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Auf einen Blick
  • Wir erklären anhand einer Beispielrechnung, was die Fahrschule bis zum fertigen PKW-Führerschein Klasse B kostet und woran Sie denken müssen.
  • Ist die Fahrschule zu teuer? Wir geben Tipps, wie Sie den Führerschein finanzieren können.
  • Lesen Sie, wie teuer die Fahrerlaubnis 2021 ist.
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Was kostet eigentlich die Fahrerlaubnis für den PKW? Viele Jugendliche und auch ältere Semester haben großen Respekt vor der Führerscheinprüfung. Einerseits ist da die Angst vor der theoretischen oder praktischen Prüfung. Andererseits sind da die enormen Kosten für den Führerschein, denn meist ist das Budget besonders knapp. Und nicht zuletzt fragen sich viele Fahrschülerinnen und Fahrschüler, was sie für den Führerschein alles benötigen. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Außerdem erfahren Sie bei uns, wie Sie beim Erwerb des Führscheins Kosten sparen können.

 

So setzt sich der Preis zusammen

Wie viel ein Führerschein kostet, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wohnort: Innerhalb Deutschlands gibt es Preisunterschiede beim Führerschein – je nach Bundesland, je nach Fahrschule, aber auch zwischen Stadt und Land.

  • Fahrschule: Jede Fahrschule kalkuliert eigene Preise.

  • Fahreignung: Es gibt eine verpflichtende Anzahl von Fahr- und Theoriestunden. Darüber hinaus fallen, je nach Können und Begabung des Fahrschülers, zusätzliche Stunden an – so viele, wie er eben benötigt, um die Prüfungen zu bestehen.

Um einen Überblick zu erhalten, wie teuer der Führerschein insgesamt wird, sollten Sie vor der Anmeldung folgende Preise bei der Fahrschule einholen:

  • Preis für eine normale Fahrstunde von 45 Minuten (Stundenanzahl nicht vorhersehbar, der Fahrlehrer entscheidet in der Regel, wann der Schüler fit für die Prüfung ist).
  • Preis für Sonderfahrten: Bundes- oder Landstraßen (5x 45 Minuten), Autobahn (4x 45 Minuten), Nachtfahrt/Dämmerung (3x45 Minuten). Insgesamt zwölf Stunden sind verpflichtend.
  • Grundbetrag für die Führerscheinausbildung: Verwaltungskosten, theoretischer Unterricht von zwölf Doppelstunden á 90 Minuten (Grundstoff) und zwei Doppelstunden á 90 Minuten (Zusatzstoff) – diese Stundenanzahl ist verpflichtend – plus Lernmaterial.
  • Prüfungskosten von Theorie- und Praxisprüfung (= Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung). Zusätzlich fallen TÜV/Dekra-Gebühren an für die theoretische und praktische Prüfung. (rund 22 Euro für die theoretische Prüfung und rund 117 Euro für die praktische Prüfung).
  • Kosten für das Lernmaterial: Online-Zugänge zu Führerschein-Apps, Bücher, Online-Medien etc.
  • Eventuell Kosten für besondere Maßnahmen wie beispielweise eine Vorprüfung für die theoretische Prüfung.
  • Kosten für die Wiederholung von Prüfungen. Werden Nachschulungsfahrstunden teurer berechnet? Berechnet die Fahrschule erneut Kosten für die theoretische Ausbildung? Berechnet sie also einen Teil des Grundbetrags?

Die Fahrschulen unterliegen keiner Gebührenordnung. Sie sind lediglich verpflichtet, klare Preise für jeden einzelnen Leistungsbereich zu nennen und diese auch einzuhalten.

Biallo-Tipp:

Bevor Sie sich bei einer Fahrschule anmelden, vergleichen Sie die Preise. Der Preis alleine ist natürlich noch kein Qualitätskriterium, wie immer gilt: Das Gesamtpaket muss stimmen.

Beispielrechnung – so viel kostet der Führerschein:

 Grundbetrag 14 Doppelstunden Theorie  299 Euro
 20 Übungsfahrten à 42 Euro  840 Euro
 5 Überlandfahrten (Bundes- oder Landstraßen) à 52 Euro  260 Euro
 4 Autobahnfahrten à 52 Euro  208 Euro
 3 Nachtfahrten à 55 Euro  165 Euro
 Vorstellung zur Theorieprüfung  50 Euro
 Vorstellung zur Praxisprüfung  130 Euro
 Gesamtbetrag Fahrschule  1.952 Euro
 + TÜV/Dekra-Gebühren für Theorie und Praxis (gerundet)  139 Euro
 + Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest, Passbilder (circa)  58 Euro
 Lernmaterial (circa)  50 Euro
 Ausstellung Führschein bei Behörde (circa)  35 Euro
 Gesamtbetrag Führerschein  2.209 Euro

Quelle: Eigene Recherche/Sparkasse.de. Stand 6.8.2021

 

Prüfung wiederholen

Richtig teuer wird es, wenn Sie eine Prüfung wiederholen müssen. Dann fallen erneut Kosten an. Die Gebühren für die Vorstellung zur Prüfung durch die Fahrschule, aber auch die TÜV/Dekra-Gebühren werden erneut berechnet. Ist die praktische Prüfung zu wiederholen, fallen sogar erneut Fahrstunden an. Manche Fahrschulen berechnen diese Nachschulungsstunden mit einem höheren Satz. Ist die theoretische Prüfung zu wiederholen, kann die Fahrschule unter Umständen einen Teilgrundbetrag verlangen.

  • Tipp: Nach einer nicht bestandenen Prüfung muss der Fahrschüler mindestens zwei Wochen warten, bis er einen erneuten Versuch starten darf. Zwischen der bestandenen Theorieprüfung und der Praxisprüfung darf nicht mehr als ein Jahr liegen, sonst wird sie ungültig und muss wiederholt werden.
 

Kosten – so lautet die Faustregel

Gemäß Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. gilt als Richtschnur für die Kosten:

  • Der Grundbetrag sollte nicht mehr als das Zehnfache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Eine Sonderfahrt sollte nicht mehr als das 1,5-Fache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten insgesamt nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.
  • Der Teilgrundbetrag (sofern eine Fahrschule diesen nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt), sollte nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.

Zusätzliche Kosten

Neben den Kosten für die Fahrschule fallen noch weitere Kosten an:

  • Für einen Sehtest beim Optiker (6,43 Euro, gesetzlich festgeschrieben)
  • Erste-Hilfe-Kurs (je nach Anbieter, rund 40 Euro)
  • Passbilder (individuell)
  • Verwaltungsgebühr der Straßenverkehrsbehörde für den Führerscheinantrag (je nach Bundesland).

Tipp: Oft werden Erst-Hilfe-Kurse angeboten, die gleich auch noch den Sehtest beinhalten und die Passbilder beim Kurstermin vor Ort erstellen.

    So viel kostet durchschnittlich der Führerschein Klasse B

    Gegend in Deutschland
    PKW-Fahrstunden
    Übungsfahrt
    (45 Minuten) in Euro

    PKW-Fahrstunde
    Sonderfahrt
    (45 Minuten) in Euro

    Gesamtkosten im Durchschnitt
    in Euro

     
     Ost  39,81  45,22  2.022
     West  44,60  54,81  2.187
     Nord  44,36  54,13  2.206
     Süd  47,96  59,88  2.352

    Quelle: MOVING Fahrschul-Klima-Index 2/2020/ MOVING International Road Safety Association e. V.

     

    Neue Regelung seit 2021

    Zum 1. Januar 2021 gelten Änderungen bei der Führerscheinprüfung. Die praktische Prüfung ist aufwändiger, was sich in etwas höheren Prüfungskosten niederschlägt (statt bisher rund 90 Euro, jetzt rund 117 Euro). Gleichzeitig gilt eine Automatikregelung: Wer die Ausbildung in einem Automatikfahrzeug macht, kann später ein Auto mit Schaltung fahren, vorausgesetzt, es wurden zusätzliche zehn Fahrstunden à 45 Minuten absolviert und eine 15-minütige Testfahrt bestanden.

    • Tipp: Mit der Corona-Pandemie sind die Kosten für den Führerschein zum Teil erheblich gestiegen, es können jetzt durchaus 3.000 oder sogar mehr anfallen, da die Fahrschulen Hygienekonzepte umsetzen müssen.
     

    So kommen Sie zur Fahrerlaubnis

    Die PKW-Führerscheinausbildung (Klasse B und B17) umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie lernen Sie als Fahranfänger die Verkehrsregeln, in der Praxis geht es um die Fahrtechnik und das Lenken des Autos im Verkehr. In beiden Bereichen müssen Fahrschüler eine Prüfung absolvieren.

    Wenn Sie das Autofahren lernen möchten, müssen Sie eine Fahrschule besuchen. Es gibt verpflichtende Theorie- und Praxisstunden.

    Die richtige Fahrschule finden

    Viele wählen eine Fahrschule, die die möglichst nah am Wohnort gelegen ist. Das ist auch sinnvoll, denn so profitieren Sie von kurzen Wegen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn auch bei Fahrschulen gibt es Qualitätsunterschiede. Positiv ist, wenn

    • Sie ein umfassendes Beratungsgespräch wahrnehmen können, in dem nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Kosten transparent erläutert werden.
    • Sie einen Einblick in den Ausbildungsplan erhalten – welche Fahrten sind verpflichtend, wie lange dauert eine Fahrt, wie ist die Ausbildung aufgebaut etc.
    • auch der äußere Eindruck stimmt: Sind die Schulungsräume ansprechend und die Fahrschulautos gepflegt? Gibt es feste Bürozeiten, zu denen man immer jemanden erreichen kann und gibt es zum Beispiel im Internet Bewertungen, die Aussagen darüber machen, ob Pünktlichkeit zur Tugend der Fahrlehrer zählt?
    • Sie einen schriftlichen Vertrag abschließen, in dem alle Ausbildungsdetails und Kosten aufgeführt sind.

    Theorieunterricht

    Im Auto sitzen Sie immer nur zu zweit – Schüler und Fahrlehrer. Der Theorieunterricht findet in der Gruppe statt. Hier ist ein Qualitätskriterium die Gruppengröße. Die Gruppe sollte so groß sein, dass auf individuelle Fragen eingegangen werden kann. Interessant ist auch, wie der Theorieunterricht aufgebaut ist. Gibt es Gruppenarbeit oder klassischen Frontalunterricht? Wird ein Online-Prüfungstraining angeboten?

    Praktischer Unterricht

    Entscheidend im praktischen Teil der Ausbildung ist, dass die Chemie zwischen Fahrschüler und Fahrlehrer stimmt. Hier ist es hilfreich, Erfahrungen anderer Schüler einzuholen. In manchen Fahrschulen stellen sich die Fahrlehrer in der ersten Theoriestunde auch persönlich vor – dann kann sich jeder den Fahrlehrer aussuchen, der ihm am sympathischsten erscheint. Falls Sie mit dem zugewiesenen Fahrlehrer nicht auskommen, sollten Sie sich nicht scheuen, das offen anzusprechen und einen Fahrlehrerwechsel zu erwägen. In manchen Fahrschulen ist es übrigens nicht automatisch so, dass Sie immer ein und denselben Fahrlehrer haben, sondern diese sich abwechseln. Zu häufige Wechsel haben sich aber als ungünstig erwiesen. Lernfortschritte oder auch fehlendes Wissen des Schülers sind so weniger gut erkennbar.

    Biallo-Tipp:

    Wird die Prüfung im selben Auto absolviert, das auch für die Übungsstunden zur Verfügung stand? Das ist wichtig und sollte im ersten Beratungsgespräch in Erfahrung gebracht werden.

    So viele Theorie- und Praxisstunden fallen an

    KIasse Fahrerlaubnis Theorie  Praxis
     B und B17 (Begleitetes Fahren)
     B: ab 18 Jahren
     B17: ab 17 Jahren
     - 12 Doppelstunden (Grundstoff) à 90 Minuten bei Ersterwerb;
     - 2 Doppelstunden à 90 Minuten Zusatzstoff
    Grundausbildung: Zahl der Stunden ist von persönlichen Fähigkeiten und     Lernfortschritt abhängig
    Sonderfahrten:
    - Bundes- oder Landstraße: 5 x 45 Minuten
    - Autobahn: 4 x 45 Minuten
    - Nacht/Dämmerung: 3 x 45 Minuten

    Quelle: ADAC

     

    So können Sie die Fahrschule finanzieren

    Ein Führerschein kostet in der Regel über 2.000 Euro. Das ist eine Menge Geld, vor allem, wenn ein 17- oder 18-Jähriger das Geld selbst aufbringen muss. Hier einige Anregungen, wie eine Finanzierung funktionieren kann.

    Häppchenweise bezahlen

    Kein Fahrschüler muss auf einen Schlag 2.000 Euro auf den Tisch legen, um mit dem Führerschein loslegen zu können. In aller Regel können Sie portionsweise bezahlen: Der Grundbetrag ist meist auf einmal zu entrichten. Dieser besteht aus Verwaltungskosten und dem theoretischen Unterricht von insgesamt 14 Doppelstunden sowie dem Lernmaterial. Die Fahrstunden können Sie in der Regel einzeln und im Voraus bezahlen. So kann man die Bezahlung über die gesamte Zeit der Führerscheinausbildung strecken.

    • Tipp: Das sollte jedoch nicht dazu verleiten, die Führerscheinausbildung in die Länge zu ziehen. Denn dann benötigen Sie wiederum mehr Fahrstunden, um in Übung zu bleiben, was den Führerschein insgesamt teurer macht.

    Für die Fahrerlaubnis sparen

    Wenn Sie den Führerschein nicht geschenkt bekommt, können Sie sparen und sich vielleicht einen Nebenjob suchen, um eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Ob Sie den Führerschein nun einige Monate früher oder später machen, sollte einerlei sein. Bevor Sie mit der Fahrschule anfangen, sollte die Finanzierung stehen. Vielleicht finden Sie auch Verwandte als Sponsoren oder der 18. Geburtstag ist eine Gelegenheit, sich einen Zuschuss zu wünschen. Gerade für junge Menschen ist es allgeimein wichtig, den richtigen Umgang mit Taschengeld zu lernen.

    Kredit

    Natürlich können Sie den Führerschein auch über einen Ratenkredit bei einer Bank finanzieren. Davon ist jedoch gerade jungen Leuten abzuraten. Ein Kredit macht den Führerschein insgesamt teurer, weil Sie ja auch noch Zinsen abbezahlen müssen. Zudem häufen Sie als junger Mensch gleich einen Schuldenberg an und gehen Verpflichtungen ein, diesen auch wieder abzubezahlen. Nicht selten sind solche Kredite in jungen Jahren der Anfang einer Schuldnerkarriere. Falls Sie schon in Notlage geraten Sind zeigen wir Ihnen in einem weiteren Artikel, wie ein Weg aus der Schuldenfalle funktionieren kann. Allerdings gibt es auch immer wieder Fälle, in denen ein Darlehen ein sinnvoller Weg ist. Beispielsweise, wenn Sie die Fahrerlaubnis für einen Job benötigen, den Sie bereits haben.

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    Ratenkredit
     
    Anbieter
    Monatliche Rate
    eff. Zins
    p.a.
    mtl. Rate
     
     
    1.
    218,72 €
    2,43 %
    0,97 % - 2,43 %
    218,72 €
    2.
    bundesweites Angebot
    218,93 €
    2,48 %
    218,93 €
    3.
    219,88 €
    2,70 %
    2,50 % - 5,50 %
    219,88 €
    Darlehensbetrag 10.000 €, Laufzeit 48 Monate

    Besser ist es, einen Privatkredit aufzunehmen, etwa bei den Eltern, soweit dies möglich ist. Hier sollten die Abzahlungsmodalitäten familienintern unkompliziert zu gestalten sein.

    Wenn Sie dennoch auf einen Kredit setzen möchten, sollten Sie den Betrag nicht zu knapp bemessen, schließlich wissen Sie noch nicht im Voraus, wie teuer der Führerschein im Endeffekt werden wird. Also lieber etwas mehr Geld aufnehmen und gleichzeitig eine kostenlose Sondertilgung vereinbaren, die unbedingt Gegenstand des Kreditvertrags sein sollte. So können Sie den nicht erforderlichen Betrag am Ende gleich zurückzahlen.

    Wenn Sie Ihren Führerschein erfolgreich abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem neuen Auto sind, können wir Ihnen unseren Ratgeber "Neuwagen-Finanzierung: Der günstigste Weg zum Traumauto" ans Herz legen. Lesen Sie außerdem, wie Sie als Fahrschüler bei den Kosten für die fahrschule sparen können.

    Über die Autorin Annette Jäger
    während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.
      Annette Jäger
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