Girokonto Wie zahlt man bei einer Direktbank Bargeld ein?

Girokonto Wie zahlt man bei einer Direktbank Bargeld ein?

Max Geißler
von Max Geißler
12.08.2016
Auf einen Blick

Die wenigsten Direktbanken haben eigene Filialen. Bargeld einzahlen kann deshalb teuer werden. Eine Ausnahme bilden Onlinetöchter von Großbanken.

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Gehalt, Rentenzahlung oder Ebay-Verkaufserlös – Geldzuflüsse auf das eigene Girokonto geschehen heutzutage fast ausschließlich via Banküberweisung. Bargeldeinzahlungen am Schalter sind inzwischen die Ausnahme, da kaum noch jemand sein Gehalt aus der Lohntüte erhält. Doch es gibt Fälle, in denen ein größerer Bargeldbetrag anfallen kann, etwa wenn ein Autofahrer seinen Wagen privat verkauft. Kunden von Sparkassen, Großbanken oder Genossenschaftsbanken haben in diesem Fall kein Problem, sie kennen die Filiale in ihrer Nähe und zahlen den Verkaufserlös dort kostenlos ein. Doch wie sieht es bei einer Direktbank ohne Filialbetrieb aus?

Direktbank ohne Filialen

„Bareinzahlungen sind grundsätzlich in jedem Bankhaus möglich, auch wenn das Geld auf ein Girokonto bei einer anderen Bank fließt“, erklärt Dirk Althoff von der Consorsbank. Allerdings fallen Gebühren an. Diese sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Die Commerzbank berechnet zum Beispiel für Einzahlungen auf Fremdkonten am Bankschalter zwei Promille des Einzahlungsbetrags.

Will ein Consorsbank-Kunde 20.000 Euro aus einem Autoverkauf einzahlen, kostet ihm dies immerhin 40 Euro. Zahlt er das Geld an einem Bankautomat der Commerzbank ein, berechnet das Institut wenigstens zehn Euro. Preiswerter ist der Schalterdienst der Deutschen Bank. Für Bareinzahlungen zugunsten fremder Inlandskonten kassiert Deutschlands größte Privatbank pauschal 15 Euro.

Direktbank mit Zweigstellen

Fein raus sind Kunden von Direktbanken, die das Filialnetz ihres Mutterkonzerns nutzen können oder eigene Zweigstellen unterhalten. Beispiele Comdirect und Norisbank: Kunden beider Direktbanken können an allen Schaltern und Automaten der Commerzbank bzw. der Deutschen Bank kostenlos Bargeld auf ihr Konto einzahlen.

Auch Kunden der Netbank profitieren von eigenen Zweigstellen. „Die Netbank bietet deutschlandweit über 100 Standorte, an denen sich unsere Kunden Bargeldbeträge ein- und auszahlen lassen können“, informiert Stefanie Faulian von der Netbank-Pressestelle. Um einen Einzahlungsort in der Nähe zu finden, genügt ein Anruf im Callcenter der Direktbank. Ähnlich verhält es sich bei der Degussa Bank.

Die Direktbank verfügt bundesweit über 84 öffentliche Filialen, die häufig innerhalb der Werksgelände der Degussa AG liegen. Degussa-Kunden finden eine örtliche Zweigstelle über die Filialsuche auf der Internetseite der Bank. Einzahlungen werden bis zu einem Maximalbetrag von 150.000 Euro entgegen genommen.

Eng begrenzt ist die Möglichkeit der Bargeldeinzahlung, wenn die Internetbank nur an ihrem Hauptsitz direkten Publikumsverkehr ermöglicht. Dies ist zum Beispiel bei der Münchner DAB Bank der Fall oder bei 1822 direkt, die Direktbank der Frankfurter Sparkasse. Allerdings hat 1822 direkt den Vorteil, das gesamte Filialnetz nutzen zu können: „Unsere Kunden können Bargeld kostenlos in jeder Filiale der Frankfurter Sparkasse einzahlen“, berichtet Daniel Liebermann von 1822 direkt. Die Geldannahme funktioniert sowohl am Schalter als auch am Bankautomaten.

Einzahlungen bei fremden Sparkassen sind allerdings nicht begünstigt. Hier fallen übliche Bankspesen an, die je nach Sparkasse bzw. Fremdbank ziemlich üppig ausfallen können. So berechnet beispielsweise die Stadtsparkasse München zwölf Euro für Annahme und Weiterleitung fremden Bargelds, die Hamburger Sparkasse kassiert je nach Betrag zehn bis 15 Euro.

Lese-Tipp: 

Es sind nicht nur niedrige Dispozinsen oder kostenlose Bargeldversorgung, mit denen Banken um neue Kunden werben. Sie versüßen den Kontenwechsel auch mit einer Prämie. Lesen hierzu unseren Artikel: Girokonto mit Prämie: Banken locken mit Geld-Geschenken.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de