
Tschechische Republik
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DeutschlandAuf einen Blick
In den neuen Bundesländern gibt es kaum nennenswerte Festgeldangebote. Beim Tagesgeld gibt es die besten Zinsen in Hessen.
Bei den Festgeldzinsen können Sparkassen und Genossenschaftsbanken oft mit den großen überregionalen Geldhäusern mithalten. Das gilt allerdings nur für die alten Bundesländer, wie eine Biallo-Auswertung zeigt. Im Osten Deutschlands wird die längerfristige Geldanlage kaum belohnt. Beim Tagesgeld gibt es dagegen eher ein Nord-Süd-Gefälle. Ein Überblick.
Der Blick auf die Deutschlandkarte zeigt beim Festgeld ein klares Bild: Ordentliche Zinsen gibt es praktisch nur im Westen.
Die höchsten Festgeldzinsen über ein Jahr stammen dabei meist von PSD- und Sparda-Banken, deren Geschäftsgebiet oft mehrere Bundesländer umfasst. So zahlt etwa die PSD Bank Rhein-Ruhr 2,60 Prozent auf ihr einjähriges Festgeld. Bei der Sparda-Bank Nürnberg sind es 2,50 Prozent, bei der PSD Bank Braunschweig 2,45 Prozent.
Zum Vergleich: Bei überregionalen Großbanken gibt es im Schnitt derzeit 2,27 Prozent unter gleichen Bedingungen. Hier können die regionalen Sparkassen und VR-Banken zumindest teilweise mithalten. In Baden-Württemberg (1,91 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (1,85 Prozent) gibt es im Schnitt am meisten. Wer dagegen in Sachsen-Anhalt für ein Jahr anlegen will, bekommt bei der Bank vor Ort nicht mal 1,20 Prozent.
Das bundesweit beste Angebot mit deutscher Einlagensicherung stammt von der genossenschaftlichen apoBank, die 2,80 Prozent auf neu angelegte Gelder zahlt. Ohne deutsche Einlagensicherung sind bis zu drei Prozent möglich – bei der tschechischen J&T Direktbank.

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DeutschlandAnders sieht die Lage beim Tagesgeld aus. Hier schneiden eher die Banken im Norden der Republik vergleichsweise gut ab. Leider zahlen die regionalen Banken generell meist nicht mal ein Prozent Zinsen:
Bundesweit aktive Banken bieten ihren Bestandskunden beim Tagesgeld in Deutschland derzeit 1,22 Prozent. Besonders viel gibt es etwa bei der Cosmos Direkt (2,20 Prozent) oder der Ascory Bank (2,00 Prozent). Mit ausländischer Einlagensicherung sind sogar bis zu 2,60 Prozent möglich (bei Ferratum).
Die höchsten Tagesgeldzinsen von Sparkassen und VR-Banken kommen allesamt aus Hessen. So zahlt die Frankfurter Volksbank Rhein/Main 1,55 Prozent, bei der Waldeck-Frankenberger Bank gibt es 1,50 Prozent. Bei diesen Angeboten muss man aber genau hinsehen: Bei der Frankfurter Volksbank bleiben die ersten rund 5.000 Euro unverzinst. Bei der Waldeck-Frankenberger Bank wird ein "Gold-Status" vorausgesetzt. Daher könnten die 1,30 Prozent sogar interessanter sein, die die ebenfalls in Hessen ansässige, aber bundesweit aktive Meine Bank zahlt.
Dass Hessen insgesamt im Bundesvergleich eher schlecht abschneidet, liegt daran, dass eine ganze Reihe dortiger Banken ihren Kunden gar keine Zinsen aufs Tagesgeld zahlt.

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FrankreichBiallo.de hat 687 Zinssätze von in Deutschland verfügbaren Tagesgeldern und 708 Zinssätze von Festgeldern und Sparbriefen bei einem Anlagebetrag von je 10.000 Euro ausgewertet. Sparkassen und Genossenschaftsbanken wurden über ihren Hauptsitz einem Bundesland zugeordnet. Die Durchschnittswerte für die einzelnen Bundesländer beziehen sich ausschließlich auf die dort ansässigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken.