
Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 4,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,75%
- Aktionszins: 3,75% - gilt für die ersten 4 Monate
Zwei Banken werben mit 4,00 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld, doch nur eine zahlt sie ohne Gegenleistung. Die Consorsbank verlangt einen kompletten Depotwechsel mit mindestens 20.000 Euro, Chase gibt die 4,00 Prozent voraussetzungslos, dafür nur vier statt sechs Monate. Wir rechnen vor, für wen sich welches Angebot rechnet.
Wenn Sie gerade auf die 4,00-Prozent-Angebote von Consorsbank und Chase gestoßen sind, klingt das erst einmal nach demselben Deal. Ist es aber nicht. Hinter der gleichen Prozentzahl stecken zwei völlig verschiedene Modelle, und der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie erst Ihr Wertpapierdepot umziehen müssen oder das Geld einfach parken können.
Wir haben beide Angebote geprüft und trennen für Sie sauber, was Bedingung ist und worauf der Zins wirklich läuft. Am Ende wissen Sie, welches Angebot zu Ihrem Sparer-Typ passt, und worauf Sie vor einem Wechsel achten sollten.
Gleiche 4,00 %, ganz unterschiedliche Bedingungen: Mit dem biallo-Newsletter erfahren Sie, welches Tagesgeld-Angebot wirklich zu Ihnen passt. Jetzt zum Newsletter anmelden und nichts mehr verpassen!
Die Consorsbank zahlt die 4,00 Prozent pro Jahr nicht einfach so, sondern koppelt sie an einen Depotwechsel. Laut der Consorsbank gilt der Aktionszins für Tagesguthaben bis 50.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Monaten, aber nur, wenn Sie drei Bedingungen erfüllen.
Der Ablauf ist klar geregelt: Sie eröffnen als Tagesgeld-Neukunde ein Wertpapierdepot inklusive Tagesgeldkonto. Dann übertragen Sie innerhalb von drei Monaten nach der Depoteröffnung Wertpapiere im Wert von mindestens 20.000 Euro von Ihrer bisherigen Bank. Und Sie schließen Ihr altes Depot. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, schaltet die Bank den Aktionszins frei, und zwar innerhalb von fünf Bankarbeitstagen. Ein Punkt, den Sie beim Vergleich mit Chase im Blick behalten sollten: Die Consorsbank ist eine Marke der französischen BNP Paribas. Ihre Einlagen sind deshalb über die französische Einlagensicherung (FGDR) bis 100.000 Euro geschützt, ergänzt um die freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
Wichtig für Sie zu wissen: Hier sind zwei Euro-Größen im Spiel, die Sie nicht verwechseln dürfen. Die 20.000 Euro Depotvolumen sind die Eintrittskarte, also der Wert der Wertpapiere, die Sie übertragen müssen. Die 50.000 Euro sind die Obergrenze für Ihr Tagesguthaben, bis zu der die 4,00 Prozent verzinst werden. Übertragenes Depot und verzinstes Guthaben sind also zwei getrennte Töpfe.
Chase zahlt die 4,00 Prozent pro Jahr komplett ohne Depotwechsel. Nach Angaben von Chase gilt der Zins für die ersten vier Monate nach der Kontoeröffnung. Danach greift ein variabler Zinssatz, der aktuell 2,00 Prozent pro Jahr beträgt.
Ein echter Vorteil: Sie brauchen kein Depot umzuziehen, kein Altdepot zu schließen und keine 20.000-Euro-Hürde zu nehmen. Es reicht ein kostenloses Tagesgeldkonto, das Sie per App eröffnen. Hinter Chase steht in Deutschland die J.P. Morgan SE, die eine Vollbanklizenz besitzt und zur JPMorganChase-Gruppe gehört. Die Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland bis 100.000 Euro geschützt.
Der Haken liegt in der kürzeren Laufzeit. Chase zahlt die 4,00 Prozent nur vier Monate lang, die Consorsbank sechs. Danach fällt Chase auf 2,00 Prozent zurück.
Rechnen wir das an einem konkreten Betrag durch. Wir legen 20.000 Euro als Tagesguthaben zugrunde. Das ist zugleich die Summe, die Sie bei der Consorsbank mindestens als Depotvolumen übertragen müssen, und sie liegt sauber unter der 50.000-Euro-Zinsgrenze. Alle Werte sind Bruttoerträge vor Steuern.
| Zeitraum | Consorsbank (4 % für 6 Monate, danach 1 %) | Chase (4 % für 4 Monate, danach 2 %) |
|---|---|---|
| Nach 4 Monaten | rund 268 € | rund 268 € |
| Nach 6 Monaten | rund 402 € | rund 335 € |
| Nach 12 Monaten | rund 500 € | rund 535 € |
Was Sie aus der Tabelle ablesen: In den ersten vier Monaten nehmen sich beide nichts, hier zahlen beide 4,00 Prozent und bringen bei 20.000 Euro jeweils rund 268 Euro. Erst danach zieht die Consorsbank davon, weil ihr Aktionszins zwei Monate länger läuft. Über sechs Monate bringt sie bei 20.000 Euro rund 402 Euro, Chase rund 335 Euro, also rund 67 Euro mehr für die Consorsbank. Nach zwölf Monaten dreht sich das Bild: Der Consorsbank-Aktionszins endet nach sechs Monaten und läuft dann mit 1,00 Prozent weiter, sodass rund 500 Euro zusammenkommen. Bei Chase läuft das Konto mit 2,00 Prozent variabel weiter und liegt nach zwölf Monaten mit rund 535 Euro vorn. Das sind lediglich 35 Euro mehr als bei der Consorsbank.
Zur Einordnung: Der biallo-Index für Tagesgeld mit 25.000 Euro liegt aktuell bei 1,71 Prozent pro Jahr und ist seit Jahresbeginn von 1,37 Prozent gestiegen. Beide Aktionszinsen liegen also deutlich über dem, was der Durchschnitt der erfassten Banken zahlt. Einen Überblick über alle aktuellen Angebote finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich.
Die Entscheidung hängt weniger am Zins als an Ihrer Ausgangslage. Möchten Sie ohnehin Ihren Broker wechseln und haben ein Depot mit mindestens 20.000 Euro? Dann ist die Consorsbank attraktiv, denn Sie nehmen den Aktionszins als Zugabe zu einem Schritt mit, den Sie ohnehin gehen. Sechs Monate volle 4,00 Prozent auf bis zu 50.000 Euro sind ein solides Extra.
Suchen Sie dagegen nur einen guten Parkplatz für Ihr Erspartes, ohne Ihr Depot anzufassen? Dann ist Chase der unkompliziertere Weg. Kein Übertrag, keine Kündigung, kein Mindestvolumen, dafür der etwas kürzere Zeitraum mit 4,00 Prozent.
Die wichtigsten Konditionen im direkten Vergleich:
| Merkmal | Consorsbank | Chase |
|---|---|---|
| Aktionszins | 4,00 % p. a. | 4,00 % p. a. |
| Aktionsdauer | 6 Monate | 4 Monate |
| Zins danach | 1,00 % p. a. variabel (Basiszins) | 2,00 % p. a. variabel |
| Einlagensicherung | Frankreich, gesetzlich bis 100.000 € (FGDR), zusätzlich freiwilliger BdB-Fonds | Deutschland, gesetzlich bis 100.000 €, zusätzlich freiwillig bis 3 Mio. € |
| Länderbonität (S&P) | Frankreich: A+ (seit Oktober 2025) | Deutschland: AAA |
| Voraussetzung | Neukunde, Depotübertrag ab 20.000 € Wertpapiere, Altdepot schließen | Neukunde, nur Kontoeröffnung per App |
| Mindestanlage | kein Tagesgeld-Mindestbetrag, aber 20.000 € Depotvolumen als Bedingung | keine |
| Verzinst bis | 50.000 € Tagesguthaben | 1 Mio. € Höchstanlage aufs Konto (kein eigenes Zinslimit) |
Wollen Sie am Zins-Karussell dranbleiben, hilft Ihnen unser kostenloser Newsletter, bei dem Sie neue Aktionen und Zinsänderungen im Blick behalten.
Bei der Consorsbank läuft die Uhr: Der Depotübertrag muss innerhalb von drei Monaten nach der Depoteröffnung eingehen. Planen Sie den Umzug also nicht zu knapp, denn bei ausländischen Papieren kann die Übertragung länger dauern. Während des Übertrags ruht in der Regel der Handel. Die BaFin empfiehlt, dass ein Depotwechsel kostenlos stattfindet und nicht länger als drei Monate dauern sollte. Wie der Umzug Schritt für Schritt gelingt, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Depotwechsel.
Bei beiden Anbietern sollten Sie den Anschlusszins im Blick behalten. Nach Ende der Aktion fallen Aktionszinsen auf einen variablen Basiszins zurück, den die Bank jederzeit ändern kann. Ein einmal starker Zins ist keine Garantie für die Zukunft. Halten Sie sich hier ein Hintertürchen offen und prüfen Sie nach der Aktion, ob Ihr Geld noch gut liegt.
Sind Sie schon einmal wegen einer Prämie zu einer neuen Bank gewechselt, oder schreckt Sie der Aufwand ab? Setzen Sie eher auf voraussetzungslose Zinsen wie bei Chase oder auf die längere Laufzeit mit Depotwechsel bei der Consorsbank? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
Registrieren Sie sich außerdem kostenlos im persönlichen Bereich auf biallo.de. Dort speichern Sie Artikel, nutzen unsere Vergleichsrechner und finden das Konto, das zu Ihren Bedürfnissen passt.

Deutschland
Deutschland
DeutschlandDie Consorsbank zahlt 4,00 Prozent pro Jahr auf das Tagesgeldkonto, und zwar für Guthaben bis 50.000 Euro über sechs Monate. Voraussetzung ist, dass Sie als Neukunde Wertpapiere im Wert von mindestens 20.000 Euro übertragen und Ihr altes Depot schließen (Stand: 31. August 2026).
Ja. Chase zahlt 4,00 Prozent pro Jahr auf das Tagesgeld für die ersten vier Monate ohne Depotübertrag oder Mindestbetrag. Danach gilt ein variabler Zinssatz, der aktuell 2 Prozent pro Jahr beträgt.
Über sechs Monate bringt die Consorsbank bei 20.000 Euro rund 400 Euro brutto, Chase rund 333 Euro, weil dessen Aktionszins nur vier Monate läuft. In den ersten vier Monaten sind beide gleichauf. Bleibt das Geld länger als sechs Monate liegen, dann hat Chase wieder die Nase vorn.
In Deutschland wird Chase von der J.P. Morgan SE betrieben, die eine Vollbanklizenz hat. Die Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Einleger geschützt.