
Schweden- Basiszins: 1,51%
- Aktionszins: 3,36% - gilt für die ersten 3 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,30%
- Aktionszins: 3,30% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 3,25% - gilt für die ersten 3 Monate
Ob Kontoeröffnung, Mietvertrag oder Kauf auf Rechnung – die Schufa sammelt Daten und entscheidet darüber, wie kreditwürdig Sie sind. Seit März gibt es neue Bewertungskriterien. Was bedeutet das für Sie?
Die Schufa ist die bekannteste Auskunftei über die Bonität von Ihnen als Verbraucher oder Verbraucherin. Bei einer Girokontoeröffnung oder einer Kreditanfrage, beim Abschluss eines Leasing-, Mobilfunk- oder Kreditkartenvertrags, auch beim Kauf auf Rechnung fließen Daten von Verbrauchern an die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Aus ihnen erstellt die Schufa einen individuellen Bonitäts-Score.
Dieser soll eine Einschätzung liefern, wie zuverlässig Sie Ihre Rechnungen bezahlen und wie kreditwürdig Sie sind. Diese Einschätzung stellt die Schufa den Unternehmen zur Verfügung, die der Schutzgemeinschaft angehören. Die Schufa entscheidet damit im Alltag über zentrale finanzielle Möglichkeiten – etwa ob Sie einen Kredit erhalten oder einen Mietvertrag abschließen können.
Ihr Schufa-Score entscheidet darüber, ob und zu welchen Konditionen Sie einen Kredit erhalten. Ein Vergleich kann bares Geld sparen.
Erfahren Sie, welche Faktoren Ihren Score beeinflussen – und wie Sie gezielt mehr Punkte erreichen können.
Bislang wurde immer wieder beklagt, dass Verbraucher nicht nachvollziehen konnten, wie ihre Daten von der Schufa bewertet werden. Das hat das Unternehmen jetzt geändert und am 17. März den neuen Schufa-Score veröffentlicht. Künftig werden Verbraucher nach zwölf Kriterien bewertet, für die es jeweils Punkte gibt. Der neue Score soll transparent und nachvollziehbar Einblick geben, wie die gesammelten Daten gewichtet werden. Zusammengerechnet ergeben die Punkte den Score-Wert, der zwischen 100 und 999 Punkten liegen kann und der über die Bonität entscheidet: Je mehr Punkte, desto besser.
Biallo-Lesetipp: Wie der Schufa-Score im Detail berechnet wird und welche Faktoren besonders wichtig sind, lesen Sie ausführlich in unserem Ratgeber zum Schufa-Score.
Sogenannte Zahlungsstörungen, das Alter des ältesten Bankvertrags und des jüngsten Rahmenkredits sowie die Anzahl der Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten gehören zu den wichtigsten Faktoren für Ihren Score. Das Kriterium Zahlungsstörungen ist mit der höchsten Punktzahl im ganzen Score-Bewertungssystem versehen: Wer seine Rechnungen stets pünktlich bezahlt hat, kann hier maximal 264 Punkte erhalten. Liegen dagegen offene Zahlungsstörungen vor, gibt es gar keine Punkte. Ein Immobilienkredit wirkt sich übrigens positiv auf die Bonität aus, ebenso eine Bürgschaft.
In unserem Onlineratgeber zum Thema Schufa finden Sie eine Checkliste und konkrete Tipps, wie Sie Ihren Schufa-Score gezielt verbessern können.
Nicht bei allen Kriterien geht es um das Zahlungsverhalten. Auch wie oft jemand umzieht und die Adresse wechselt, ist ein Bewertungsaspekt. Hier geht es um einen rein statistischen Wert: "Wer erst seit Kurzem an einem Wohnsitz wohnt, hat ein erhöhtes Risiko, in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Der positive Einfluss auf den Schufa-Score nimmt mit der Zeit zu – je länger man an derselben Adresse wohnt", heißt es bei der Schufa.
Verbraucherschützerin Christine Steffen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kritisiert das: "Gerade junge Leute, die öfter umziehen, oder Menschen, die aus beruflichen Gründen oft den Wohnort wechseln, erhalten Punktabzug."
Der neue Schufa-Score wird zunächst von etwa 25 Prozent der Vertragspartner genutzt, bis Ende des Jahres sollen es nach Angaben der Schufa 50 Prozent sein. Auch die Banken würden noch bis 2028 nicht den neuen Score anwenden. Fraglich sei, nach welchen Kriterien Verbraucher in der Zwischenzeit bewertet werden. Nach dem alten Score? "Das ist für Verbraucher leider nach wie vor nicht transparent", kritisiert Steffen.
Es kann durchaus zu fehlerhaften Einträgen bei der Schufa kommen. "Es passiert immer wieder, dass etwa Inkassobüros der Schufa Zahlungsstörungen melden oder Abfragen vornehmen, obwohl die zugrunde liegende Forderung nicht berechtigt ist", kritisiert Steffen. Betroffene müssten dann selbst aktiv werden, diese fehlerhaften Daten zu korrigieren. Verbraucher sollten deshalb regelmäßig ihre bei der Schufa gespeicherten Daten abfragen, rät Steffen.
Die Abfrage kann man kostenlos unter "meineschufa.de" beantragen. Sie nennt sich dort "Datenkopie nach Artikel 15 DS-GVO". Fehlerhafte Einträge sollte man unbedingt korrigieren lassen und schriftlich dazu auffordern, sagt Steffen. Das empfiehlt sich besonders, wenn man plant, zeitnah einen Kredit aufzunehmen oder einen Mietvertrag zu unterschreiben.
Oft verlangen Vermieter eine Schufa-Auskunft. Die Schufa bietet die speziell auf Vermieter zugeschnittene Abfrage online auf der Homepage für rund 30 Euro an. Der Vorteil: Die Auskunft enthält keine sensiblen Daten. Alternativ kann man einem Vermieter – vorausgesetzt, er akzeptiert dies – auch die kostenlose Auskunft überreichen, wenn man einen hervorragenden oder guten Score hat, betont Steffen. Persönliche Angaben mit Ausnahme der Daten zur Identifizierung und des Score-Werts sollten dann aber unbedingt geschwärzt werden.
Eine solide Finanzplanung umfasst nicht nur eine gute Bonität, sondern auch die richtige Geldanlage.

Schweden
Deutschland
Deutschland