Geld senden in unter zehn Sekunden, nur mit Handynummer oder E-Mail-Adresse – und das direkt aus Ihrer Banking-App: Der europäische Bezahldienst Wero wächst rasant. Sparkassen, Volksbanken und immer mehr Direktbanken wie die ING sind längst dabei, die N26 folgt. Wir zeigen Ihnen, welche Banken Wero heute anbieten und wie Sie den Dienst nutzen.

Die Digitalisierung im Zahlungsverkehr schreitet schnell voran, doch viele Verbraucher vermissen eine starke, europäische Lösung. Hier setzt Wero an: Der Dienst ermöglicht das Senden von Geld in Echtzeit, direkt von Konto zu Konto. Die Zahlung kommt in unter zehn Sekunden an – und das Beste: Sie brauchen nur die Handynummer oder E-Mail-Adresse des Empfängers.

Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss wichtiger europäischer Finanzinstitute. Das Ziel der EPI ist die Schaffung eines einheitlichen, sicheren und unabhängigen Zahlungssystems für ganz Europa. Die Stärke von Wero liegt darin, dass es direkt in die Banking-Apps der teilnehmenden Banken integriert ist. Das bedeutet für Sie: höchste Sicherheit durch Ihre Hausbank und keine Nutzung von Drittanbieter-Konten, wie zum Beispiel PayPal.

Wie schnell das Netzwerk wächst, zeigt sich an den großen Häusern. Neben Sparkassen und Volksbanken haben inzwischen auch Direktbanken den Dienst fest in ihre App geholt. Die ING etwa bietet Wero seit August 2025 an und zählt nach eigenen Angaben mit rund 600.000 Aktivierungen zu den aktivsten Instituten am deutschen Markt.

Ein breites Bündnis: Die Banken hinter Wero

Wero ist in Deutschland, Frankreich und Belgien gestartet und wird von einem wachsenden Netzwerk aus Finanzinstituten unterstützt. Die breite Beteiligung ist ein klares Signal, dass europäische Banken eine ernsthafte Konkurrenz zu internationalen Zahlungsdiensten aufbauen wollen.

Prüfen Sie, ob Ihre Bank Wero bereits anbietet. Kunden dieser Institute können Wero direkt in ihrer Banking-App oder über die eigenständige Wero-App nutzen (Stand Juli 2026):

Deutschland: Eine starke Basis

In Deutschland tragen vor allem die genossenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Banken Wero mit. Damit ist der Großteil der deutschen Bankkunden bereits erreicht.

  • Sparkassen: Fast alle Sparkassen bieten die Wero-Funktion an.
  • Volks- und Raiffeisenbanken: Ebenso ist ein großer Teil der Volksbanken und Raiffeisenbanken an Bord.

Großbanken, Privatbanken & Direktbanken:

Frankreich und Belgien: Internationale Reichweite

Die Initiative ist länderübergreifend angelegt. In den Nachbarländern haben sich ebenfalls bedeutende Bankengruppen der EPI angeschlossen und bieten Wero an:

Frankreich:

  • Crédit Agricole
  • Crédit Mutuel
  • Crédit Mutuel Arkéa
  • Crédit Coopératif
  • Crédit Maritime
  • Caisse d’Epargne
  • LCL
  • Monabanq
  • Banque BCP
  • Banque de Savoie
  • Banque Dupuy, de Parseval
  • Banque Marze
  • Banque Palatine
  • Banque Populaire
  • Banque Transatlantique
  • BNP Paribas
  • BRED Banque Populaire
  • Caisse d'Epargne
  • CIC
  • Fortuneo
  • Hello bank! France
  • La Banque Postale
  • Nickel
  • SBE Banque Populaire
  • SG

Belgien:

  • BNP Paribas Fortis
  • Belfius
  • Beobank
  • CBC
  • KBC
  • KBC Brussels
  • Fintro
  • Hello bank! Belgium
  • ING Belgium
  • Nickel

Weitere Partner: 

  • Auch die Neobank Revolut unterstützt Wero.
  • Die N26 plant die Integration von Wero in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Die vollständige, tagesaktuelle Liste der Banken finden Sie direkt bei Wero unter dem Punkt "Jetzt checken, ob deine Bank dabei ist".

Sicherheit und Komfort: Die Vorteile der Bank-Anbindung

Dass Wero fest im Bankensystem verankert ist, bietet Ihnen entscheidende Vorteile, die den Dienst zur echten Alternative machen.

1. Direkter Kontozugriff ohne IBAN: Sie senden Geld direkt von Ihrem Girokonto zu einem anderen Girokonto. Das System nutzt die Infrastruktur der Echtzeitüberweisung, die von den Banken selbst betrieben wird. Dadurch entfällt die Eingabe der langen IBAN für schnelle Überweisungen an Freunde. Ihre Handynummer oder E-Mail-Adresse dient als schneller und bequemer Schlüssel.

2. Europäischer Datenschutz: Die strikte Einbindung über die Hausbank garantiert, dass alle Transaktionen nach den strengen europäischen Richtlinien für Datenschutz und Sicherheit ablaufen. Das schafft Vertrauen und unterscheidet Wero klar von Anbietern, die primär in den USA beheimatet sind.

3. Zukunftssicherheit durch die EPI: Die Trägergesellschaft EPI ist ein starkes Konsortium aus 31 europäischen Banken und zwei Zahlungsdienstleistern. Dieser breite Rückhalt gewährleistet, dass Wero kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Planungen sehen vor, dass Sie mit Wero schon bald nicht nur Geld an Privatpersonen senden, sondern auch im Online-Handel und später im stationären Geschäft sicher bezahlen können.

Wero bei der ING: vom Geldversand zum Online-Bezahlen

Nutzen Sie ein Girokonto bei der ING? Dann zeigt dieses Beispiel gut, wie sich Wero derzeit weiterentwickelt. Seit August 2025 können Sie Wero direkt aus der ING-App heraus nutzen und Geld in Echtzeit senden oder anfordern – Grundlage sind SEPA-Instant-Überweisungen, also Zahlungen von Konto zu Konto in unter zehn Sekunden.

Seit dem 3. Juni 2026 geht die ING einen Schritt weiter: Sie können als ING-Kunde bei teilnehmenden Onlinehändlern nun auch im E-Commerce mit Wero bezahlen. Beim Bezahlvorgang wählen Sie Wero aus, werden in Ihre Banking-App geleitet und geben die Zahlung frei – ohne separate Bezahl-App, ohne IBAN oder Kartennummer. Aktuell ist die Shop-Auswahl allerdings noch überschaubar: Bei Eventim klappt es bereits, IKEA Deutschland und der Lidl-Onlineshop sollen folgen.

Wichtig: Die ING hat die Wero-Bedingungen in die Girokonto-AGB integriert. Bei einer Kontoeröffnung stimmen Sie der Nutzung damit automatisch zu. Das beschleunigt zwar die Aktivierung, bedeutet aber auch: Prüfen Sie in den Einstellungen selbst, ob Wero für Sie aktiv sein soll.

Tipp: Auch relativ neu ist, dass die Banken jetzt alle Echtzeitüberweisungen anbieten müssen.

Biallo Tagesgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 3 Monate, Sicherheit: mind. geringe Sicherheit. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Produktdetails
Anbieter und Produkt
Zinssatz
4,00% /
100,33 €
Bewertung
5/5
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 2,00%
  • Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
4,00% /
100 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 0,75%
  • Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
4,05% /
99,75 €
Bewertung
S&P Länderrating
A+
Estland
Produktdetails
  • Basiszins: 2,25%
  • Aktionszins: 4,05% - gilt für die ersten 4 Monate
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 18.07.2026

Ihre Meinung ist gefragt!

Nutzen Sie Wero bereits über Ihre Hausbank? Oder bevorzugen Sie noch andere digitale Zahlungsdienste? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Ihre Meinung zu diesem neuen europäischen Projekt mit. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften an: redaktion@biallo.de

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Um keine wichtigen Entwicklungen in der Finanzwelt, spannende Vergleiche oder aktuelle Geldthemen mehr zu verpassen, empfehlen wir Ihnen, unseren kostenlosen Newsletter zu abonnieren.

Registrieren Sie sich außerdem kostenlos im persönlichen Bereich auf biallo.de. Dort speichern Sie diesen und weitere Artikel und finden in unseren Vergleichen das Konto, das zu Ihnen passt.

1. Was ist Wero?

Wero ist ein seit 2024 schrittweise eingeführter digitaler Zahlungsdienst, der von der European Payments Initiative (EPI) – einem Zusammenschluss europäischer Banken – entwickelt wurde. Er ermöglicht schnelle und sichere Überweisungen in Echtzeit direkt von Bankkonto zu Bankkonto, zunächst in Deutschland, Frankreich und Belgien.

2. Wie funktioniert das Geld senden mit Wero?

Sie können Geld an andere Wero-Nutzer senden, ohne deren lange IBAN eingeben zu müssen. Es genügt, die mit Wero verknüpfte Handynummer oder E-Mail-Adresse des Empfängers zu nutzen. Die Transaktion wird in unter zehn Sekunden abgeschlossen und das Geld landet direkt auf dem Girokonto.

3. Welche Banken in Deutschland unterstützen Wero?

Eine große Anzahl von Banken in Deutschland nimmt an Wero teil. Dazu zählen die Mehrheit der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, aber auch Großbanken wie die Postbank und ING Deutschland unterstützen Wero bereits. Eine vollständige Liste finden Sie im Haupttext oder auf der offiziellen Wero-Webseite.

Brauche ich eine neue App, um Wero zu nutzen?

In vielen Fällen nicht. Die Wero-Funktion wird direkt in Ihre bestehende Banking-App der teilnehmenden Institute integriert. Für einige Banken gibt es auch eine separate, eigenständige Wero App.

Ist Wero sicherer als andere Zahlungsdienste?

Wero nutzt die Sicherheitsstandards Ihrer Hausbank, da die Zahlungen direkt von Konto zu Konto abgewickelt werden. Es werden keine Drittanbieter-Guthabenkonten genutzt. Das System unterliegt den strengen europäischen Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien.

Kann ich mit Wero auch in Online-Shops bezahlen?

Ja – seit Ende 2025 ist Wero schrittweise für den Online-Handel verfügbar. Kundinnen und Kunden teilnehmender Banken, darunter die ING seit dem 3. Juni 2026, können bei ausgewählten Onlinehändlern wie Eventim mit Wero bezahlen. Die Auswahl ist aber noch begrenzt und wird nach und nach erweitert; große Marktplätze fehlen bislang. Zahlungen im stationären Handel plant die European Payments Initiative (EPI) für einen späteren Schritt.

Über die Redakteurin Franziska Baum

Alle Artikel der Redakteurin Franziska Baum ansehen
Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.