Das erwartet Sie in diesem Artikel

Ob Kontoeröffnung, Mietvertrag oder Kauf auf Rechnung – die Schufa sammelt Daten und entscheidet darüber, wie kreditwürdig Sie sind. Seit März gibt es neue Bewertungskriterien. Was bedeutet das für Sie?

Wie die Schufa über Ihre Bonität entscheidet

Die Schufa ist die bekannteste Auskunftei über die Bonität von Ihnen als Verbraucher oder Verbraucherin. Bei einer Girokontoeröffnung oder einer Kreditanfrage, beim Abschluss eines Leasing-, Mobilfunk- oder Kreditkartenvertrags, auch beim Kauf auf Rechnung fließen Daten von Verbrauchern an die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Aus ihnen erstellt die Schufa einen individuellen Bonitäts-Score. 

Dieser soll eine Einschätzung liefern, wie zuverlässig Sie Ihre Rechnungen bezahlen und wie kreditwürdig Sie sind. Diese Einschätzung stellt die Schufa den Unternehmen zur Verfügung, die der Schutzgemeinschaft angehören. Die Schufa entscheidet damit im Alltag über zentrale finanzielle Möglichkeiten – etwa ob Sie einen Kredit erhalten oder einen Mietvertrag abschließen können.

Ihr Schufa-Score entscheidet darüber, ob und zu welchen Konditionen Sie einen Kredit erhalten. Ein Vergleich kann bares Geld sparen.

Jetzt kostenfreie Experten-Ratgeber als PDF downloaden

Schufa-Score verstehen und verbessern

Laden Sie unseren kostenlosen Experten-Ratgeber herunter und erfahren Sie, welche Faktoren Ihren Schufa-Score beeinflussen – und wie Sie gezielt Punkte verbessern können.

Neuer Schufa-Score: Mehr Transparenz – aber neue Regeln

Bislang wurde immer wieder beklagt, dass Verbraucher nicht nachvollziehen konnten, wie ihre Daten von der Schufa bewertet werden. Das hat das Unternehmen jetzt geändert und am 17. März den neuen Schufa-Score veröffentlicht. Künftig werden Verbraucher nach zwölf Kriterien bewertet, für die es jeweils Punkte gibt. Der neue Score soll transparent und nachvollziehbar Einblick geben, wie die gesammelten Daten gewichtet werden. Zusammengerechnet ergeben die Punkte den Score-Wert, der zwischen 100 und 999 Punkten liegen kann und der über die Bonität entscheidet: Je mehr Punkte, desto besser.

Biallo-Lesetipp: Wie der Schufa-Score im Detail berechnet wird und welche Faktoren besonders wichtig sind, lesen Sie ausführlich in unserem Ratgeber zum Schufa-Score.

Diese Kriterien entscheiden jetzt über Ihren Score

Sogenannte Zahlungsstörungen, das Alter des ältesten Bankvertrags und des jüngsten Rahmenkredits sowie die Anzahl der Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten gehören zu den wichtigsten Faktoren für Ihren Score. Das Kriterium Zahlungsstörungen ist mit der höchsten Punktzahl im ganzen Score-Bewertungssystem versehen: Wer seine Rechnungen stets pünktlich bezahlt hat, kann hier maximal 264 Punkte erhalten. Liegen dagegen offene Zahlungsstörungen vor, gibt es gar keine Punkte. Ein Immobilienkredit wirkt sich übrigens positiv auf die Bonität aus, ebenso eine Bürgschaft.

In unserem Onlineratgeber zum Thema Schufa finden Sie eine Checkliste und konkrete Tipps, wie Sie Ihren Schufa-Score gezielt verbessern können.

Kritik am neuen System: Das kann zum Problem werden

Nicht bei allen Kriterien geht es um das Zahlungsverhalten. Auch wie oft jemand umzieht und die Adresse wechselt, ist ein Bewertungsaspekt. Hier geht es um einen rein statistischen Wert: "Wer erst seit Kurzem an einem Wohnsitz wohnt, hat ein erhöhtes Risiko, in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Der positive Einfluss auf den Schufa-Score nimmt mit der Zeit zu – je länger man an derselben Adresse wohnt", heißt es bei der Schufa. 

Verbraucherschützerin Christine Steffen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kritisiert das: "Gerade junge Leute, die öfter umziehen, oder Menschen, die aus beruflichen Gründen oft den Wohnort wechseln, erhalten Punktabzug."

Wann der neue Score wirklich gilt

Der neue Schufa-Score wird zunächst von etwa 25 Prozent der Vertragspartner genutzt, bis Ende des Jahres sollen es nach Angaben der Schufa 50 Prozent sein. Auch die Banken würden noch bis 2028 nicht den neuen Score anwenden. Fraglich sei, nach welchen Kriterien Verbraucher in der Zwischenzeit bewertet werden. Nach dem alten Score? "Das ist für Verbraucher leider nach wie vor nicht transparent", kritisiert Steffen.

Warum Sie Ihre Schufa-Daten regelmäßig prüfen sollten

Es kann durchaus zu fehlerhaften Einträgen bei der Schufa kommen. "Es passiert immer wieder, dass etwa Inkassobüros der Schufa Zahlungsstörungen melden oder Abfragen vornehmen, obwohl die zugrunde liegende Forderung nicht berechtigt ist", kritisiert Steffen. Betroffene müssten dann selbst aktiv werden, diese fehlerhaften Daten zu korrigieren. Verbraucher sollten deshalb regelmäßig ihre bei der Schufa gespeicherten Daten abfragen, rät Steffen. 

Die Abfrage kann man kostenlos unter "meineschufa.de" beantragen. Sie nennt sich dort "Datenkopie nach Artikel 15 DS-GVO". Fehlerhafte Einträge sollte man unbedingt korrigieren lassen und schriftlich dazu auffordern, sagt Steffen. Das empfiehlt sich besonders, wenn man plant, zeitnah einen Kredit aufzunehmen oder einen Mietvertrag zu unterschreiben.

Schufa-Auskunft für Vermieter – das sollten Sie wissen

Oft verlangen Vermieter eine Schufa-Auskunft. Die Schufa bietet die speziell auf Vermieter zugeschnittene Abfrage online auf der Homepage für rund 30 Euro an. Der Vorteil: Die Auskunft enthält keine sensiblen Daten. Alternativ kann man einem Vermieter – vorausgesetzt, er akzeptiert dies – auch die kostenlose Auskunft überreichen, wenn man einen hervorragenden oder guten Score hat, betont Steffen. Persönliche Angaben mit Ausnahme der Daten zur Identifizierung und des Score-Werts sollten dann aber unbedingt geschwärzt werden.

Eine solide Finanzplanung umfasst nicht nur eine gute Bonität, sondern auch die richtige Geldanlage.

Biallo Tagesgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 3 Monate, Sicherheit: Alle Anbieter. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Produktdetails
Anbieter und Produkt
Zinssatz
3,36% /
82,96 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Schweden
Produktdetails
  • Basiszins: 1,51%
  • Aktionszins: 3,36% - gilt für die ersten 3 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
3,30% /
82,73 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 0,30%
  • Aktionszins: 3,30% - gilt für die ersten 4 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
3,25% /
80,28 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 1,25%
  • Aktionszins: 3,25% - gilt für die ersten 3 Monate
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 18.04.2026

Über die Autorin Annette Jäger

Alle Artikel der Autorin Annette Jäger ansehen
während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.