr 2024 in den alten und den neuen Bundesländern bei 5.175 Euro im Monat (62.100 Euro jährlich). Das heißt, nur bis zu diesem Bruttoentgelt werden Beiträge fällig –  von dem Teil des Monatsgehalts, der darüber hinausgeht, nicht.

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Rechenbeispiele zum Krankenkassen-Zusatzbeitrag

Die folgenden Rechenbeispiele veranschaulichen, wie viel der durchschnittliche Zusatzbeitrag monatlich ausmacht.

Beispiel I: Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro im Monat fallen bei einem Beitragssatz von 16,3 Prozent (allgemeiner Beitragssatz + durchschnittlicher Zusatzbeitrag) 489 Euro an Krankenkassenbeiträgen an. Davon bezahlt der Arbeitgeber die Hälfte – 244,50 Euro – der Versicherte die andere Hälfte, ebenfalls 244,50 Euro. Betrachtet man allein den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent, dann macht er 25,50 Euro im Monat aus, es ist der Anteil, den der oder die Versicherte zu tragen hat. Im Jahr macht das 306 Euro aus.

Beispiel II: Bei Versicherten, die deutlich höhere Einkommen haben, sieht die Rechnung schon ganz anders aus. Wer in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze oder mehr verdient, also 5.175 Euro im Monat oder 61.100 Euro im Jahr, der bezahlt einen Zusatzbeitragsanteil von rund 44 Euro im Monat oder von 528 Euro im Jahr (1,7 Prozent vom Bruttoeinkommen, davon die Hälfte).

Fazit: Liegt jetzt der Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse bei über zwei Prozent, zahlen Sie jeden Monat noch mehr. Noch erheblicher fällt die Belastung für freiwillig versicherte Selbstständige aus, denn sie müssen den Beitrag komplett alleine bezahlen, bei beiden Rechenbeispielen einen Zusatzbeitragsanteil von 612 Euro oder 1.056 Euro. Da klingt es doch verlockend, zu einer Krankenkasse zu wechseln, die einen deutlich geringeren Zusatzbeitrag erhebt, der vielleicht sogar unter einem Prozent liegt.

Ganz unabhängig von der Höhe des Krankenkassenbeitrags, lohnt es sich, die Zusatzleistungen der Krankenkassen genauer anzusehen. Denn darin liegt oft ein attraktiver Mehrwert für Versicherte – sei es, dass sie dadurch mehr Leistungen im Bereich Gesundheit erhalten oder auch deutlich Kosten sparen können. Im besten Fall gelingt es Ihnen, beides zu kombinieren: weniger Beitrag und mehr Leistung. Das ist gar nicht abwegig, denn das Leistungsspektrum einer Krankenkasse ist unabhängig vom Beitragssatz. Sprich: Eine teure Kasse leistet nicht zwingend mehr als eine günstige Kasse.

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Über die Autorin Annette Jäger
während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.
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