Das erwartet Sie in diesem Artikel

Zwei Jahre lang gab es Entspannung, jetzt zieht der Preis fürs Heizen wieder an. Wer 2025 mit Erdgas oder Holzpellets heizte, zahlte deutlich mehr als im Jahr davor. Bei der Wärmepumpe fiel der Anstieg dagegen geringer aus. Das zeigt der neue Heizspiegel für Deutschland 2026. Wir sagen Ihnen, wie hoch die Kosten sind, was 2026 auf Sie zukommt und wie Sie sparen können.

Den Heizspiegel veröffentlicht die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund. Grundlage sind zehntausende ausgewertete Abrechnungen. Der Befund laut co2online: Nach der Entspannung 2023 und 2024 mussten viele Haushalte 2025 wieder tiefer in die Tasche greifen. Ursachen waren höhere Preise einzelner Energieträger und der kalte Winter. Auch 2026 dürfte es in vielen Fällen teurer werden.

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Heizkosten steigen 2025 – und wohl auch 2026

Am stärksten traf es 2025 die Nutzer von Erdgas und Holzpellets. Je nach Gebäudeart lagen die Kosten um bis zu 14 (Erdgas) beziehungsweise 24 Prozent (Pellets) über dem Vorjahr. Wärmepumpe und Fernwärme wurden nur wenig teurer, Heizöl blieb fast auf dem Niveau des Vorjahres (siehe Tabelle unten).

2026 jedoch dürfte es beim Heizöl deutlich hoch gehen. Und auch für Pellets sagen die Experten noch einmal eine kräftige Steigerung voraus. Beim Erdgas zeichnet sich dagegen eine Entlastung ab, weil die Gasspeicherumlage wegfällt. Insgesamt am günstigsten schneidet laut Heizspiegel die Wärmepumpe ab.

So viel kostet das Heizen

Für eine durchschnittliche 70 m² Wohnung im Mehrfamilienhaus pro Jahr:
HeizsystemAbrechnung 2025Prognose 2026
Erdgas1.170 € (+14 %)1.120 € (-4 %)
Heizöl1.030 € (0 %)1.275 € (+24 %)
Fernwärme1.295 € (+6 %)1.310 € (+1 %)
Wärmepumpe715 € (+5 %)735 € (+3 %)
Holzpellets735 € (+20 %)860 € (+17 %)
Quelle: Heizspiegel 2026, co2online; in Klammern Veränderung gegenüber dem Vorjahr; Stand: 22. September 2026

Prognose: Gas und Öl 2045 doppelt so teuer

Die Richtung der Preisentwicklung in den kommenden Jahren ist laut co2online eindeutig: nach oben. So zeigt die langfristige Heizkostenprognose: Für Gas- und Ölheizungen können sich die Kosten bis 2045 mehr als verdoppeln. Ein Grund dafür sind steigende CO₂-Kosten, höhere Netzentgelte und die sogenannte Bio-Treppe beim Einsatz fossiler Energieträger wie Gas und Öl.

Auch das Heizen mit Wärmepumpe soll künftig teurer werden. Die Kosten sollen hier aber deutlich langsamer steigen. „Das Zeitalter günstiger fossiler Heizenergie ist spätestens seit der Energiekrise vor vier Jahren vorbei“, sagt deshalb Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

So senken Sie Ihre Heizkosten

Immerhin liefert der Heizspiegel auch eine gute Nachricht: Rund 90 Prozent aller Haushalte haben noch Sparpotenzial. Im Durchschnitt lassen sich den Experten zufolge n einer Wohnung etwa 465 Euro pro Jahr einsparen. Im Einfamilienhaus sind es sogar rund 1.000 Euro.

Schon einfache Verhaltensänderungen wie richtiges Heizen und Lüften oder ein geringerer Warmwasserverbrauch senken den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent. Noch größere Einsparmöglichkeiten liefert laut co2online das Optimieren der Heizung, das Dämmen des Hauses – und der Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem.

Mit dem Heizcheck von co2online können Sie prüfen, wo bei Ihnen noch Einsparmöglichkeiten bestehen. Einen Überblick zu Strom- und Heizkosten gibt auch unser Ratgeber zum Energiesparen.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 23.09.2026

Über den Redakteur Andreas Jalsovec

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Hat als Redakteur in mehreren (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem beim Anlegermagazin Börse Online, bei der Münchner Abendzeitung, der Schwäbischen Zeitung und der Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Vor seinem Wechsel zu Biallo.de war er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung tätig.

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