Sparkassen und VR-Banken

Ost-West-Gefälle bei Festzinsen, beste Tagesgelder in Hessen

Rudolf Krux
Redakteur
Veröffentlicht am: 20.05.2026

Auf einen Blick

  • Bei den Festgeldzinsen regionaler Banken zeigt sich ein klarer Ost-West-Gegensatz.
  • Banken aus den alten Bundesländern können teils mit der überregionalen Konkurrenz mithalten. In den neuen Bundesländern wird die feste Geldanlage dagegen kaum nennenswert vergütet.
  • Beim Tagesgeld gibt es eher ein Nord-Süd-Gefälle, wobei sich die Zinsen auch regional erheblich unterscheiden.
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Zinsen nach Bundesland

In den neuen Bundesländern gibt es kaum nennenswerte Festgeldangebote. Beim Tagesgeld gibt es die besten Zinsen in Hessen.

Bei den Festgeldzinsen können Sparkassen und Genossenschaftsbanken oft mit den großen überregionalen Geldhäusern mithalten. Das gilt allerdings nur für die alten Bundesländer, wie eine Biallo-Auswertung zeigt. Im Osten Deutschlands wird die längerfristige Geldanlage kaum belohnt. Beim Tagesgeld gibt es dagegen eher ein Nord-Süd-Gefälle. Ein Überblick.

Kaum Festzinsen in Ostdeutschland

Der Blick auf die Deutschlandkarte zeigt beim Festgeld ein klares Bild: Ordentliche Zinsen gibt es praktisch nur im Westen. 

Die höchsten Festgeldzinsen über ein Jahr stammen dabei meist von PSD- und Sparda-Banken, deren Geschäftsgebiet oft mehrere Bundesländer umfasst. So zahlt etwa die PSD Bank Rhein-Ruhr 2,60 Prozent auf ihr einjähriges Festgeld. Bei der Sparda-Bank Nürnberg sind es 2,50 Prozent, bei der PSD Bank Braunschweig 2,45 Prozent.

Zum Vergleich: Bei überregionalen Großbanken gibt es im Schnitt derzeit 2,27 Prozent unter gleichen Bedingungen. Hier können die regionalen Sparkassen und VR-Banken zumindest teilweise mithalten. In Baden-Württemberg (1,91 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (1,85 Prozent) gibt es im Schnitt am meisten. Wer dagegen in Sachsen-Anhalt für ein Jahr anlegen will, bekommt bei der Bank vor Ort nicht mal 1,20 Prozent.

Das bundesweit beste Angebot mit deutscher Einlagensicherung stammt von der genossenschaftlichen apoBank, die 2,80 Prozent auf neu angelegte Gelder zahlt. Ohne deutsche Einlagensicherung sind bis zu drei Prozent möglich – bei der tschechischen J&T Direktbank.

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Nord-Süd-Gefälle beim Tagesgeld

Anders sieht die Lage beim Tagesgeld aus. Hier schneiden eher die Banken im Norden der Republik vergleichsweise gut ab. Leider zahlen die regionalen Banken generell meist nicht mal ein Prozent Zinsen: 

Bundesweit aktive Banken bieten ihren Bestandskunden beim Tagesgeld in Deutschland derzeit 1,22 Prozent. Besonders viel gibt es etwa bei der Cosmos Direkt (2,20 Prozent) oder der Ascory Bank (2,00 Prozent). Mit ausländischer Einlagensicherung sind sogar bis zu 2,60 Prozent möglich (bei Ferratum).

Beste Tagesgelder aus Hessen

Die höchsten Tagesgeldzinsen von Sparkassen und VR-Banken kommen allesamt aus Hessen. So zahlt die Frankfurter Volksbank Rhein/Main 1,55 Prozent, bei der Waldeck-Frankenberger Bank gibt es 1,50 Prozent. Bei diesen Angeboten muss man aber genau hinsehen: Bei der Frankfurter Volksbank bleiben die ersten rund 5.000 Euro unverzinst. Bei der Waldeck-Frankenberger Bank wird ein "Gold-Status" vorausgesetzt. Daher könnten die 1,30 Prozent sogar interessanter sein, die die ebenfalls in Hessen ansässige, aber bundesweit aktive Meine Bank zahlt.

Dass Hessen insgesamt im Bundesvergleich eher schlecht abschneidet, liegt daran, dass eine ganze Reihe dortiger Banken ihren Kunden gar keine Zinsen aufs Tagesgeld zahlt.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 20.05.2026
Schreibt seit etlichen Jahren schwerpunktmäßig über das Thema Geldanlage mit all seinen Facetten. In der Vergangenheit arbeitete er als (Finanz-) Redakteur für verschiedene Websites und Blogs (unter anderem für Check24 und Utopia.de). Seine Leser möchte er vor allem darin unterstützen, wichtige Anlageentscheidungen selbstständig zu treffen.

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