Garantieprodukte gibt es vor allem bei Versicherern
Ein Altersvorsorgedepot selbst darf keine Garantie enthalten. Daneben bleiben Produkte mit Beitragsgarantie förderfähig, die 80 oder 100 Prozent der eingezahlten Beiträge sichern. Solche Garantien bieten vor allem Versicherer an. Die Sicherheit hat ihren Preis, denn wer die Beiträge garantiert, kann das Geld meist weniger renditestark anlegen.
Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten
Bevor Sie sich für ein Altersvorsorgedepot entscheiden, lohnt ein genauer Blick auf das Kleingedruckte. Drei Punkte helfen Ihnen dabei, die Angebote richtig einzuordnen.
Gesamtkosten statt Schlagzeile
Ein Depot für 0 Euro klingt nach einem guten Deal, ist aber noch kein günstiges Produkt. Denn neben der Depotführung fallen weitere Kosten an: die laufenden Kosten der Fonds, Gebühren für Käufe und Verkäufe und die sogenannten Spreads, also die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs. Erst wenn Sie alle Posten zusammenzählen, sehen Sie, was das Depot Sie im Jahr wirklich kostet.
Aktionen mit Verfallsdatum
Mehrere Altersvorsorgedepot-Anbieter erlassen oder erstatten Kosten für einige Jahre. Das ist ein echter Vorteil, solange er läuft. Ein Altersvorsorgedepot begleitet Sie im Idealfall aber über Jahrzehnte. Fragen Sie deshalb, was nach Ablauf der Aktion gilt, und rechnen Sie mit den dauerhaften Preisen, nicht nur mit den Startkonditionen.
Der spätere Wechsel
Sie sind an den ersten Anbieter nicht für immer gebunden. In den ersten fünf Jahren kann ein Wechsel bis zu 150 Euro kosten. Nach fünf Jahren muss der bisherige Anbieter einen Wechsel kostenfrei ermöglichen. Der neue Anbieter darf nochmal höchstens 150 Euro Verwaltungspauschale verlangen. Schauen Sie vor dem Abschluss trotzdem immer in die Vertragsbedingungen.