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Tschechische RepublikDie Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert belassen. Der für Sparer wichtige Einlagensatz bleibt damit bei 2,25 Prozent. Die Sparzinsen dürften durch diese Entscheidung kaum bewegt werden.
Nach der Zinsanhebung im Juni hat die EZB ihre drei Leitzinssätze auf ihrer Ratssitzung am 23. Juli 2026 unverändert belassen. Der Einlagensatz liegt weiter bei 2,25 Prozent. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte beträgt 2,40 Prozent, der für die Spitzenrefinanzierungsfazilität 2,65 Prozent. Die meisten Marktteilnehmer hatten diese Entscheidung so erwartet.
Die EZB machte allerdings in Bezug auf die Energiepreise klar: "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen. Der EZB-Rat beobachtet die Intensität und die Dauer des Schocks sowie seine indirekten Auswirkungen und Zweitrundeneffekte daher genau." Damit bleibt das Thema Zinserhöhung auf einer der kommenden Sitzungen auf der Agenda.
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Beim Tagesgeld zog der von biallo ermittelte marktübliche Zins von 1,48 Prozent Mitte Juni auf zuletzt 1,66 Prozent pro Jahr an. Bei Festgeld tat sich in dieser Zeit dagegen weniger, allerdings bekommen Anlegerinnen und Anleger dennoch spürbar mehr als zu Jahresbeginn. Der Hintergrund ist, dass bei den Festgeldzinsen die erwartete Zinsänderung durch die EZB bereits im Frühjahr vorweggenommen wurde. Hier hatten die Zinsen für alle Laufzeiten deutlich zugelegt.
Beim Tagesgeld sind es aktuell vor allem Aktionsangebote, die den Durchschnittszins nach oben ziehen. So zahlen derzeit mehrere Anbieter Neukunden für bis zu sechs Monate vier Prozent pro Jahr. Nach der EZB-Entscheidung dürfte sich am Tagesgeldmarkt vorerst wenig ändern. Allerdings hatte die Bigbank, die Zins-Spitzenreiterin seit Juni, ihren Zinssatz zuletzt deutlich gesenkt.
Top-Tagesgeldangebote für Neukunden
| Anbieter | Aktionszins p. a. | Basiszins p. a. |
|---|---|---|
| Chase | 4,00 % (für 4 Monate) | 2,00 % |
| Norisbank | 4,00 % (für 6 Monate) | 0,75 % |
| Advanzia-Bank | 3,90 % (für 3 Monate) | 1,50 % |
| Stellantis Direktbank | 3,52 % (für 3 Monate) | 1,35 % |
| Ayvens Bank | 3,50 % (für 3 Monate) | 2,30 % |
Bei Festgeld dürften sich die Zinsen generell wohl ebenfalls wenig verändern. Für Sparerinnen und Sparer könnten hier nach Einschätzung von biallo die längeren Laufzeiten zunehmend interessant werden, laut biallo-Zinsbarometer dürfte es zu Jahresende mit dem Anstieg der Sparzinsen vorbei sein.
Top-Festgeldangebote
| Laufzeit | Zinssatz p. a. | Anbieter |
|---|---|---|
| 9 Monate | 2,90 % | Grenke Bank |
| 1 Jahr | 3,10 % | HoistSpar |
| 2 Jahre | 3,20 % | JT Direktbank |
| 5 Jahre | 3,30 % | Pbb direkt |
| 10 Jahre | 3,65 % | Nexent Bank |
Marktbeobachter rechnen trotz des Stillhaltens der EZB bei dieser Sitzung mit einer weiteren Zinsanhebung bei der kommenden Zinssitzung am 10. September. Ob dies so eintreten wird, dürfte besonders von der Entwicklung der Inflation im Euroraum abhängen. Die Teuerungsrate ist zwar zuletzt zurückgegangen, im Juni lagen die Verbraucherpreise im Euroraum um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach 3,2 Prozent im Mai. Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten könnte die Inflation nun aber wieder anziehen, getrieben von erneut steigenden Ölpreisen. Darauf könnte die EZB mit einer Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte reagieren, so die Prognose vieler Experten. Wie stark sich dies aber in den Sparzinsen niederschlagen würde, ist unklar.

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