Bitcoin: Der Absturz des Krypto-Superstars

Kryptowährungen Bitcoin: Der Absturz des Krypto-Superstars

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
26.11.2018
Auf einen Blick
  • Am vergangenen Samstag fiel der Kurs der weltweit größten Kryptowährung auf unter 4.000 US-Dollar.

  • Vor allem die Aufspaltung von Bitcoin-Cash sorgt für mächtig Unruhe bei Krypto-Anlegern.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Der Kurs der weltweit größten Kryptowährung befindet sich derzeit im freien Fall. Am vergangenen Samstag sackte der Kurs des Krypto-Primus erstmals seit September 2017 auf rund 4.000 US-Dollar – weit entfernt von dem einstigen Rekordhoch von knapp 20.000 US-Dollar im Dezember 2017.

Vom Hype um Bitcoin, der vergangenes Jahr noch die Schlagzeilen beherrschte, ist dieses Jahr wenig zu spüren gewesen. Kein Wunder, hat der Kurs auch seit Jahresbeginn fast 70 Prozent seines Wertes verloren. Der Anfang vom Ende?

Für weitere Beiträge rund um das Thema Kryptowährungen abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Panikverkäufe nach Hard Fork

Es gibt derzeit viele Gründe, die für schlechte Stimmung bei den Krypto-Jüngern sorgen. Vor allem sorgte die Aufspaltung der Schwesterwährung Bitcoin-Cash (BTC), in der Branche als Hard Fork bezeichnet, für ordentlich Zündstoff bei Anlegern. Mit dem Hard Fork teilte sich die Kryptowährung in zwei konkurrierende Digital-Währungen auf – in Bitcoin ABC und Bitcoin SV.

Lesen Sie auch: Sind Cannabis-Aktien der Bitcoin 2.0?

Viele Anleger befürchten nun, dass sich dadurch der Gesamtmarkt für die Digital-Devisen destabilisiert.

"Wir befinden uns grundsätzlich seit einem Jahr in einem Bärenmarkt und mit dem ‚Hard Fork‘ von Bitcoin-Cash haben wir zusätzlich schlechte Stimmung und Unsicherheit in den Markt bekommen", sagt Marc Friedrich, Ökonom und Bestsellerautor. Darüber hinaus belaste aber auch die Entscheidung der US-Börsenaufsicht SEC, die jüngst zwei Unternehmen wegen sogenannter digitaler Börsengänge (ICOs) zu Strafen verurteilt hat.

Lesen Sie auch: Ripple – Warum der Bitcoin-Rivale Zukunft hat

Außerdem warten Anleger seit langem vergeblich auf die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF). Trotz der jüngsten Hiobsbotschaften schreibt Friedrich den Krypto-Primus noch nicht ab. Er erwarte eine Bodenbildung im nächsten Jahr, ab dem vierten Quartal sollte es wieder aufwärtsgehen.

Lesen Sie auch: ICO – Teufelszeug oder sinnvolles Investment?

Für Kritiker hat der Ausverkauf erst begonnen

Doch nicht alle Analysten teilen diesen Optimismus: "Es droht weiterhin ein gnadenloser Ausverkauf", warnt Kryptoexperte Timo Emden von Emden Research. An der Aufspaltung von BTC zeige sich, dass die Kryptowährungen noch nicht "erwachsen" sind. "Steigt der Preis, folgt ein Hype, der die Nachfrage und damit das Plus verstärkt. Fällt der Preis aber, sinkt die spekulative Nachfrage", erklärt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Daher könne der Preisrückgang noch eine Weile anhalten. Stephan warnt: "Eine Investition bleibt hochspekulativ."

Lesen Sie auch: Bitcoin – Per Kreditkarte zum normalen Zahlungsmittel

Auch Bitcoin-Schürfer unter Druck

Der andauernde Preisverfall hat auch für die Bitcoin-Produzenten, die sogenannten Miner, Konsequenzen. Laut einer Analyse der US-Investmentbank JP Morgen hat der Absturz des Bitcoin unter die Marke von 6.000 US-Dollar bereits zu einem deutlichen Rückgang des Minings geführt. Einige Schürfer spüren bereits die Krise. Giga Watt, ein in den USA ansässiges Unternehmen, das sich auf den Verkauf und die Vermietung von Mining-Equipment spezialisiert hat, hat am 19. November Insolvenz angemeldet.

Lesen Sie auch: Was Sie über Kryptowährungen nicht wussten

Biallo-Lesetipp

Biallo.de warnt vor einem Investment in Bitcoins. Die Anlage ist hochriskant, die Gefahr eines Totalverlusts immens. Zudem kann die Währung für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Anleger sollten getreu dem Motto verfahren: Kaufe nur, was Du kennst!

Ihre Meinung ist uns wichtig
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de