Fahrschule und Führerschein

Kosten sparen beim Führerschein

Update: 06.03.2020
Annette Jäger
Anzeige
Den Business-Alltag vereinfachen?
Lassen Sie doch Ihr Geschäftskonto
für sich arbeiten!

Unser Surf-Tipp!
Auf einen Blick
  • Der Führerschein kostet ordentlich Geld. Wer seine Fahrausbildung mit Intensivkursen zügig absolviert, kann am meisten sparen. Auch Simulatorstunden können die Kosten senken.

  • Es macht Sinn, die Preise der Fahrschulen zu vergleichen, denn wie teuer der Führerschein wird, hängt auch vom Wohnort und der Größe der Fahrschule ab.

  • Wer die Kosten unter Kontrolle halten möchte, sollte möglichst nicht durch die Prüfung fallen, denn dann kann es richtig teuer werden. Wir zeigen, mit welchen Kosten man rechnen muss und wie sich der Führerschein finanzieren lässt.
Der Autoführerschein kostet viel Geld - 2.000 Euro kommen schnell zusammen.
Andrey Popov / shutterstock.com

Viele Jugendliche können es kaum erwarten, den Führerschein zu machen. Das sogenannte Begleitete Fahren ermöglicht es jungen Leuten, schon im Alter von 16,5 Jahren mit der Fahrschulausbildung zu beginnen.

Eine Hürde gibt es jedoch: die Kosten. Ein Autoführerschein kostet um die 2.000 Euro. Je nach Bundesland, je nach Fahrschule und je nach eigenem Können ist der Führerschein noch teurer oder auch preiswerter. Die beste Sparmöglichkeit ist, nicht durch die Prüfung zu fallen. Doch darüber hinaus gibt es Tipps, wie sich die Kosten reduzieren lassen.

Erfahren Sie auf den folgenden Seiten, wie die Führerscheinausbildung aufgebaut ist, welche Kosten anfallen, wie Sie sparen können und wie Sie den Führerschein finanzieren können.

So funktioniert der Führerschein

Theorie und Praxis

Die PKW-Führerscheinausbildung (Klasse B und B17) umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie lernen Fahranfänger die Verkehrsregeln, in der Praxis geht es um die Fahrtechnik und das Lenken des Autos im Verkehr. In beiden Bereichen müssen Fahrschüler eine Prüfung absolvieren.

Um das Autofahren zu lernen, muss jeder eine Fahrschule besuchen, es gibt verpflichtende Theorie- und Praxisstunden. Eine Übersicht zu den erforderlichen Stundenzahlen haben wir Ihnen weiter unten in einer Tabelle übersichtlich zusammengestellt.

Die richtige Fahrschule finden

Die meisten wählen die Fahrschule, die am nächsten zu ihrem Wohnort gelegen ist. Das ist sinnvoll, denn so profitiert man von kurzen Wegen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, weil es auch bei Fahrschulen Qualitätsunterschiede gibt. Positiv ist, wenn

  • man ein umfassendes Beratungsgespräch wahrnehmen kann, in dem nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Kosten transparent erläutert werden.

  • man einen Einblick in den Ausbildungsplan erhält – welche Fahrten sind verpflichtend, wie lange dauert eine Fahrt, wie ist die Ausbildung aufgebaut et cetera.

  • auch der äußere Eindruck stimmt: Sind die Schulungsräume ansprechend und die Fahrschulautos gepflegt? Gibt es feste Bürozeiten, zu denen man immer jemanden erreichen kann und gibt es zum Beispiel im Internet Bewertungen, die Aussagen darüber machen, ob Pünktlichkeit zur Tugend der Fahrlehrer zählt?

  • man einen schriftlichen Vertrag abschließt, in dem alle Ausbildungsdetails und Kosten aufgeführt sind.

Theorieunterricht

Im Fahrschulauto sitzt man immer nur zu zweit – Schüler und Fahrlehrer. Der Theorieunterricht findet in der Gruppe statt. Hier ist ein Qualitätskriterium die Gruppengröße. Die Gruppe sollte so groß sein, dass auf individuelle Fragen eingegangen werden kann. Interessant ist auch, wie der Theorieunterricht aufgebaut ist. Gibt es Gruppenarbeit oder klassischen Frontalunterricht? Wird ein Online-Prüfungstraining angeboten?

Praktischer Unterricht

Entscheidend im praktischen Teil der Ausbildung ist, dass die Chemie zwischen Fahrschüler und Fahrlehrer stimmt. Hier ist es hilfreich, Erfahrungen anderer Schüler einzuholen. In manchen Fahrschulen stellen sich die Fahrlehrer in der ersten Theoriestunde auch persönlich vor – dann kann sich jeder den Fahrlehrer aussuchen, der ihm am sympathischsten erscheint. Falls man mit dem zugewiesenen Fahrlehrer nicht auskommt, sollte man sich nicht scheuen, das offen anzusprechen und einen Fahrlehrerwechsel zu erwägen. In manchen Fahrschulen ist es übrigens nicht automatisch so, dass man immer ein und denselben Fahrlehrer hat, sondern diese sich abwechseln. Zu häufige Wechsel haben sich aber als ungünstig erwiesen. Lernfortschritte oder auch fehlendes Wissen des Schülers sind so weniger gut erkennbar.

  • Biallo-Tipp: Wird die Prüfung im selben Auto absolviert, das auch für die Übungsstunden zur Verfügung stand? Das ist wichtig und sollte im ersten Beratungsgespräch in Erfahrung gebracht werden.

Lesen Sie auch: Neuwagen-Finanzierung – Der günstigste Weg zum Traumauto

So viel kostet der Führerschein

So setzt sich der Preis zusammen

Wie viel ein Führerschein kostet, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wohnort: Innerhalb Deutschlands gibt es Preisunterschiede beim Führerschein – je nach Bundesland, je nach Fahrschule, aber auch zwischen Stadt und Land.

  • Fahrschule: Jede Fahrschule kalkuliert eigene Preise.

  • Fahreignung:Es gibt eine verpflichtende Anzahl von Fahr- und Theoriestunden. Darüber hinaus fallen, je nach Können und Begabung des Fahrschülers, zusätzliche Stunden an – so viele, wie er eben benötigt, um die Prüfungen zu bestehen.

Um einen Überblick zu erhalten, wie teuer der Führerschein insgesamt wird, sollte der Fahrschüler folgende Preise der Fahrschule einholen:

  • Preis für eine normale Fahrstunde von 45 Minuten (Stundenanzahl nicht vorhersehbar, der Fahrlehrer entscheidet in der Regel, wann der Schüler fit für die Prüfung ist).

  • Preis für Sonderfahrten: Bundes- oder Landstraßen (fünf Stunden à 45 Minuten), Autobahn (vier Stunde à 45 Minuten), Nachtfahrt/Dämmerung (drei Stunden á 45 Minuten). Insgesamt zwölf Stunden sind verpflichtend.

  • Grundbetrag für die Führerscheinausbildung: Verwaltungskosten, theoretischer Unterricht von zwölf Doppelstunden à 90 Minuten (Grundstoff) und zwei Doppelstunden à 90 Minuten (Zusatzstoff) – diese Stundenanzahl ist verpflichtend – plus Lernmaterial.

  • Prüfungskosten von Theorie- und Praxisprüfung (= Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung). Zusätzlich fallen TÜV-/Dekra-Gebühren an für die theoretische und praktische Prüfung. Das sind rund 22 Euro für die theoretische Prüfung und rund 92 Euro für die praktische Prüfung.
  • Kosten des Lernmaterials: Online-Zugänge zu Führerschein-Apps, Bücher, Online-Medien et cetera.

  • Eventuell Kosten für besondere Maßnahmen wie beispielsweise eine Vorprüfung für die theoretische Prüfung.

  • Kosten für die Wiederholung von Prüfungen. Werden Nachschulungsfahrstunden teurer berechnet? Berechnet die Fahrschule erneut Kosten für die theoretische Ausbildung? Berechnet sie also einen Teil des Grundbetrags?

Die Fahrschulen unterliegen keiner Gebührenordnung. Sie sind lediglich verpflichtet, klare Preise zu nennen für jeden einzelnen Leistungsbereich und diese müssen sie auch einhalten.

  • Biallo-Tipp: Bevor Sie sich bei einer Fahrschule anmelden, vergleichen Sie die Preise. Der Preis alleine ist natürlich noch kein Qualitätskriterium, wie immer gilt: Das Gesamtpaket muss stimmen.

Lesen Sie auch: Ferien und Nebenjobs – Worauf Schüler achten müssen

Rechner autokredit
3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
 
1.
437,43
2,43%
0,97% - 2,43%
437,43
2.
438,81
2,59%
438,81
ING
3.
439,66
2,69%
2,69%
bonitätsabh.
439,66
Darlehensbetrag 20.000 €, Laufzeit 48 Monate

Prüfung wiederholen

Richtig teuer wird es, wenn man eine Prüfung wiederholen muss. Denn dann fallen erneut Kosten an. Die Gebühren für die Vorstellung zur Prüfung durch die Fahrschule, aber auch die TÜV-/Dekra-Gebühren werden erneut berechnet. Ist die praktische Prüfung zu wiederholen, fallen sogar erneut Fahrstunden an. Manche Fahrschulen berechnen diese Nachschulungsstunden mit einem höheren Satz. Ist die theoretische Prüfung zu wiederholen, kann die Fahrschule unter Umständen einen Teilgrundbetrag verlangen.

  • Biallo-Tipp: Nach einer nicht bestandenen Prüfung muss der Fahrschüler mindestens zwei Wochen warten, bis er einen erneuten Versuch starten darf. Zwischen der bestandenen Theorieprüfung und der Praxisprüfung darf nicht mehr als ein Jahr liegen, sonst wird sie ungültig und muss wiederholt werden.

Kosten: So lautet die Faustregel

Gemäß der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. gilt als Richtschnur für die Kosten:

  • Der Grundbetrag sollte nicht mehr als das Zehnfache einer Normalfahrstunde kosten.

  • Eine Sonderfahrt sollte nicht mehr als das 1,5-Fache einer Normalfahrstunde kosten.

  • Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten insgesamt nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.

  • Der Teilgrundbetrag – sofern eine Fahrschule diesen nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt – sollte nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.

Zusätzliche Kosten

Neben den Kosten für die Fahrschule fallen noch weitere Kosten an:

  • Für einen Sehtest beim Optiker (6,43 Euro,gesetzlich festgeschrieben)
  • Erste-Hilfe-Kurs (je nach Anbieter, rund 40 Euro)
  • Passbilder (individuell)
  • Verwaltungsgebühr der Straßenverkehrsbehörde für den Führerscheinantrag (je nach Bundesland).

Lesen Sie auch: Girokonten für Studenten– Details, die sehr ins Geld gehen können

  • Biallo-Tipp: Oft werden Erst-Hilfe-Kurse angeboten, die gleich auch noch den Sehtest beinhalten und bei denen die Passbilder ebenfalls direkt beim Kurstermin vor Ort erstellt werden.

Tabelle 1: So viele Theorie- und Praxisstunden fallen an

Klasse

Fahrerlaubnis

Theorie

Praxis

B und B17

(Begleitetes Fahren)

B: ab 18 Jahren

B17: ab 17 Jahren

- 12 Doppelstunden (Grundstoff) à 90 Minuten bei Ersterwerb;

- 2 Doppelstunden à 90 Minuten Zusatzstoff

Grundausbildung: Zahl der Stunden ist von persönlichen Fähigkeiten und Lernfortschritt abhängig

Sonderfahrten:
- Bundes- oder Landstraße: 5 x 45 Minuten
- Autobahn: 4 x 45 Minuten
- Nacht/Dämmerung: 3 x 45 Minuten

Quelle: ADAC

Tabelle 3: So viel kostet der Führerschein – Beispielrechnung

Grundbetrag 14 Doppelstunden Theorie

299 Euro

20 Übungsfahrten à 42 Euro

840 Euro

5 Überlandfahrten (Bundes- oder Landstraßen) à 52 Euro

260 Euro

4 Autobahnfahrtenà 52 Euro

208 Euro

3 Nachtfahrtenà 55 Euro

165 Euro

Vorstellung zurTheorieprüfung

50 Euro

Vorstellung zur Praxisprüfung

130 Euro

Gesamtbetrag Fahrschule

1.952 Euro

TÜV-/Dekra-Gebühren für Theorie und Praxis (gerundet)

114 Euro

Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest, Passbilder (circa)

58 Euro

Lernmaterial (circa)

50 Euro

Ausstellung Führerschein bei Behörde (circa)

35 Euro

Gesamtbetrag Führerschein

2.209 Euro

Quelle: biallo.de; eigene Recherche.

Tabelle 2: So viel kostet der Führerschein Klasse B

Gegend
in Deutschland

PKW-Fahrstunden
Übungsfahrt
(45 Minuten) in Euro

PKW-Fahrstunde
Sonderfahrt
(45 Minuten) in Euro

Gesamtkosten im Durchschnitt in Euro

Ost

38,15

43,90

1.884

West

44,21

53,62

2.085

Nord

43,27

52,22

2.164

Süd

45,87

58,56

2.276

Quelle: International Road Safety Association e. V.

Kosten sparen beim Führerschein

Um viele Kostenfaktoren beim Führerschein kommt man nicht herum. Es gibt zu absolvierende Pflichtstunden in Theorie und Praxis und es fallen Verwaltungs- und Prüfungsgebühren an. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Kosten im Zaum zu halten. Hier einige Tipps:

Fahrschulen vergleichen

Die Fahrschulen verlangen durchaus unterschiedliche Preise für Theorie- und Übungsstunden. Deshalb sollte man sich von verschiedenen Fahrschulen die aktuellen Preise geben lassen und diese vergleichen. Die International Road Safety Association e.V. analysiert regelmäßig die Preise, die Fahrschulen ansetzen. Dabei hat sich im Vergleich gezeigt, dass kleinere bis mittelgroße Fahrschulen etwas günstigere Preise berechnen als etwa sehr große Fahrschulen. Auch die Preise zwischen Stadt und Land variieren: Auf dem Land sind die Preise günstiger als in der Stadt.

Intensivkurse

Man kann die Führerscheinausbildung innerhalb von vier bis fünf Monaten machen oder aber sehr kompakt in einem zwei- oder vierwöchigen Intensivkurs, den viele Fahrschulen anbieten. Dazu eignen sich beispielsweise die Ferienzeiten, wenn man noch Schüler ist. Das Positive an Intensivkursen ist, dass die Lerninhalte des Theorieunterrichts unmittelbar auf der Straße zur Anwendung kommen und sich so das Gelernte besonders gut vertieft.

  • Biallo-Tipp: Wer den Führerschein in vier oder gar zwei Wochen absolvieren möchte, sollte Einiges vorbereitet haben: Der Erste-Hilfe-Kurs sollte absolviert sein, der Sehtest und die Passfotos sollten vorliegen und bei der zuständigen Behörde sollte man den Führerscheinantrag gestellt haben als Voraussetzung, um Prüfungstermine zu erhalten. Das dauert je nach Wohnort mindestens einen Monat oder gar länger.

Kompakte Lerneinheiten

Die meisten unterschätzen, dass Autofahren eine Übungssache ist, die viel Routine verlangt, weil Vieles gleichzeitig passieren muss: Auf den Verkehr und Verkehrszeichen achten, stets Fußgänger und Radfahrer im Blick haben, gleichzeitig bremsen, dann wieder beschleunigen, schalten, Blinker setzen – das überfordert viele Fahranfänger. Wer viele Fahrstunden kompakt hintereinander nimmt, kann schnell Routine aufbauen. Wer dagegen nur eine Fahrstunde pro Woche hat, dazwischen noch lange Ferienzeiten einbaut, in denen gar keine Fahrstunden stattfinden, benötigt sehr viel länger, um die für die Prüfung geforderte Routine zu entwickeln.

  • Biallo-Tipp: Am meisten lässt sich sparen, wenn man so wenige Übungsstunden – also reguläre Fahrstunden – wie möglich benötigt. Man muss hier keine vorgeschriebene Anzahl absolvieren. Wer beim Autofahren ein Naturtalent ist, ist klar im Vorteil. Eventuell können Übungseinheiten auf speziellen Übungsplätzen, zum Beispiel des ADAC, hilfreich sein.

Und noch ein Tipp: Erst, wenn der Antrag auf den Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde des Wohnsitzes (je nach Bundesland, Stadt oder Gemeinde ist das Einwohnermeldeamt, das Straßenverkehrsamt oder die Kreisbehörde zuständig) bearbeitet wurde, kann man einen Termin zur Theorieprüfung und danach zur praktischen Prüfung vereinbaren. Damit es hier nicht unnötig zu Zeitverzögerungen kommt – manchmal dauert die Antragsbearbeitung wochenlang – sollte man zeitgleich mit der Anmeldung zur Fahrschule auch den Antrag stellen.

Simulatorstunden

Bei vielen Fahrschulen kann man inzwischen die ersten Fahrstunden auch an einem Fahrsimulator absolvieren. Hier lernt man stressfrei ein erstes Grundverständnis für den Verkehr und Routine im Umgang mit dem Fahrzeug – etwa die obligatorischen Blicke in den Rückspiegel, das Schalten oder das Anfahren. Lässt man sich das alles vom Fahrlehrer im Auto erklären, vergeht viel Zeit, ohne dass man wirklich viel gefahren ist. Da Simulatorstunden günstiger sind als die Übungsstunden auf der Straße, können sie eine Möglichkeit sein, die Anzahl der Übungsstunden zu reduzieren und damit Geld zu sparen.

Laut Untersuchung der International Road Safety Association e.V. kann das Üben am Fahrsimulator eine Kostenersparnis von bis zu zwei Prozent der Gesamtausgaben bewirken sowie eine um rund vier Fahrstunden (à 45 Minuten) geringere Anzahl an "realen Fahrstunden". Allerdings gibt es dafür keine Garantie. Kritiker merken an, dass eine Simulatorstunde keine Übungsstunde auf der Straße ersetzt, weil der Fahrschüler unter anderem weder ein Gefühl für die Geschwindigkeit des Fahrzeugs entwickelt, noch für die äußeren Maße des Autos.

Lernmaterial

Die Fahrschulen bieten Lernmaterial an, um den theoretischen Stoff zu lernen und zu vertiefen. Wissen muss man: Die Fahrschule verdient natürlich auch am Lernmaterial. In der Regel arbeiten die Fahrschulen heute mit Online-Lernmaterial: Über eine App kann der Schüler für die Theorieprüfung lernen. Meist gibt es auch noch ein Begleitbuch, in dem man das ein oder andere Thema vertiefen kann.

Wichtig zu wissen ist, dass der Schüler nicht verpflichtet ist, das Lernmaterial der Fahrschule zu kaufen. Der Theorieunterricht sollte einen eigenen Lernplan haben und nicht nur Prüfungsfragen abarbeiten. Entscheidend ist, dass das Lernmaterial aktuell ist – die Prüfungsfragen werden etwa zweimal im Jahr angepasst. Kann der Schüler aktuelles Lernmaterial über eine andere Quelle beziehen, die günstiger ist, steht ihm das frei. Wer Lernmaterial über die Fahrschule bezieht, muss mit etwa 50 Euro an Kosten dafür rechnen.

Prüfung bestehen

Eines ist sicher: Das größte Sparpotential bietet das Bestehen der Prüfung. Eine Prüfung zu wiederholen geht ins Geld. Bei der theoretischen Prüfung ist das noch überschaubar, es fallen erneut TÜV-/Dekra-Prüfungsgebühren an. Aber eventuell stellt die Fahrschule auch einen Teilgrundbetrag in Rechnung, wenn erneute Nachschulungen stattfinden müssen. Das Nicht-Bestehen der praktischen Prüfung ist noch viel teurer, denn dann fallen noch zusätzliche Fahrstunden an. Eventuell wird für die Nachschulungsstunden ein höherer Satz berechnet – auch die Prüfungsgebühr bei TÜV-/Dekra wird erneut fällig, die rund 90 Euro kostet.

Ob man die praktische Prüfung besteht, kann man im Vorfeld schwer abschätzen. Aber bei der Theorieprüfung hat man es durchaus selbst in der Hand, ob man besteht oder nicht. Es liegt nämlich einzig und allein am Lerneifer, ob man durchkommt oder nicht. Die Lern-App zeigt einem an, wie gut der Lernfortschritt ist. Zudem bieten viele Fahrstunden inzwischen die Möglichkeit einer Vorprüfung an. So kann man testen, ob man die Prüfung bestehen würde. Die Vorprüfung kann dabei nicht nur in der Fahrschule angeboten werden, sondern auch über modernes Lernmaterial gibt es Angebote dazu.

Rechner festgeld
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
211,10
1,05%
2.
  190,90
0,95%
3.
151,08
0,75%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre

So lässt sich ein Führerschein finanzieren

Ein Führerschein kostet etwa 2.000 Euro – oder sogar mehr. Das ist eine Menge Geld, vor allem, wenn ein 17- oder 18-Jähriger das Geld selbst aufbringen muss. Hier einige Anregungen, wie eine Finanzierung funktionieren kann.

Häppchenweise bezahlen

Kein Fahrschüler muss auf einen Schlag 2.000 Euro auf den Tisch legen, um mit dem Führerschein loslegen zu können. In aller Regel kann man portionsweise bezahlen: Der Grundbetrag ist meist auf einmal zu entrichten. Dieser besteht aus Verwaltungskosten und dem theoretischen Unterricht von insgesamt 14 Doppelstunden sowie dem Lernmaterial. Die Fahrstunden können in der Regel einzeln und im Voraus bezahlt werden. So kann man die Bezahlung über die gesamte Zeit der Führerscheinausbildung strecken.

  • Biallo-Tipp: Das sollte jedoch nicht dazu verleiten, die Führerscheinausbildung in die Länge zu ziehen. Denn dann benötigt man wiederum mehr Fahrstunden, um in Übung zu bleiben, was den Führerschein insgesamt teurer macht.

Sparen

Wer den Führerschein nicht geschenkt bekommt, sollte sparen und sich vielleicht einen Nebenjob suchen, um eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Ob man den Führerschein nun einige Monate früher macht oder später, sollte einerlei sein. Lieber steht die Finanzierung, bevor man loslegt. Vielleicht finden sich auch Verwandte als Sponsoren oder der 18. Geburtstag ist eine Gelegenheit, sich einen Zuschuss zu wünschen?

Lesen Sie auch: Taschengeld – Den richtigen Umgang mit Geld lernen

Kredit

Natürlich kann man den Führerschein auch über einen Ratenkredit bei einer Bank finanzieren. Davon ist jedoch gerade jungen Leuten abzuraten. Ein Kredit macht den Führerschein insgesamt teurer, weil man ja auch noch Zinsen abbezahlen muss. Zudem häuft man als junger Mensch gleich einen Schuldenberg an und geht Verpflichtungen ein, diesen auch wieder abzubezahlen. Nicht selten sind solche Kredite in jungen Jahren der Anfang einer Schuldnerkarriere.

Besser ist es, einen Privatkredit aufzunehmen, etwa bei den Eltern, soweit dies möglich ist. Hier sollten die Abzahlungsmodalitäten familienintern unkompliziert zu gestalten sein.

Wer dennoch auf einen Kredit setzen möchte, sollte den Betrag nicht zu knapp bemessen, schließlich weiß man ja noch nicht im Voraus, wie teuer der Führerschein im Endeffekt werden wird. Also lieber etwas mehr Geld aufnehmen und gleichzeitig eine kostenlose Sondertilgung vereinbaren, die unbedingt Gegenstand des Kreditvertrags sein sollte. So kann man den nicht erforderlichen Betrag am Ende gleich zurückzahlen.

Lesen Sie auch: Schuldenfalle– So behalten junge Leute die Kontrolle über ihr Geld




  Annette Jäger


 

Biallo Video Stream

 
 
 
Powered by Telsso Clouds