Die meisten Deutschen haben ihr Girokonto einmal eröffnet – und nie wieder hinterfragt. Dabei läuft die Uhr. Wer monatlich acht Euro Kontoführungsgebühr zahlt, gibt im Jahr 96 Euro aus. Über 20 Jahre sind das fast 2.000 Euro – für ein Konto, das woanders kostenlos wäre. Ein Kontowechsel dauert heute keine zehn Minuten. Was Sie dafür wissen müssen.
Was ein Girokonto in Deutschland wirklich kostet
Familie Müller zahlt bei ihrer Sparkasse monatlich 12 Euro Grundgebühr, dazu 2 Euro für die Kreditkarte. Zweimal im Monat hebt sie an Fremdautomaten Bargeld ab – je Abhebung fallen rund 2 Euro an. Zusammen kommt das auf knapp 200 Euro im Jahr. Für eine Leistung, die bei einer Direktbank komplett kostenlos wäre.
Kein Einzelfall. Bei Sparkassen und Volksbanken liegen die Monatspreise aktuell zwischen 2,95 Euro und deutlich über 20 Euro – je nach Region und Kontomodell. Laut Stiftung Warentest zahlen Deutsche im Schnitt 125 Euro pro Jahr für ihr Girokonto. Wer nur die Grundgebühr im Blick hat, unterschätzt die wahren Kosten erheblich. Denn es sind oft die Zusatzposten, die das Konto teuer machen: Die Jahresgebühr für die Kreditkarte liegt bei Sparkassen häufig zwischen 20 und 40 Euro. Beleghafte Überweisungen kosten je nach Bank 1,00 bis 3,90 Euro pro Buchung.
Bargeldabhebungen an Fremdautomaten schlagen mit 1,95 bis 2,50 Euro zu Buche. Wer ein Gemeinschaftskonto führt, zahlt bei der Postbank 6 Euro pro Jahr für die zweite Debitkarte – Kontoauszüge per Post kosten dort 2,50 Euro je Auszug.
Der direkte Vergleich zeigt, wie groß die Unterschiede wirklich sind:

