Das Klumpenrisiko der Schwergewichte
Eine weitere Herausforderung für Anlegerinnen und Anleger ist, dass der Dax weniger breit gestreut ist, als seine 40 Titel nahelegen. Die sechs größten Konzerne kommen auf eine Gewichtung von mehr als 50 Prozent. Ein einzelner Wert kann den gesamten Index bewegen.
Für Anleger heißt das: Ein Dax-Investment allein ist kein breit gestreutes Depot. Wer echte Risikostreuung will, kommt an einem global aufgestellten Ansatz kaum vorbei. Wie ein weltweit anlegender ETF das Klumpenrisiko einzelner Länder und Konzerne abfedert, erklären wir im Ratgeber.
Praktische Konsequenz: Kontinuität schlägt Timing
Die wichtigste Lehre aus dem Rekord ist unspektakulär: Nichts überstürzen. Wer versucht, den perfekten Ein- oder Ausstiegszeitpunkt zu erwischen, scheitert daran meist. Die Kursbewegung der vergangenen Wochen, erst runter auf 24.650, dann rauf über 26.000, zeigt, wie wenig vorhersehbar kurzfristige Ausschläge sind.
Bewährt hat sich stattdessen ein regelmäßiger Sparplan. Wer feste Beträge in gleichmäßigen Abständen anlegt, kauft bei hohen Kursen weniger und bei niedrigen mehr Anteile und muss sich um den Einstiegszeitpunkt keine Gedanken machen. Wer bislang alles auf deutsche Standardwerte gesetzt hat, sollte über eine breitere Aufstellung nachdenken. Welche Anbieter dafür infrage kommen, zeigt unser ETF-Sparplan-Vergleich.
Fazit: Rekord für die Schlagzeile, Streuung für das Depot
Die 26.000 Punkte sind ein starkes Signal für die Stimmung, aber kein Signal für Ihr Depot. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger ändert der Rekord nichts an der Grundregel: breit streuen, regelmäßig anlegen, ruhig bleiben. Und für alle, die bisher nur auf den Dax gesetzt haben, ist der Höchststand vor allem eine Erinnerung daran, wie sehr wenige Schwergewichte diesen Index prägen.