

Eine Auswertung des Immobilienportals ImmoScout24 zeigt: Günstige Einfamilienhäuser zwischen 250.000 und 500.000 Euro sind 2026 stark nachgefragt. Millionen-Häuser in Metropolen bleiben dagegen oft unverkauft. Ein Grund sind gestiegene Bauzinsen von über vier Prozent. Das macht die Finanzierung schwieriger. Was Hauskäufer tun können.
Wer in deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt das nötige Kleingeld mitbringt, hat derzeit wenig Probleme, ein Haus zu finden. Das zeigt eine Auswertung des Immobilienportals ImmoScout24. Demnach kostet jedes dritte angebotene Einfamilienhaus in den Großstädten mehr als eine Million Euro. Gleichzeitig ist das Angebot an solchen Häusern deutlich höher als die Nachfrage. Genau umgekehrt ist es bei Häusern bis 500.000 oder 750.000 Euro: Dort übertrifft die Nachfrage das Angebot deutlich. Wir sagen Ihnen, wo die Chancen für einen Kauf am besten stehen und bei welchem Preis.
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Für die Analyse hat das Immobilienportal alle im ersten Quartal 2026 auf der Plattform zum Kauf angebotenen Einfamilienhäuser und die zugehörigen Kontaktanfragen ausgewertet. Ergebnis: In den oberen Preissegmenten werden meist mehr Häuser angeboten als gesucht. Dagegen sind Häuser, die zwischen 250.000 und 500.000 Euro kosten, relativ stark gefragt. So entfällt in den kreisfreien Städten und auf dem Land jeweils knapp die Hälfte der Nachfrage auf dieses Segment. Die Grafik vergleicht Angebot und Nachfrage in Metropolen und im ländlichem Raum:
Auffällig dabei: Auf dem Land ist das Angebot an günstigen Häusern unter 250.000 Euro mit fast einem Drittel ziemlich groß. Allerdings hinkt hier die Nachfrage hinterher. Ein Grund dafür sei, dass solche Häuser häufig „älter und sanierungsbedürftig“ seien, sagt ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford.
Abgesehen von den Metropolen liegt laut der Auswertung die Schmerzgrenze für die meisten Immobilienkäufer bei 500.000 Euro. Ein Grund dafür dürften gestiegene Bauzinsen sein. Sie machen die Finanzierung der Immobilie deutlich schwieriger. So kosten zehnjährige Baufinanzierungen laut dem Baugeld-Index von biallo.de seit Ende Juli im Schnitt mehr als 4,00 Prozent. Zu Beginn des Jahres waren es noch 3,78 Prozent (siehe Grafik).
Die Folge des Zinsanstiegs: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und Eigenkapital von 20 Prozent müssen Hauskäufer derzeit für eine zehnjährige Finanzierung im Schnitt eine monatliche Rate von 1.470 Euro stemmen (Tilgung 1,5 Prozent). Zum Jahresanfang waren es noch 60 Euro weniger. Außerdem zahlen sie im Laufe der zehn Jahre etwa 7.000 Euro mehr an Zinsen.
Umso wichtiger ist für Hauskäufer der Angebotsvergleich. Für das obige Beispiel etwa sind die günstigsten zehnjährigen Baufinanzierungen derzeit für knapp 3,70 Prozent zu haben. Gegenüber dem Durchschnittzins reduziert das die monatliche Rate um mehr als 80 Euro. Gute Angebote finden Sie im Baufinanzierungs-Vergleich von biallo.de:

