Das erwartet Sie in diesem Artikel

Die ING bringt zum Start der neuen staatlich geförderten Altersvorsorge zwei Depots an den Markt: "Relax" mit vorausgewählten ETFs und automatischer Umschichtung sowie "Aktiv" für Selbstentscheider. Bis zu 540 Euro Zulage pro Jahr sind möglich. Die Kosten und die konkrete Wertpapierliste hat die Bank aber noch nicht genannt.

Ab dem 1. Januar 2027 löst das Altersvorsorgedepot (AVD) die Riester-Rente als geförderte private Altersvorsorge ab. Je näher der Termin rückt, desto mehr bemühen sich Anbieter um künftige Kunden. So hat Deutschlands größte Direktbank ING, die bereits seit einiger Zeit eine Art Newsletter zum AVD anbietet, nun konkrete Pläne vorgestellt – und lockt direkt mit einem Bonus von 50 Euro.

Die Bank will das Vorsorge-Depot ab 2027 in zwei Varianten anbieten, eine mit wenig Aufwand und eine mit einem größeren Maß an Eigenentscheidungen. Interessierte können sogar einen Bonus mitnehmen, wenn sie im kommenden Jahr bei der ING abschließen. Die für einen Vergleich entscheidenden Kosten liegen allerdings noch nicht vor. Dieses Textelement wurde automatisch erzeugt. Sie können dieses Element beliebig bearbeiten.

Relax und Aktiv: die zwei Depot-Varianten im Überblick

Die ING wird das AVD in zwei Depot-Modellen anbieten, die sich vor allem im Aufwand für die Anlegerin oder den Anleger unterscheiden. Beim Altersvorsorge-Depot Relax stehen zwei von der Bank vorausgewählte ETFs zur Verfügung, deren Gewichtung Sparerinnen und Sparer selbst festlegen und jederzeit anpassen können. Fünf Jahre vor Beginn der Auszahlungsphase soll das Vermögen automatisch vom Aktien-ETF in den risikoärmeren Anleihen-ETF umgeschichtet werden. Das Modell zielt also auf Menschen, die wenig Verwaltungsaufwand wollen.

Das Altersvorsorge-Depot Aktiv richtet sich dagegen an sogenannte Selbstentscheider. Hier stellen Sparer ihr Portfolio aus einer breiteren Auswahl an ETFs und Fonds selbst zusammen und können jederzeit in andere Fonds und ETFs umschichten. Welche Produkte dabei genau zur Wahl stehen werden, hat die ING bislang noch nicht veröffentlicht.

MerkmalAltersvorsorge-Depot RelaxAltersvorsorge-Depot Aktiv
Wertpapierauswahlzwei vorausgewählte ETFsbreitere Auswahl an ETFs und Fonds
ZusammenstellungGewichtung selbst wählbarPortfolio komplett selbst zusammenstellen
Umschichtungautomatisch 5 Jahre vor Auszahlung in Anleihen-ETFjederzeit selbst, flexibel
Zielgruppewenig Aufwand gewünschtselbstbestimmte Anlage
Kostennoch nicht veröffentlichtnoch nicht veröffentlicht
Quelle: ING, Produktseite Altersvorsorge-Depot; Stand: 29. September 2026
Anzeige

3,40 Prozent Festgeldzinsen – sicher, digital und planbar 

Wer seine Ersparnisse zu einem festen Zinssatz anlegen und dabei auf eine verlässliche Absicherung vertrauen möchte, findet bei HoistSpar ein überzeugendes Angebot. Die Zinsen liegen aktuell bei 3,40 Prozent für zwölf Monate und 3,31 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Das Konto wird online eröffnet, der gesamte Anmeldeprozess ist schlank und papierlos.

Mehr erfahren! 

Staatliche Förderung: bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr

Der eigentliche Anreiz des AVD ist die staatliche Förderung, und die ist unabhängig vom Anbieter gesetzlich festgelegt. Auf die ersten 360 Euro Einzahlung im Jahr legt der Staat 50 Cent je eingezahltem Euro obendrauf – das sind maximal 180 Euro. Auf weitere Einzahlungen bis 1.800 Euro pro Jahr kommen 25 Cent je Euro hinzu – also bis zu weitere 360 Euro. In der Summe ergibt das die maximale Grundzulage von 540 Euro pro Jahr, die die ING auf ihrer Startseite bewirbt.

Hinzu kommen weitere Förderbausteine, die ebenfalls im Gesetz geregelt sind:

Kinderzulage: bis zu 300 Euro pro kindergeldberechtigtem Kind und Jahr. Die volle Kinderzulage soll laut Bundesregierung bereits bei einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro fließen.

Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 Euro bei Vertragsabschluss vor dem 25. Geburtstag.

Mindestbeitrag: Für die Zulagen ist ein Eigenbeitrag von mindestens 120 Euro im Jahr nötig, das entspricht 10 Euro pro Monat.

Neu ist auch der Kreis der Förderberechtigten. Erstmals können unter anderem Selbstständige und Freiberufler die staatlichen Zulagen nutzen.

Was noch offen ist: Kosten und Wertpapierauswahl

Was Sparerinnen und Sparer im Blick behalten sollten: Zu den Kosten beider Depot-Varianten hat die ING bislang keine Zahlen kommuniziert. Weder eine Depotgebühr noch mögliche Kosten für Sparpläne oder die laufenden ETF-Kosten sind offiziell bekannt. Ohne diese Angaben lässt sich nicht seriös beurteilen, wie sich das ING-Angebot gegen den Wettbewerb schlägt.

Gerade beim Altersvorsorgedepot sind die Kosten entscheidend, weil sie über Jahrzehnte an der Rendite zehren. Der Gesetzgeber hat dafür eine Leitplanke gesetzt: Für das besonders einfach gestaltete Standarddepot dürfen die Effektivkosten laut Bundesministerium der Finanzen ein Prozent nicht übersteigen. Beide Depots dürften vermutlich darunter bleiben.

Auch die zweite offene Frage betrifft den Kern des Angebots. Bei "Relax" ist noch unklar, welche zwei ETFs die Bank vorauswählt, bei "Aktiv" fehlt die Liste der wählbaren Fonds und ETFs. Für die Reform gilt: Eine gesetzliche Positivliste legt fest, welche Anlageklassen in einem Altersvorsorgedepot überhaupt zulässig sind. Welche konkreten Produkte die ING daraus anbietet, wird sich erst zeigen.

Dennoch wirbt die ING bereits jetzt um Kundinnen und Kunden. Neukunden, die sich bis zum 30. November 2026 in die Starteliste eintragen und bis zum 15. Februar 2027 ein Altersvorsorge-Depot eröffnen, erhalten laut ING einen einmaligen Bonus von 50 Euro.

Fazit: Relax für Bequeme, Aktiv für Selbstentscheider

Die Aufteilung der ING folgt dem Muster, das die meisten Anbieter zum Start des Altersvorsorgedepots wählen. Das Altersvorsorgedepot Relax passt für alle, die möglichst wenig Aufwand haben und die schrittweise Umschichtung ins risikoärmere Anleihen-Segment vor der Auszahlungsphase automatisch erledigen lassen wollen. Das Altersvorsorgedepot Aktiv richtet sich an erfahrenere Anlegerinnen und Anleger, die ihr Portfolio selbst steuern.

Für eine echte Empfehlung fehlt allerdings das Wichtigste. Solange Kosten und Wertpapierauswahl nicht auf dem Tisch liegen, taugt das Angebot vor allem zur Vormerkung, nicht zur Entscheidung. Wer sich den 50-Euro-Bonus sichern will, kann sich unverbindlich eintragen und die Konditionen abwarten, bevor er den Vertrag tatsächlich abschließt.

Häufige Fragen zum ING Altersvorsorge-Depot

Wann startet das ING Altersvorsorge-Depot?

Das Altersvorsorgedepot startet gesetzlich zum 1. Januar 2027. Die ING plant, zu diesem Termin mit den beiden Varianten "Relax" und "Aktiv" an den Markt zu gehen. Eine unverbindliche Vormerkung über die Starteliste ist schon jetzt möglich.

Was kostet das Altersvorsorge-Depot der ING?

Zu den Kosten hat die ING bislang keine offiziellen Angaben gemacht. Weder eine Depotgebühr noch Sparplan- oder Wertpapierkosten sind zum Stand 29. September 2026 veröffentlicht. Für das gesetzliche Standarddepot gilt eine Obergrenze von einem Prozent Effektivkosten pro Jahr.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Die Grundzulage beträgt bis zu 540 Euro pro Jahr. Auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 Prozent Zulage, auf weitere Einzahlungen bis 1.800 Euro 25 Prozent. Hinzu kommen bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Kind und ein einmaliger Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.

Was ist der Unterschied zwischen Relax und Aktiv?

Beim Altersvorsorge-Depot Relax wählt die ING zwei ETFs vor und schichtet fünf Jahre vor der Auszahlung automatisch in den Anleihen-ETF um. Beim Altersvorsorge-Depot Aktiv stellen Sie Ihr Portfolio aus einer breiteren Auswahl an ETFs und Fonds selbst zusammen und schichten eigenständig um.

Wie bekomme ich den 50-Euro-Startbonus der ING?

Den Bonus erhalten Neukundinnen und Neukunden, die sich bis zum 30. November 2026 in die Starteliste eintragen und bis zum 15. Februar 2027 ein Altersvorsorge-Depot bei der ING eröffnen. Voraussetzung ist, dass Sie neu bei der ING sind.

Hinweis zur Einordnung: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Marktbeobachtung und keine Anlageberatung. Wir stellen die beiden ING-Depotvarianten vor, ordnen die staatliche Förderung ein und benennen offene Punkte, treffen aber keine Entscheidung für Sie. Ob ein Altersvorsorgedepot und welche Variante zu Ihrem Anlagehorizont, Ihrer Risikotragfähigkeit und Ihren Kosten passt, prüfen Sie vor einem Abschluss am besten selbst, gegebenenfalls mit einer unabhängigen Beratung. Achten Sie dabei besonders auf die noch ausstehenden Kosten und die konkrete Wertpapierauswahl.

Biallo Festgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 12 Monate, Sicherheit: . Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,40% /
340
€
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,40% /
340
€
Bewertung
4,4/5
S&P Länderrating
AAA
Schweden
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,35% /
335
€
Bewertung
4,3/5
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 30.09.2026

Über den Redakteur Matthias Autenrieth

Alle Artikel des Redakteurs Matthias Autenrieth ansehen
Nach Abschluss der Deutschen Journalistenschule und Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Zwischenstation beim Fernsehen, seitdem im Bereich Finanz- und Wirtschaftsjournalismus tätig. Dabei reichte das Spektrum von Ratgebertexten für unterschiedliche Publikumsmedien über Artikel für Fachzeitschriften bis zu Börsenberichten. Zudem unterstützte er diverse Unternehmen bei ihrer internen und externen Kommunikation. Seit 2026 ist er in der Redaktion von biallo.de, wo sein Fokus vor allem auf dem Nutzwert für die Leserinnen und Leser liegt.

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.