
Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,90% - gilt für die ersten 6 Monate

Niederlande- Basiszins: 1,80%
- Aktionszins: 3,40% - gilt für die ersten 4 Monate

Luxemburg- Basiszins: 1,50%
- Aktionszins: 3,90% - gilt für die ersten 3 Monate
Die EZB erhöht die Zinsen auf 2,25 Prozent und Neobroker wie Trade Republic, Scalable oder Trading212 ziehen nach. Sie haben ihre Guthabenzinsen angehoben – auf bis zu drei Prozent. Die Angebote gelten dauerhaft für alle Kunden, passen sich aber oft automatisch an den EZB-Zins an. Direktbanken bieten höhere Aktionszinsen, aber zeitlich begrenzt und meist nur für Neukunden. Was ist besser?
Nach der Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben auch Neobroker wie Trade Republic, Smartbroker+ oder Traders Place ihre Sparzinsen angehoben. Das zeigt eine Auswertung von biallo.de. Demnach zahlen die Brokerfirmen ihren Kunden derzeit bis zu 3,00 Prozent auf nicht investierte Guthaben. Wir sagen ihnen, wo Anlegerinnen und Anleger aktuell den höchsten Zins bekommen – und welche Alternativen es für Anleger gibt, die ein günstiges Depot mit einem guten Zinsangebot kombinieren wollen.
Neobroker bieten Anlegerinnen und Anlegern vor allem kostengünstigen Handel mit Aktien oder ETFs. Seit geraumer Zeit zahlen Trade Republic, Scalable Capital und Co. ihren Kunden aber auch Zinsen auf nicht investierte Guthaben. Das ist ein Vorteil für alle, denen es zu mühsam ist, fürs nicht investierte Geld nach Tagesgeld-Angeboten zu suchen.
Die Neobroker koppeln ihre Zinsangebote dabei oft an den Einlagenzins der Europäischen Zentralbank. Die EZB hat den Einlagensatz jüngst auf 2,25 Prozent erhöht – erstmals seit fast drei Jahren. Mit dem EZB-Zins gingen auch die Zinsen der Neobroker hoch. Die Tabelle zeigt die aktuellen Angebote der sechs untersuchten Broker.
Neobroker | Zins |
| Trading212 | 3,00% |
| Scalable Capital | 2,50% |
| Trade Republic | 2,25%1 |
| Smartbroker+ | 2,00% |
| Traders Place | 2,00%2 |
| XTB | 0,90% / 3,00%3 |
Den besten Zins zahlt Trading212. Dort bekommen Anleger 3,00 Prozent. Das bietet auch der Broker XTB. Dessen Zins gilt aber nur für Neukunden, befristet auf 90 Tage. Danach gibt es nur noch 0,90 Prozent.
Besser als der Einlagenzins der EZB ist auch das Zins-Angebot von Scalable Capital. Der Münchner Broker zahlt derzeit 2,50 Prozent auf nicht investiertes Geld. Scalable hatte den Zinssatz bereits einige Wochen vor der jüngsten EZB-Sitzung erhöht. Außerdem gibt es den Zins auf Guthaben in beliebiger Höhe. Zuvor war die Guthabenhöhe begrenzt.
Auch Trade Republic, Smartbroker+ und Traders Place haben die Zinsen nach der Notenbank-Entscheidung angehoben. Trade Republic zahlt seinen Kunden einen Zins in Höhe des EZB-Einlagensatzes von 2,25 %. Bei Smartbroker+ und Traders Place ist es ein Viertel Prozentpunkt weniger. Die gesamte Auswertung finden Sie in unserem Ratgeber zu den Zinsen bei Neobrokern.
Die Zins-Angebote der Neobroker sind vor allem interessant für Anlegerinnen und Anleger, die neben einem günstigen Depot auch unkompliziert Erträge für nicht investiertes Geld mitnehmen wollen. Das ist aber nicht nur bei Neobrokern möglich. Auch Direktbanken bieten oft kostenlose Depots – und gleichzeitig Tagesgeldkonten mit guten Zinsen. Allerdings gelten diese Aktionszinsen in der Regel nur für Neukunden und auch nur für begrenzte Zeit. Zwei Beispiele:
Consorsbank: 3,40 Prozent Tagesgeldzins für fünf Monate, danach 1,00 Prozent
ING: 3,20 Prozent Tagesgeldzins für vier Monate, danach 0,75 Prozent.
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Die Beispiele machen deutlich: Die Aktionszinsen der Direktbanken sind zwar höher als die Sparzinsen der Neobroker. Es gibt sie aber auch nur für eine gewisse Zeit. Für Bestandskunden sind daher die Angebote der Neobroker oft attraktiver. Denn ihr Zins gilt in der Regel dauerhaft für alle Kunden. Allerdings verändert er sich auch mit dem EZB-Zins: Geht dieser nach unten, senken auch die Neobroker den Zins – und umgekehrt.
Wer diesem Mechanismus entgehen will, kann sich neben einem guten (Neo-) Broker auch einen separaten Tagesgeldanbieter mit attraktiven Zinsen suchen. Etwa einen, der sowohl Neukunden als auch Bestandskunden gute Konditionen einräumt. Dazu zählen etwa die Renault Bank direkt, Ford Money und die Bigbank. Weitere Anbieter finden Sie im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de. Der Haken an dieser Lösung: Anleger müssen das Geld, dass sie in Aktien oder ETFs investieren wollen, erst vom Tagesgeldkonto aufs Verrechnungskonto des Depots schieben.

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